Egal in welche Schule und Klasse man geht (oder ob man sogar schon studiert): Mathematik ist ein wichtiger Teil des Schullernstoffs und auch an der Uni braucht man in vielen Studienfächern Mathematik (selbst wenn man nicht Mathematik an sich studiert).

Doch leider handelt es sich dabei um ein Fach, dass Schülern, Studentinnen und auch deren Eltern immer wieder Kopfzerbrechen bereitet. "Warum kann ich Mathe einfach nicht verstehen?", fragen sich viele. Gefolgt von: "Wie lerne ich am besten Mathe" und "Wie kann ich Mathe besser verstehen und gute Noten in Mathe schreiben?".

Du bist ein Mädchen? Dann hast Du sicher schonmal das Klischee gehört, dass Jungen in der Schule besser in Mathe sind und Mädchen besser in Sprachen, oder? Vergiss es! Ich kenne mehrere Mädchen und Frauen, die Mathe voll rocken (und Französisch in der Schule gehasst haben), und mein Freund ist Französisch-Übersetzer.

Klar spielt ein gewisses Talent und eine Grundintelligenz eine Rolle, aber alle Kinder können besser in Mathe werden, wenn sie üben, üben und nochmals üben!

In diesem Artikel wollen wir uns gemeinsam ansehen, wie auch Du Deine 6 in Mathe (oder vielleicht auch nur 5 oder 4 in Mathe) loswerden und Mathe besser verstehen kannst.

Eine Option ist natürlich immer Mathe Nachhilfe (z.B. über unsere Plattform Superprof ), aber es gibt noch einige Tipps & Tricks, die man vorher mal ausprobieren könnte.

Erstens: Sei Dir im Klaren darüber, was von Dir verlangt wird

Jede gute Vorbereitung für das Mathematik-Abitur oder andere wichtige Klausuren sollte damit beginnen, den in der Prüfung geforderten Wissensstand zu definieren.

Einerseits kannst Du dadurch eventuellen Überraschungen aus dem Weg gehen. Andererseits erleichterst Du Dir so die Organisation der Prüfungsvorbereitung, da Du Deine Zeit besser einteilen und die verschiedenen Themengebiete aufeinander abstimmen kannst.

Für Schüler reicht es meist schon, das Schulbuch zu kennen, den im Unterricht behandelten Stoff gründlich durchzugehen und so viele Aufgaben wie möglich zu lösen, um einen guten Überblick darüber zu gewinnen, was von ihnen verlangt wird.

Für Studenten ist dies oft schon schwieriger. Sie haben nicht die ständige Unterstützung der Lehrer bzw. Professorinnen und fühlen sich am Prüfungstag oft ein wenig verloren oder überrascht.

Im Mathe Studium ist nicht immer so klar, worauf es beim Lernen ankommt.
Oft herrscht in der Uni Unklarheit, auf welche Inhalte man sich beim im Mathe-Studium stützen sollte. | Quelle: Unsplash

Eine gute Freundin hat mir erzählt, die Dozierenden an der Technischen Hochschule den Studis einfach die Namen der Kapitel genannt und einige gedruckte Skriptseiten in die Hand gedrückt haben, um gewisse Konzepte darstellen zu können.

Und an der Business School war es laut ihr dann genau das Gegenteil. So hatten sie beispielsweise im Finanzkurs ein ganzes Buch mit 1.400 Seiten als Grundlage.

Sie meinte: In beiden Fällen war es nicht einfach, sich ein genaues Bild davon zu machen, was wirklich von ihr verlangt wurde.

Tipps & Tricks, die Dir bei der Prüfungsvorbereitung helfen

  • Beschaff Dir so viel unterstützendes Material wie möglich: Unterrichtsstoff (wenn möglich auch von anderen Lehrerinnen oder aus vergangenen Jahren), Aufgabenblätter, von Lehrern oder der Uni empfohlene Mathe-Bücher...
  • Informier Dich über die in der Prüfung relevanten Themen und vergleiche sie mit den Prüfungen der vergangenen Jahre. Versuch, einen roten Faden zu erkennen, der immer wieder auftritt, also die Prüfungsstruktur mit Form und Art der Aufgaben zu erfassen. Konzentrier Dich dann besonders auf die Themen, die häufig auftreten. Diese gilt es, wirklich gut zu beherrschen!

Zweitens: Beherrsche den Stoff aus dem Unterricht

Der Unterricht umfasst die Gesamtheit des geforderten theoretischen Wissens. Deshalb ist es auch wichtig, dass Du ihn wirklich verstehst und kennst.

