Du, der aufstrebende Französischsprecher drückst dich in deiner Begeisterung für deine neu erworbenen Sprachkenntnisse zu jeder Gelegenheit in Französisch aus.

Mit anderen Schülern in deinem Französischunterricht, mit Französichsprechern in deinen Nachbarschaft, im Urlaub in Frankreich...

Warum erhältst du verwirrte Blicke als Reaktion darauf? Warum wirst du nicht verstanden?

Es könnte daran liegen, dass du unabsichtliche grammatikalische Faux-pas begehst: wenn man eine Sprache wie Französisch lernt, sind Fehler vorprogrammiert und jeder, der eine Sprach lernt, macht sie – zumindest bis er oder sie ein fortgeschrittenes Niveau erreicht hat und du anfängst, intuitiv zu agieren.

Superprof bietet die eine kurze Liste mit grammatikalischen Fehlern, die du dir an die Wand über deinen Schreibtisch hängen kannst, um sie zu lernen – diese Methode wird passives Lernen genannt.

Zwei Menschen, die miteinander Französisch sprechen.
Die goldene Regel im Spracherwerb: sprechen, sprechen, sprechen. Quelle: Unsplash
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Fehler in der Verwendung der französischen Artikel

Die Verwendung der Artikel kann im Französischen recht schwierig sein. Nicht nur, weil es ein grammatisches Geschlecht gibt, das beachtet werden muss.

Wo das Deutsche drei grammatische Geschlechter hat, weist das Französische nur zwei auf.

Dieser Unterschied zwischen Französisch und Deutsch macht es deutschsprachigen Schülern einfacher, die richtigen Artikel im Französischen zu wählen, denn es gibt schlicht und ergreifend weniger von ihnen. Allerdings stimmen die grammatischen Geschlechter der Wörter nicht unbedingt zwischen Deutsch und Französisch überein.

Einer der häufigsten Fehler im französischen Spracherwerb ist es, die falschen Geschlechter von Wörtern zu verwenden. Das lässt sich am einfachsten vermeiden, indem man die Regeln für den Genus im Französischen lernt.

Sehen wir uns jetzt ein paar konkrete Fälle an, in denen diese Regel häufig nicht eingehalten wird.

Bestimmte Artikel im Französischen sind: le, la und les; im Deutschen der, das und die (Plural)

Im Französischen sind allerdings die unbestimmten Artikel und Teilungsartikel noch stärker verbreitet.

Unbestimmte Artikel sind: un und une, im Deutschen ein und eine, wobei die Pluralform des dem deutschen einige entspricht.

Teilungsartikel: du, de la und des stehen für das maskuline und feminine Singular sowie die Pluralform (des), die beide Geschlechter beinhaltet.

Sie haben keine direkten Entsprechungen im Deutschen, könnten aber sinngemäß mit etwas oder ein bisschen übersetzt werden.

Die korrekte Verwendung der französischen Artikel hängt stark davon ab, das Geschlecht des Substantivs zu kennen: du solltest keinen maskulinen Artikel für ein weibliches Nomen verwenden und umgekehrt ebenso.

Die Verwendung der Artikel hängt auch von der Anzahl ab: ist das Substantiv im Plural muss der Artikel es ebenso sein.

Es gibt noch einige Sonderregelungen, wenn das Substantiv mit einem Vokal oder einem stummen H beginnt. In diesen Fällen würde der Artikel auf de l' verkürzt.

Mon ordinateur a besoin de l'electricité – mein Computer braucht Strom.

Dieser Satz zeigt zum einen die Verkürzung des Artikels und zum anderen, dass im Deutschen an dieser Stelle kein Artikel steht.

Die falsche Verwendung unbestimmter und partitiver Artikel

Im Deutschen verwenden wir unterschiedliche Bestimmungswörter für zählbare und unzählbare Nomen: etwas Wasser, aber eine Flasche Wasser.

Wasserflaschen sind zählbar, Wasser an sich ist es nicht.

Die Ausnahme dieser Regel ist, wenn man ein Wasser im Restaurant bestellt oder ein Wasser kauft. In diesen Fällen wurde die Einheit weggelassen: ein Glas Wasser oder eine Flasche Wasser.

