Lasset lesen, lasset tanzen; diese zwei Zeitvertreibe werden niemals Schlechtes über die Welt bringen.

– Voltaire

Du möchtest Dich gerne (wieder) mehr bewegen, weißt aber nicht, welche Sportart zu Dir passen könnte? Wie wäre es mit einer Art von Sport, die sich gar nicht so anfühlt, weil sie so viel Spaß macht? Tanzen!

Das Gute am Tanzen ist, dass es Sport und Kunst in einem ist, und so eine Vielzahl von Menschen in Deutschland und auf der ganzen Welt anspricht! Außerdem ist es natürlich Teil vieler Kulturen und transportiert so auch Traditionen und Werte der jeweiligen Gesellschaft. Und wer hat nicht schonmal vor Freude regelrecht getanzt oder sich im Rhythmus zur Lieblingsmusik bewegt? Tanzen steckt in uns, man muss sich nur trauen, es rauszulassen!

Entdecke hier einige gute Gründe, warum Tanzen sinnvoll ist!

Tanzen lernen, um seinen Body zu definieren

Tanzen ist eine super Sportart, wenn man auf seinen Traumkörper hinarbeiten will oder diesen behalten will.

Du bist nicht so sicher? Dann schau Dir mal professionelle Tänzer*innen an: Sie sind nicht nur schlank, sondern auch durchtrainiert – und das über alle Muskelgruppen hinweg! Klar, es muss nicht jeder so aussehen wie ein Profisportler – ganz im Gegenteil: Vielfalt ist etwas Schönes und jeder muss für sich selbst  wissen, was „schön“ ist! Aber wenn Du auch aus gesundheitlichen Gründen einen sportlicheren, definierteren Körper anstrebst, ist Tanzen auf jeden Fall ein gutes Ganzkörpertraining mit Spaßfaktor!

Du willst einen schönen Körper?
Tanzen trainiert fast alle Muskelgruppen. | Quelle: Pexels

Doch natürlich wird man von einmal die Woche Discofox nicht gleich zum Bodybuilder (was man ja auch nicht unbedingt will). Wichtig ist, dass man sich allgemein viel bewegt, entsprechend aufwärmt und ausdehnt und auch ab und zu ergänzende Kraftübungen macht. Das verleiht Dir ein besseres Körpergefühl und lässt in der Konsequenz auch Deine Tanzbewegungen anmutiger aussehen!

Und es muss ja auch nicht gleich knallhartes Balletttraining sein. Wie wäre es stattdessen mit Zumba oder anderen Tanz-Fitness-Kursen? Die perfekte Kombi aus Sporttraining und Tanzelementen, die einfach Spaß machen. Shake your booty!

Es kommt natürlich immer auf die jeweilige Disziplin an, aber in der Regel trainierst Du beim Tanzen insbesondere folgende Muskelgruppen:

  • Die Wadenmuskeln (Unterschenkel)
  • Die Muskeln des vorderen und hinteren Oberschenkels („Hamstrings“)
  • Allgemein die Beinmuskeln
  • Die Pomuskeln
  • Die Bauchmuskeln
  • uvm.

Was es allgemein bei der Wahl eines geeigneten Tanzkurses für Anfänger zu beachten gilt, zeigen wir Dir übrigens hier!

Und wie viel eine Tanzlektion genau pro Stunde kosten sollte und welche Preise für welche Art von Tanzkurs gerechtfertigt sind, erfährst Du hier!

Unser Tipp

Um gesund zu leben und zu einer guten Tänzerin/einem guten Tänzer zu werden, solltest Du Dich jeden Tag ca. 30 Minuten bewegen (Ausdauertraining). Durch Kardio-Workouts stärkst Du Deine Herzleistung, also Kondition und Ausdauer und hältst so auch auf höherem Niveau länger durch im Tanztraining. Wie wäre es dann mit einer 90-minütigen Tanzlektion statt nur 60 Minuten?

