Privatunterricht Sprachen Nachhilfe Musik Sport Kunst & Freizeit
Teilen

Wie gesunde Ernährung das Wohlbefinden fördert

Von Anna, veröffentlicht am 04/11/2018 Blog > Kunst & Freizeit > Kochen > Kochen Lernen ist gut für Eure Gesundheit!

Laut einer Umfrage der Techniker Krankenkasse legen die Deutschen heutzutage mehr Wert auf gesundes Essen als noch im Jahr 2013.

Waren es damals noch 35 % der Befragten, die den Gesundheitswert ihres Essens als entscheidend angaben, sind es im Jahr 2017 schon 45 %.

Allerdings hat eine andere Studie ergeben, dass die Deutschen immer weniger selbst kochen. Nicht einmal jeder vierte Deutsche stellt sich noch täglich an den Herd. Und dieser Trend scheint sich zu festigen, die Zahlen sinken weiter.

Dabei gibt es viele gute Gründe, sich die Schürze umzubinden:

  • Backen lernen
  • Kochen lernen (z. B. um seine Freunde oder Familie zu beeindrucken)
  • probieren, kosten, kreieren
  • einen Gruß aus der Küche ausprobieren
  • sich ausgewogen ernähren
  • die Zubereitung von Bio-Produkten ausprobieren
  • vegetarisch kochen
  • zum Superkoch werden
  • seine Kochtechniken weiterentwickeln (hacken, füllen, schneiden, ablöschen, flambieren usw.)

Gehörst Du zu den 45 %, denen eine gesunde Ernährung wichtig ist? Und gehörst Du zu den Menschen, die gerne essen, sich aber selbst nicht so sehr in Schürze und Kochmütze sehen?

Superprof stellt Dir im Folgenden die wichtigsten Vorzüge des Kochens für Gesundheit und Wohlbefinden vor.

Selbst zu kochen, spart Kalorien

Wenn man kochen kann, ist es einfacher, sich ausgewogen zu ernähren, verschiedene Lebensmittel richtig zusammenzustellen und kleine Gerichte mit der richtigen Portionsgröße zu kreieren.

Oft heißt es, dass man verzichten muss, um weniger Kalorien zu sich zu nehmen – vor allem in der deutschen Küche, die nicht gerade für ihre Kalorienarmut bekannt ist.

Doch das stimmt so nicht: Es reicht schon, seine Art zu kochen zu ändern und sich etwas ausgewogener zu ernähren.

Hier einige Tipps, wie du gesund und mit weniger Kalorien essen und Dir was gönnen kannst, ohne zu sehr verzichten zu müssen:

  • Verwende weniger Fett (Butter, Sahne, Öl, tierische Fette…)
  • Koche mit Gewürzen: Curry, Kümmel, Paprika, Ras El Hanout, Kurkuma, Koriander, Thymian oder Petersilie verfeinern das Gericht und fügen eine neue Note hinzu, ohne es fettiger oder salziger zu machen (zu viel Natrium erhöht das Risiko von Wassereinlagerungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und fördert Zellulite)
  • Gemüse im Dampf garen (z. B. im Schnellkochtopf)
  • Zutaten richtig abmessen und sparend einsetzen: mithilfe von Messbechern, einer Küchenwaage oder eines Pinsels…
  • Kalorienreiche Produkte durch kalorienärmere ersetzen: Honig statt Zucker, Maisstärke statt Mehl, Quark statt Sahne…
  • Reichhaltige Lebensmittel verwenden: Vollkornreis und -nudeln, Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen, Kichererbsen usw.)
  • Lieber Gemüsenudeln als Weizennudeln: Es gibt z. B. Zucchininudeln zu kaufen oder man dreht sich mit einem speziellen Gerät selbst Nudeln aus Gemüse. Zucchininudeln haben viermal weniger Kalorien als normale Pasta!
  • In Nachspeisen lieber gemahlene Mandeln oder Nüsse statt einer Butter-Mehl-Mischung verwenden: Sie haben weniger Kalorien und enthalten gesunde Fette.
  • Magerem Fisch und Fleisch den Vorzug geben: weniger Thunfisch, Lachs, Schwein und Lamm und dafür mehr Pute, Hühnchen, Kalb, Hase, Kabeljau, Seelachs oder Zander.
  • Pflanzliche Fette sind besser als tierische. Und wusstest Du schon, dass in 100 g Linsen 25 % Proteine stecken, also mehr als die 20 %, die sich in 100 g Hacksteak befinden?
  • Von kleinen Tellern und Schüsselchen essen: Eine wissenschaftliche Studie unter übergewichtigen Kindern in den USA hat ergeben, dass die Tellergröße einen Einfluss auf den Appetit hat. Je kleiner der Teller, desto kleiner die Portion und desto schneller hat man den Eindruck, satt zu sein.

