„Die Stimme ist ein zweites Gesicht.“

– G. Bauër

Hast Du eine schöne Stimme und auch Singstimme? Spielst Du vielleicht mit dem Gedanken, singen zu lernen? Das ist eine gute Idee, denn es gibt viele gute Gründe, singen zu lernen.

Dann stellt sich aber als nächstes die Frage, wie Du es angehen möchtest. Willst Du erstmal in einem Chor anfangen, Dir das Singen alleine beibringen oder doch lieber Gesangsunterricht bei einer Gesangslehrerin oder einem Gesangscoach nehmen?

Es gibt viele Möglichkeiten!

In diesem Artikel wollen wir uns die verschiedenen Optionen anschauen und Dir auch gleich einige Tipps und Übungen mit an die Hand geben.

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Warum sollte ich Singen lernen?

Es gibt einige gute Gründe, warum es sinnvoll sein kann, Singen zu lernen.

Hier unsere Top 10:

1. Singen macht glücklich

Nach nur 30 Minuten Singen lässt sich im Blut eine deutliche Erhöhung von Serotonin, Noradrenalin, Beta-Endorphinen und Oxytocin nachweisen. Einen besseren Mix an Glückshormonen gibt es fast nicht!

Warum sollte ich singen?
Singen macht glücklich! | Quelle: Unsplash

2. Singen macht schön

Wenn man regelmäßig singt, kräftigt man seine Rückenmuskulatur und die Wirbelsäule richtet sich auf. Um den Atem fließen zu lassen und die richtigen Töne zu treffen, aktiviert man den ganzen Körper als Resonanzraum. Gibt es etwas Attraktiveres als einen Menschen mit aufrechter Haltung und wohlklingender Stimme?

3. Singen reduziert Stress

Oft atmen Menschen mit Stress flach. Anders herum funktioniert die Gleichung aber auch: Menschen, die flach atmen, signalisieren ihrem Körper Stress. Durchs Singen versorgst Du größere Areale der Lunge und atmest in den Bauch. So aktivierst Du die Zwerchfellatmung.

Und dieses tiefe Atmen baut Stress ab. Abgesehen davon regt richtiges Atmen auch den Kreislauf an, Dein Körper wird mit mehr Sauerstoff versorgt. Und auch das baut Stress ab.

4. Singen erhöht die Konzentrationsfähigkeit

Beim Singen muss man auf enorm viele Dinge gleichzeitig achten:

  • laut oder leise?
  • schnell oder langsam?
  • Rhythmus
  • sprachlich präzisen Ausdruck
  • uvm.

Dadurch bist Du hochkonzentriert und wendest Dich von den Alltagsgedanken und -grübeleien ab.

5. Singen ist Meditation

Wie bei der Vorbereitung auf die Meditation lenkt man die Aufmerksamkeit beim Singen auf den Atem, denn er ist das Hauptwerkzeug. Die Hingabe an den Moment und die Abkehr von jeglicher Selbstbezogenheit bringt Dich in einen meditativen Zustand – wahnsinnig entspannend.

6. Singen löst Ängste

Studien haben gezeigt, dass Menschen schwerere Gewichte tragen können, während sie singen. Genauso lassen sich belastende Situationen durch Gesang leichter ertragen.

Oder was glaubst Du, warum Bergmänner während der harten Schürfarbeit oder Arbeiter auf dem Feld immer gesungen haben?

7. Singen hält gesund

Wer regelmäßig singt, reinigt die Atemorgane und leidet seltener an Erkältungskrankheiten. Außerdem werden durch das stete Heben und Senken des Zwerchfells die inneren Organe massiert, was wiederum die Darmtätigkeit anregt.

Es gibt noch viele weitere Gesundheits-Benefits, die das Singen bringt, aber es würde jetzt zu lange dauern, auf alle einzeln einzugehen.

8. Singen ist gut fürs Gehirn

Es wurde gezeigt, dass die Beschäftigung mit Musik das Gehirn sichtbar verändert. Menschen, die singen (oder anderweitig musizieren), trainieren ihr Rhythmusgefühl und ihren kreativen, individuellen Ausdruck. Sie können besser zuhören und sich länger konzentrieren. Die beiden Gehirnhälften werden beim Singen synchronisiert.

