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So unterscheiden sich Kurse für Kinder von Kursen für Erwachsene

Von Nelly, veröffentlicht am 09/03/2019 Blog > Privatunterricht > Nachhilfe geben > Kurse anbieten für Kinder- und Erwachsene: Darauf solltest Du unbedingt achten!

„Es ist die wichtigste Kunst des Lehrers, die Freude am Schaffen und am Erkennen zu erwecken.“ – Albert Einstein

Von Kindern sind Lernschwierigkeiten, z.B. bedingt durch ein schwaches Selbstwertgefühl, eine Lernphobie, oder auch Legasthenie bekannt. Was allerdings seltener thematisiert wird, ist dass sich diese Probleme auch auf den Lernprozess erwachsener Menschen übertragen lässt. Heute sieht man Bildung keinesfalls mehr als einen Prozess, der mit dem Beenden der Schule abgeschlossen ist – im Gegenteil. Das Angebot für Erwachsenenbildung ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gewachsen.

So möchten sich immer mehr Erwachsene in einem speziellen Gebiet (beispielsweise ihrem Arbeitsgedächtnis) verbessern und sich so auch im fortgeschrittenen Alter weiterbilden.

Im Jahr 2018 gaben über 37% der Deutschen an, Interesse an beruflicher Weiterbildung zu haben. Diese Zahlen belegen, dass auch außerhalb der Schule weiteres Interesse an Bildung besteht. Darüber hinaus scheint sich auch das Konzept „Unterricht“ bewährt zu haben – mit einem enthusiastischen, qualifizierten Lehrer macht Lernen gleich mehr Spaß!

Aber wo liegen die Unterschiede zwischen Kursen für Kinder und Erwachsenenkursen? Organisieren Lehrer ihre Kurse auf unterschiedliche Weise?

Unterricht für Kinder und Erwachsene – was bringt das überhaupt?

Ganz unabhängig vom Alter kann es im Lernprozess die verschiedensten Herausforderungen geben. Hier lassen sich beispielweise Verhaltensstörungen oder Unter- und Überforderung nennen. Hier kann Privatunterricht oder Unterricht in Gruppen Abhilfe leisten.

Grundsätzlich besteht das Hauptinteresse von Unterricht darin, das eigene Wissen auf einem spezifischen Gebiet zu verbessern oder die Grundlagen darin zu schaffen – sei es im Sport, in der Mathematik oder in der Meditation. Um in diesem Rahmen erfolgreich zu lernen, sollte man dem Kurs, dem Lehrer und den eigenen Fehlern gegenüber eine offene Haltung haben.

Auch in Unternehmen wird großer Wert auf die Weiterbildung der Mitarbeiter gelegt. Ob für Kinder oder Erwachsene – wer unterrichtet gibt seine Erfahrung und sein Wissen weiter. | Quelle: pixabay

Im Gegensatz zu klassischem Schulunterricht kann in Einzel- oder Gruppenkursen (für Erwachsene und für Kinder) besser auf die einzelnen Schüler eingegangen werden. In der Schule wird oft ein eng getakteter Lehrplan verfolgt, der keine Zeit für individuelle Entfaltung zulässt. So kann diese alternative Art von Unterricht häufig ein wenig „humaner“ und rücksichtsvoller erscheinen.

Es gibt natürlich einige Unterschiede zwischen Erwachsenenkursen und Kinderkursen. Vom Lehrer wird vorausgesetzt, dass er diese berücksichtigt. Tatsächlich verfügen Erwachsene nicht über die gleichen intellektuellen Fähigkeiten wie Kinder. Daher unterscheiden sich die beiden Gruppen hinsichtlich der Leichtigkeit, mit der sie neue Konzepte begreifen oder Begriffe erlernen. Natürlich spielen hier auch individuelle Fähigkeiten und Voraussetzungen (Hochbegabung, Dyslexie oder Dyspraxie) mit in die Gleichung.

Hinzu kommt, dass man Kindern mehr Neugierde zuschreibt als Erwachsenen. Dies äußert sich beispielsweise dadurch, dass Kinder mehr Fragen stellen und im Allgemeinen neue Themen nicht direkt in einen Kontext einordnen können wie es Erwachsene aufgrund ihrer Lebenserfahrung tun. Dieses Hintergrundwissen sollten Lehrer mitbringen und mittels pädagogischen Geschicks ihren Unterricht entsprechend der Zielgruppe anpassen.

Zusammengefasst geht es bei Unterricht also darum, Wissen oder Kenntnisse anzueignen bzw. zu vertiefen, um (auf verschiedene Weisen) erfolgreich im Leben zu sein. Neben dem Inhalt des Kurses wünschen sich viele Schüler auch, ihr Selbstvertrauen zu steigern und selbstbewusster aufzutreten. Auch diese Bedürfnisse sollten Lehrer berücksichtigen.