Und wer B wie Bewegung sagt, muss auch E wie Ernährung sagen! Professionelle Tänzer*innen haben meist einen strikten Ernährungsplan. Das ist auf dem Hobby-Level natürlich nicht nötig, man muss sich auch gönnen können, meine ich! Aber trotzdem ein wenig auf gesunde Ernährung zu achten, schadet keinem. Also weg mit den Chips (zumindest an den meisten Abenden) und her mit Apfel, Salat & Co.! Das ist auch gut für den Stoffwechsel und hat wiederum einen Einfluss auf Deine Energie … Es hängt nunmal alles zusammen, that’s life, Baby!

Werde auch Du jetzt mithilfe von Tanzkursen fit!

Beim Tanzkurs neue Leute kennenlernen

Tanzen war und ist die Partner- und Freundschaftsbörse schlechthin!

Besonders in Tanzvereinen ist es extrem einfach, Gleichgesinnte kennenzulernen und sich auszutauschen. Schön dabei ist auch, dass es nicht nur die Tanzkurse im Club selbst gibt, sondern auch Tanzabende, spezielle Tanz-Events sowie Vereinsausflüge und -fahrten – vielleicht sogar ins Ausland!

Es wird also jede Menge geboten und sowas schweißt natürlich auch zusammen … In Tanzvereinen und Tanzkursen bilden sich extrem viele Freundschaften, denn man kommuniziert nicht nur verbal sondern auch über die Körpersprache. Da gerade Paartanz auch ziemlich heiß und flirty werden kann, ist es kein Wunder, dass sich auch regelmäßig Liebespaare in Tanzkursen finden. Vertrauen in andere, Selbstvertrauen, Respekt und gute Kommunikation: diese Werte werden in einem Tanzverein vermittelt!

Man darf nicht vergessen, dass Tanzen nicht nur Sport, sondern auch eine sinnliche Erfahrung ist!

Doch natürlich gilt dieser soziale Aspekt nicht nur beim Paartanz. Auch wenn man wettkampfmäßig tanzt, Cheerleader*in ist oder in einer HipHop-Crew seine Moves zum Besten gibt, lernt man nette Leute kennen, die die gleiche Leidenschaft haben, und im Idealfall genauso cool drauf sind wie man selbst! So werden aus Teamkollegen Freundinnen fürs Leben!

Wie und wo Du in Deutschland am besten Tanzen lernen kannst, zeigen wir Dir übrigens hier!

Tanzen lernen, um die Kunst zum Beruf zu machen

Du möchtest noch einen Schritt weiter gehen und die Leidenschaft zum Beruf machen?

Immer mehr Menschen interessieren sich für die ein oder andere Form des Tanzens und manche sehen darin sogar ihre Berufung! Kannst auch Du Dir vorstellen, Deine künstlerische Ader voll auszuleben und professionelle*r Tänzer*in zu werden? Oder vielleicht ist es Dein Traum, Deine Leidenschaft zu teilen und andere zu inspirieren? Dann könnte der Beruf des Tanzlehrers das Richtige für Dich sein!

Du willst Tanzen studieren?
Mach Deine Leidenschaft zum Beruf und inspiriere andere! | Quelle: Unsplash

Dazu muss man wissen, dass in Deutschland die Berufe „Tänzer/in“ und „Tanzlehrer/in“ nicht geschützt sind, heißt konkret: Jeder und jede kann ohne spezielle Ausbildung diese Berufe ausüben und mit dem jeweiligen Begriff für sich und die eigene Firma werben. Trotzdem gibt es natürlich einige Strukturen, die standardisierte Ausbildungsgänge oder sogar Studiengänge anbieten und je nach Kundengruppe wird dies auch erwartet.

Hier eine Auswahl an Ausbildungsmöglichkeiten, wenn man professionelle*r Tänzer*in werden möchte:

  • Duale Berufsausbildung in „Tanz“ oder „Bühnentanz“ (staatlich oder privat)
  • Duales Studium in „Tanz“
  • Vollzeitstudium im Bereich Tanz (Tanz, Tanzpädagogik, Schauspiel & Tanz, Choreographie uvm.)
  • Private Tanzkurse, Ausbildung, Workshops oder Seminare

Zusätzlich gibt es noch Ausbildungen der Berufsverbände, um Tanzlehrer*in zu werden, aber das setzt logischerweise schon Kenntnisse im Tanzen voraus.

