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Wie finde ich die passende Nachhilfe?

Von Melanie, veröffentlicht am 26/05/2017 Blog > Privatunterricht > Nachhilfe suchen > Welche Art von Nachhilfe ist die richtige?

Es ist wohl jeder mit der Aussage einverstanden, dass Nachhilfeunterricht sinnvoll ist.

Allerdings kann es angesichts der großen Auswahl vorkommen, dass so manch einer den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.

Keine Panik, mit den richtigen Methoden und den richtigen Informationen wird auch der größte Informationsberg ein kleiner, übersichtlicher Hügel. Hat man ihn erst einmal bestiegen, sieht man auch gleich viel klarer und weiter.

Damit Ihr nun den richtigen Kurs findet, beschäftigen wir uns zunächst einmal mit den verschiedenen Arten von Nachhilfe.

Nachhilfe in Form von Hausaufgabenbetreuung

In der Grundschule wird Nachhilfe oft in Form von Hausaufgabenbetreuung angeboten.

Diese Art von Nachhilfe findet nach der Schule statt und wird meistens vom Klassenlehrer betreut.

Wie kann man sichergehen, dass Euer Kind die Hausaufgaben gemacht und verstanden hat? Quelle: Pixabay | In der Hausaufgabenhilfe sollen die jungen Schüler bei den Hausaufgaben unterstützt werden.

Durch Hausaufgabenbetreuung könnt Ihr sicher sein,  dass Euer Kind die Hausaufgaben gemacht und die Unterrichtseinheiten verstanden hat.

Besonders wenn Ihr abends spät nach Hause kommt, ist dies eine tolle Lösung.

Wenn Ihr dann nach einem langen, anstrengendem Tag endlich zu Hause seid,  könnt Ihr Euch mit Eurem Kind entspannen und müsst nicht mehr an die Hausaufgaben für den nächsten Tag denken.

Allerdings solltet Ihr euch auch nicht zu sehr auf die Hausaufgabenhilfe verlassen. Hausaufgabenbetreuung findet im besten Fall alle paar Tage, aber bei Weitem nicht jeden Tag statt.

Ihr seid mitverantwortlich dafür, dass Euer Kind in der Lage ist, selbstständig zu arbeiten. Wenn Ihr nicht aufpasst, besteht das Risiko, dass Euer Kind Probleme haben wird, sich alleine und ohne Begleitung an die Hausaufgaben zu setzen und selbstständig zu arbeiten.

Euer Ziel sollte also auch sein, für Euer Kind eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen, damit es zu Hause in Ruhe arbeiten kann, und zwar ohne fremde Hilfe.

Wie kann man für eine gute Arbeitsathmosphäre Zuhause sorgen? Quelle : Pexels.com | Eine gute Atmosphäre zu Hause ist essentiell für den schulischen Erfolg Eures Kindes

Private Nachhilfe zuhause kann schulischen Problemen effizient entgegenwirken.

Und was spricht dagegen, wenn Ihr von Zeit zu Zeit die Lehrer darum bittet, Eurem Kind bei den Hausaufgaben zu helfen, um sicher zu sein, dass es gut mitarbeitet?

Diese Herangehensweise kann Eurem Kind helfen, den Stoff aufzuholen und schulische Probleme von der Grundschule an zu vermeiden. So hat es in der Sekundarstufe I das zum Erfolg nötige Handwerkszeug.

Nachhilfe mit einem Privatlehrer

Eine weitere Art von Nachhilfe: Unterstützung durch einen Privatlehrer zu Hause.

Allerdings sollte in der Grundschule Nachhilfeunterricht zu Hause nicht die erste Wahl sein.

Das Kind ist noch sehr jung und der Umfang der Hausaufgaben ist oft relativ gering. Deshalb ist es fraglich, ob Nachhilfeunterricht in diesem Alter Sinn macht.

Mit dieser Aussage im Hinterkopf solltet Ihr aber auf die Schulnoten Eures Kindes Acht geben, wenn es auf das Ende der Sekundarstufe I zugeht.

Wenn Ihr eine Verschlechterung der Noten feststellt, solltet Ihr ohne Zögern reagieren und die Lehrer um Unterstützung bitten. Hierfür eignet sich am besten der Klassenlehrer oder der Lehrer jenes Faches, welches Eurem Kind Probleme bereitet – eventuell Mathematik?