Warum sollte ich Kochen Lernen? Selbst zu kochen, ist gesünder und macht Spaß! | Quelle: Pexels

Zu wissen, wie man kleine, gesunde Gerichte zubereitet, liefert Deinem Körper ein Plus an Nährstoffen, ohne, dass Du Dich quälen oder zu sehr verzichten musst.

Eine strenge Diät zu machen, bei der man viel verzichten muss, ist nämlich oft kontraproduktiv, da sich schlechte Essgewohnheiten nach und nach wieder einschleichen und es zu einem Jojo-Effekt kommen kann.

Immer noch nicht überzeugt?

Wenn man sich mit Kochen auseinandersetzt, lernt man auch die verschiedenen Lebensmittel besser kennen und weiß, was der Magen besser verträgt und verarbeiten kann.

Selbst Kochen lernen und dadurch Lebensmittel besser kennenlernen

Interessiert Dich nicht auch, welche Vorzüge gewisse Lebensmittel haben und welche Produkte sich besonders gut verbinden lassen?

Es gibt unzählige Studien und Einteilungen zu „guten“ und „schlechten“ Lebensmitteln – und auch immer mehr sogenannte „Superfoods“.

Diese Lebensmittel gelten als „gut“:

  • Knoblauch: wird gerne als Superfood bezeichnet, wirkt antiseptisch sowie als Antioxidans und soll das Auftreten von Zeichen von Alterung hinauszögern. Mit Lauchgewächsen (Knoblauch, Zwiebeln, Schalotten, Schnittlauch, Lauch) zu kochen, soll das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einige Krebsarten und andere chronische Krankheiten senken.
  • Zwiebeln: Sie sollen Krebs im Magen und dem Verdauungskanal vorbeugen. Sie sind reich an Kalium, Phosphor, Jod, Fluor, Eisen und Vitaminen. Zwiebeln sind gut für die Durchblutung und beugen Diabetes vor. In einem leckeren, gesunden, ausgewogenen und krankheitsvorbeugendem Essen dürfen sie also nicht fehlen!
  • Lauch: Er ist reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien und kommt ursprünglich aus dem Nahen Osten. Man schreibt ihm diuretische und entzündungshemmende Eigenschaften zu.
  • Avocados: Sie passen sehr gut zu Zitrone, Lachs, Garnelen oder sind einfach alleine in Form von Guacamole lecker. Sie bestechen durch ihre ungesättigten Fettsäuren und sind gut für die Augen, die Wundheilung, gegen Dehnungsstreifen (Schwangerschaftsstreifen) und spenden der Haut Feuchtigkeit.
  • Spinat: Er ist reich an Magnesium, Folsäure, Eisen, Calcium und Kalium. Er kann vor Osteoporose, Herzerkrankungen, Darmkrebs und Arthritis schützen.
  • Kohlarten: Blumenkohl, Rosenkohl und Brokkoli helfen, die Leber von Toxinen zu befreien, den Zuckergehalt im Blut zu regulieren und aggressiven Formen von Prostatakrebs vorzubeugen. Übrigens: In Brokkoli ist mehr Vitamin C als in Orangen vorhanden!
  • Zitrusfrüchte: Orangen, Grapefruit, Zitronen und Mandarinen senken den Blutdruck und Cholesterinspiegel und fördern die Wundheilung des Organismus.
  • Rote Beete und Karotten: Sie stärken das Immunsystem.

