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Die chinesischen Sprachen im Reich der Mitte!

Von Elissa, veröffentlicht am 30/03/2019 Blog > Sprachen > Chinesisch > Alles, was Du über die chinesische Sprache wissen musst

1,3 Milliarden Einwohner oder 1/6 der Weltbevölkerung. 8 Gemeinden mit mehr als 10 Millionen Einwohnern und etwa dreißig Städte mit mindestens zwei Millionen Einwohnern. 10 Millionen Quadratkilometer …

China ist das drittgrößte Land der Welt!

Als führende Wirtschaftsmacht der Welt ist China eines der fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen.

Als größter Exporteur der Welt verfügt das Land über die größte Armee der Erde und das zweitgrößte Militärbudget.

Zahlen, die erstaunen und natürlich immer mehr Studenten und Geschäftsleute anziehen.

In diesem Artikel erfahrt ihr alles, was ihr wissen müsst, um Chinesisch zu lernen und dann vielleicht sogar nach China auszuwandern …!

Welche Sprachen sprechen die Chinesen?

Heutzutage möchten immer mehr junge Menschen auf ihrem Lebenslauf angeben können, dass sie Chinesisch sprechen und schreiben können.

Aber man sollte wissen, dass in China 81 gesprochene Sprachen existieren!

Aber welche Sprache sollte man auswählen, wenn man Chinesisch lernen möchte?

  • Mandarin
  • Kantonesisch
  • Wu

Auf Superprof helfen wir euch, eure Entscheidung in die Tat umzusetzen.

Man spricht 81 Sprachen in China. In China werden 81 Sprachen gesprochen. | Quelle: Pixabay

Wir haben oben erwähnt, dass in China 81 Sprachen gesprochen werden. Davon sind 49 nach der Nationalität benannt, die sie verwendet:

  • Die Sprache „Han“ wird vom „Han“-Volk verwendet
  • „Zhuang“ von den „Zhuang“

Bei den verbleibenden 32 Sprachen unterscheidet sich der Name völlig von der Nationalität der Sprecher.

Zum Beispiel: die 90.000 Tibeter, deren Muttersprache … das „Gyarong“ ist und nicht „Tibetisch“!

Einfach gesagt: Im Süden Chinas gibt es Minderheitensprachen und Dialekte. Im Norden Chinas: die Dialekte haben mehr Ähnlichkeiten untereinander.

Jetzt wo wir die Verteilung der Sprachen erkannt haben, konzentrieren wir uns auf drei von ihnen

Mandarin

Es ist die meist gesprochene Sprache in China!

Mandarin und das ähnliche Hochchinesisch oder 普通話 / 普通话 pǔtōnghuà („gemeinsame Sprache“) hat mehr als 955 Millionen Sprecher.

Als Amtssprache der Volksrepublik China seit 1956 ist Mandarin die wichtigste Sprache, wenn ihr Chinesisch lernen möchtet.

Wenn ihr plant, nach China auszuwandern, müsst ihr Mandarin lernen, da in ganz China Hochchinesisch gesprochen wird!

Gut zu wissen: Diese Sprache wird auch in Taiwan und in Singapur gesprochen.

Kantonesisch

Kantonesisch wird von mehr als 71 Millionen Sprechern gesprochen. Diese chinesische Sprache wird in Hongkong, Macao oder in den Provinzen Südostasiens gesprochen.

Oft hört man das Vorurteil, Kantonesisch sei eine vereinfachte Form des Mandarin. Daher ist Kantonesisch für viele Chinesisch eine schlechte Sprache ohne Schönheit.

Unabhängig davon gilt Kantonesisch heutzutage aufgrund der Anzahl der Sprecher als die zweite Sprache Chinas.

Wu

Das Wu wird in Shanghai, Jiangsu und Zhejiang gesprochen und hat rund 77 Millionen Sprecher.

Jetzt werden die Dinge kompliziert. Einige Chinesen haben Kantonesisch nie als Zweitsprache akzeptiert und für sie ist Wu die zweite Sprache hinter Mandarin.

Warum? Weil es aus vielen einzelnen Dialekten besteht und wie das Mandarin als Edelsprache gilt.

Die große Geschichte der chinesischen Sprachen

Chinesisch gehört zur sinotibetischen Sprachfamilie. Diese Kategorie umfasst sinitische Sprachen (10 Sprachen und 1,35 Milliarden Sprecher) und Tibetisch-Birmanische Sprachen (330 Sprachen für 70 Millionen Sprecher).