Falls Bedarf besteht, könnt Ihr dann auch Hilfe bei einem privaten Nachhilfelehrer suchen, der zu Euch nach Hause kommt.

Das gilt besonders für das Gymnasium, beziehungsweise die Sekundarstufe II: Hier steigen der Schwierigkeitsgrad und die Anforderungen enorm an. Viele Schüler riskieren, auf der Strecke zu bleiben…

Deshalb scheint Nachhilfeunterricht in den Sekundarstufen I und II eine ausgezeichnete Wahl zu sein.

Insbesondere auf den weiterführenden Schulen vervielfachen sich die Schulfächer und die Arbeitsbelastung durch Hausaufgaben und ähnliches nimmt zu. Viele Schüler lassen sich durch diese Veränderung schnell entmutigen.

In der Folge hören sie oft im Unterricht nicht mehr zu und verlieren das Vertrauen in ihre Fähigkeiten.

Ist Euer Kind in der Oberstufe demotiviert? Quelle: Pexels | Das Selbstvertrauen der Schüler ist enorm wichtig für die Leistungen in der Schule, besonders in der Oberstufe

Wenn dies bei Eurem Sohn oder Eurer Tochter der Fall ist, solltet Ihr mit ihm oder ihr darüber sprechen.

Die Wahl des richtigen Nachhilfelehrers, der auf die Fragen Eures Kindes antworten und effiziente Kurse geben kann, ist mindestens genauso wichtig wie das Kind in seinen Erfolg und die Planung miteinzubeziehen.

Sollte sich Euer Kind für das Abitur entscheiden, empfehlen wir Euch nach der zehnten, bzw. spätestens in der elften Klasse eine Beratung bei einem Spezialisten für Arbeitsmethoden und Organisation wahrzunehmen.

Übrigens, um die Budgetfrage vorwegzunehmen: Privatnachhilfe zu Hause wird ab 15 €/h angeboten.

Ihr könnt euch auch bei Bedarf über staatliche Unterstützung informieren, die Euch eine Förderung inner- und außerhalb der Schulzeit ermöglich kann, wie zum Beispiel das Bildungspaket.

Nachhilfe in Kleingruppen

Eine andere Möglichkeit ist Nachhilfe in Kleingruppen. Diese Methode wird oft von den bekannten Organisationen, die Privatunterricht durchführen, angeboten.

Ob zur Stoffwiederholung, für Hilfe bei den Hausaufgaben, zur Vorbereitung auf Prüfungen oder zur Verbesserung in einem bestimmten Fach: Solche Kleingruppen haben viele Vorteile, die die Frage „Wieso sollte ich Nachhilfeunterricht nehmen?“ direkt beantworten.

Durch einen Wiederholungskurs kann der Schüler wieder frisches Selbstvertrauen gewinnen.

Man sollte wissen, dass solche Wiederholungskurse von Anbieter zu Anbieter auf verschiedenem Niveau sind. Die Gruppengröße liegt jedoch meist immer bei etwa zehn Teilnehmern. So kann sich der Lehrer individuell um jeden Schüler kümmern, wenn Bedarf entsteht.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass diese Gruppenkurse oft in einem neutralen Umfeld stattfinden (weder in der Schule, noch zuhause). Einige Kinder sind dadurch entspannter und aufnahmefähiger für neuen Stoff.

Verglichen mit anderen Nachhilfekursen zu Hause sind Gruppenkurse relativ günstig. Außerdem gibt es im Laufe des Schuljahres ein großes Angebot an vielen verschiedenen Kursen und Fächern.

Ob Ihr eine Nachhilfe in Mathe während des Schuljahres, Sprachkurse während der Sommerferien oder Nachhilfe in Deutsch während der Ferien sucht, hier werdet Ihr immer fündig.

In jedem Fall solltet Ihr aber mit Eurem Kind darüber sprechen, ob motiviert ist. Das Wichtigste ist, dass Ihr Euer Kind in die Entscheidungen über seinen Lernprozess mit einbezieht.

Noch eine kurze Anmerkung: Diese Art von Nachhilfe funktioniert besser mit selbstständig arbeitenden Schülern, die sich verbessern möchten. 

Wenn ein Kind keine Lust hat, zu lernen, oder nicht die passenden Methoden anwendet, wird es Schwierigkeiten haben, das notwendige Selbstvertrauen aufzubauen, um schulische Schwierigkeiten überwinden zu können.

Nachhilfe im Internet

Last but not least: Nachhilfe über das Internet.