Der Mathematik-Unterricht ist so der "Rohstoff" des Lernprozesses und damit ein entscheidendes Element, um sein Wissen später anwenden zu können – egal ob in einer Prüfung, im Beruf oder Alltag.

Meiner Meinung nach gibt es fünf große Schritte, die man zur Beherrschung des Unterrichtsstoffes und für eine erfolgreiche Vorbereitung auf das Mathematik-Abitur befolgen sollte:

1.    Erfassen, was wichtig ist

  • Lies den Stoff aus dem Unterricht am selben Tag noch einmal durch. Eine aktive Lektüre hilft Dir dabei, Dir alles noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen und dabei eventuell Neues zu lernen.
  • Für Mathe unerlässlich: Mach Dir eine Liste mit den Namen der Theoreme, Definitionen und allen im Unterricht durchgenommenen Begriffen.
  • Geh alles noch einmal im Kopf durch. Versuche, Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Themengebieten herzustellen. Manchmal kann es hilfreich sein, den Ausgangspunkt festzuhalten und dann zu sehen, wie sich die anderen Themen daraus entwickeln.
  • Kannst Du den Stoff aus dem Unterricht anwenden? Es ist wichtig, ständig Deinen Leistungsstand zu überprüfen.

2.    Die entscheidenden Begriffe verstehen

  • Wiederhole die unklaren oder wenig klaren Begriffe. Damit sollte schon im Unterricht angefangen werden. Wenn Du etwas nicht verstehst, notiere Dir das und schlag einzelne Themen ggfs. später in Ruhe nach. Alternativ kannst Du natürlich auch gleich nochmal beim Lehrer/bei der Lehrerin nachfragen, so kannst Du Wissenslücken gleich schließen.
  • Schau Dir die im Unterricht besprochenen Beispiele noch einmal an und versuche, eine Verbindung zu den mathematischen Begriffen herzustellen. Diese Beispiele sind meist gut gewählt und vereinfachen und konkretisieren das Thema.
  • Wenn Du etwas nicht verstehst, frag nach! Zuerst solltest Du Dir darüber im Klaren sein, was genau Du nicht verstehst, um dann eine konkret formulierte Frage an Deinen Lehrer zu stellen. Vergiss nicht: Es gibt keine dummen Fragen! Und vielleicht werden es Dir Deine Mitschüler*innen danken, denn meist ist man nicht die einzige Person in der Klasse, die etwas nicht verstanden hat.
Wie kann ich besser in Mathe werden?
Den Unterrichtsstoff zu verstehen, ist schon die halbe Miete! | Quelle: Pixabay

3.    Das Gelernte im Kopf behalten

  • Egal, welche Lernmethode Du individuell bevorzugst: Verschaffe Dir zunächst einen Überblick über die Themen eines Kapitels, um diese dann hierarchisch anzuordnen und die Verbindungen zwischen den einzelnen Themengebieten herzustellen.
  • Identifiziere die entscheidenden Inhalte: Schlüsselwörter, grundlegende Beispiele, wichtige mathematische Verfahren und Fallen, denen es auszuweichen gilt.
  • Mach Dir eine Liste mit allen neuen und spezifischen Begriffen, gib zu jedem eine Definition und hinterfrage auch ihren Sinn. Wenn du etwas von A bis Z durchgedacht und nachvollzogen hast, kannst Du es Dir auch besser merken (nicht einfach nur durchlesen, sondern wirklich verstehen und selbst rechnen – so lautet die Devise)
  • Die 4 wichtigen Fragen zu jedem mathematischen Konzept sind:
    • Was nutzt es mir?
    • Wann kann ich es anwenden?
    • Welches Ergebnis erhalte ich dadurch?
    • Was sind die Indizien, die mir sagen, dass ich es anwenden soll?

4.    Sich den Stoff einverleiben

Meiner Meinung nach gibt es mindestens vier verschiedene Arten von Karteikarten oder Blättern, die alle eine unterschiedliche Bestimmung haben.

Die ersten beiden sind gleichzeitig auch die wichtigsten. So schreiben einige Schüler lieber alle Informationen auf ein einziges Blatt. Das kann wirksam sein, wenn der Stoff nicht zu umfangreich ist.

I. Blätter mit Stoff aus dem Unterricht (Theoreme, Formeln, Definitionen): Diese Blätter können mit Beispielen aus dem Unterricht erweitert werden.