All das ist ein exzellentes Gehirnjogging, sodass Du Dich hoffentlich noch viele Jahre eines fitten Gehirns erfreuen kannst.

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9. Singen ist heilsam

Singen ist Klangerzeugung durch Schwingung. Hast Du vielleicht schon mal eine Klangschalenmassage bekommen? Dann kennst Du die erstaunliche Auswirkung, die die Vibration der Klangschalen auf den Körper hat.

Beim Singen spüren wir die Vibrationen unserer Stimme in unserem Körper. Das funktioniert deshalb besonders gut, weil der Körper aus so viel Wasser besteht.

Singen bringt Dich also auch in Verbindung mit Dir selbst.

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10. Singen verbindet

Singen ist Ausdruck von Freude und Liebe. Es liegt in der Natur des Menschen – egal in welchem Land der Erde oder in welcher Kultur.

Kann jeder singen?
Beim Singen begegnen sich ganz unterschiedliche Menschen. | Quelle: Unsplash

Oft singen wir in Gruppen, was uns anderen Menschen besonders nahe bringt. Aber selbst wenn Du alleine singst, hast Du vielleicht Proben mit Musikern (z.B. Begleitung auf dem Klavier) oder gibst dann Konzerte vor anderen Menschen, mit denen Du so wiederum in Verbindung trittst.

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Kann jeder Singen lernen?

Bei so gut wie allen Fähigkeiten, die man erlernen kann, stellt sich früher oder später die Frage: "Kann das  jeder lernen?". Genauso fragen sich sicherlich auch viele: "Kann jeder singen lernen?"

Und wie bei vielen anderen Aktivitäten auch, ist die Frage gar nicht so leicht zu beantworten. Manche sagen ganz klar Ja, andere deutlich Nein. Doch woher kommt diese Diskrepanz?

Die Grundvoraussetzungen

Schauen wir uns doch erst einmal an, was man als Grundvoraussetzungen braucht, um Singen lernen zu können.

Dein Instrument, also Dein Körper muss natürlich gesund sein. Das bedeutet, Du musst Deinen Stimmapparat – das sind Stimmbänder, Kehlkopf, Zwerchfell und Resonanzräume – normal einsetzen können.

Wenn das der Fall ist, gibt es keinen Grund, warum nicht jeder Mensch damit auch Töne produzieren können sollte und das folglich auch lernen können sollte.

Doch jetzt kommt das große Aber. Denn wie so oft ist alles eine Frage der Definition ...

Es kommt auf die Definition an

Nun, viel hängt davon ab, wie man Singen definiert: Auf Wikipedia z.B. wird Singen als der musikalische Gebrauch der Stimme definiert. Anders als beim Sprechen werden dabei bestimmte Tonhöhen im Rahmen eines bestimmten Tonsystems produziert.

Wenn man also davon ausgeht, dass Singen auch bedeutet, die richtigen Töne zu treffen und zu halten (und eine schöne Singstimme zu haben), dann kann tatsächlich nicht jede*r singen lernen. Manche Menschen schaffen es einfach nie, aufeinanderfolgende Töne zu treffen und zu halten, also das zu praktizieren, was man gemeinhin als "richtig singen" bezeichnet.

Dagegen könnte man jedoch folgendes Argument halten: Wenn ein Kleinkind zu singen beginnt, sind die Töne am Anfang ja meistens auch nicht richtig, es trällert halt einfach so vor sich hin. Trotzdem würde man dann ja sagen, das Kind singt, oder?

Im Alltag definieren wir singen also eher als "Töne produzieren", wenn es deutlich anders als Sprechen klingt (eben mit einer Art Melodie). Dabei haben wir meistens nicht den Anspruch, dass die singende Person auch wirklich alle Töne trifft und hält.

So gesehen könnte man schon eher sagen: Ja, grundsätzlich kann jeder singen lernen, die Frage ist einfach nur, wie gut?