Mit dem Aufschwung des Internets haben verschiedene Organisationen und Webseiten Lernplattformen herausgebracht, die es ermöglichen, Nachhilfe zu nehmen, ohne das Haus zu verlassen.

Sollte man das Angebot nutzen oder eher vorsichtig sein?

Wir lassen kurz die einzelnen kostenlosen und kostenpflichtigen Lösungen Revue passieren.

Passt private Nachhilfe in mein Budget? Online-Nachhilfe kann eine Lösung für Familien mit geringen finanziellen Möglichkeiten sein | Quelle: Pexels

Kostenlose Online-Nachhilfe: Unterstützung durch Lehrer

Hinter vielen kostenlosen Kursangeboten verstecken sich Lehrer, die etwa nachmittags nach dem Unterricht in Mathe, Erdkunde, Spanisch oder Physik auf Fragen der Schüler eingehen und diese per Chat oder Videokonferenz beantworten.

Indem Sie von zu Hause aus den Schülern helfen, machen viele engagierte Lehrer so unbezahlte Überstunden.

Das Internet ist ein tolles Werkzeug, um schnell und einfach mit Eurem Lehrer zu kommunizieren.

Eine kleine Hilfestellung in Echtzeit – und im Nullkommanichts sieht man den Schüler wieder erfolgreich.

Wenn Ihr also bei einer Frage unsicher seid: Bevor Ihr steckenbleibt, fragt besser direkt Euren Lehrer nach Hilfe. Es ist für beide Seite eine effiziente Art, zu kommunizieren.

Was ist mit kostenlosen Foren, Videos und Onlinekursen?

Unter den kostenlosen Möglichkeiten tummeln sich auch Foren, Videos und Kurse im Internet.

Es ist allerdings Vorsicht geboten: Manchmal verbringt man mehr Zeit damit, Kurse und bestimmte Fachbegriffe zu recherchieren, als einfach die Unterlagen aus dem Unterricht in Wirtschaft, Mathe, Deutsch oder Erdkunde nochmals in Ruhe durchzulesen.

Daher solltet Ihr die Kurse aus dem Internet eher als Unterstützung und nicht als Arbeitsmethode ansehen.

Das Recherchieren, Ordnen und Aussortieren von passenden Seiten kann oft viel Zeit in Anspruch nehmen. Euch wird wohl spätestens dann klar werden, dass Ihr ohne diese Arbeit viel Zeit spart.

Außerdem besitzt das Internet bekanntlich die unglaubliche Fähigkeit, euch von Eurem Ziel abzulenken… Nichts ist schwieriger zu entkommen als einem lustigen Videoanruf oder einer Unterhaltung mit einem Freund auf einem sozialen Netzwerk!

Lange Rede – kurzer Sinn: Das Internet ist ein gutes Hilfsmittel, sollte aber sinnvoll genutzt werden.

Zahlungspflichtige Online-Nachhilfe: eine Unterstützung im Internet

Seit einiger Zeit hat sich eine weitere Form von Nachhilfe entwickelt: zahlungspflichtige Online-Kurse.

Diese Art von Dienstleistung bietet verschiedene Arten der Nachhilfe an, von der Bereitstellung von Ressourcen über ein Mentorat bis hin zu Kursen über Webcam.

Man merkt schnell, dass das Angebot vielfältig ist.

Allerdings stößt diese Art zu Lernen auf lange Sicht schnell an ihre Grenzen. Außerdem setzt es eine gewisse Disziplin und Selbstständigkeit voraus.

Es ist Fakt: Das Internet trägt zum Konzentrationsmangel bei. Ob Ihr nun mit einer kostenlosen oder zahlungspflichtigen Methode lernt: Im Internet sind die Versuchungen groß.

Jetzt wisst Ihr alles über die verschiedenen Arten von Nachhilfe, Ihr müsst nur noch starten!

Allerdings solltet Ihr vorher nach der Meinung Eures Kindes fragen, da es die am meisten betroffene Person ist!

Nachhilfeunterricht ist immer auch eine Arbeit an den Kenntnissen, aber auch an den Methoden. Außerdem setzt es eine hohe Einsatzbereitschaft voraus.

Nehmt euch genug Zeit, euch für die richtige Nachhilfe zu entscheiden, die den Bedürfnissen Eures Kindes entspricht, und gebt Ihm alle Mittel mit auf dem Weg, damit es erfolgreich ist.

 

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