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Wie helfe ich meinem Kind mit Privatunterricht?

Von Melanie, veröffentlicht am 23/06/2017 Superprof Blog DE > Privatunterricht > Nachhilfe suchen > Warum Nachhilfe für die Begleitung von Schülern wichtig ist

Angesichts der schulischen Schwierigkeiten Eures Kindes, ob in der Grundschule oder auf dem Gymnasium, habt Ihr entschieden, die Ärmel hochzukrempeln und gemeinsam diese Herausforderung anzupacken.

Jetzt stellt Ihr Euch die Frage, wie Ihr das Ganze am besten angehen sollt…

Ganz „einfach“: Indem Ihr Euer Kind mit außerschulischer Nachhilfe zum Erfolg begleitet.

Ihr habt sicher schon zwischen den verschiedenen Möglichkeiten entschieden: Online Nachhilfe, Nachhilfe zu Hause, Intensivkurse, Privatunterricht Zu Hause oder kostenlose Nachhilfe, nicht wahr?

Privater Nachhilfeunterricht kann sich als exzellente Wahl herausstellen, um Eurem Kind die Freude am Lernen wiederzugeben. Aber Vorsicht: Es gibt einiges zu beachten. Wenn die passenden Bedingungen nicht erfüllt sind, riskiert Ihr einen ausbleibenden Fortschritt.

Wenn Ihr es allerdings schafft, den perfekten Nachhilfelehrer für Euer Kind zu finden, dann stehen ihm alle Türen offen! Ob in Mathe, Physik, Chemie, Deutsch, Französisch oder Englisch: Die Resultate werden sich schwarz auf weiß auf dem Zeugnis niederschreiben.

Und da Ihr Euch schon immer engagiert um die schulischen Angelegenheiten Eures Kindes gekümmert habt: Wieso sollt Ihr jetzt mitten auf dem Weg umkehren?

Ja, Ihr habt (auch) die Superpower, Eurem Kind zu helfen, indem Ihr es während seiner außerschulischen Nachhilfekurse begleitet.

Der Vorteil: Ihr werdet die Entwicklungen bei Eurem Kind besser verstehen können, seine Bedürfnisse erkennen, ihn entmutigen, seine Arbeit zu organisieren, um effizient zu sein mit seinem Privatlehrer, ihm auch dabei helfen, die richtigen Reflexe bei der Arbeit anzunehmen, und Euer Kind so in Richtung Eigenständigkeit begleiten.

Die Bedürfnisse Eures Kindes erkennen

Um Eurem Kind bessern in der Schule helfen zu können, müsst Ihr seine Bedürfnisse verstehen: Hat es Schwierigkeiten in Mathe? In Französisch? In Geschichte?

Will es nur seine Kenntnisse vertiefen? Will es sich auf eine Abschlussprüfung oder das Abitur vorbereiten?

Schließlich solltet Ihr Euch auch pädagogische Fragen stellen, wie etwa: Ist mein Kind eigenständig genug? Hat es evtl. Bedarf nach Methodentraining? Ist sein Gedächtnis eher visuell oder auditiv? Ist es eher mathematisch oder sprachlich begabt?

Welche Begabung ist bei Eurem Kind am meisten ausgeprägt? Mathematisch oder sprachlich? Jedes Kind besitzt andere Begabungen und muss daher auch individuell gefördert werden. | Quelle: Visualhunt

Wenn Ihr das wisst, könnt Ihr die Qualität von Nachhilfeunterricht und dessen Resultate besser bewerten.

All diese Fragen sind nicht uninteressant, weil Sie Euch die Richtung weisen werden, ob Euer Kind überhaupt fremde Hilfe braucht oder nicht – und wenn ja, in welchem Maße und welchem Fach.

Vielleicht benötigt es Hausaufgabenhilfe oder ihm fehlt es nur an den richtigen Lernmethoden, um auf die Fragestellungen in der Schule zu antworten? Außerschulische Unterstützung Online oder Private Nachhilfe zu Hause können sich hierfür als sehr effizient herausstellen.

Ist Euer Kind schüchtern? Dann ist ein intensiver Brücken- oder Wiederholungskurs, wo er mit vielen anderen Schülern konfrontiert wird, vielleicht nicht die beste Lösung.

Passender ist da ein Nachhilfe-Einzelkurs zu Hause, wo Euer Kind in gewohnter, ruhiger Atmosphäre mit einem professionellen Pädagogen zusammen seine Schwachstellen herausfinden und in seinem eigenen Lerntempo und ohne Leistungsdruck etwaige Defizite aufarbeiten kann – mit Eurer Unterstützung und der des Nachhilfelehrers.

So wird es auch keine Hemmungen haben, Fragen zu stellen.

Die Entwicklung Eures Kindes verstehen

Lebensrhythmus

Klar ist: Je weiter die Jahre voranschreiten, umso intensiver wird das schulische Lernpensum.