Vielleicht sollte man die Frage also eher umformulieren: "Kann jede*r gut singen lernen?"

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Welche Rolle spielt Talent beim Singen Lernen?

Das mit dem Talent ist immer so eine Sache ... Sicher ist Dir schon in der Schule aufgefallen, dass Dir manche Fächer besonders leicht fallen, während sich andere damit schwertun, und umgekehrt.

So ist es auch beim Singen. Manche haben einfach eine gewisse Musikalität in sich und hören intuitiv raus, ob jemand anderes (oder sie selbst) gerade falsch oder richtig singt. Dafür muss man kein absolutes Gehör haben, diese Fähigkeit besitzen viele.

Ist Dir z.B. auf einem Live-Konzert schonmal aufgefallen, dass die Töne viel schiefer klingen als auf dem Track auf Deinem Handy? Das liegt daran, dass selbst viele berühmte Sänger*innen gar nicht mal so gut singen können – das meiste wird auf dem Computer "richtig" gemacht.

Wie kann ich richtig singen?
Es ist gar nicht so leicht, live richtig zu singen? | Quelle: Unsplash

Das kann sehr enttäuschend sein, vor allem, wenn es sich um die Lieblingsband handelt. Aber sieh es mal positiv: Das bedeutet, dass Du raushören kannst, ob jemand richtig oder falsch singt – und diese Fähigkeit wird Dir auch beim selber Singen Lernen zugute kommen!

Abgesehen von einem Mindesttalent musst du natürlich auch singen bzw. singen lernen wollen. Wenn Du diesen Artikel liest, sollte das gegeben sein, aber es gibt durchaus Musiker*innen (die also Talent, Musikalität und das richtige Gehör haben), die aber einfach nicht singen wollen.

Es ist also wichtig, auch wirklich Lust aufs Singen zu haben, denn nur so ist man auch bereit, Zeit und Geld zu investieren, entsprechend viel zu üben usw. Sonst wird auch der beste Gesangscoach nichts erreichen!

Übrigens: Es ist auch das Talent, das darüber entscheidet, wie viel Aufwand ein*e Sänger*in betreiben muss, um richtig gut zu werden. Mit viel Talent schaffst Du schneller Fortschritte, für die andere Sänger mit weniger Talent viel mehr üben und trainieren müssen – wie beim Sport auch.

Das ist nicht fair, aber so ist nun mal das Leben!

Und solltest Du etwas weniger Talent besitzen, sieh es positiv: Sich richtig in eine Sache reinhängen zu können, um Schritt für Schritt zum Erfolg zu kommen, ist auch eine tolle Fähigkeit, die Dir sicher auch in anderen Bereichen zugute kommen wird.

Außerdem schmecken die Früchte des Erfolgs umso süßer, wenn man hart dafür gearbeitet hat ...

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Tipps für Deinen Start ins Abenteuer Singen lernen

Körperliche und Mentale Vorbereitung zum Singen

Wenn wir unsere Lieblingsmusik hören, haben wir in der Regel Lust, sofort die Lautstärke höher zu drehen und mitzusingen. Allerdings müssen wir zum Singen auch die richtige Haltung einnehmen – wie beim Sport auch.

Erst dann kann man seine Stimme optimal entfalten.

Wie kann ich singen lernen?
Beim Singen muss die Haltung stimmen, damit sich der Brustkorb weiten kann. | Quelle: Pixabay

Die Grundregel lautet, sich gerade zu halten: Sowohl im Stehen als auch im Sitzen müssen die Beine parallel stehen, die Fußbreite entspricht der Schulterbreite, die Füße sollten dabei flach auf dem Boden stehen.

Ein gerader Rücken hilft Anfängern, den Brustkorb zu öffnen und die Lunge mit Sauerstoff zu füllen. Mit einer geraden Haltung kann man die Töne besser treffen und die Artikulation verbessern.

Eine weitere Grundregel lautet: die richtige Atemtechnik anwenden. Da die Stimme mit einem Blasinstrument vergleichbar ist, macht die Atmung beim Singen 80% aus.

