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Auf seine Ernährung zu achten, hilft auch beim Geld Sparen!

Von Anna, veröffentlicht am 04/11/2018 Blog > Kunst & Freizeit > Kochen > Wie Euch ein Kochkurs beim Sparen helfen wird

Schon im Paläolithikum (1,8 Millionen Jahre bis knapp 100.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung) wurde gekocht!

Der Homo Erectus hatte gelernt, Feuer zu machen und garte so sein Wildfleisch.

Und auch die ersten Menschen der Urzeit bereiteten ihr Essen schon vor: Sie wuschen Lebensmittel und entfernten die nicht essbaren Teile eines Tierkadavers oder einer Frucht. Mithilfe von Werkzeugen öffneten sie Muscheln und zerkleinerten Lebensmittel.

Die Kunst des Kochens existiert also schon seit der Urzeit und hat sich ständig weiterentwickelt. Insbesondere natürlich dank Landwirtschaft und Industrialisierung.

Seit einigen Jahrzehnten lässt sich ein Trend „zurück zur Natur“ erkennen: Immer mehr Menschen vermeiden die große Lebensmittelindustrie und kaufen stattdessen wieder Bio-Produkte beim Bauern um die Ecke.

Heutzutage ist es möglich, gesund zu essen und trotzdem nicht zu viel Geld für Lebensmittel auszugeben. Wirklich! Aber dafür muss man lernen, sich richtig zu ernähren und seine Ess- und Kaufgewohnheiten umzustellen.

Kochen zu lernen ist nicht schwierig. Es macht Spaß, hilft, sich gesund zu ernähren, und schont gleichzeitig den Geldbeutel.

Leg jetzt los und fühl Dich in Deiner Küche wie ein fancy Fernsehkoch!

Hier findest Du einige Tipps von Superprof, die dir dabei helfen werden, kochen zu lernen und gleichzeitig bares Geld zu sparen …

Das Essen für die Woche im Voraus planen

Du bist der- oder diejenige, der/die für den Einkauf zuständig ist und das Essen für die Familie auf den Tisch bringen muss? Oder bist Du Single oder der Pärchenteil, der den Kühlschrank füllen muss?

Genug von Gesprächen wie: „Was gibt’s heute Abend zu essen?“ – „Nudeln mit Tomatensoße? Wir haben sonst grad nix im Haus …“

Um das zu verhindern, solltet ihr im Voraus planen, was es die kommende Woche zu essen geben wird.

Man kann es auch wie ein Spiel oder eine Challenge aufziehen: Ideen sammeln und damit neue Rezepte kreieren und tolle Gerichte auf den Tisch zaubern.

So macht das Ganze auch mehr Spaß und man lernt das Kochen in der Praxis durch Ausprobieren … Learning by doing!

Und dabei muss man ja nicht wie ein Sternekoch kochen können. Mit einigen Basics kann man schon viel anfangen und sich dann Schritt für Schritt weiterentwickeln.

Probier’ neue Geschmacksverbindungen aus, koste es, füge noch etwas hinzu, und wenn Du Dich mal irrst, nicht so schlimm, vielleicht inspiriert Dich das ja zu etwas Neuem.

Du kannst auch Freunde einladen und Dir von ihnen Tipps und Feedback holen!

Das kommt Dir schwierig vor? Fehlt Dir die Inspiration?

Was bringt es, das Essen wochenweise zu planen? Mahlzeiten im Voraus zu planen, hilft dabei, effizienter einzukaufen. | Quelle: Pexels

Im Internet findest Du viele Rezeptseiten, die dir auch gleich eine Einkaufsliste zusammenstellen.

Außerdem kannst Du Dir einen Mahlzeitenplaner kaufen, um nie mehr den Überblick zu verlieren!

Im Internet ist auch die Rede von einer Kochplaner-App, die Dir einen Menüplan für die Woche mit passender Einkaufsliste zusammenstellt, aber leider scheint diese momentan nicht mehr verfügbar zu sein.

Wenn Du Englisch kannst, kannst Du Dich aber mal auf dieser Seite umsehen, vielleicht sagt Dir ja eine der englischsprachigen Apps zur Mahlzeitenplanung zu.