Folgende Berufe kannst Du mit einer Ausbildung/Studium im Bereich Tanz oder Tanzpädagogik ergreifen (unvollständige Liste):

  • Tänzer*in
  • Tanzlehrer*in (angestellt oder freiberuflich)
  • Choreograph*in
  • Tanztherapeut*in
  • Sportlehrer*in (Schwerpunkt Tanz) in privaten Einrichtungen
  • Manager*in einer Tanztruppe
  • Kunstjournalist*in/-kritiker*in
  • Tanzfitness-Lehrer*in
  • Personal Trainer*in
  • Inhaber*in einer Tanzschule oder Tanzakademie
  • Wissenschaftler*in/Dozent*in im Bereich der Tanzwissenschaften (an einer Hochschule)
  • uvm.

Mach auch Du Deine Leidenschaft zum Beruf und erkundige Dich jetzt, welche Optionen es in Deiner Region und darüber hinaus gibt!

Hier findest Du außerdem unsere Superprof-Tipps, sodass Du die richtige Tanzlehrkraft für Dich findest!

Durch Tanz & Musik neue Kulturen entdecken

Afrika, Amerika, Asien, Ozeanien, Europa … Jeder Kontinent, ja jedes Land hat seine ganz eigenen Traditionen und Kulturen und damit auch Tanzstile!

In zahlreichen Ländern gehören Tanz und Musik zum folkloristischen Kulturgut und in einigen Nationen werden diese sogar in der Schule unterrichtet. Wenn nicht im allgemeinen Unterricht, dann zumindest in AGs oder sonst in Kulturvereinen. Auch immer mehr moderne Bands entdecken alte Musikstile und passende Tänze wieder für sich und mischen diese mit zeitgenössischen Beats.

In Deutschland haben wir keine ganz traditionellen Tänze mehr (zumindest nicht flächendeckend bekannte, die man in der Schule lernen würde), außer vielleicht den Schuhplattler aus Bayern und einige unbekanntere Gruppentänze in kleineren Dörfern. Da haben uns die Griechinnen, Türken, Spanierinnen und viele weitere europäische Nachbarn ein bisschen etwas voraus. Dafür interessieren wir Deutschen uns für ganz viele verschiedene Tänze aus unterschiedlichen Ländern: Salsa, Kizomba, Merengue, Tango, Swing, Stepptanz – um nur einige wenige zu nennen!

So können wir ganz einfach die Welt zu uns nach Hause holen und außer den Tanzschritten und der Musik auch Traditionen und Bräuche aus dem jeweiligen Land entdecken! Welcher Tanz wird z.B. in Bosnien traditionell auf Hochzeiten getanzt und was bedeuten die verschiedenen Haka der Maori?

Finde es heraus, indem Du in einem Kulturverein Tanzen lernst oder privaten Tanzunterricht bei einer Person aus dem entsprechenden Kulturkreis nimmst!

Fürs eigene Wohlbefinden einen Tanzkurs machen

Du willst Tanzen lernen? Warum?
Tanzen: einfach nur, um glücklich zu sein – gibt es einen schöneren Grund? | Quelle: Pixabay

Laut einer Studie zweier polnischer Wissenschaftler aus dem Jahr 2014 ist Tanzen ein Faktor fürs persönliche Glück. Nach einer Stunde Tanzunterricht fühlten sich Anfänger*innen demnach weniger angespannt, hatten mehr Energie und waren sehr viel kreativer. Dies bestätigt frühere Ergebnisse einer griechischen Studie aus dem Jahr 2011: Von Brustkrebs betroffene Frauen fühlten sich nach einer Stunde Tanzen glücklicher und weniger depressiv. Darüber hinaus wurde gezeigt, dass Tanzen die Symptome von Parkinson lindert: Betroffene Patientinnen und Patienten waren weniger angespannt, gelassener und weniger müde, nachdem sie getanzt hatten.