Warum sind Avocados so gesund? Avocados enthalten „gesunde Fette“. | Quelle: Pexels

Weitere Lebensmittel, die man zu sich nehmen sollte:

  • Grüner Tee: Menschen, die Grünen Tee trinken, sollen ein um 16 % niedrigeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben.
  • Fisch: Die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren sind dafür bekannt, das Risiko für Herzkrankheiten zu senken.
  • Dunkle Schokolade: Die Kakaomasse enthält Polyphenole und soll dadurch für eine gute Durchblutung sorgen (Kakaoanteil von mindestens 70 %).
  • Lachs: Die Fischsorte ist reich an Vitamin D, ihr Fett ist gut für die Haut und ein eventueller Mangel an Sonneneinstrahlung wird ausgeglichen.
  • Tomaten: Ein starkes Antioxidans, das dank seines hohen Lycopingehalts Prostatakrebs vorbeugen kann.
  • Austern: Sie sind reich an Zink und können die Unfruchtbarkeit von Männern reduzieren.

Diese Liste an „guten“ Lebensmitteln ist natürlich bei weitem nicht vollständig. Wenn Du kochen lernst, lernst Du aber auch neue Lebensmittel kennen und wirst schon bald Deine Essgewohnheiten verändern.

Vergiss russische Eier, Brownies, Kekse und Mayonnaise und iss lieber Spargel, Suppen, Knoblauch und Rohkost…

Angesichts der vielen Fast-Food-Möglichkeiten sind Kochkurse, um zu lernen, wie man gesund kocht, eigentlich eine Frage der öffentlichen Gesundheit. Und tatsächlich haben das einige Krankenkassen schon verstanden und bieten entsprechende Kurse an.

Schlechte Essgewohnheiten ablegen

Im Jahr 2017 waren in Deutschland 59 % der Männer und 37 % der Frauen übergewichtig! Und in den USA sind bereits 13 % der Kinder übergewichtig…

Wenn wir nicht die Zeit haben zu kochen oder nach einem langen Arbeitstag heimkommen, ist Fast Food eine einfache und bequeme Lösung: Burger, Döner, Pizza, Pommes, Fertiggerichte …

Und nicht zu vergessen zuckrige Getränke oder Bier für die Nerven.

Und trotzdem gibt es viele einfache Gerichte, die schneller zubereitet sind als die Lieferzeit vom Chinesen dauert.

Fast Food enthält zu viel Fett, Zucker, Salz und zu wenig Vitamine und Nährstoffe.

Es wird nicht umsonst als „schlechtes“ Essen bezeichnet und ist außerdem teuer.

Versuche, schlechte Essgewohnheiten abzulegen. Fast Food enthält oft viel zu viel Salz und schadet damit unserer Gesundheit. | Quelle: Pexels

Die schädlichen Auswirkungen von Fast Food auf die Gesundheit und auch die Umwelt wurden inzwischen belegt: Übergewicht, Alzheimer, Krebs, Verschmutzung von Böden, Flüssen und Meeren…

Und zahlreiche Analysen und Studien sind sich einig: Für die Gesundheit ist es deutlich besser, zu Hause zu kochen, anstatt Fast-Food oder Fertiggerichte zu sich zu nehmen.

Hier einige Argumente, warum es besser ist, selbst zu kochen:

  • Fast Food und Fertiggerichte enthalten zu viel Fett, Zucker und Zusatzstoffe.
  • Je öfter eine Person Fast Food zu sich nimmt, desto weniger Spurenelemente nimmt diese Person auf.
  • Fertiggerichte und Fast Food enthalten zu viel gesättigte Fettsäuren und Kalorien.
  • Sie sind oft auch viel zu stark gesalzen (zu viel Natrium), was schlecht für die Gesundheit ist.

Um schlechte Essgewohnheiten zu vermeiden oder abzulegen, kannst Du Dir ein Kochbuch für gesunde Ernährung kaufen oder bestimmte Internetseiten besuchen:

Kochen Lernen, weil es Spaß macht!