  • Versuche, pro Kapitel oder Lektion ein Blatt zu erstellen, auch wenn das bedeutet, dass Du klein oder mit Abkürzungen schreiben musst.
  • Verwende so viele Farben und Symbole wie möglich, um wichtige Stellen hervorzuheben.
  • Vergewissere Dich, dass der Inhalt auf Deinen Blättern korrekt und vollständig ist (z.B. indem Du Deine Blätter mit dem offiziellen Lehrplan vergleichst oder Deiner Nachhilfelehrerin zur Überprüfung vorlegst, wenn Du eine hast).

II. Blätter mit Vorgehensweisen zur Lösung von Aufgaben (Ausgangslage, Vorgehensweise, Fallen): Diese Blätter solltest Du nach und nach erstellen und erst dann, wenn Du schon viele Aufgaben gelöst hast.

  • Eine Liste mit den wichtigsten Lösungsansätzen findest Du in den meisten außerschulischen Lehrbüchern.
  • Du solltest auch festhalten, in welcher Form Du Deine Lösungen am besten präsentierst und welche Rechenschritte zwingend auf Papier gebracht werden müssen (denn es kann sich auch negativ auf die Noten auswirken, wenn die Lehrerin dann in der Schule nicht nachvollziehen kann, wie Du zum Ergebnis gekommen bist).
Beim Mathe Lernen ist Struktur das A und O
Wer sich mit Karteikarten oder Blättern organisiert, hat es beim Mathe Lernen leichter! | Quelle: Unsplash

III. Blätter mit Tipps & Techniken, die Du unbedingt können solltest:

  • Solche Blätter mit Tipps & Techniken können kapitelübergreifend sein und beinhalten Recherche, Gedankengänge, Verschriftlichung und Überprüfung des Ergebnisses.
  • Diese Blätter können außerdem Ergebnisse von Aufgaben und kurze Beschreibungen des Dargestellten beinhalten.

IV. Blätter mit häufigen Fehlern (z.B. Zu welchen Fehler neigst Du bzw. welche Fehler hast Du öfter als einmal gemacht?):

  • Frag Deinen Lehrer nach einer Liste mit häufig begangenen Fehlern der Vorjahre. Vielleicht hat Deine Lehrerin nicht genau so eine Liste, aber sie kann Dir sicher Auskunft geben, was bei bestimmten Themen in Mathe in der Schule typische Fehler der Jungen und Mädchen sind. Daraus kannst Du Dir dann eine Liste erstellen und diese nach und nach mit häufigen Fehlern Deiner Mitschüler*innen erweitern.

Eine langwierige Arbeit, die es Dir aber ermöglicht, effizient Mathe zu lernen und am Ende bessere Noten in Mathe zu schreiben!

5.    Selbstbewertung

Für die selbstständige Überprüfung des eigenen Wissenstandes gibt es mehrere Methoden.

  • Methode des „weißen Blatts“: Hier nimmst Du Dir ein leeres Blatt Papier und schreibst auf, was Dir spontan aus dem Kopf (ohne Hilfsmittel!) einfällt. Erstelle eine Liste mit allen Definitionen, Theoremen und interessanten Ergebnissen, die ihr gerade in der Schule oder im Studium behandelt, und stelle eine Verbindung zu den jeweiligen Kapiteln her.
  • Methode des Mitschülers: Hier bittest Du einen Klassenkameraden (oder auch Deine Eltern, falls sie wissen, was Du gerade in der Schule im Fach Mathematik durchnimmst), Dir einfache Fragen zu stellen (Definitionen, Hypothesen, Konsequenzen von Theoremen etc.). Deine Mitschülerin stützt sich dabei z.B. auf von euch erstellte Unterrichtsblätter.
  • Multiple-Choice- oder Quiz-Aufgaben lösen: Ziel dieser Methode ist es, sicherzustellen, dass Du die verschiedenen Definitionen kennst. Wenn die Aufgaben gut gestellt sind, helfen sie Dir auch dabei, eventuelle Mehrdeutigkeiten aufzulösen und Verwirrung zu vermeiden.
    Solche Tests findest Du übrigens auch viele online! Es geht entweder darum, Mathe-Theorie abzufragen, oder auch kleinere Aufgaben zu rechnen. Klick Dich am besten mal durch die verschiedenen Seiten zum Mathe-Üben. Viele davon sind auch nach Klassenstufe oder sogar Schulbuch sortiert (z.B. www.mathegym.de).

