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Schlagzeug Lernen: Tipps und Tricks, mit denen Du Dich verbessern kannst

Von Yeliz, veröffentlicht am 12/03/2019 Blog > Musik > Schlagzeug > Schlagzeug Lernen: Tipps und Tricks, mit denen Du Dich verbessern kannst

„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“ – Friedrich Nietzsche

Für viele Menschen ist das Musik hören oder gar das Musik machen ein wahnsinnig großer und wichtiger Part im Leben.

Wir hören Musik entsprechend unserer Gemütslage und für einige ist es sogar eine Art der Kommunikation, um beispielsweise Gefühle zum Ausdruck zu bringen, für die Worte nicht ausreichen.

Egal, ob Du die elektrische oder akustische Gitarre spielst, ob Geige, Saxophon oder Schlagzeug – Musik machen ist gut für das Gehirn und die Kreativität.

Doch: Was musst Du machen, um effektiv zu lernen, wie man das Schlagzeug spielt?

Superprof gibt Dir ein paar Tipps und Tricks, mit denen Du das Schlagzeugspielen mit oder ohne professionelle Hilfe lernen kannst.

Deine eigene Motivation kennen

Es reicht nicht nur aus, sich ein Schlagzeug zu kaufen und es zu Hause stehen zu haben. Auch wenn die Motivation am Anfang immer am stärksten ist, wird sie mit der Zeit sicher ein wenig verblassen.

Für viele mag das Schlagzeug auf den ersten Blick vielleicht leichter zu erlernen sein als die Gitarre oder Trompete – doch diese Denkweise ist völlig falsch.

Ein talentierter Schlagzeuger zu werden, bedeutet eine Menge harte Arbeit.

Du musst wissen, wie man einen Rhythmus hält, wie man binäre oder ternäre Rhythmen spielt, wie man improvisiert und Soli hinlegt. Das sind einige Komponenten, die man abrufen und sich merken muss!

Wir alle haben Momente am Tag, in einer Woche, in einem Monat oder einem Jahr, in denen wir mal mehr und mal weniger motiviert sind. Manchmal hält uns die Prokrastination länger fest als uns lieb ist!

Das Gehirn reagiert auf Stimulationen – und manchmal müssen wir die richtige Stimulation hervorbringen und sie an richtiger Stelle einsetzen.

Motivation kann zu verschiedenen Zeitpunkten auftreten:

  • Nach einer Yoga- oder Meditation-Session,
  • Nach Fußball mit den Jungs,
  • Während Du Deine Lieblingsband hörst,
  • Nachdem Du Dir neue Drumsticks gekauft hast,
  • Direkt, nachdem Du Mitglied einer neuen Band geworden bist,
  • Wenn Du mit Menschen gesprochen hast, die Dich inspirieren und motivieren,
  • Während Du schreibst,
  • Während eines Spaziergangs in der Natur,
  • Wenn Du auf einem Konzert bist,
  • Nachdem Du Dein liebstes Theaterstück oder Deinen Lieblingsfilm gesehen hast…

Es geht darum, herauszufinden, was genau Dich motiviert. Mach Dir am besten eine Liste von ca. 15 bis 20 Aktivitäten, die Dich motivieren. Und wann immer Dich ein Tief erwischt, versuch es mit einer Deiner persönlichen Methoden.

Mit der richtigen Motivation wirst Du auch die entsprechende Power und Ausdauer finden, Dein Schlagzeug zum Leben zu erwecken und Deinen Schlagzeuglehrer während Deiner ersten Unterrichtseinheiten zu beeindrucken!

Wenn Du ein wenig Inspiration brauchst, um die passenden Wege zu finden, die Dich motivieren: Probier es doch mal mit passender Lektüre zu dem Thema, wie beispielsweise „365 Wege zur Achtsamkeit“ aus dem Naumann & Göbel Verlag.

Kennst Du Methoden, die Dich inspirieren und motivieren? Ein Spaziergang in der Natur kann manchmal inspirierende Wunder bewirken. | Quelle: Pexels

Songs, die Du auf dem Schlagzeug spielen möchtest

Eine Playlist mit Songs, die Du irgendwann gern auf dem Schlagzeug können möchtest, ist ein richtig guter Ansporn!

Wenn Du Dir so eine wunderbare Playlist erstellst, dann teile die Songs in einfache und schwierigere Musikstücke auf. Das hält Dich davon ab, Deine Motivation zu verlieren, wenn Du schon am Anfang die schweren Songs ausprobierst und eventuell scheiterst.

Songs von Led Zeppelin, Miles Davis und The Who sind Beispiele, die für Anfänger nicht gut geeignet sind.