Aus dem Kleinkind ist ein Schüler geworden: Insbesondere vor dem Hintergrund der G8-Reform werden die Schultage von Jahr zu Jahr länger. Dazu kommt die oftmals lange Fahrtzeit mit Bussen und Bahnen.

Da kommt es schon einmal vor, dass so manch ein Schüler morgens im Dunkeln aus dem Haus geht und abends im Dunkeln wiederkommt. Und wenn er dann endlich zuhause ist, muss er sich auch noch an die Hausaufgaben setzen.

Als Eltern solltet Ihr Euch dieses Arbeitspensums bewusst sein und Euer Kind beobachten: Macht Nachhilfe Sinn? Wann wäre ein geeigneter Zeitpunkt?

Zeitfenster am Wochenende eignen sich unter Umständen besser als unter der Woche, weil der Schüler dann ausgeruhter und aufnahmefähiger ist.

Erklärt Eurem Kind, dass es nur zu seinem Besten ist. Fragt es, was es später einmal werden möchte. Vielleicht antwortet es ja „Arzt“ oder „Anwalt“ und schon habt Ihr gute Argumentationsgründe, es zu guten Noten zu motivieren.

Organisation

Jeder Lehrer hat seine eigenen Arbeitsmethoden und Euer Kind muss lernen, sich an diese anzupassen.

Mit Euer Hilfe und der des pädagogischen Beraters, der ihn unterrichtet, wird Euer Kind lernen, anders zu lernen und seine Zeit so zu organisieren, dass die Hausaufgaben gemacht und der Stoff aus dem Unterricht wiederholt sind.

Wenn Ihr als Eltern dem Nachhilfelehrer Eures Kindes helfen wollt, könnt Ihr ihn im Voraus über die Arbeitsmethoden Eures Kindes in Kenntnis setzen. Selbstverständlich soll er Euer Kind auch selber fragen, doch kann es helfen, wenn auch ein Dritter seine Einschätzung aus der reinen Beobachterposition heraus gibt.

So kann der Lehrer maßgeschneiderten Privatunterricht geben: Er kann die Arbeitsleistung Eures Kindes besser einschätzen, die Übungen entsprechend anpassen und je nach Verfügbarkeit, Konzentration und Aufmerksamkeit Eures Kindes individuell zuschneiden!

Wie kann eine Nachhilfestunde optimal organisiert werden? Achtet auf eine gute Organisation der Wiederholungsstunden. | Quelle: Visualhunt

Neue Arbeitslast

Es kann gut vorkommen, dass Euer Kind in einer Woche kaum Hausaufgaben auf hat und sich in der nächsten Woche kaum vor Arbeit retten kann, oder es einen Test in der Folgewoche vorbereiten muss.

Es gibt viele Punkte zu beachten. Umso wichtiger ist es, dass Ihr Euch mit dem Privatlehrer zu Hause gut abstimmt. Er sollte genau wissen, wo er die Schwerpunkte seines Unterrichts setzen soll, und wird die Lernkapazität zusätzlich zum schulischen Unterricht auswerten.

Beobachtung durch die Eltern

Die Bedingungen für den Erfolg eines privaten Nachhilfeunterrichtes sind die gleichen wie für klassischen Unterricht in der Schule, ob in der Sekundarstufe I oder Sekundarstufe II.

Eure Rolle als Elternteil ist es zu beobachten, wie Euer Kind arbeitet und wie es sich organisiert.

Der Nachhilfelehrer zu Hause arbeitet natürlich zusammen mit dem Kind, aber auch gemeinsam mit Euch. Ob der Unterricht zu Hause oder Online via Webcam stattfindet: Alle pädagogischen Ressourcen sollten eingeschaltet werden, damit der Schüler bessere Noten hat.

Die schulische Arbeit Eurer Kinder kontrollieren

Der Privatlehrer, Euer Kind und Ihr als Eltern seid wie ein „Winning Trio“ der schulischen Nachhilfe, das so gut wie möglich kommunizieren sollte.

Obwohl ein (schlechter) Französischlehrer, Mathelehrer oder Englischlehrer in seinem Unterricht eventuell Sanktionen und Strafarbeiten verteilen kann, solltet Ihr als Eltern genau das Gegenteil unternehmen und Euer Kind unterstützen.

Dazu gehört, Scheitern nicht zu dramatisieren, Mut zu machen und vor allen Dingen keinen exzessiven Druck auszuüben, denn das wird zu nichts anderem als einer Lernblockade führen. Und dann wird auch die beste Nachhilfe nichts mehr bringen.

Die Unterrichtszeiten des Nachhilfelehrers respektieren

Mit Eurem Kind UND dem Privatlehrer müsst Ihr gemeinsam den geeigneten Zeitpunkt für die Hausaufgaben und eine Zeit für Nachhilfe festlegen.

Selbst, wenn außerschulische Aktivitäten die Tendenz haben, die Oberhand über den Stundenplan Eures Kindes zu erlangen: Ihr solltet die Kontrolle behalten und feste Zeiten für schulische Nachhilfe einplanen, wenn Bedarf besteht.