Und auch verschiedene Artikel und Infos zur Mathe-Theorie der verschiedenen Klassenstufen kannst Du online finden. Du willst es lieber Englisch, also math statt Mathe? Natürlich findest Du auch auf Englisch Infos zum Thema school math, aber vielleicht vermittelt man math bzw. maths in England, den USA, Kanada, Australien usw. anders, und die Lösungswege unterscheiden sich zu stark, als dass Du damit in einer deutschen Schule punkten könntest. Um mal eine andere Perspektive und neue Tipps & Tricks rund ums Thema Mathe, math, Mathematik, maths (oder wie auch immer man es nennen möchte) zu bekommen, ist es aber sicher hilfreich!

Wie geht math in den USA?
Andere Länder, andere Sitten – das gilt auch fürs Fach math in den USA. | Quelle: Unsplash

Eine erfahrene Mathematik-Nachhilfelehrerin hat mir einmal anvertraut, dass die meisten ihrer Nachhilfeschüler diesen letzten Schritt der Selbstbewertung vernachlässigen.

Aus mehreren Gründen: Zunächst, weil die Methode des „weißen Blatts“ als langweilig, da repetitiv angesehen wird. Außerdem ist es oft schwierig, einen Mitschüler zu finden, der immer zur passenden Zeit als Partner zu Verfügung steht.

Schließlich überschätzen die Schüler häufig ihren eigenen Wissensstand und wollen zu schnell nach vorn preschen, zu den aus ihrer Sicht „richtigen und wichtigen“ Aufgaben.

Nichtsdestotrotz empfehle ich jedem Schüler für erfolgreiches Mathe Lernen, zumindest die Schlüsselkonzepte aufzulisten und sich jeweils die Fragen zu stellen: „Was? Wozu? Wie?“.

Drittens: Bereite Dich effizient auf neue Matheaufgaben vor

Wenn Du den Mathe-Unterricht gut verinnerlicht hast, musst Du als nächstes viel üben, um die Theorie auch praktisch anwenden zu können. Dabei stellt sich häufig die Frage, wie Du das anstellen kannst, also wie die Antwort auf die Frage "Wie lerne ich am besten Mathe?" lautet.

Dazu können wir Dir in diesem Artikel natürlich auch nicht die eine Super-Antwort geben, die immer richtig ist. Denn der Kontext ist immer ein anderer und Lernen ist auch etwas sehr Individuelles.

Dennoch empfehle ich, mit den vom Lehrer gestellten Aufgaben anzufangen. So kannst Du Dir sicher sein, nicht auf Begriffe oder Inhalte zu stoßen, die Du aus dem Unterricht noch gar nicht kennst, und andererseits kommst Du dadurch schneller mit Deinem Lehrer auf eine Wellenlänge, da Du dann weißt und besser verstehen kannst, was er verlangt.

Wenn das erledigt ist und Du eine wirklich gute Mathematik-Note schaffen willst, kannst Du noch einen Schritt weitergehen: Ergänzende Matheaufgaben findest Du in außerschulischen Übungsbüchern, Prüfungen aus den Vorjahren, aus der Parallelklasse oder natürlich online.

Dort findest Du beispielsweise auch eine breite Auswahl an Privatlehrerinnen für Mathe Nachhilfe Online, die Dir auch bei der Abiturvorbereitung Mathe unter die Arme greifen können.

Gemeinsam besser in Mathe werden
Gemeinsam lernt es sich besser! Bittet Eure Mitschüler um Unterstützung! | Quelle: Unsplash

Frag aber unbedingt auch bei Deiner Lehrerin nach Empfehlungen für selbstständiges Lernen!

Was die Herangehensweise ans Lernen angeht, möchten wir euch noch ein paar Dinge mit auf den Weg geben ...

Intensiv üben

Übung macht auch in Mathe den Meister. Wenn Du wirklich gut in Mathe werden willst, dann solltest Du folgende Tipps beachten:

  • Mach so viele angewandte Aufgaben wie möglich (kurze und einfache Aufgaben, die nur ein mathematisches Thema auf einmal aufgreifen). Ich rate Dir hierbei, die Aufgaben zu variieren und so alle Teile der Lektion abzudecken.
  • Werde Experte*in im Lösen von immer wiederkehrenden Aufgaben (solche, die in Klassenarbeiten oder im Mathematik-Abitur der vergangenen Jahre immer wieder aufgetaucht sind). In vielen Übungsbüchern findet man sie unter einer eigenen Rubrik oder man holt sich gleich ein spezielles Buch mit Mathe-Abi-Aufgaben aus den vergangenen Jahren für sein Bundesland (z.B. fürs Mathe-Abi Bayern).