Langsame und tiefe Atemübungen – langsames Einatmen und langsames Ausatmen – trainieren die Bauchmuskeln, die helfen, das Volumen zu steigern.

Sich selbst hören lernen

Jeder, der gerne ein guter Sänger oder eine gute Sängerin wäre, würde gerne seinen ganz persönlichen Gesangsstil entwickeln.

Doch dazu braucht es erstmal einige Basics.

Zunächst muss man sich selbst hören lernen, d.h. man muss sein musikalisches Gehör schulen. Das geht natürlich zum einen, indem man viel Musik hört – am besten auch die Richtung, in der man selbst gerne singen möchte:

  • Klassischer Gesang
  • Jazz-Gesang
  • Pop-Gesang
  • Rock-Gesang
  • uvm.

Hör Dir am besten auch Live-Aufnahmen Deiner Lieblingskünstler an und achte auf die Unterschiede im Vergleich zur Studioaufnahme. Wie setzen sie ihre Stimme spontan ein? Treffen sie alle Töne? Hört man eine bestimmte Atemtechnik raus? Wie lange können sie die Töne halten?

In einem nächsten Schritt kannst Du versuchen, selbst ein paar Zeilen zu singen. Nimm Dich dabei auf und hör Dir die Aufnahme im Anschluss immer wieder an. Mach Dir Notizen, an welchen Stellen Du nicht zufrieden bist, wo Du zu hoch/zu tief singst usw.

So kannst Du Dich kontinuierlich verbessern.

Wenn Du zusätzlich Unterricht bei einer Gesangslehrerin nimmst, kann diese Dir natürlich auch wertvolles Feedback dazu geben.

Die eigene Stimme beherrschen

Zunächst einmal sollten wir uns anschauen, wie die Stimme eigentlich funktioniert.

Fünf Faktoren sind für eine schöne Gesangsstimme grundlegend:

  • Die Atmung: Obwohl wir natürlich alle automatisch atmen, ist die Atemtechnik, die man beim Singen anwenden sollte, ganz anders. Beim Singen kontrolliert das Zwerchfell die Atmung, der Brustkorb wird geweitet, der Sänger/die Sängerin muss in der Lage sein, seinen/ihren Körper vollkommen zu entspannen (alle Verspannungen müssen gelöst werden). Nur so kann die Luft beim Ein- und Ausatmen richtig zirkulieren.
  • Die Artikulation: Hierzu wird eine sehr gute Aussprache sowie wie eine perfekte Artikulation benötigt (Vokale und Konsonanten).
  • Der Takt: Man muss wissen, wann eine Note beginnt und endet, d. h. wie lange sie gehalten werden muss und wie viele Noten in einem Takt sind.
  • Die Tonhöhe: Man muss die Tonhöhe und die Notenart beherrschen. Beim Singen eines Liedes müssen wir mit der Stimme die richtigen Noten erzeugen können und von einer Note zur nächsten wechseln können.
  • Die Stimme: jede Stimme ist einzigartig und unterscheidet sich von allen anderen. Körper, Geschlecht, Atemwege, Form der Stimmbänder, Alter und zahlreiche andere Faktoren sind für den Klang unserer Stimme verantwortlich. Sie bestimmen auch die Stimmlage, in der wir singen, sowie unseren Stimmumfang.
Welche Faktoren spielen beim Singen eine wichtige Rolle? | Quelle: Pixabay

Wenn man seinen Körper gut kennt, kann man falsche Töne leichter korrigieren (jetzt, wo wir uns selbst hören können)!

Versuche am besten nicht, alles auf einmal üben zu wollen. Widme Dich den verschiedenen Bereichen nacheinander oder abwechselnd, um gezielt an Deinen Gesangsfähigkeiten zu arbeiten.

Es ist also an der Zeit, richtig loszulegen! Stellt sich die Frage: "Auf Welche Art und Weise kann ich Singen lernen?"

Selbst Singen lernen

Du willst selbst Singen lernen? Da bist Du nicht der/die einzige!

Es gibt tatsächlich auch mehrere Gründe, warum Leute auf den klassischen Gesangsunterricht verzichten und lieber alleine Singen lernen wollen ...