Wenn Du keine Ahnung hast, welche Songs Du in Deine Playlist aufnehmen sollst, dann lass Dir von Deinem Schlagzeuglehrer einige vorschlagen. Wenn Du Dir allerdings das Schlagzeugspielen selbst beibringst, können wir Dir hier einige Beispiele geben:

  • Billie Jean von Michael Jackson,
  • Yellow von Coldplay,
  • Seven Nation Army von The White Stripes,
  • Karma Police von Radiohead,
  • Highway to Hell von AC/DC,
  • Knockin’ on Heaven’s Door von Bob Dylan,
  • Zombie von The Cranberries,
  • Imagine von John Lennon,
  • Boulevard of Broken Dreams von Green Day,
  • Let Her Go von Passenger
  • Fresh von Kool and the Gang
  • Moonlight Serenade von Glenn Miller…

Von vielen Songs kannst Du die Tabs für das Schlagzeug hier nachgucken und dann für Dich selbst entscheiden, ob Du den Song ausprobieren möchtest oder lieber noch ein wenig wartest.

Viele wählen Songs wie Highway to Hell und Boulevard of Broken Dreams, um für den Anfang ein Gefühl dafür zu kriegen, wie der Körper und der Verstand auf die Musik reagiert, wann man welches Instrument schlagen muss und vor allem wie und wo es getroffen wird.

Zu lernen, wie man das Schlagzeug spielt, erfordert wie jedes andere Instrument Kraft, Ausdauer und Motivation, um Fortschritte zu erzielen.

Die ersten Monate sind immer die schwierigsten, aber in ihnen lernst Du Dinge, die für Dein Spiel essentiell sein werden: den Groove, die Drum-Sounds und die Rebounds.

Weißt Du schon, welche Songs Du auf dem Schlagzeug spielen möchtest? Eine Auswahl Deiner Lieblingssongs hilft Dir, Dich immer wieder neu zu motivieren. | Quelle: Pexels

Plane ein kurzfristiges Ziel und erzähl es weiter

Jeder weiß, dass man beim Erlernen eines Instruments wirklich hart an den Basics arbeiten muss – diese legen den Grundstein für die Zukunft.

Bestimmt hast Du schon oft zu Dir gesagt: „Morgen werde ich das Ganze ernsthaft angehen.“

Vielleicht hast Du Deine Motivation über ein paar Tage oder sogar ein paar Wochen beibehalten, bevor Du aufgehört hast, zu üben.

Warum ist das wohl passiert?

Dafür kann es hauptsächlich zwei Gründe geben: Der erste Grund könnte sein, dass Dein Ziel nicht SMART war.

Ein SMART-Ziel muss folgende 5 Kriterien aufweisen:

Spezifisch: Das Ziel soll spezifisch, also konkret, eindeutig und präzise formuliert werden.

Ein Ziel ist kein Wunsch, Du musst also klar wissen, was Du tun sollst. Einen neuen Song finden, der Dir Spaß macht oder lernen, wie man das Double Drum Pedal benutzt.

Messbar: Überprüfe Deinen Fortschritt. Zum Beispiel einmal täglich, einmal wöchentlich, einmal monatlich. Notizen in Deinem Kalender können dabei helfen.

Attraktiv: Das Ziel sollte positiv formuliert werden und Dir im besten Fall Vorfreude bereiten und einzig und allein von Dir abhängen.

Realistisch: Setz Dir ein realistisches Ziel und sei nicht zu ambitioniert am Anfang, ansonsten ist Frust vorprogrammiert. Jeden Tag drei Stunden abends nach der Arbeit üben zu wollen, ist zum Beispiel ein schwer erreichbares Ziel.

Terminiert: Zu sagen, dass Du jeden Tag die Grundlagen für zehn Minuten über einen Monat lang übst, ist etwas anderes als zu sagen, dass Du einfach nur die Grundlagen übst. Ein nicht terminiertes Ziel schiebt man immer vor sich her und zu jedem Ziel gehört ein klarer Termin, an dem das Ziel erreicht sein soll – genau das macht ein echtes Ziel aus.

Ein weiterer Grund, warum viele aufgeben: Sie haben es niemandem erzählt. Eine Verpflichtung oder ein Ziel, was nur für einen selbst definiert wurde, wird selten eingehalten.

Wenn Du Deinem Musiklehrer, Deinen Eltern oder Deinen Freunden von Deinen Zielen erzählst, dann besteht die Chance, dass sie öfter bei Dir nachfragen, wie es mit Deinen Erfolgen läuft.

Und wenn Du mal einen Tag versäumst, dann musst Du eine Ausrede finden – und niemand mag Rechtfertigungen.

Vielleicht kennst Du aber auch wen, der schon ein wenig fortgeschrittener ist und ab und zu mit Dir zusammen spielt – das kann Dich in vielen Fällen motivieren und bereichern.

