Alle Wege führen nach Rom, aber sie führen auch von dort aus in alle Welt.

Deutschland ist definitiv nicht das erste Land, das einem in den Sinn kommt, wenn man an die alten Römer denkt, aber das Gebiet westlich des Rheins war lange Zeit Teil des Römischen Reiches und eines seiner wichtigsten Gebiete.

Die Spuren der großen römischen Zivilisation sind im Südwesten Deutschlands noch immer sehr deutlich zu erkennen. Die ältesten Städte Deutschlands sind alle römischen Ursprungs und somit über 2.000 Jahre alt.

Die Römer brachten auch einen Hauch von Zivilisation ins unwirtliche Germanien: Sie schufen Gesellschaftsstrukturen wie Gerichte und eine einheitliche Währung. Der römische Denar war vor 2000 Jahren weiter verbreitet als heute der Euro.

Welche deutschen Städte wurden von den Römern gegründet und was gibt es dort heute noch zu sehen? 

Welche Bauwerke haben die Römer in Deutschland hinterlassen?
Die Porta Nigra in Trier ist eine beeindruckende Hinterlassenschaft der Römer. | Quelle: Pixabay
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Deutsche Städte, die die Römer gegründet haben

Entsprechend dem Wunsch des Kaisers Augustus, bauten die Römer vor 2000 Jahren eine Stadt, die größer war als alles, was damals nördlich der Alpen bekannt war: Trier, das "Zweite Rom", wurde gegründet. Die ehemalige Hauptstadt des Weströmischen Reiches wurde zur Residenz von sieben (!) römischen Kaisern, darunter auch Kaiser Konstantin der Große, der Pionier des Christentums. 

Es ist also nicht verwunderlich, dass man in Trier heute noch das größte Ensemble römischer Denkmäler außerhalb Roms findet. Acht davon gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Kennst Du eigentlich die wichtigsten Bauwerke Roms?

Auch Augsburg wurde - genau wie Trier - von Kaiser Augustus gegründet und war 400 Jahre lang die Hauptstadt der römischen Provinz Raetien, die sich bis ins heutige Italien erstreckte. Augsburg hat noch den Tannenzapfen im Wappen, der einst das Symbol der römischen Armee war. Sehenswürdigkeiten wie das ausgedehnte Kanalsystem der Stadt stammen noch aus dieser Zeit und das "Römische Museum" in der "Dominikanerkirche St. Magdalena" präsentiert wertvolle Entdeckungen der antiken Vergangenheit. Der Augustusbrunnen wurde während der Renaissance erbaut und ist eine Hommage an den Gründer der Stadt.

Köln, ursprünglich Colonia Claudia Ara Agrippinensium genannt, gründeten die Römer im Jahr 50 als Außenposten, der später die Hauptstadt der Reichskolonien in Niederdeutschland wurde. Colonia Claudia diente bis zur Besetzung durch die Franken im Jahr 462 als römische Hauptstadt. Heute ist Köln die viertgrößte Stadt Deutschlands, in der die Römer ihre Spuren hinterlassen haben: Das Römisch-germanische Museum in Köln ist eines der meistbesuchten Museen in Deutschland und besitzt drei Millionen römische Artefakte. Dazu gehören das rekonstruierte Grab von Poblicius, eine außergewöhnliche Sammlung römischen Glases und Schmucks sowie ein vollständiger Mosaikboden mit Darstellungen des Lebens von Dionysos. Das Museum wurde tatsächlich um den Boden herum gebaut!

Unter dem Alten Rathaus befinden sich die strukturellen Überreste des Prätoriums oder des Parlamentsgebäudes der militärischen Kommandozentrale des Imperiums in Colonia Claudia. Außerdem kann man die römischen Kanalanlagen besichtigen. In Weiden, nur 10 Kilometer westlich von Köln befindet sich ein römisches Grab aus dem zweiten Jahrhundert. Die Grabkammer beeindruckt durch architektonische Bögen, kunstvoll geschnitzte Steinschatullen und Büsten. In der ganzen Stadt finden sich noch Reste von Wachtürmen, Befestigungsmauern und vieles mehr, beispielsweise in der Komödienstraße und der Ecke Tunistraße sowie an der Kreuzung der Zeughausstraße und der St.-Alpen-Straße. Weitere römische Ruinen und Informationen gibt es unter www.museenkoeln.de.

Welche deutschen Städte sind römischen Ursprungs?
Köln war ein wichtiger Stützpunkt der Römer. | Quelle: Pixabay

Auf der anderen Seite des Rheins blickt Neuss auf eine über 2 000-jährige Geschichte zurück, die bis in die Zeit der römischen Militärbefestigung zurückreicht, die damals als Novaesium bekannt war. Gefundene römische Keramik und Werkzeuge sind im Clemens-Sees-Museum ausgestellt und die nahe gelegene Ausgrabungsstätte Romanrum ermöglicht einen Blick auf die Überreste eines römischen unterirdischen Gewölbes.