  1. Privater Gesangsunterricht ist Dir zu teuer, du willst kostenlos singen lernen.
  2. Du vertraust Gesangslehrern nicht und willst es lieber alleine schaffen.
  3. Du hast keine Zeit und willst nicht an einen Ort gebunden sein.

Das sind alles gute und nachvollziehbare Gründe. Wenn das bei Dir der Fall ist, lies jetzt weiter, denn wir zeigen Dir auf, wie Du auch ohne die klassische Betreuung durch einen Gesangs-Coach vor Ort Singen lernen kannst.

In einem Chor singen lernen

Für den Anfang kann es eine gute Möglichkeit sein, einem Chor beizutreten. Dort findest Du nicht nur Gleichgesinnte, sondern bekommst auch alle möglichen Übungen zu Gesangstechniken und Atemtechniken an die Hand.

Wenn Du diese erst einmal beherrscht, kannst Du sie auch allein daheim anwenden und Dich so selbst weiterentwickeln und verbessern.

Wer weiß, vielleicht wirst Du ja so gut, dass Du im Chor auch mal Soloparts übernehmen darfst!

Mit einem Online-Kurs Singen lernen

Heutzutage gibt es im Internet viele verschiedene Kursangebote in allen möglichen Bereichen – natürlich auch fürs Singen!

Du kannst verschiedene Module oder einen Komplettkurs Singen buchen und so Schritt für Schritt durch verschiedene Techniken und Gesangsübungen geführt werden.

Einige dieser Kurse sind gut strukturiert, aber es gibt bei all diesen Modellen ein Problem: Du hast keine individuelle Betreuung, bekommst also auch kein Feedback.

Dieses ist aber gerade für Anfänger*innen besonders wichtig, denn sonst kann man sich schnell eine falsche Technik aneignen und seinen Stimmbändern langfristig vielleicht sogar schaden.

Wir empfehlen deshalb, einen Basic-Online-Kurs zu machen, wenn Du Dir nicht von Anfang an professionellen Gesangsunterricht leisten kannst, dann aber zumindest ein paar Stunden mit einer professionellen Gesangs-Coach zu buchen, um Dir wertvolles Feedback abzuholen und herauszufinden, ob Du auf dem richtigen Weg bist.

Im reinen Selbststudium Singen lernen

Das Gleiche gilt, wenn Du ganz alleine Singen lernen willst.

Du kannst mit Büchern, Gesangheften, Online-Tutorials & -Videos und allen möglichen Quellen, die Dir einfallen, alleine Singen lernen.

Besonders hilfreich sind Begleit-CDs oder -Videos, sodass Du schnell hörst, ob Du die Töne triffst oder nicht. Probier es einfach mal aus!

Aber auch dann würden wir Dir empfehlen, rechtzeitig professionelle Hilfe dazu zu holen, damit Du Dir keine falschen Techniken angewöhnst und in falsche Muster verfällst, die Du dann nicht mehr loswirst.

Muss ich Gesangsunterricht nehmen?
Aretha Franklin hat sich das Singen selbst beigebracht. | Quelle: Visualhunt

Übrigens, unter anderem diese berühmten Sänger*innen haben sich das Singen auch selbst beigebracht:

  • Luciano Pavarotti
  • Prince
  • Aretha Franklin
  • Eminem

Mit einem Gesangs-Coach Singen lernen

Wenn Du nun also einige Basics drauf hast und Feedback dazu erhalten möchtest, oder wenn Du von Anfang die Hilfe eines Profis beanspruchen willst, gibt es natürlich die Möglichkeit, mit einem professionellen Gesangslehrer singen zu lernen.

Das ist in jedem Fall sinnvoll, denn nur so bekommst Du nicht nur hilfreiche Tipps & Tricks zu Techniken und Übungen, sondern auch wertvolles Feedback, ob Du diese richtig umsetzt und woran Du noch weiter arbeiten musst.