Plane Deine Schlagzeug-Woche

Routine mag zwar langweilig klingen – doch sie ist sehr wichtig, um etwas zu erlernen.

Organisiert sein und einen Plan zu haben, wird Dir dabei helfen, verschiedene Etappen beim Erlernen des Schlagzeugs besser zu erreichen.

Mach Dir bewusst, was Du alles trainieren und üben musst:

  • Dissoziation der Hände und Füße (Timing ist alles!)
  • Wie man mit der rechten und der linken Hand einen anderen Rhythmus spielt
  • Entspannung Deiner Handgelenke
  • Deine Schlagkraft

Der nächste Schritt – Zeit finden:

  • Wie viele Tage pro Woche möchtest Du Deinem Instrument widmen?
  • Zu welcher Tageszeit kannst Du spielen?
  • Welche Wochentage sind am besten?
  • Wie lange willst Du immer üben?

Schreib Deine verfügbaren Zeitspannen auf und halte sie Dir frei, damit Du so oft wie Du es Dir auch vorgenommen hast üben kannst.

Feste Zeiten zu haben, hilft Dir dabei, das Üben zur Gewohnheit werden zu lassen – gute Gewohnheiten sind für Deinen Fortschritt unerlässlich, besonders wenn Du ein Instrument spielst.

Geoff Colvin spricht in seinem Buch „Talent wird überschätzt“ über gezieltes Lernen, darüber, dass Talente überschätzt werden und die Fähigkeiten einer Person nicht der Grund dafür sind, dass Menschen gute Ergebnisse erzielen – egal ob sie Athleten, Musiker oder Künstler sind.

Erfolg entsteht durch harte Arbeit, Motivation und gezielte Übung – und genau das ist der Schlüssel beim Schlagzeug Lernen.

Gezieltes Üben erfüllt verschiedene Kriterien:

  • Es konzentriert sich auf einen bestimmten Punkt: Du musst nicht alles spielen, sondern Deine Aufmerksamkeit auf einen technischen Aspekt legen, wie zum Beispiel den Drum Roll.
  • Beobachte Deine Stärken und Schwächen, um ein besserer Schlagzeuger zu werden.
  • Es ist ein Training, das sich immer und immer wieder wiederholt.
  • Es ist sowohl körperlich als auch psychisch sehr anstrengend. Verabschiede Dich von gewohnten Techniken und Musikstücken und somit auch von Deiner Komfortzone, um besser zu werden – und das macht selten Spaß.

Allerdings ist Spaß auch beim gezielten Üben sehr wichtig! Nimm Dir vielleicht 30 Minuten für die harten Übungen und spiel den Rest der Zeit das, was Dir am meisten Spaß macht!

Hast Du feste Tage, an denen Du das Schlagzeug lernst? Ein genauer Plan kann helfen, um das Üben zu einer guten Gewohnheit werden zu lassen. | Quelle: Pexels

Schlagzeug üben ohne es zu spielen: Aktive Entspannung

Wusstest Du, dass man das Schlagzeug auch üben kann, ohne ein physikalisches Instrument?

Der beste Weg, um das zu tun, ist die Unterbrechung seines Alltags mit aktiver Entspannung statt passiver Entspannung (Fernsehen schauen, am Handy spielen…).

In 10-minütigen Pausen kannst Du an folgenden Dingen arbeiten:

  • Die Basics und Schlagzeug-Grundlagen: Rolls, Taps und Strikes. Alles kann zum Instrument werden: Kissen auf dem Sofa, die Oberschenkel, eine Tischplatte usw.
  • Du kannst an Deinen Hörfähigkeiten arbeiten und Deine Aufmerksamkeit auf den Groove und Pulsation richten.
  • Am Tempo: Mit einem Metronom kannst Du Dein Tempo auch ohne Instrument verbessern, indem Du einfach Deine eigenen Hände verwendest. Vielleicht wirst Du irgendwann 240bpm (Beats per minute/Takte pro Minute) auf der sechzehntel Note erreichen!

Genieße einfach die Momente außerhalb Deiner Unterrichts- und Übungseinheiten und hör die passende Musik, geh zu Konzerten oder Festivals, lies Zeitschriften über das Schlagzeug Spielen (wie zum Beispiel Drums & Percussion oder Drumheads) oder lerne die Theorie des Musikrhythmus.

Mach das Schlagzeug Spielen einfach zu einem Teil Deines Lebens, der zwar harte Arbeit bedarf, aber Dir unglaublich viel Freude bereitet!

Hast Du die Musiktheorie des Schlagzeug Spielens schon voll drauf? Auch ohne Instrument kann man daran arbeiten, besser zu werden. | Quelle: Pexels

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