Wie die sumerische und ägyptische Schrift ist die chinesische Schrift eine der ältesten. Neben den heute gesprochenen Sprachen gibt es auch das Altchinesisch aus den Zeiten der Zhou-Dynastie in der Zeit vor 256 v. Chr. 

Die chinesische Schrift besteht aus Schriftzeichen, die wie die Hieroglyphen im Alten Ägypten zu lesen sind.

  1. Der Norden und der Westen, die die „nördlichen Dialekte“ bilden, die dem Mandarin ähneln.
  2. Der Südosten, der verschiedene Sprachen und Dialekte beherbergt, die sich im Allgemeinen sowohl in der Struktur als auch im Wortschatz unterscheiden, wie Kantonesisch (yue), Min (Fujian, Taiwan), Wu (Shanghai).

Mandarin

Mandarin hatte seine Blütezeit im Jahr 1956 in der großen Geschichte der chinesischen Sprachen und wurde zur Standardsprache Chinas.

Die Sprache des Hochchinesisch entstand auf dem Pekinger Dialekt. Das Hochchinesisch basiert auf dem Pekinger Dialekt. | Quelle: Pixabay

Im Jahr 1958 wurden durch eine Reform 2300 komplexe Ideogramme verändert- wodurch die Anzahl der Striche reduziert wurde -, um sie für das Schreiben von Schriftstücken sowohl für Chinesen als auch für Ausländer zugänglicher zu machen. 

Diese Sprache hat ihren Ursprung in den verschiedenen Dialekten, die am häufigsten in den nördlichen Provinzen des Landes gesprochen werden, wobei die Hauptinspiration die von Peking, der Hauptstadt, ist.

Als Symbol für die wirtschaftliche Entwicklung Chinas ist diese Sprache für die Gründung eines Unternehmens unverzichtbar geworden und steht an Platz 1 der gesprochenen Sprachen auf der Welt.

Kantonesisch

Das Wort „Kantonesisch“ stammt von dem Wort Kanton, das westliche Wort für Guangzhou, die Hauptstadt von Guangdong, die als „Mutterhaus“ der kantonesischen Sprache gilt.

Kantonesisch wird von seinen Kritikern als falsche Version von Mandarin wahrgenommen.

Durch die kantonesische Diaspora hat sich Kantonesisch auf andere Länder ausgedehnt:

  • Malaysia (750.000)
  • Vietnam (500.000),
  • Und Nordamerika, wo es heute mehr als 180.000 Kantonesisch-Sprecher nur in der Stadt San Francisco gibt.

Und auch wir Deutschen haben uns einige Wörter aus dem Kantonesisch ausgeliehen: Wok, Dim-Sum, Mahjong.

Welche chinesische Sprache sollte man beim Lernen bevorzugen?

Das Lernen von Hochchinesisch oder Mandarin scheint heute der Schlüssel zu sein, der alle Türen im Wirtschaftssektor öffnet.

Mit 20% der Weltbevölkerung ist Chinesisch die erste Sprache der Welt, was auch Tausende und Abertausende von Stellenangeboten umfasst.

China ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und mit einem Marktwert von mehr als 160 Milliarden Euro der zweitgrößte Wirtschaftsstandort Europas hinter den Vereinigten Staaten.

Diese Zahlen sind Grund genug, sich sofort in einen Chinesisch-Kurs einzuschreiben.

Grund genug sich zu fragen, welche der chinesischen Sprachen man am besten lernen sollte?

Heute lernen schätzungsweise mehr als 30 Millionen Menschen Mandarin.

Die Fähigkeit Chinesisch zu sprechen und zu schreiben, wird auf dem Arbeitsmarkt immer wichtiger.

Neben Mandarin wird auch Kantonesisch vor allem bei den jungen Leuten immer beliebter. Und auch in der Wirtschaft nimmt der Handel mit Hongkong zu und erhöht die Notwendigkeit, Kantonesisch zu lernen.

Der Einfluss Chinas in der asiatischen Welt

Viele asiatische Länder wurden von China beeinflusst.

Aus der Nähe oder aus der Ferne.

Japan

Japan ist das Land, in dem der Einfluss der chinesischen Sprache am deutlichsten sichtbar ist.

In der Tat sind 60% des modernen japanischen Vokabulars chinesischer Herkunft.

