Privatunterricht Sprachen Nachhilfe Musik Sport Kunst & Freizeit
Teilen

Entdeckt die Welt der Geige

Von Nelly, veröffentlicht am 22/02/2019 Blog > Musik > Violine > Alles, was Ihr über das Geige Spielen wissen müsst!

Eine Geige zu besitzen ist ein guter Anfang… Sich aber mit der Geige gut auszukennen ist noch besser!

Die Geige ist eine Erfindung des 16. Jahrhunderts und somit ein unheimlich geschichtsträchtiges Instrument.

Von Mozart über Lully bis Vivaldi hat es einige Transformationen durchlebt. Es wurde von zahlreichen Geigenbauern wie den Stradivarius modifiziert und weiterentwickelt bis es zu dem Instrument wurde, das wir heute kennen.

Ob E-Geige oder die klassische Variante, taucht ein in die spannende Geschichte der beiden Streichinstrumente! So könnt Ihr -neben Euren musikalischen Künsten- auch noch mit Wissen über die Geige glänzen.

Falls Ihr noch keine Geige gekauft habt, aber damit liebäugelt, erfahrt Ihr hier, wo Ihr ein passendes Instrument findet und worauf Ihr beim Kauf achten solltet.

So seid Ihr perfekt vorbereitet für Euren Geigenunterricht… Und Eurer Karriere als nächster Geigenstar steht nichts mehr im Wege!

Die Geschichte der Geige: Herkunft und Entwicklung des Streichinstruments

Der Ursprung der Geige ist sagenumwoben und nicht eindeutig auf ein genaues Datum festzulegen. Sicher ist allerdings, dass sie bereits 1520 urkundlich erwähnt wird. Doch ihr Vorgänger, die Rebab, existierte schon deutlich vor der ersten Geige. Die Rebab kommt Überlieferungen zufolge aus dem arabischen Raum und fand Ihren Weg über Spanien nach Europa.

Die erste richtige Geige, wie wir sie heute kennen, wurde 1564 vom norditalienischen Geigenbauer Amati in Cremona hergestellt.

Und nicht für irgendwen! Dieses besondere Stück soll für den späteren französischen König Karl IX. in Auftrag gegeben worden sein! Seitdem gilt Cremona als die Hochburg der Geige.

Auch der Beruf des Geigenbauers profitiert von dem zunehmenden Interesse an dem Instrument. Heinrich IV. erklärt die Tätigkeit zum offiziellen Ausbildungsberuf.

Lernt alles über die Anfänge der Geige Die Geige hat sich über die Jahrhunderte stark verändert. | Quelle: pixabay

Doch die Geschichte der Geige geht noch weiter! Wenig später verfeinert der Geigenbauer Antonio Stradivari das Instrument, was dazu führt, dass es nunmehr als Luxusinstrument gilt. Viele der von ihm gebauten Geigen sind sogar noch heute in einem ausgezeichneten Zustand!

Im 17. Jahrhundert erlebt die Violine ihren Opern-Durchbruch. Die von Claudio Monteverdi komponierte Oper Orfeo inkludiert erstmalig eine Geigenstimme. Seitdem ist das Streichinstrument nicht mehr aus Orchestern wegzudenken!

Jean-Baptiste Lully, selber Komponist und Geiger, unterstützt Molière im Auftrag des Königs Ludwig XIV in der musikalischen Inszenierung seiner Theaterstücke.

Nachdem die Geige sich in Orchestern etabliert hatte, erlebte sie im 20. Jahrhundert eine große Veränderung… die E-Geige!
Spätestens im 21. Jahrhundert ist die E-Violine weltweit bekannt. Viele große Stars wie Lindsey Stirling oder David Garrett nutzen sie auf der Bühne. Doch auch in Rock oder Popbands ist sie häufig zu hören.

Wir sind gespannt, was die Zukunft der Geige bringt! Verrückt, dass wir heute schon Musikinstrumente mit dem 3D-Drucker selbst herstellen können!

Wer sind die größten Geiger der Geschichte?

