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Online Klavier Spielen mit virtuellem Piano: Was dahinter steckt

Von Clara, veröffentlicht am 08/08/2018 Blog > Musik > Klavier > Was ist ein virtuelles Klavier?

Klicken ist das Gleiche wie spielen! Zumindest fast.

Vergiss Konzertflügel, Bösendorfer-Pianos und Keyboards von Yamaha!

Heutzutage hält eine neue Generation der Tasteninstrumente Einzug: das virtuelle Klavier.

Bedenkt man, dass laut einer Umfrage aus dem Jahr 2017 ein Viertel der 12- bis 19-Jährigen angibt, in ihrer Freizeit selbst zu musizieren, ist es wichtig, dass die Instrumente für diese neue Generation weiterentwickelt werden.

Außerdem vertreiben sich junge Menschen häufig am Smartphone die Zeit.

Was spricht also dagegen, zum virtuellen Klavier überzugehen?

Das virtuelle Klavier: eine Definition

Du kennst noch das Keyboard, das im Zimmer Deiner Schwester steht?

Der Nachfolger von heute heißt: das virtuelle Klavier!

Du hast keine Ahnung, was das sein soll?

Der Online-Musikhandel bestservice.de definiert virtuelle Instrumente (auch „Software-Instrumente“), zu denen das virtuelle Piano ebenfalls gehört, wie folgt:

„Ein virtuelles Instrument (auch Software Instrument) dient zur softwarebasierten Klangerzeugung. Das kann die Imitation eines realen Instrumentes sein, ein Software-Sampler, oder auch ein Synthesizer, der mittels Synthese verschiedene Klänge erzeugt.“

Als virtuelles Klavier bezeichnet man also in der Regel ein Instrument, dessen Trägermedium ein Computer ist.

Der digitalen Revolution sei dank funktionieren heutzutage auch Smartphones und Tablets als Bedienoberfläche, was von der Vielseitigkeit des virtuellen Klaviers zeugt.

Unter einem virtuellen Klavier versteht man also eine Abbildung von Tasten, die man über die Tastatur des Computers oder sein Handy spielen kann.

Der Klang gleicht dem eines echten Flügels, Klaviers oder Keyboards mal mehr, mal weniger – je nach Qualität des Geräts.

Virtuelle Instrumente sind das Ergebnis einer langen historischen Entwicklung und stellen eine echte Revolution in der Welt der Musik dar.

Die Geschichte des virtuellen Klaviers

Das Klavier ist ein Instrument, das im 18. Jahrhundert entstand und aus seinen beiden Vorgängern dem Cembalo und dem Clavichord hervorging.

Es gehört zur Familie der Saiteninstrumente, deren Saiten mit Klöppeln oder Hämmerchen angeschlagen werden und ist nicht zu verwechseln mit anderen Saiteninstrumenten wie Streichinstrumenten (Violine, Cello,…) oder Zupfinstrumenten (Gitarre, Bass,…).

Vielfach von Komponisten wie Bach, Mozart, Schubert, Beethoven, Chopin, Schumann, Tschaikowsky oder Schubert verwendet, wurde das Klavier schließlich zu einem der bekanntesten Instrumente der Welt.

In den 1980er Jahren nahm die Entwicklung der E-Pianos, Keyboards und Synthesizer Fahrt auf, welche nach und nach den meist sperrigen Konzertflügeln den Rang abliefen.

Klavierbauer wie Steinway, Yamaha oder Bösendorfer wurden zu den Bezugsgrößen schlechthin für jeden Pianisten.

Synthesizer und Keyboards zeichnen sich dadurch aus, dass sie leichter zu transportieren sind und – zur Freude der Nachbarn – mit Kopfhörern verwendet werden können.

Durch diese Instrumente mit digitaler Klaviatur waren nun auch neuartige Sounds spielbar, wodurch sich den Musikern neue Möglichkeiten für die Komposition eröffneten.

Pianisten konnten von nun an Effekte hinzufügen wie:

  • Nachhall,
  • Bässe,
  • Sampler,
  • Orgel-Sounds,
  • Cembalo.

Eine Möglichkeit also, mehrere Instrumente in einem zu vereinen.

Darüber hinaus lässt sich die Midi-Piano-Tastatur auch an den Computer anschließen.

Das ist ein echter Pluspunkt, wenn man seine eigene Musik komponieren und sein Zuhause in ein echtes Tonstudio verwandeln möchte.

Dank Keyboards und Synthesizern ist das Klavier für viele auch beliebter und erschwinglicher geworden.