Die Präsenz der chinesischen Armee im Land der aufgehenden Sonne hat den sprachlichen Einfluss gefördert. In der japanischen Sprache gibt es Schriftzeichen, die von den Chinesen stammen. 

Kanji genannt, sind diese chinesischen Schriftzeichen in der japanischen Version in zwei Schriftsystemen (Hiragana und Katakana) wiederzufinden und dienen jeweils den grammatikalische Wörtern und für die Übersetzung bestimmter Fremdwörter.

Heutzutage wird dieser chinesische Einfluss jedoch von den Japanern verurteilt, die der Meinung sind, dass die chinesische Regierung das Land der aufgehenden Sonne in Schach halten möchte.

Korea

Von den Koreanern als Modell der Zivilisation gesehen, konnte das chinesische Reich seinen kulturellen Einfluss in Korea bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. sicherstellen.

Die erste Sprache in China ist Mandarin. Die Koreanischen Schriftzeichen finden zum Teil ihren Ursprung im Chinesischen. | Quelle: Visualhunt

Vor allem kulturell hat das Reich der Mitte einen großen Einfluss auf die verschiedenen Gruppen der Bevölkerung Koreas im Nordwesten des Landes:

  • Landwirtschaft: mit der Integration verschiedener technologischer Fortschritte insbesondere für den Anbau von Reis und Gerste
  • Organisation der Gerichte: mit dem Entwurf eines ersten Zivilgesetzbuches und der Annahme des Verwaltungsmodells des Tang in einer älteren Version bereits im 7. Jahrhundert

Wie in der japanischen Sprache wurden chinesische Schriftzeichen in der koreanischen Sprache eingeführt.

Besonders auffällig ist der Einfluss im Vokabular, da Schätzungen besagen, dass 60% bis 70% der Begriffe einen chinesischen Ursprung haben.

Vietnam

Wenn wir über die Beziehungen zwischen Vietnam und China sprechen, müssen wir vorsichtig sein. Es ist eigentlich ziemlich schwierig, verlässliche und authentische Informationen darüber zu finden …

In sprachlicher Hinsicht wissen wir jedoch, dass Chinesisch und Vietnamesisch zwei verschiedenen Sprachfamilien angehören.

Ein wesentlicher gemeinsamer Punkt ist jedoch die Phonetik!

Zwar kann man in bestimmten Punkten – insbesondere in der Existenz der Typisierung  – grammatikalische Parallelen zwischen Vietnamesisch und Mandarin ziehen, doch hat die vietnamesische Sprache eher eine klangliche Nähe zum Kantonesisch.

Zum Beispiel besteht das Vietnamesisch wie der kantonesische Nachbar aus 6 Tönen. Zugegeben, es sind nicht genau dieselben Töne, aber an ihrer Nähe besteht kein Zweifel.

Nah am Altchinesisch, entspricht der kantonesische Einfluss in Vietnam der gemeinsamen Geschichte beider Länder, die durch die die jahrhundertelange Herrschaft Chinas in einem Teil von Vietnam geprägt wurde.

Singapur

Unter allen ethnischen Gruppen, aus denen dieses Land besteht, ist die chinesische Bevölkerung am stärksten vertreten.

Um sich zwischen den ethnischen Gruppen zu verständigen, verwenden sie eine der vier Amtssprachen des Landes. Hochchinesisch ist also die Verkehrssprache für alle Chinesen.

Heutzutage gibt es in vielen chinesischen Haushalten die Tendenz, Englisch zu sprechen, aber trotzdem sind Kurse für Hochchinesisch ein etablierter Teil der mehrsprachigen Politik des Staates Singapur.

Hochchinesisch im Fokus

Mandarin wird von 955 Millionen Menschen gesprochen. Es ist daher interessant, mehr über diese chinesische Sprache zu erfahren.

Was sind die Grundlagen von Mandarin?

Mandarin ist eine tonale Sprache, was bedeutet, dass verschiedene Töne die Bedeutung eines Wortes verändern können, selbst wenn Aussprache und Schreibweise identisch sind.

Im Mandarin gibt es 4 verschiedene Töne:

  • Der erste Ton ist ein hoher, flacher Ton.
  • Der zweite Ton ist ein Ton, der zunimmt. 
  • Der dritte Ton ist ein Ton, der einbricht. 
  • Der vierte Ton ist ein absteigender Ton.