Bonn ist ebenfalls mehr als 2.000 Jahre alt und entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte von der römischen Siedlung Castra Bonnensia aus dem Jahr 12 v. Chr. zu einer wichtigen Stadt am Rhein. Fragmente handgemalter Wandbilder und andere Ausstellungsstücke kann man heute im Haus der Geschichte sehen, während die Ausstellung im Landesmuseum eine umfangreiche Sammlung von römischen Artefakten aus der Region zeigt.

Andernach, nur 45 Kilometer stromaufwärts von Bonn, bietet einige Sehenswürdigkeiten, die ihre 2000-jährige Geschichte veranschaulichen. Andernach wurde als Porta Antunnacensis gegründet und entwickelte sich zu einer bedeutenden Handelsstadt. Heute markiert die mittelalterliche Marienkathedrale den Ort der alten Siedlung, während Bauarbeiten rund um das Gemeindezentrum 2006 ein römisches Badehaus enthüllten, das heute besichtigt werden kann. 

Koblenz liegt direkt dort, wo Rhein und Mosel zusammentreffen. Die Truppen unter dem Kommando von Julius Caesar erkannten die strategische Bedeutung des Ortes und errichteten 9 v. Chr. den Militärposten Castellum apud Confluentes. Einige Überreste sind heute noch sichtbar.

Der römische Kaiser Mark Aurel gründete im Jahr 179 einen befestigten Truppenstützpunkt, dort, wo der kleine Seitenfluss Regen in die Donau mündet - Castra Regina, die „Festung am Regen“ oder eben Regensburg. Die Römer waren eigentlich vorher schon da, im Vorort Kumpfmühl, der erst später ein Teil der Stadt wurde. Dort gab es schon ca. hundert Jahre früher einen kleinen Militärstützpunkt. Als er von feindlichen Germanen zerstört wurde, reagierten die Römer mit einer massiven Aufstockung ihrer Truppen und einem grösseren Stützpunkt: „Castra Regina“.

Rom? Nein, Xanten in Nordrhein-Westfalen! | Quelle: Pixabay

Drusus, der Schwiegersohn von Kaiser Augustus, gründete die Stadt Mainz. Moguntiacum" entwickelte sich zum bedeutendsten Militärlager der römischen Armee am Rhein. Im Römisch-Germanischen Zentralmuseum, dem Museum für Antike Schifffahrt und dem Römischen Amphitheater kannst Du heute eine kleine Zeitreise unternehmen.

Mit der Donau, dem Rhein und der Nordsee als natürlichen Grenzen, bauten die Römer befestigte Verbindungsmauern, genannt Limes Germanicus, um ihre Siedlungen vor einer Invasion zu schützen. Eine 700 Kilometer lange Touristenstraße, die so genannte Deutsche Limesstraße, wurde gebaut, damit dem Limes folgen kann, der heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Sie führt von Bad Hönningen am Rheinufer über Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern nach Regensburg. Entlang der Straße befinden sich mehrere Sehenswürdigkeiten der römischen Kultur und Geschichte in Deutschland, darunter eine ursprüngliche römische Festung in Saalburg bei Bad Homburg. 

In Wiesbaden, nahe der römischen Grenzmauer Limes und der römischen Festung Saalburg, befinden sich die heißen Quellen von Wiesbaden, die bereits römischen Kommandanten als Kurort dienten, in dem sie sich von ihren Feldzügen erholten.

Die Römer gründeten in Xanten um 12 v. Chr. ein Militärlager und gründeten im Jahr 98 eine Siedlung namens Colonia Ulpia Traiana mit 10.000 Einwohnern. 1975 wurde der Archäologische Park Xanten eröffnet und ist heute Deutschlands größtes Freilichtmuseum. Der Park enthält die ursprüngliche römische Siedlung Colonia Ulpia Traiana mit teilweisen Rekonstruktionen und Ruinen, darunter ein Amphitheater, Tempel, ein Rathaus, ein Badehaus und Wohnhäuser. 

Erst 2018 wurden in Krefeld bei einer archäologischen Ausgrabung Tausende antiker Relikte entdeckt, darunter Hunderte von Münzen, Waffen, Pferdeskeletten, Schmuck, Helmen und die kunstvoll verzierte Gürtelschnalle eines Soldaten. Es wurden auch fast 6.500 Gräber aus der Zeit zwischen 800 v. Chr. und 800 n. Chr. gefunden, die oft wertvolle Grabbeigaben enthielten. Experten, Studenten und Helfer haben über 10 Monate lang 37.000 Quadratmeter durchkämmt. Die Höhepunkte ihrer archäologischen Funde werden seit Oktober 2019 im Burg Linn Museum ausgestellt.

Der "Teutoburgerwald" nördlich von Osnabrück war Schauplatz der berühmten Schlacht von Varus, die im Jahr 9 n. Chr. stattfand. In der Schlacht wurden die Römer von den Germanen geschlagen. Diese Niederlage bedeutete den Anfang vom Ende des mächtigen Römischen Reiches. Unter den vielen Filmen zum Alten Rom, gibt es zu dieser Geschichte auch den Film "Hermann der Cherusker" von 1966!

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Bertine

Ich bin studierte Ethnologin und Politikwissenschaftlerin, schreibe leidenschaftlich gerne und interessiere mich besonders für Sprachen, fremde Kulturen, Geschichte und Handwerk.