Selbst zu kochen ist günstiger

Laut einer Studie des Finanzportals Vexcash geben Deutsche Haushalte im Durchschnitt nur 10,3 % ihres Einkommens für Lebensmittel aus. In ärmeren Ländern ist dieser Prozentsatz deutlich höher.

Gründe dafür sind die niedrigen Preise für Lebensmittel in Deutschland (durch harten Wettbewerb und Lebensmittel-Discounter) und das relativ hohe Einkommensniveau der Deutschen. Dieser Wert ist seit einigen Jahren konstant niedrig.

Allerdings wird auch eine Trendwende sichtbar: weg von Quantität und hin zu Qualität.

Besonders jüngere Menschen legen inzwischen mehr Wert auf Nachhaltigkeit, faire Produktionsbedingungen, Tierwohl, Bioprodukte und Lokalproduziertes und sind dementsprechend auch öfter bereit, mehr Geld für ihre Lebensmittel auszugeben.

Wie sieht es bei Dir aus? Hast Du vielleicht ein eher bescheidenes oder sogar geringes Einkommen und bist deshalb billige Tiefkühlware gewohnt?

Der Franzose Jean-Pierre Coffe hat sich gegen schlechte Ernährung eingesetzt und hat versucht, die Essgewohnheiten der Menschen zum Besseren zu verändern.

Wir geben seiner Aussage recht: Gesundes Essen ist nicht nur den Reichen vorbehalten.

Selbst zu kochen ist eine gute Alternative und es ist wichtig, nicht nur industriell hergestellte Lebensmittel zu verwenden.

So kannst Du Deine Einkaufsliste optimieren und Geld sparen:

  • Geh nicht einkaufen, wenn Du Hunger hast (sonst kaufst Du unnötige Sachen, die Du eigentlich gar nicht brauchst)
  • Kauf viel Obst und Gemüse (am besten Bio, wenn es bei Dir preislich geht), Kartoffeln, Eier und Cerealien
  • Kauf so wenig Fleisch und Fisch wie möglich: Diese Produkte sind in der Regel teurer (zumindest, wenn die Qualität stimmen soll) und enthalten viele tierischen Fette. Durch unterschiedliche Gemüsesorten, Hülsenfrüchte und stärkehaltige Beilagen kannst Du Fleischgerichte einfach und wirkungsvoll ersetzen und wirst zu einem niedrigeren Preis satt.
  • Lerne, mit möglichst natürlichen/unbehandelten Lebensmitteln (Bohnen, Erbsen, Linsen usw.) zu kochen: Sie sind günstig und gut für die Gesundheit!
  • Süßigkeiten vermeiden: Eine 500g-Schachtel Kekse kostet 3-4 €, also 6-8 € das Kilo. Normales Mehl (oder Mandelmehl), Butter, Öl, Eier, Backpulver, Zucker und Kakao für einen 1kg-Kuchen kosten weniger!
  • Selbst Sandwiches und Snacks für unterwegs zubereiten: Für 3-4€ (so viel kostet ein Sandwich ungefähr in der Bäckerei) kannst Du mehrere Belegte Köstlichkeiten selbst machen! Du brauchst nur ein Baguette, eine Laugenstange, Brot, Brötchen o. ä., eine Packung Schinken oder Käse und ein bisschen Butter, Senf oder Remoulade. Drei bis vier Sandwiches zum Preis von einem!
  • Frisch, gesund und abwechslungsreich kochen: Vollkornreis, Nudeln, Bohnen, Erbsen, Linsen, Coucous usw. enthalten unzubereitet weniger Fett als als Fertiggerichte aus der Dose und sind auch deutlich günstiger.
  • Soviel wie möglich bei lokalen Bauern und Bio einkaufen: Es gibt auch Gemüse-Abos wie z. B. Novum, wo Du wöchentlich zu einem fairen Preis mit saisonalem Gemüse und anderen Produkten beliefert wirst. Probier’ es doch mal aus!

Worauf sollte man beim Gemüsekauf achten? Lokal & Bio sind die Stichworte für ein gesunde und nachhaltige Ernährung. | Quelle: Visualhunt

Natürlich kann man auch Kochen lernen, indem man Gärtnern lernt!