Kleine Grammatikregeln:

  • Wie im Deutschen wird bei der Bildung von chinesischen Sätzen i.d.R. folgende Reihenfolge eingehalten: Subjekt – Verb – Objekt
  • Negation wird durch ein grammatisches Element ausgedrückt, das vor dem Verb platziert wird. Das Zeichen 不 bù wird in der Gegenwart oder Zukunft vor allen Verben verwendet, außer „to have“ (有 yǒu), vor dem man das Zeichen 没 méi setzt.
  • Bei einer Handlung in der Vergangenheit oder einem Verbots wird die Negation durch den Buchstaben „bie ou bie“ vor dem Verb ausgedrückt.

Wie unterscheiden sich die asiatischen Schriften? Es ist gar nicht so einfach, die verschiedenen Schriftsysteme Asiens auseinanderzuhalten. | Quelle: Pexels

Um Mandarin sprechen zu lernen, müsst ihr natürlich auch zählen können!

  • Eins: geschrieben (一) oder yī, ausgesprochen „[yi]“
  • Zwei: geschrieben (二) oder èr, ausgesprochen „[ar]“
  • Drei: geschrieben (三) oder sān, ausgesprochen „[sahn]“
  • Vier: geschrieben (四) oder sì, ausgesprochen „[seu]“
  • Fünf: geschrieben (五) oder wǔ, ausgesprochen „[wou]“

Und schließlich sind Chinesen ähnlich wie die Japaner für ihre Höflichkeit und ihre guten Sitten bekannt.

Um euch also mit einem Chinesen unterhalten zu können, solltet ihr folgende Ausdrücke verinnerlichen:

  • Hallo = nǐhǎo, ausgesprochen „[ni hao]“
  • Wie heißt du = nín guì xìng, ausgesprochen „[nin gouay shing]“
  • Ja = shì, ausgesprochen „[shu]“
  • Nein = bú shì, ausgesprochen „[bou chi]“
  • Danke = xiè xiè, ausgesprochen „[chi chi]“

Sobald ihr die Grundlagen von Mandarin beherrscht, werdet ihr schnell Fortschritte machen können und vielleicht ja auch mal nach China auswandern.

Was ist Pinyin?

Wie ihr sicher wisst, hat sich China erst in letzter Zeit dem Rest der Welt geöffnet (also abgesehen von den Ländern in Asien). Unabdingbar dafür war die Revolution der Sprache durch die Einführung des Pinyin-Systems und der Transkription der chinesischen Sprache in das lateinische Alphabet.

Von dem Sprachwissenschaftler Zhou Youguang erfunden, wurde das Pinyin-System im Jahr 1979 offiziell durch die Internationale Organisation für Standardisierung der Volksrepublik China bestätigt.

Ein großer Schritt in Bezug auf die Beziehung zu den westlichen Ländern und auch für die Alphabetisierung der chinesischen Bevölkerung.

Das Pinyin-Lautsystem verwendet 25 der 26 Buchstaben des lateinischen Alphabets (alle Buchstaben außer das V).

Die Töne im Chinesischen

Wenn ein Roboter auf Deutsch oder Englisch alle Wörter gleich betonen würde, bliebe die Bedeutung der Wörter trotzdem gleich. Anders ist dies bei Tonsprachen.

Chinesisch ist eine solche tonale Sprache, die Betonung kann den Sinn eines Wortes komplett verändern.

Die Beherrschung der Töne stellt für alle Schüler der chinesischen Sprache eine große Herausforderung dar…

Es gibt fünf chinesische Töne:

  1. Der erste Ton ist ein hoher, flacher Ton. Die Stimme bleibt flach. Beispiel: mā (Mutter).
  2. Der zweite Ton ist ein Ton, der zunimmt. Die Tonhöhe steigt von der unteren bis mittleren in die hohe Tonlage, ähnlich der Intonation einer Frage im Deutschen. Beispiel: má (Hanf).
  3. Der dritte Ton ist ein Ton, der einbricht. Die Tonhöhe sinkt aus mittlerem Niveau nach unten und steigt in der Regel wieder in das mittlere Niveau. Beispiel: mǎ (Pferd).
  4. Der vierte Ton ist ein absteigender Ton. Die Tonhöhe fällt scharf nach unten und die Silbe wird kürzer mit mehr Affekt ausgesprochen, vergleichbar mit der deutschen Betonung eines Befehls (z. B. „geh!“). Beispiel: mà (schimpfen).
  5. Der fünfte Ton ist der neutrale Ton.
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