Kochen zu können, ist eigentliche eine grundlegende Fähigkeit. Doch das ist noch nicht alles. Kochen macht auch Spaß!

Es ist eine Möglichkeit, sich mit Familie und Freunden auszutauschen und etwas gemeinsam zu erleben. Kochen verbindet!

Soll ich mit meinem Partner kochen? Zusammen kochen macht noch mehr Spaß! | Quelle: Pexels

Früher ging man ganz selbstverständlich davon aus, dass Frauen an den Herd gehören. Bis in den 60er-, 70er-Jahren waren Frauen größtenteils vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen und ihre Rolle bestand hauptsächlich darin, sich um den Haushalt und die Kinder zu kümmern und für die Familie zu kochen.

Inzwischen haben sich die Geschlechterrollen gewandelt und Männer wie Frauen kochen abends nach der Arbeit. Kochen ist zur Freizeitbeschäftigung, zu einem Hobby geworden, das entspannt und Spaß macht.

Allerdings wurde herausgefunden, dass Kochen als Hobby eher in wohlhabenderen oder privilegierteren Schichten verbreitet ist, während die Menschen der sogenannten Arbeiterklasse es eher als ein lästiges, notwendiges Übel ansehen.

Außerdem wurde nachgewiesen, dass der Bildungsabschluss der Eltern einen hohen Einfluss auf die Gesundheit der Kinder hat.

So sei Karies bei Kindern von Personen ohne Bildungsabschluss dreimal häufiger und Fettleibigkeit zweieinhalbmal häufiger als bei Akademikerkindern.

Ein Grund ist, dass Menschen, die einen höheren Bildungsabschluss haben, es sich eher leisten können, auf eine gesunde Ernährung zu achten und meistens auch über mehr Informationen zur gesunden Ernährung verfügen (oder wissen, wo sie diese Informationen herbekommen). Deshalb sollten Kochunterricht und Ernährungskurse in den Lehrplan der Schulen integriert werden!

Denn Kochen und gesunde Ernährung sollte nicht nur wohlhabenderen Menschen vorbehalten sein. Abgesehen von den ernährungstechnischen Fragen entspannt es nämlich auch ungemein.

Probier’ es jetzt aus und Du wirst schnell merken, dass es super entspannend ist, alle anderen Gedanken beiseite zu schieben und sich nur auf die aktuelle Aufgabe zu konzentrieren – und die bevorstehende Belohnung in Form einer leckeren Mahlzeit motiviert natürlich noch extra!

Für sich und andere zu kochen, hilft also, sich gesund zu ernähren, macht Spaß, verbindet Menschen und bringt einem auch die Zufriedenheit und den Stolz, etwas Gutes mit den eigenen Händen hergestellt zu haben.

Warum sollte ich selbst kochen? Etwas mit den eigenen Händen herzustellen, macht glücklich. | Quelle: Pexels

Na, hast Du jetzt auch Lust bekommen? Im Internet findest Du viele leckere Rezepte und Videos mit Kochanleitungen.

Such’ einfach nach „Kochen für Anfänger“ und klick Dich durch die Vielzahl an Ergebnissen.

Außerdem findet man zahlreiche Angebote für Kochkurse: Vegetarisch kochen, indisch kochen, ein Sushi Kochkurs? Oder doch traditionell Deutsch kochen wie früher bei Oma?

Entdecke jetzt die Welt der Kulinarik!

Teilen

Wir freuen uns über Feedback von unseren Lesern
Enthält dieser Artikel die Informationen, nach denen Du gesucht hast?

Dieser Artikel war totaler Käse? Wirklich?Okay, beim nächsten Mal wird's besserNur Durchschnitt? Was fehlte Dir konkret?Danke Dir! Stelle verbliebene Fragen gerne untenWir freuen uns, dass wir Dir helfen konnten :) (Aktuell gibt es hierzu noch keine Bewertung)
Loading...

Einen Kommentar posten

avatar