Tatsächlich findet man Geräte in allen Preiskategorien. Von den einfachsten Instrumenten bis hin zu Modellen mit besonders ausgefallener Ausstattung.

Mit E-Pianos lassen sich zahlreiche Effekte erzeugen. Synthesizer und Keyboards gelten als Vorläufer des virtuellen Klaviers. | Quelle: Pixabay

Insbesondere für Kinder, die gerade erst mit dem Musizieren beginnen sowie fürs Klassenzimmer sind Keyboards gut geeignet.

Doch in den letzten Jahren hat die Entwicklung von virtuellen Klavier-Apps und Spielen fürs Tablet oder Smartphone den Bereich des virtuellen Klaviers zusätzlich erweitert.

„Das virtuelle PIano ist praktischer, leichter und kostengünstiger und ist daher für zahlreiche Hobbymusiker eine echte Alternative.“

Mehrere Internetseiten und Apps bieten daher neben virtuellen Klavieren zusätzlich auch Tutorials zum Klavier Lernen Schritt für Schritt an, um wie ein Profi-Pianist spielen zu lernen.

Wie funktioniert das virtuelle Klavier?

Das virtuelle Klavier ist ein recht intuitives Instrument, auch wenn man erst ein wenig ausprobieren muss, bis man den Dreh raus hat.

Aber wie funktioniert’s ganz genau?

Instinktiv wirst Du wahrscheinlich erst einmal mit Deiner Maus auf die verschiedenen Klavier-Tasten auf deinem Bildschirm klicken wollen.

Aber Du wirst recht schnell merken, dass die Computertastatur insgesamt doch nützlicher ist.

Tatsächlich ist es so, dass die Tasten Deiner Tastatur jeweils für eine Taste des virtuellen Klaviers stehen.

Durch das Drücken der Tasten Q, S, D, F, G erzeugt man in der Regel die C-Tonleiter.

Wie beim echten Klavier wird das Online-Piano über eine Tastatur gesteuert. Online-Klaviere lassen sich über die Computer-Tastatur bedienen. | Quelle: Pixabay

Es empfiehlt sich daher, einen großen Computer-Bildschirm zu verwenden, um die ganze Tastatur auszunutzen und nicht bloß einen Teil davon.

Ein Computer mit 15-Zoll-Bildschirm ist oft schon ausreichend.

Dasselbe gilt für die Internet-Verbindung.

Ob am Computer oder am Tablet, verwende möglichst eine WLAN- oder LTE-Verbindung, um alle Töne des virtuellen Klaviers nutzen zu können.

Online Klavier lernen war noch nie so preiswert.

Viele virtuelle Klaviere sind ganz einfach kostenlos. Es ist keinerlei Online-Anmeldung oder monatliches Abonnement notwendig.

Stattdessen hat jeder Zugang zum Klavierspielen und kann so an seinen Fertigkeiten arbeiten, sei es in Bezug auf:

  • Klavierstücke,
  • Geschwindigkeit,
  • Musiktheorie (Violin- und Bassschlüssel,…).

Du brauchst keinen Klavierstimmer vorbeikommen zu lassen, denn die Töne am Klavier können nicht falsch klingen.

Bald können auch blutige Anfänger wie Profis Klavier spielen.

Eine neue technologische Erfindung macht es sogar möglich, mithilfe künstlicher Intelligenz zu spielen.

Es ist nicht mehr notwendig, sich in der Musiktheorie auszukennen, Du gibst einfach ein paar Töne ein und der Computer erzeugt die Musik für Dich.

Das virtuelle Klavier: Wofür kann man es verwenden?

Das Online-Piano ist unter Musikliebhabern noch nicht allzu bekannt und noch weniger unter Musikschülern.

Umso wichtiger ist es, zu wissen, für welche Zwecke dieses neue Instrument genutzt werden kann.

Vom Klavierunterricht bis zu ersten Lernspielen kann das interaktive Piano auf verschiedene Arten genutzt werden.

Um das Klavierspiel zu erlernen

Es ist nicht immer einfach, Klavierunterricht zu nehmen.

Die Gründe, weshalb manch einer sich das Klavier spielen selbst beibringen möchte, sind zahlreich – entweder die nächste Musikschule oder das Konservatorium sind zu weit weg oder die Kurse sind zu teuer.

In diesem Fall kann das virtuelle Klavier eine sehr große Hilfe sein.

Es eröffnet einem den Zugang zu einem Instrument ohne einen Cent dafür ausgeben zu müssen und gleichzeitig kann man auf einigen Webseiten und Apps von Tipps und Kursen profitieren.

Das ist gerade als Klavier-Anfänger eine wertvolle Hilfe.