Auch wenn man nicht unter einer Krankheit leidet (klopf auf Holz), ist Tanzen extrem förderlich und eine gute Möglichkeit, Stress abzubauen und seine kreative bzw. künstlerische Seite (neu) zu entdecken. Wöchentliches Training alleine oder in der Gruppe (z.B. als Paar oder Familie) hilft, das Wohlbefinden zu steigern und neue Energie zu tanken!

In einem Interview mit dem Magazin Psychologies von 2012 erklärt der Psychoanalyst: France Schott-Billman:


 "Tango oder Salsa zu tanzen, ist mehr als nur Unterhaltung. Es ist eine andere Art, über sich zu sprechen. […] Anfänger stellen zunächst eine neue Beziehung zu ihrem Körper her, dem Ort all unserer Verbote.“


Oft berichten Personen, die einen Einsteigerkurs Tanzen für Anfänger gemacht haben, dass sie ihren Körper danach ganz anders wahrnehmen. In einem Tanzkurs lernt man, seine Bewegungen zu koordinieren (die eigenen oder in Verbindung mit einem Partner oder in einer Gruppe), lernt die verschiedenen Muskelgruppen kennen (und spürt sie ;) ) und übt auch, loszulassen und den Kopf für kurze Zeit ganz frei zu bekommen und sich mit dem Flow der Musik treiben zu lassen.

Lass auch Du jetzt Deinen Stress los, indem Du einmal die Woche tanzen gehst!

Weitere Disziplinen in Verbindung mit Tanzen entdecken

Wie jede Kunstrichtung hat auch der Tanz extrem viele Facetten.

Bevor es losgeht, musst Du Dir überlegen, in welche Richtung Du Dich spezialisieren möchtest bzw. einfach erst einmal, was Dich am meisten interessiert: Paartanz, Cheerleading, HipHop-Tanzen, Zeitgenössischer Ausdruckstanz, Eurythmie …? Tanzen ist so vielfältig wie eine bunte Blumenwiese!

Wenn Du Dich sogar dazu entscheidest, Tanzen zu studieren oder eine Berufsausbildung im Bereich Tanz zu machen, lernst Du natürlich noch viele weitere verwandte Aspekte und Disziplinen kennen. Dabei geht es nicht nur um Musik und Rhythmus, sondern auch den persönlichen Ausdruck, Tanzpädagogik, Schauspiel usw.

Hier einige Fächer und Fähigkeiten, die man im Laufe einer Tanzausbildung erlernt oder zumindest touchiert:

  • Musikalität
  • Pädagogik und Didaktik des Tanzens
  • Improvisation und Choreographie
  • Entwicklung eigener Choreographien, Melodien und Beats
  • Kunstphilosophie
  • Ästhetik des Tanzens (und allgemein)
  • Analyse der Funktionsweisen des Körpers (Anatomie)
  • Geschichte und Kultur des Tanzens
  • Tanztherapie
  • Bühnenaspekte/Schauspiel
  • uvm.
Wie viele Tanzstile gibt es?
Tänzerpersönlichkeiten gibt es so viele wie Wildblumen auf einer Wiese. | Quelle: Pexels

Zusätzlich zu Deinem Ruf als gute Tänzerin oder guter Tanzlehrer helfen Dir Kenntnisse in diesen Bereichen auch in Deinem sonstigen Leben oder wenn Du einen anderen Karrierepfad einschlagen möchtest. Gerade in künstlerischen Fächern sind die sogenannten Softskills extrem wichtig und diese helfen einem ein Leben lang.

Wenn Du also Tanzen lernst, erschließen sich Dir auch weitere neue Welten und das ist nicht nur extrem spannend, sondern auch für die Persönlichkeitsentwicklung förderlich!

Leg jetzt los und lerne Tanzen!

Auf der Suche nach einer Lehrkraft für Tanzen?

Dir gefällt unser Artikel?

5,00/5 - 1 vote(s)
Loading...

Anna

Man lernt nie aus ...