Mozart, Schubert, Berlioz… 

Wenn man auf die Musikgeschichte zurückblickt, stellt man fest, dass sehr viele Komponisten die Violine in ihre Stücke eingebaut haben. Einige haben ihr sogar ganze Lieder und Konzerte gewidmet.

  • Aber wer sind die bedeutendsten Geigenspieler der Geschichte?
  • Wer oder was hat sie auf ihrem Weg beeinflusst und inspiriert?

Claudio Monteverdi (1567-1643) ist der erste große Geiger in der Musikgeschichte. Angesichts der Tatsache, dass er aus Cremona, der Wiege der Geige kommt, ist das kaum verwunderlich. So kommt er bereits in jungen Jahren mit der Musik, speziell der Geige, in Berührung. 1607 komponiert er die Oper Orfeo, die auch heute noch sehr bekannt ist.

Vivaldi, Mozart, Lully,... diese Namen kennen fast alle! Das Streichinstrument hat viele berühmte Geiger hervorgebracht. | Quelle: pixabay

Jean-Baptiste Lully (1632-1687) sollte in der Auflistung der größten Geiger keinesfalls fehlen! Als offizieller Musiker des französischen Königs Ludwig XIV. hat er einen besonderen Platz in der französischen Musikgeschichte erworben.

Ein wenig später prägte Antonio Vivaldi (1678-1741) mit seiner Barockmusik die Geschichte. Heute erinnern wir uns gerne an die Vier Jahreszeiten, welche als eines der bedeutendsten Konzerte gehandelt wird.

Doch auch in den folgenden Jahrhunderten (18. bis 20.) haben viele große Geiger ihre Fußstapfen in der Musikgeschichte hinterlassen:

  • Niccolo Paganini (1782-1840)
  • Yehudi Menuhin (1916-1999)
  • Isaac Stern (1920-2001)
  • Jascha Heifetz (1901-1987)
  • David Oistrakh (1908-1974)

Einige dieser Musiker haben sogar Welttourneen bestritten und wurden auf den Bühnen dieser Welt von Fans bejubelt.

Und auch heutzutage gibt es große Geiger mit beeindruckenden Fähigkeiten. Dazu zählen beispielsweise Samvel Yervinyan (51 Jahre), Camille Berthollet (18 Jahre), Lindsey Stirling (31 Jahre) und Daniel Lozakovich (16 Jahre).

Was ist eine E-Geige?

Das 20. Jahrhundert stellt die Musikwelt auf den Kopf. Der Gitarrensound kann über Strom verstärkt werden, und auch die Geige geht diesen Weg.

Auch wenn die ersten Aufzeichnungen einer E-Geige auf 1874 zurückgehen, ist das erste „offizielle“ Modell auf Elisha Grays E-Violine aus dem Jahr 1920 zurückzuführen.

Auch wenn die E-Geige nicht über einen Resonanzkörper verfügt, so ähnelt sie einer klassischen Geige im Aufbau dennoch sehr.

  • Auf dem Korpus ist der Steg angebracht, auf dem die Saiten gespannt liegen.
  • Der Geigenkopf selbst besteht aus einer Schnecke und den Wirbeln.
  • Der Hals enthält das Griffbrett.

 

Die E-Geige ist schon lange mehr als nur die kleine Schwester der klassischen geige! Die E-Geige ist sehr facettenreich und wird stets belliebter! | Quelle: picjumbo

E-Geigen können aus verschiedenen Arten von Holz oder auch aus Kunststoff bestehen. Während die Form bei akustischen Geigen recht streng vorgegeben ist, können sich E-Violinen Designer künstlerisch ausleben.

Ab den 1990er Jahren etabliert sich die E-Geige im musikalischen Milieu. Viele Rock und Popgruppen integrieren den neuen Sound in ihre Lieder.

Die E-Geige kann ganz anders klingen, als man es von einer klassischen Geige gewohnt ist. So kann der Klang über Pedale, aber auch über Computersoftwares verzerrt werden und dem eleganten Instrument einen rockigeren, moderneren Sound geben.

Viele Geiger schätzen auch die gute Klangqualität bei Konzerten oder Albumaufnahmen. Denn da das Instrument direkt mit dem Computer verbunden werden kann, fällt das lästige Rauschen über ein externes Mikrofon weg.