Interpretiere und kritisiere Deine Ergebnisse

Nach jeder Aufgabe mit dem Schema „Zeige, dass..." (also bei Beweisaufgaben in Mathe) solltest Du Dir diese drei Fragen stellen:

  • Was habe ich eigentlich bewiesen?
  • Dank welcher Hypothese?
  • Was kann ich aus meinem Ergebnis schließen?

Nach jeder Frage des Typs „Finde…" die beiden Fragen:

  • Wie kann ich sicher sein, dass mein Ergebnis stimmt?
  • Kann mein Ergebnis logischerweise richtig sein?

Diese Art der Reflexion ermöglicht es Dir, Dein kritisches Denkvermögen zu verbessern und so als unmittelbare Konsequenz Leichtsinnsfehler zu vermeiden.

Zahlreiche Schüler haben schon eine schlechtere Note bekommen wegen dummer, vermeidbarer Fehler und vor allem, weil sie sich nicht angewöhnt haben, am Ende der Aufgabe noch einmal alles kritisch durchzulesen.

Um das tun zu können, braucht man aber auch natürlich Zeit. D.h., man muss in einer einigermaßen kurzen Zeitspanne alle Prüfungsaufgaben durcharbeiten können, um dann im Nachgang nochmal alles durchgehen und auf Logik- und Flüchtigkeitsfehler überprüfen zu können.

Das klingt schwierig, wird aber leichter, je öfter man bestimmte Aufgabentypen als Übung durchgerechnet hat. Denn nach einer Weile automatisiert den Ablauf und kann somit fast wie automatisch die einzelnen Aufgabenschritte durchgehen. So wird man effizienter und hat am Ende mehr Zeit zum nochmal alles Checken!

Zieh den maximalen Lernerfolg aus Deinen Übungen

Am Ende jeder Aufgabe (also nicht in der Prüfung, sondern wenn Du zu Hause Mathe lernen und üben willst) solltest Du Deine Lösung noch einmal von vorn bis hinten durchgehen, um Dir bewusst zu werden über:

  • die logische Herangehensweise
  • den Ausgangspunkt
  • die finalen Schlüsse

Für mich ist dieser letzte Punkt einer der wichtigsten. Was wirklich zählt, ist nicht die Anzahl der gemachten Aufgaben, sondern vielmehr, welche Lehren Du aus ihnen ziehst.

Das Ziel: ein umfassendes Wissen aufzubauen und nicht mehr an Wunder glauben zu müssen

Viele Schüler*innen sich damit zufriedengeben, nur das zu tun, was der Lehrer ihnen aufträgt, und nicht den entscheidenden Schritt weitergehen. Das kann oft gutgehen, führt aber oft nicht zum gewünschten Ergebnis, nämlich Mathe besser verstehen und bessere Noten in Mathe.

Deshalb rate ich Dir, immer einen umfassenden Überblick über das komplette Unterrichtsgeschehen zu haben und bei Bedarf Zusatzaufgaben zu lösen. Das ist anstrengend und kann oft nerven, zahlt sich aber aus!

Dazu gehören theoretisches Wissen und mathematische Grundlagen sowie das Wissen um die Gestaltung der Prüfungen durch die Lehrerinnen (Multiple-Choice, Richtig-Falsch, Textaufgaben etc.).

Lernen hat vielerlei Nutzen: sich Wissen aneignen, neue Gebiete entdecken oder seine Fähigkeiten verbessern. Aber meistens dient es dem kurzfristigen Zweck des Bestehens von Prüfungen.

In jedem Fall sollten sich die Kinder (bzw. die Studierenden) ihre Ziele klar setzen, um die Herangehensweise ans Lernen zu optimieren und die Prüfung erfolgreich zu bestehen.

Dazu gehört auch, die Erwartungen seitens der Prüfer*innen zu kennen, wenn dies möglich ist, also transparent kommuniziert wird.

Natürlich können auch Eltern ihre Kinder zielgerichtet unterstützen. Dabei hilft es, den Lernplan zu kennen. Im Internet und in speziellen Büchern gibt es dann maßgeschneiderte Hilfe pro Klasse und Bundesland und viele extra Übungen, die man seinem Kind stellen kann.

Mögliche Hilfe in Form von individuellem und maßgeschneidertem Mathematik-Privatunterricht bzw. Mathe-Nachhilfe findet ihr auf Superprof, z.B. Mathe Nachhilfe Berlin oder Mathe Nachhilfe Hamburg.

Und egal ob Eltern oder Kinder, Studis oder Schüler*innen: Vergesst auch nicht, eure Fähigkeiten im Kopfrechnen zu üben, denn das kann in so ziemlich jeder Lebenslage von Nutzen sein!

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Anna

Man lernt nie aus ...