Dieselbe Regel trifft auch im Französischen zu. Dennoch machen Lernende hier oft Fehler. Hier ist die Regel dazu:

  • Teilungsartikel für unzählbare Nomen verwenden
    • du blé, de la crème – etwas Weizen, etwas Creme
  • unbestimmte Artikel für zählbare Nomen verwenden
    • un livre, une maison – ein Buch, ein Haus

Du solltest die bestimmten Artikel nur verwenden, wenn es um etwas Spezifisches geht: das blaue Auto oder die Porzellantassen – la voiture bleue oder les tasses en faience.

Zwei Cocktailgläser am Strand.
Es wäre richtig, diese beiden Gläser mit dem bestimmten Artikel zu beschreiben. Quelle: Pixabay

Häufige Fehler bei Verben

Die französische Sprache, mit all ihren Zeitformen und Modi, ist manchmal sehr verwirrend für diejenigen, die sich so viel Mühe geben, sie zu lernen.

Eines der größten Probleme ist, dass zwei der unregelmäßigen Verben dieser Sprache die am häufigsten verwendeten Verben darstellen: haben und sein.

Einen Zustand beschreiben

Wir nutzen im Deutschen das Verb sein, um manche Zustände zu beschreiben:

  • Mir ist kalt/warm

Im Französischen erfolgt dies mit dem Hilfsverb haben:

  • j'ai froid/chaud

Es gibt aber auch viele Beispiele, in denen das Hilfsverb in beiden Sprachen identisch ist:

  • Ich bin müde       Je suis fatigué(e)
  • Ich bin krank       Je suis malade
  • Ich bin wütend    Je suis en colère
  • Ich bin glücklich  Je suis content(e)

Hier gibt es noch eine Übersicht, die nützlich sein kann, um zwischen der Verwendung von être/avoir zu unterscheiden.

Um es jetzt noch etwas schwieriger zu machen...

Wenn wir einen menschlichen Zustand beschreiben, verwenden wir dazu sein oder haben. Wenn wir einen Umgebungszustand beschreiben, verwenden wir jedoch machen.

„Es ist warm draußen“ wird übersetzt mit „il fait chaud dehors“, wörtlich: er macht warm draußen.

Um solche Situationen zu beschreiben, solltest du immer das männliche Singular-Pronomen + fait + den Zustand verwenden.

„Il fait du vent” wäre dir richtige Beschreibung für einen windigen Tag, „il fait beau“ bedeutet: „das Wetter ist schön“.

Verben mit ähnlicher Bedeutung verwechseln

In deinem Französichunterricht habt ihr ganz bestimmt die Verben dire und parler behandelt – zu sagen und zu sprechen.

Wie im Deutschen beschreibt jedes dieser Verben das Konzept des Sprechens, jedoch unterscheidet sich ihre Bedeutung leicht.

„Je veux parler” bedeutet „Ich möchte sprechen“. „Je veux dire”... heißt „Ich möchte sagen“.

Ist der Unterschied klar?

Wenn parler allein ohne direktes Objekt verwendet wird, trägt es die oben beschriebene Bedeutung. Wenn es allerdings zusammen mit einer Präposition verwendet wird, insbesondere à oder au, dann zeigt es, dass mit einer anderen Person gesprochen wird.

„Le gendarme parle au voyous” oder „Le maître parle à ces étudiants”.

Du kannst das Verb dire verwenden, um zu erzählen, was jemand anders gesagt hat. Dire kann auch von einem direkten Objekt begleitet werden.

Tu dis qu'il fait chaud?

Ein weiteres Verbpaar ist mit ähnlicher Bedeutung ist voire und regarder.

Im Deutschen gibt es auch hier wieder sehr ähnliche Äquivalente: sehen und ansehen.

Du kannst je vois genauso verwenden, wie du „ich sehe“ verwendest: im übertragenen Sinne von Verständnis im Beispiel „Ich sehe, was du meinst“. Dieses Verb wird häufig mit einem direkten Objekt verwendet.

Wie sagen wir auf Französisch, dass wir etwas Schönes gesehen haben?