Gesangsunterricht mit einer Gesangslehrerin vor Ort

Die klassische Variante ist natürlich die, dass Du Dir Gesangsunterricht in Deiner Stadt suchst (z.B. Gesangsunterricht Frankfurt oder Gesangsunterricht Hannover).

Auf Superprof z.B. findest Du eine große Auswahl an Lehrer*innen und Coaches. Vergleiche am besten gleich mal die Profile nach Gesangart, Ausbildung, Erfahrung, Spezialisierung, Unterricht für Anfänger oder Fortgeschrittene usw.

So findest Du die perfekte Lehrkraft für Deine individuellen Bedürfnisse!

Online-Gesang-Coaching

Bei Dir in der Nähe ist nicht der passende Gesangs-Coach dabei? Oder Du bist auf der Suche nach dieser einen speziellen Person, die 110% zu Dir passt, aber leider am anderen Ende von Deutschland wohnt?

Dann ist ein Online-Kurs auch eine gute Möglichkeit! Heutzutage gibt es hochwertige Mikros, die man an den PC anschließen kann, und auch die Internetgeschwindigkeit ist in den meisten Orten gut genug, dass man ohne Weiteres Videotelefonate führen kann.

So kannst Du aus allen verfügbaren Lehrer*innen deutschlandweit wählen. Die Lehrkraft kann Deine Haltung und Bewegung Deines Stimmapparats über die Webcam beobachten und über den Ton zuhören, ob Du auch wirklich den richtigen Ton triffst :)

Je nachdem wie die Verzögerung ist, kann sie vielleicht auch verschiedene Töne auf dem Klavier anschlagen. Doch wenn nicht, habt ihr sicher auch so Möglichkeiten, gemeinsam an Deiner Singstimme zu arbeiten.

Auf Superprof findest Du ebenfalls zahlreiche Lehrkräfte, die Online-Unterricht oder einen Online-Kurs im Singen anbieten. Klick Dich einfach mal durch!

Übungen zum Singen Lernen

Oft muss man schrittweise vorgehen, um sein Ziel zu erreichen. Das Gleiche gilt für das Singen Lernen!

Kann ich singen? Test!
Nimm Dich selbst auf, um Deine Fortschritte zu überprüfen. | Quelle: Unsplash

Wenn Du die Basics schon drauf hast (also nicht mehr ganz blutige Anfänger bist), kannst Du folgende Übungen machen, um zwischen Deinen Lerneinheiten oder Gesangstunden Deine Stimme fit zu halten.

Eins ist klar: Man sollte die Stimme immer aufwärmen, bevor es losgeht. Das gilt natürlich vor allem vor einem Auftritt, zum Beispiel einem Konzert. Jeder Musiker macht dies, der Pianist spielt sich warm, der Trompeter macht Atemübungen ...

Hierzu musst Du Stimmübungen (Vocals) machen, erst in einer mittleren Tonlage, dann in einer tiefen und zum Schluss in einer hohen Tonlage.

Sobald Du wieder zur mittleren zurückgekehrt bist, wiederhohle die Übungen zwei oder drei Mal, bis Deine Stimme aufgewärmt ist.

Danach kannst Du mit dem Singen beginnen, fange leise an und steigere die Lautstärke allmählich (crescendo), danach werde wieder leiser (descrescendo). Ziel ist es, Deine Tessitur zu verbessern.

Jetzt wird es etwas schwieriger: Singe die Noten der C-Dur-Tonleiter, in Halbtonschritten, und komme wieder zum Ausgangston zurück.

Alle Noten müssen gesungen werden – einschließlich der Dur- und Mollhalbtöne – das verbessert die Beweglichkeit der Stimme.

Singe dann 20 bis 30 Minuten am Tag Tonleitern, um Deine Stimmbänder zu stärken und Deine optimale Tonlage zu finden (Tenor, Bariton, Alt, Sopran).

Falls Du Klavier oder Gitarre spielen kannst, kannst Du Dich mit einem Musikinstrument begleiten. Das hilft Dir, den richtigen Ton zu finden und zu treffen.

*

Bist Du bereit? Dann leg jetzt los und lerne richtig Singen!

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Anna

Man lernt nie aus ...