Wie kann ich mein Kind zum Lernen motivieren? Nachhilfe kann die Freude am Lernen wiedererwecken. | Quelle: Visualhunt

Ist der Stundenplan erst einmal festgelegt, ist es Eure Rolle, den Koordinator zwischen Kind und Nachhilfelehrer zu spielen und sicherzugehen, dass die Zeitpläne eingehalten werden.

Die richtigen Reflexe annehmen

Der Privatlehrer wird Eurem Kind dabei helfen, seine eigenen Arbeitsmethoden zu finden, die richtigen Reflexe anzunehmen und somit ein solides Grundgerüst für die Zukunft zu schaffen.

Eure Aufgabe ist es zu überprüfen, ob Euer Kind wirklich den Stoff assimiliert und verstanden hat.

Mit dem Nachhilfelehrer könnt Ihr Eurem Kind dabei helfen,

  • eine eigene Lernmethode zu entwickeln,
  • effizienter zu lernen,
  • den gelernten Stoff anzuwenden,
  • Inhalte und Zusammenhänge mit eigenen Worten zu formulieren,
  • den Lösungsweg schneller zu finden,
  • eine gelesene Lektion kurz mündlich zusammenzufassen.

Das Kind bis zur Eigenständigkeit begleiten

Mit der Hilfe von Nachhilfekursen wird Euer Kind neues Selbstvertrauen aufbauen und entdecken, dass er alle Fähigkeiten hat, um eigenständig seine Ziele zu erreichen.

Mit der Hilfe eines Privatlehrers könnt Ihr Euer Kind begleiten, damit es in der Lage ist,

  • sich selbst einen Lernplan zusammenzustellen und ihn auch einzuhalten,
  • alleine in seinem Zimmer zu arbeiten und seine Hausaufgaben selbst zu kontrollieren (damit es seinen Fortschritt mit eigenen Augen sieht),
  • so viel wie möglich mit dem Privatlehrer zu diskutieren und zu kommunizieren, damit dieser alle notwendigen Information über seine schulischen Probleme hat.

Den Schüler ermutigen und seine Leistungen wertschätzen

Es kann sein, dass es für Euer Kind schwierig ist, Nachhilfeunterricht zu nehmen. Manche Kinder sehen es als Schwäche an, fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen, um den Schulstoff besser verstehen zu können. Ihr solltet Euer Kind ermutigen und ihm erklären, dass das genaue Gegenteil der Fall ist:

Seine Schwächen zu erkennen und daran zu arbeiten, um sie zu beheben, ist ein Zeichen von Stärke. Es erfordert Mut und Disziplin, über seinen eigenen Schatten zu springen und sich einzugestehen: „Das schaffe ich allein nicht“.

Fremde Hilfe in Form von privatem Nachhilfeunterricht ist hier eine vergleichsweise einfache und problemlose Lösung.

Wichtig ist, dass Euer Kind lernt, dass Nichtwissen kein Dauerzustand oder persönliches Unvermögen ist, sondern eine Entwicklungsmöglichkeit, die einen persönlich noch stärker machen kann – wenn man es denn will und bereit ist, sich zu investieren.

Daher ist es auch umso wichtiger, als Eltern regelmäßig Lob auszusprechen und Leistungsfortschritte anzuerkennen und herauszustellen.

Wie stelle ich eine gute Lernatmosphäre her? Ihr solltet mit Eurem Kind im Einklang und ohne Zwang und Druck arbeiten. | Quelle: Visualhunt

Eine angemessene Arbeitsumgebung herstellen

Als Eltern könnt Ihr Euer Kind nicht nur durch die Organisation von Nachhilfeunterricht zu Hause und regelmäßiges Lob, sondern auch mit einer angenehmen Arbeitsumgebung ideal unterstützen.

Ob Euer Kind in der Grundschule oder auf der weiterführenden Schule ist: Ein vollständig (und einzig) dem Lernen gewidmeter Ort ist für schulischen Erfolg unverzichtbar.

Jeder Schüler hat gerne seine kleine eigene „Arbeitsblase“: ein persönlicher Schreibtisch, Schulhefte, ein Deutsch-Französisch-Wörterbuch, ein Rechenheft, ein Ordner, ein Taschenrechner, eine Schreibtischlampe… Wer würde da nicht gerne freiwillig arbeiten?

Wichtig ist auch ein ruhiger und heller Ort, weit weg vom Fernsehgerät und anderen potenziellen „Ablenkungsfallen“.

Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, wird Euer Kind auch viel einfacher mit dem Privatlehrer zusammenarbeiten können.

Zusammenfassend hängt der Erfolg eines Privatunterrichts oder Nachhilfekurses also nicht nur vom Einsatz des Lehrers, sondern auch von der Beziehung zum Schüler und dem Einsatz der Eltern zu einer effizienten schulischen Nachhilfe ab.

Seid Ihr bereit, Euer Kind auf dem Weg zum schulischen Erfolg zu begleiten?

Ihr werdet stolz sein!

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