Regarder ist Dingen vorbehalten, die aktiv angesehen werden. In diesem Sinne entspricht es dem deutschen Verb ansehen/schauen.

„Regarder la tele” bedeutet „Fernsehen schauen“.

Das letzte leicht zu verwechselnde Verbpaar ist connaître und savoir: kennen und wissen – jedoch nicht so, dass sie austauschbar sind!

Du kannst sagen, dass du einen Ort, eine Person oder einen Besitz kennst, indem du connaître verwendest, was eine Bekanntheit/Vertrautheit ausdrückt.

Savoir ist für tatsächlich erworbenes Wissen reserviert.

Tu sais?

Die richtige Verwendung der Possessivpronomen

Es ist eine unverfängliche Sache und jeder sollte es tun: seine Hände waschen.

Im Deutschen möchten wir das Subjekt des Satzes als Objekt verwenden, dessen Hände gewaschen werden: Marie hat ihre Hände gewaschen.

Im Französischen wird nur durch das Pronomen-Verb-Gefüge angezeigt, um wessen Hände es sich handelt:

Marie s'est lavée les mains, übersetzt ins Deutsche: Marie hat sich selbst die Hände gewaschen.

Oft wird es fälschlicherweise folgendermaßen ausgedrückt: „Marie s'est lavée ses mains“.

Wenn das Possessivpronomen ses verwendet wird, wird das ihre in ihre Hände überflüssig, da der Satz bereits aussagt, dass Marie ihre Hände gewaschen hat.

Die Regel: Immer wenn es um irgendwelche Körperteile geht, werden Pronominalverben statt Possessivpronomen verwendet.

Französischlernen kann zu Kopfzerbrechen führen.
Der französische Ausdruck „te casse pas la tête” – zerbrich dir nicht den Kopf (an französischer Grammatik). Quelle: Pixabay

Wieso die Schwierigkeiten?

Muttersprachler, die damit aufgewachsen sind, Französisch zu sprechen, vergehen sich nicht auf diese Weise an der Grammatik.

Aufgrund ihres vielen Kontakts mit der französischen Sprache und Kultur nehmen sie leicht Wörter und Ausdrücke auf und verwenden sie korrekt… meistens zumindest.

Man hört oft, wie Eltern behutsam das Französisch ihrer Kinder verbessern: ça se dit..., Chéri(e).

Genau so haben wir alle in jungem Alter nach dem Prinzip Versuch und Irrtum gelernt.

Heute versuchst du alles in deiner Macht stehende, um deinen Spracherwerb zu meistern. Dabei frustriert es dich verständlicherweise, wenn du diese nervigen Rechtschreib- und Grammatikfehler im Französischen machst.

Die Sache mit Fehlern ist, man muss sie machen, um Französisch zu lernen.

Wenn du schnell Französisch lernen möchtest, empfehlen wir, dass du dich auf dein Vokabular sowie darauf konzentrierst, in welchem Kontext bestimmte Wörter am besten verwendet werden und die französische Aussprache zu üben.

Um dein Verständnis zu verbessern, kannst du online französische Inhalte hören und so viel Französisch sprechen wie möglich.

Die Konjugation der französischen Verben zu üben, ist unausweichlich – und das in jeder Zeitform und jedem Modus!

Die französische Kultur, neues Vokabular lernen, die Grußformeln kennen – bonjour und merci beaucoup – das Verständnis und die Aussprache zu verbessern, sind alles  Aspekte, die zum französischen Spracherwerb dazugehören und dir dazu verhelfen, schon bald fließend zu sprechen.

Eine klare und korrekte Aussprache im Französischen wird es allen anderen erleichtern, dich zu verstehen, sodass dir grammatikalische Fehler gern vergeben werden. Um diese zu vermeiden, sieh dir die wichtigsten Ausnahmen zu Grammatikregeln im Französischen an.

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Sarah

Als Dolmetscherin und Übersetzerin sind fremde Länder und Kulturen mein täglich Brot. Wenn ich nicht gerade meine Leidenschaft für Sprachen und Reisen auslebe, bin ich auf Fußballplätzen zu finden, mit meinem Longboard unterwegs oder probiere mich wahrscheinlich gerade an einer anderen Sportart aus.