Falls Du einen Außenbereich hast (auch wenn es nur eine kleine Terrasse oder ein kleiner Balkon ist), kannst Du selbst Gemüse anbauen.

Widme Dich der Permakultur – einem landwirtschaftlichen Prinzip, das in den 70er-Jahren in Australien entwickelt wurde.

Falls Du ein richtiges Gemüsebeet in Deinem Garten anlegen kannst, lernst Du mit der Ernte Deines eigenen Gemüses auch Schritt für Schritt, besser zu kochen. Und günstiger ist das natürlich auch!

Noch ein Tipp zum Sparen: In gute Küchengeräte investieren (Mixer, Dampfkochtopf, Reibe usw.), um auch mal aufwändigere Salate zuzubereiten und das Gemüse maximal sparend zu schälen und weiterzuverarbeiten.

Schluss mit abgepackten, fertig gezupften Salaten und fertigem Karottensalat, der in viel zu viel chemischer Mayonnaise schwimmt. Weg mit den Dosenravioli und Fertigsoßen!

Wenn es Dich doch mal nach Fleisch gelüstet, lohnt sich ein ganzes Huhn oder ein großes Rinderfilet vom Kilopreis her übrigens deutlich mehr als schon fertig geschnetzeltes und einzeln abgepacktes Fleisch.

Du kannst nicht so viel essen? Lad Freunde oder Familie ein und/oder frier‘ die Reste ein und genieße so 2-3 Mal!

Größere Mengen kochen und Reste einfrieren

Und damit wären wir auch schon beim nächsten Thema: Mach die Gefriere zu Deiner Freundin!

Viele traditionelle Gerichte sind aus der Not heraus entstanden oder kommen aus Ländern, in denen die Menschen nicht so viel Geld haben. Dementsprechend sind diese Speisen billig und machen satt!

Eintöpfe, Kraut, Linsen- und Couscousgerichte, Risotto … Die Liste ist fast unendlich.

Eine Möglichkeit, um dabei noch mehr zu sparen, ist, große Mengen eines solchen Gerichts zu kochen und dann den Rest einzufrieren.

Es lohnt sich natürlich mehr, einmal für 15-20 € zu kochen und davon drei oder vier Tage essen zu können, als jeden Tag wieder für 5-10 € zu kochen, um mittags und abends satt zu werden.

Wie kann ich beim Einkaufen und Kochen Geld sparen? Sonderaktionen nutzen, Vorräte anlegen und Reste einfrieren – das spart Geld! | Quelle: Pexels

Wenn Du dann auch noch Sonderangebote nutzt und die Zutaten entsprechend lagerst oder einfrierst, verstärkst Du diesen Spareffekt noch und hast auch schon alles Nötige im Haus!

Beim Kochen zu sparen, bedeutet nämlich auch, klug Lebensmittelvorräte anzulegen.

Das wird Dir jeder Chefkoch bestätigen können: Schlecht organisierte Vorräte führen zu Lebensmittelverschwendung und kosten viel Geld.

Weiß man seine Lebensmittel aber gut einzuteilen und aufzubewahren, kann man zu einem fairen Preis gesunde, leckere und ausgewogene Gerichte auf den Tisch zaubern.

Deshalb:

  • Mach vor dem Einkauf immer eine Einkaufsliste
  • Brauche Deine Vorräte auf, bevor Du Ähnliches neu einkaufst
  • Koche Speisen wie Soßen (Bolognese, Carbonara, Béchamel usw.) Suppen, Eintöpfe und Aufläufe (Lasagne, Kartoffelauflauf usw.) in größeren Mengen
  • Friere Reste ein

Kochen zu können (auch wenn man ein Kochanfänger ist), hilft auch dabei, das Wegschmeißen von Lebensmitteln zu vermeiden.

In Frankreich zum Beispiel gibt es seit Februar 2016 ein Gesetz, das die Verschwendung von Lebensmitteln in Supermärkten bekämpft.

