Die chinesische Kultur basiert auf einer faszinierenden jahrtausendealten Tradition.

Für Reisende und Kulturliebhaber macht die Geschichte Chinas zwangsläufig Lust darauf, Chinesisch beziehungsweise Mandarin zu lernen, um die kulturellen Grundlagen besser zu verstehen.

Kampfkunst, traditionelle Medizin, Yoga, Origami - alle das sind Komponenten, die nichts gemein zu haben scheinen, aber doch miteinander in Beziehung stehen ...

Auf der Suche nach Spiritualität oder nach einem tiefen Einblick in die Geschichte der Menschheit, bietet die chinesische Kultur viele Antworten.

China fasziniert die Europäer auch in Bezug auf den Zusammenhang zwischen Geist und Körper: Die aktive Meditation, die Konzentration und inneren Frieden fördert, erfreut sich bei uns immer grösserer Beliebtheit.

Lasst uns gemeinsam auf den linguistischen Spuren Chinas wandeln und dabei alle kulturellen Wege nutzen, die uns zur Verfügung stehen.

Chinesischer Kampfsport

Kennst Du die Ursprünge des Kung-Fu? | Quelle: Pixabay

Das Kind kann den Blick nicht vom Bildschirm des Fernsehers abwenden, gespannt verfolgt es jede Bewegung ...

Der Held des Films beherrscht die Kampfkunst perfekt und nur mit einem Bambusstock bewaffnet, beseitigt er Dutzende von Gegnern, ohne einen einzigen Schuss abzufeuern!

Dieses Kind warst Du und Deine Helden hiessen:

  • Jackie Chan,
  • Bruce Lee,
  • Samo Lo ...

Der Film war einer der Spielfilme, die Deine Kindheit prägten, wie zum Beispiel:

  • Die Schule der Shaolin
  • Der Mann mit der Todeskralle
  • Die Todeskralle schlägt wieder zu
  • Die unbesiegbaren fünf
  • Die schwarzen Tiger von Hongkong
  • Drunken Master
  • Tiger and Dragon
  • Karate Kid

Trotz der Jahre, die seitdem vergangen sind, bereitet es Dir immer wieder dieselbe Freude, diese Szenen perfekt choreographierter Kämpfe zu sehen, die Du alle auswendig kannst - ohne ein Wort Chinesisch zu sprechen.

Aber bei allem guten Willen der Welt, den Tritten in die Luft und den Purzelbäumen auf Deinem Bett kannst Du immer noch nicht so kämpfen wie die Helden Deiner Kindheit in den Kung-Fu-Filmen?

Es ist ganz genau so wie in einem chinesischem Sprichwort:

"Du versuchst den Wind zu fangen und einem Schatten nachzulaufen".

Kung-Fu ist der Sammelbegriff aller rund 500 chinesischen Kampfkunstarten, deren Ursprünge etwa 2800 Jahre vor Christus zurückreichen.

Um den Ursprung aller Kampfkünste zu verstehen, müssen wir in der Geschichte Chinas zurückgehen, bis zum berühmte Shaolin-Tempel in der Provinz Henan ...

Leider ist es ausländischen Schülern nicht erlaubt, direkt mit Mönchen als Trainer im Shaolin-Tempel zu trainieren.

Sie können allerdings an einer Kung-Fu-Schule lernen, in der man von sogenannten Shifus trainiert wird. Ein Teil dieser Trainer hat ihre Kung-Fu-Ausbildung im Shaolin-Tempel erhalten.

Diese Schulen, die Anfänger und Nicht-Anfänger aus aller Welt willkommen heißen, befinden sich in einer ruhigen und traditionellen Umgebung, die ideale Bedingungen für das Studium der chinesischen Kampfkunst bietet.

Die Lehrer sprechen in der Regel Englisch. Um in die Tradition der Kampfkunst einzutauchen, ist es besser, Mandarin zu beherrschen.

Durch das Erlernen der chinesischen Sprache, kommst Du der traditionellen Philosophie, die der Kampfkunst zugrunde liegt, näher.

Pei
Pei
Lehrer für Chinesisch
5.00 5.00 (12) 40€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Xiaoyan
Xiaoyan
Lehrer für Chinesisch
5.00 5.00 (3) 25€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Xiaomei
Xiaomei
Lehrer für Chinesisch
5.00 5.00 (5) 22€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Wen
Wen
Lehrer für Chinesisch
5.00 5.00 (5) 30€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Qihao
Qihao
Lehrer für Chinesisch
5.00 5.00 (3) 16€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Ning
Ning
Lehrer für Chinesisch
5.00 5.00 (1) 26€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
乐
Lehrer für Chinesisch
20€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Jauyu
Jauyu
Lehrer für Chinesisch
21€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!

Erfahre mehr über die traditionelle chinesische Medizin

Warum bezeichnen wir die traditionelle chinesische Medizin als alternative Medizin? | Quelle: Pixabay

"Es ist schwer, eine schwarze Katze in einem dunklen Raum zu fangen, besonders wenn sie nicht da ist."

Dieses chinesische Sprichwort mag banal erscheinen, fasst aber das Paradox zusammen, das zwischen westlicher und orientalischer Medizin besteht. Die beiden Disziplinen halten nicht viel voneinander, doch es ist die traditionelle chinesische Medizin, die in den letzten Jahren zunehmend fasziniert.