Zum Komponieren

Wenngleich Synthesizer oder MIDI-Klaviere das Komponieren auf dem Computer erleichtern können, muss man doch zugeben, dass ein Klavier, das gleich in der Aufnahemtechnik integriert ist, durchaus nützlich ist.

Das virtuelle Klavier bietet sich an, wenn man am Computer Musik produzieren möchte. | Quelle: Pixabay

Mit dem virtuellen Klavier lassen sich sogar Melodien erstellen, bevor man sie mit einem Flügel, Klavier oder Keyboard aufnimmt .

Zum Spaß

Viele virtuelle Klaviere werden nur für spielerische Zwecke entwickelt.

Tatsächlich dienen viele Apps und Webseiten ausschließlich dem Zweck, die Nutzer zu unterhalten.

Dabei muss man sich zum Beispiel eine Melodie merken, um sie anschließend selbst wiederzugeben oder aber man kann seine eigene Musik erstellen und anschließend Effekte hinzufügen.

Der Klang bei diesen Klavier-Spielen ist für gewöhnlich weniger hochwertig als bei echten virtuellen Klavieren.

Um Kindern einen Einstieg zu ermöglichen

Bevor man in den nächsten Laden rennt, um ein Klavier, E-Piano oder Keyboard zu kaufen, ist es vielleicht besser, wenn sich das eigene Kind einmal an einem etwas weniger teuren Klavier ausprobieren kann.

Hier kommt das virtuelle Klavier ins Spiel.

Auch wenn das Spielen der Tasten auf der Klaviertastatur nicht die gleiche Geschicklichkeit erfordert wie an einem echten Klavier, kann das Online-Klavier eine Möglichkeit sein herauszufinden, ob ein Kind sich überhaupt für das Instrument interessiert.

Als Ergänzung zum Unterricht

Beim Warten auf den Bus, bevor die Klavierstunde beginnt oder während einer Pause bei der Arbeit – das virtuelle Klavier kann eine Möglichkeit sein, neben dem Klavierunterricht weiter zu üben.

Klar, Dein Musiklehrer ist nicht da, um Dich zu korrigieren, aber Spiele können Dir dabei helfen, an Deiner Geschwindigkeit oder Deiner Geschicklichkeit zu arbeiten.

Für welches Zielpublikum ist das virtuelle Klavier gedacht?

Das Online-Klavier ist nützlich zum Komponieren, zum Zeitvertreib und zum Üben.

  • Aber an welche Zielgruppe richten sich diese Spiele und virtuellen Klaviere?
  • Sind sie für jedermann geeignet?

Für Anfänger

Eine Hauptzielgruppe für diese virtuellen Instrumente sind Klavier- und Musik-Einsteiger.

Sie eröffnen einem nicht nur den Zugang zum Instrument – Webseiten mit virtuellen Pianos ermöglichen es den Nutzern auch, sich an die verschiedenen Noten und Akkorde zu gewöhnen.

Sie können Dir dabei helfen, Dein musikalisches Gehör zu trainieren und an Deiner Fingerfertigkeit zu arbeiten.

Für Kinder und Jugendliche

Junges Publikum muss oft spielerisch angesprochen werden.

Um die Aufmerksamkeit von Kindern und Jugendlichen beim Klavier Spielen Lernen aufrechtzuerhalten, muss man sich einiges einfallen lassen.

Die Verwendung eines virtuellen Klaviers bringt da viele Vorteile mit sich.

Apps sind so aufgebaut, dass man bestimmte Challenges meistern oder Levels erreichen muss. Das ist eine sehr gute Möglichkeit, Kinder zu fördern und zu fordern.

Für Kinder und Jugendliche eignen sich virtuelle PIano-Spiele gut. Gerade Kinder lernen am besten mit einem spielerischen Ansatz. | Quelle: Pixabay

Wenngleich sie dadurch natürlich nicht Noten lesen oder die Grundlagen der Musiktheorie lernen, so können Kinder dank des Online-Klaviers doch ein gewisses Bewusstsein für Musik entwickeln.

Für erfahrene Erwachsene und professionelle Musiker

Für diese Kategorie von Musikern hat das Online-Klavier zugegebenermaßen keine Lernfunktion.

Wenn man ein bestimmtes Niveau erreicht hat, ist es sehr schwierig, am Piano online noch Fortschritte zu machen.

Allerdings sorgt die einfache Bedienung (im Bus oder in der Bahn, in der Mittagspause, beim Spaziergang im Park,…) dafür, dass das virtuelle Piano selbst von einigen fortgeschrittenen Musikern genutzt wird, um schnell eine eingängige Melodie zu komponieren.

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