Genauso wie sich der Bundestag daran ein Beispiel für Deutschland nehmen könnte (und es schon einige Initiativen von Nichtregierungsorganisationen in diese Richtung gibt), kannst Du die Verschwendung von Essen in Deinem Privathaushalt verhindern.

Dabei geht es nicht nur um die Tatsache, dass es moralisch verwerflich ist, Essen wegzuschmeißen, sondern auch ganz konkret um Deinen Geldbeutel!

In der westlichen Welt ist die Lebensmittelverschwendung ein riesiges Problem. Man muss sich nur mal die Restecontainer von Supermärkten anschauen.

In Deutschland landen jedes Jahr 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Wert von ca. 25 Milliarden Euro im Müll!

Neben Landwirtschaft und Handel sind auch die Verbraucher verschwenderisch: Im Durchschnitt wirft jeder Deutsche im Jahr ca. 80 kg Lebensmittel weg; zwei Drittel davon sind vermeidbarer Lebensmittelmüll.

Dazu ist natürlich auch der Verpackungsmüll rund um die Lebensmittelindustrie nicht zu verachten … Im Supermarkt ist vieles doppelt und dreifach verpackt und besonders Fertigprodukte produzieren extrem viel Verpackungsmüll.

Hoffentlich ist Dir die Lust auf industrielle Fertiggerichte jetzt schon ein bisschen vergangen …

Basiswissen im Kochen hilft Dir also auch, umweltfreundlicher und wirtschaftlicher zu leben!

Beim Einkaufen bereits eine gute Produktauswahl treffen

Wenn man kochen möchte, um dadurch auch Geld zu sparen, ist die Produktauswahl ebenfalls enorm wichtig. Dabei geht es natürlich um das Preis-Leistungs-Verhältnis, aber auch die Herstellungsbedingungen der Produkte.

Je größer und vielfältiger die Auswahl ist, desto mehr gerät man in Versuchung … und desto eher überschreitet man sein eigentliches Budget.

Versuche also, nicht nur im Supermarkt einzukaufen.

Was kann ich beim Kochen noch ausprobieren? Schonmal selbst Gewürzmischungen gemacht? | Quelle: Pexels

Vielleicht haben Dir Deine Eltern auch schon beigebracht, dass gesund zu kochen nicht unbedingt heißt, dass man mehr Geld ausgeben muss – wenn man seine Produkte klug wählt!

  • Orientier’ Dich an den Jahreszeiten und koche saisonal: Denn natürlich ist es teurer, im Dezember importierten Spargel oder Erdbeeren zu kaufen, als auf den Juni zu warten und sie dann am Stand um die Ecke zu holen. Gleiches gilt für manche Kohlsorten im Sommer.
  • Gib Direktverkauf den Vorzug: Indem du frisch und lokal einkaufst, gibst Du dem Geschäft mit Lebensmitteln wieder eine menschlichere Note und kannst besser nachvollziehen, wie die Produkte erzeugt wurden. Noch ein Grund, sein Gemüse selbst zu kochen oder sogar selbst anzubauen! Oder sein Brot lieber beim Bäcker als im Supermarkt zu holen …
  • Wenn möglich, kauf im Bio-Laden oder beim Bio-Bauern in Deiner Nähe ein.
  • Bei Dingen, die Du doch im Supermarkt holen musst, tut es meistens auch die billigere Eigenmarke statt der teuren, bekannten Marke aus dem Fernsehen – bei den meisten Produkten handelt es sich sowieso um die gleiche Ware, in der Verpackungsfabrik wird nur die Folie je nach Marke gewechselt!

Du traust Dich immer noch nicht an den Herd und das Ganze kommt Dir irgendwie Spanisch vor? Du fragst Dich, wie Du kochen lernen kannst?

Schau Dich doch mal auf Superprof.de um. Vielleicht findest Du ja einen Ernährungscoach oder Kochlehrer, denn Kochen ist lebensnotwendig, wenn man gut und gesund leben will!

Du kannst Dich allgemein beraten lassen oder spezielle Kochkurse für vegetarische Küche, vegane Küche, italienische Küche usw. nehmen!

Das macht auch Spaß, denn Essen verbindet – und was gibt es Schöneres, als das Gelernte nach der Lektion aufessen zu können?

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