Entgegen der allgemeinen Annahme können darauf auch Anfänger Geige spielen lernen. Man muss also nicht schon ein erfahrener Geiger sein, um E-Violine spielen zu können.

Der Vorteil für Anfänger liegt auch ganz klar darin, dass man das Instrument auch über Kopfhörer spielen kann. So hören Nachbarn nicht die ersten wackligen Versuche auf dem Instrument.

Und, wollt Ihr direkt loslegen und eine E-Geige kaufen?
Wir erklären Euch, wie das geht!

Geigen oder E-Geigen könnt Ihr entweder im Internet oder im Fachgeschäft kaufen.

Natürlich gibt es im Internet recht große Preisunterschiede. Auf Amazon oder Ebay könnt Ihr Eure Geige gebraucht kaufen für einen Preis 80€ bis 150€. Auch neue Geigen findet Ihr in der oberen genannten Preisspanne. Neben diesen Seiten gibt es aber auch spezialisierte Websites wie Woodbrass, wo Ihr qualitativ hochwertigere Modelle finden könnt. Natürlich werden diese aber auch ein wenig teurer sein.

Ihr fühlt Euch mit Online-Shopping nicht wohl?

Kein Problem! In jeder großen Stadt in Deutschland gibt es Musikfachgeschäfte, in denen Ihr Eure Violine kaufen könnt. Dort werdet Ihr auch von fachkundigen Angestellten beraten.

Wem das zu teuer ist, der kann seine Geige gebraucht kaufen. So könnt Ihr eine gute Geige für wenig Geld bekommen. Gebrauchte Geigen findet Ihr online, aber auch oft im Musik-Fachhandel.

Geigenmusik: Die Playlist für Anfänger

Wenn Ihr erst einmal Eure Geige gefunden habt, könnt Ihr endlich das Spielen anfangen.

Es gibt tausende Tipps für Geigen Anfänger, aber unserer Meinung nach ist der beste: Habt Spaß am Spielen!

Denn es gibt nichts Schlimmeres, als sich zum Musik machen zu zwingen! Vielleicht habt Ihr ja Lust, einen Geigenkurs zu besuchen oder privaten Geigenunterricht zu nehmen, um schneller Fortschritte zu machen? Ganz gleich, für welche Lernmethode Ihr Euch entscheidet, das Wichtigste ist, dass Euch das Spielen Freude bereitet.

Damit das Üben Spaß macht, solltet Ihr Euch Stücke aussuchen, die Euch persönlich gefallen.

Wie auch für andere Instrumente wie die Gitarre, Ukulele oder für’s Klavier existieren auch für die Geige Youtube-Tutorials, die Euch beim Erlernen eines Stückes unterstützen.

Übung macht den Meister! Es gibt viele tolle Lieder für Geigenanfänger! Quelle: pixabay

Denn kein Anfänger hat Lust, nur Kinderlieder zu spielen. Stellt Euch Eure eigene Geigen Anfänger Playlist zusammen!

Hier findet Ihr einige Lieder, die Anfänger mittels Youtube-Tutorials lernen können:

  • Pachelbels Canon
  • Coldplays Viva la Vida
  • Lindsey Stirlings Crystallize
  • Les mots d’amour von Debout sur le Zinc
  • Amazing Grace
  • Die Game of Thrones Titelmusik

Schaut mal auf Youtube vorbei und sucht Euch Tutorials für Eure persönlichen Lieblingslieder! Ihr werdet dort auch oft vereinfachte Versionen für Anfänger finden…. und sobald die einfache Version sitzt, könnt Ihr sie noch weiter aufpeppen!

Viel Spaß!

Teilen

Wir freuen uns über Feedback von unseren Lesern
Enthält dieser Artikel die Informationen, nach denen Du gesucht hast?

Dieser Artikel war totaler Käse? Wirklich?Okay, beim nächsten Mal wird's besserNur Durchschnitt? Was fehlte Dir konkret?Danke Dir! Stelle verbliebene Fragen gerne untenWir freuen uns, dass wir Dir helfen konnten :) (Aktuell gibt es hierzu noch keine Bewertung)
Loading...

Einen Kommentar posten

avatar