Die Geldgier der westlichen Pharmaindustrie schaden dem Ruf der westlichen Medizin, die wir auch gerne "Schulmedizin" nennen.

Die traditionelle chinesische Medizin hingegen beruht auf der Erfahrung der Alten. Sie wurde durch mündliche Übermittlung vom Lehrer an den Schüler über Jahrtausende weitergegeben und ist ein Grundpfeiler der chinesischen Zivilisation.

Dieses therapeutische Wissen passt sich im Alltag der modernen Welt an, ohne die ursprünglichen Theorien zu verwerfen.

Für viele westliche Menschen gilt die chinesische Medizin heute eine zuverlässige Alternative.

Die chinesische Medizin, die im Westen und in Deutschland insbesondere als "alternative Medizin", "weiche" oder "komplementäre" Medizin bezeichnet wird, umfasst viele Methoden, einschließlich der traditionellen Akupunktur.

Weit entfernt von pharmazeutischen Techniken, versucht die chinesische Medizin, Gesundheitsprobleme durch einen völlig anderen Ansatz zu überwinden.

Um diese zu lernen, kann man in China an einer Universität oder einem Institut für chinesische Medizin studieren. Diese Kurse stehen allen, auch ausländischen Studenten, offen und werden in Englisch und Chinesisch (Mandarin) angeboten.

Chinesisches Yoga gegen Stress

In China gehört Yoga zum Alltag. | Quelle: Pixabay

Die Faszination des chinesischen Reiches hat unsere Grenzen bereits vor Jahrhunderten überschritten und damit auch die chinesische spirituelle Kultur mit der berühmten Yin-Yang-Theorie nach Europa gebracht.

Wie das Karma in Indien, ist Yin-Yang eine der spirituellen Grundlagen Chinas. Die Theorie besagt, dass jedes Objekt oder Phänomen im Universum aus zwei entgegengesetzten und sich ergänzenden Aspekten besteht.

Die Beziehung zwischen Yin und Yang ist ein universelles Gesetz der materiellen Welt, dem alles zugrunde liegt. Es ist sowohl das Prinzip als auch die Quelle der Existenz aller Lebewesen unserer Welt.

In der traditionellen Medizin dient diese Beziehungen zwischen Yin und Yang zur Diagnose und Erklärung der Physiologie und Pathologie des menschlichen Körpers - und darüber hinaus ist sie ebenfalls die Grundlage des Kung-Fu.

Kung Fu ist eine Lebensschule, in der man ein Leben lang dazu lernt. Diese Lebensschule besteht aus zwei Hauptzweigen: Einem, der auf den Kampf ausgerichtet ist und einem, der auf die Harmonisierung von Körper und Geist ausgerichtet ist, dem Nei Chia.

Die Praxis zielt auf Konzentration und Selbstkontrolle ab. Der einzige Feind, den man hier bekämpfen muss, ist die innere Unruhe sowie den Mangel an Willen und an Konzentration, der uns alle betrifft.

Bei uns galt diese Praxis lange Zeit als Aberglaube und war demnach nur den Chinesen vorbehalten. In den Ursprüngen dieses Kung-Fu und seinen Atemübungen, die den Mönchen von Shaolin eine bessere Meditation ermöglichen, finden wie die Grundlagen des taoistischen Yoga oder auch"Qi-Gong".

Diese antike Regenerationstechnik soll den Körper gegen Rheuma schützen und die Alterung verlangsamen. Heute können wir diese Meditationstechniken überall erlernen, aber um die tiefe Bedeutung zu erfassen, ist es hilfreich, Mandarin zu verstehen.

Entdecke die traditionelle Origami-Technik

Das chinesische Wort "zhézhǐ" ist etymologisch das Wort, aus dem das japanische Wort "Origami" entstanden ist. | Quelle: Pixabay

Der ursprünglich aus China stammende japanische Begriff "Origami" ist weltweit bekannt und nicht etwa der chinesische Ursprung "zhézhǐ".

Auch etymologisch kommt der Begriff Origami (oru: falten und kami: Papier) aus japanischen Kanji, die von chinesischen Schriftzeichen abgeleitet sind.

Auch wenn sich also die meisten nach Japan wenden, um die Kunst des Papierfaltens zu erlernen, findet sie in der traditionellen chinesischen Kultur ihre Grundlagen!

Sie stammt aus der Han-Dynastie und ist erst viel später mit grossem Erfolg auch nach Japan gelangt.

In den Ritualen buddhistischer Mönche haben sich die Techniken des Schneidens und Falten von Papier entwickelt.

Jede Kreation, ob Tiere, Gegenstände oder Blumen, hat eine besondere Bedeutung. Zum Beispiel bieten wir eine Kreation von Origami-Blumen an, um unsere Freundschaft zu beweisen (es riecht weniger gut, aber es ist genauso schön).

Wenn Du also in die chinesische Kultur eintauchen möchtest, solltest Du Dich mal mit einem Blatt Papier beschäftigen.

Dabei solltest Du sowohl Deine Hände, aber auch Deine Zunge und Dein Gehirn gut beherrschen, denn um ein grundlegendes Verständnis dieser uralten Kunst zu gewährleisten, solltest Du zumindest über Grundkenntnisse im Chinesischen verfügen!

 

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Bertine

Ich bin studierte Ethnologin und Politikwissenschaftlerin, schreibe leidenschaftlich gerne und interessiere mich besonders für Sprachen, fremde Kulturen, Geschichte und Handwerk.