Wie kann ich Kurse für Kinder geben?

Ein Kurs für Kinder ist in erster Linie eine Welt, in sie ungestört entdecken und experimentieren können. Noten sind in diesem Rahmen ein Faktor, der einen starken Einfluss auf das Selbstbewusstsein der Schüler hat. Bei Erwachsenen hingegen ist Unterricht weniger emotional konnotiert, hier wird eine persönliche Zuwendung und Aufmerksamkeit kein so hoher Stellenwert zugeschrieben. Wie Ihr seht, ist bei Unterricht mit Kindern ein pädagogisches Geschick gefragt!

Die Basis für einen erfolgreichen Unterricht ist es, sein Fach gut zu beherrschen. Dies erfordert auch eine ausführliche Vorbereitung und Ausarbeitung eines Lehrplans. Denn nur so können Kinder optimal im Lernprozess begleitet und unterstützt werden. Wir alle wissen aus Erfahrung: Von motivierten und leidenschaftlichen Lehrern lernt man einfach besser.

Die richtige Unterrichtsmethode zu entwickeln ist also ein Schlüssel zu einem spannenden Kurs für Kinder und Jugendliche. Für die Eltern hinter den Kindern ist der Nutzen des Unterrichts nicht direkt abzuwägen – grundsätzlich ist es aber ein gutes Zeichen, wenn Kinder nach dem Kurs glücklich nach Hause kommen und erzählen, was sie alles gelernt haben. Das bestätigt die Sinnhaftigkeit des Kurses und auch, dass eine zielgruppengerechte Unterrichtsmethode gewählt wurde.

Kinder möchten gerne alles verstehen und stellen daher viele Fragen! Kinder sind im Unterricht sehr wissbegierig, weshalb sie viele Fragen an ihren Lehrer haben. | Quelle: pixabay

Der Beruf des Lehrers ist sehr vielfältig und komplex und setzt eine gewisse Anpassungsfähigkeit voraus…. und in manchen Situationen brauchen Lehrer wahre Superhelden-Kräfte! Ob es sich nun um ein Kind oder einen Erwachsenen handelt, es gilt, ein gesundes Gleichgewicht zwischen den Hoffnungen und Fähigkeiten seiner Schüler zu finden. Denn sowohl hochbegabte Kinder als auch Erwachsene mit mangelndem Selbstvertrauen oder Jugendliche mit Lernproblemen – jeder hat einen tollen Unterricht verdient.

In diesen besonderen Fällen ist das Besuchen einer pädagogischen Schulung empfehlenswert. Doch auch mit der praktischen Erfahrung lernt man schnell damit umzugehen. Grundsätzlich steht fest, dass Kinder mehr Fragen stellen, als Erwachsene. Dies ist bei allen Kindern der Fall – unabhängig davon, ob sie hypersensibel, depressiv oder dyspraktisch sind. Wichtig ist, dass Kinder sich verstanden fühlen und ihre Fragen geschätzt werden.

Wie läuft der Unterricht mit Erwachsenen ab?

Es gibt viele Erwachsene, die auch nach der Schule oder Universität weitere Kurse besuchen möchten. Dafür gibt es die verschiedensten Beweggründe:

  • Ein neues Fachgebiet kennenlernen oder vertiefen
  • Als Einstieg in einen neuen Job
  • Als Freizeitgestaltung
  • Als intellektuelle Herausforderung
  • Neue Freunde finden
  • etc.

Auch Erwachsene haben also breit gefächerte Gründe, an Kursen teilzunehmen und sich auf diese Art weiterzubilden. Ein guter Lehrer sollte diese Gründe kennen und verstehen, um anschließend seinen Unterricht an die Bedürfnisse, Motivationen und Wünsche seiner Schüler anzupassen. Hierfür sollte er das nötige (pädagogische) Werkzeug mitbringen. Wichtig ist auch, dass Lehrer sich, auch wenn sie im gleichen Alter wie ihre Schüler sind, nicht auf eine allzu freundschaftliche Stufe mit ihnen stellen. So bewahren sie die für Kursleiter nötige Autorität.

Passt Eure Pädagogik an Eure Zielgruppe an! Kinder und Erwachsene haben unterschiedliche Erwartungen an ihren Unterricht. | Quelle: pixabay

Die Frage nach der Beziehung zwischen einem Lehrer für Erwachsene und seinen Schülern ist in der Tat eine der Herausforderungen dieser Unterrichtsform. Denn es kann durchaus auch vorkommen, dass Kursteilnehmer älter sind als der Lehrer. Hier sollte man sich ins Gedächtnis rufen, dass der Kursleiter (zumindest in diesem Gebiet) über mehr Wissen und Erfahrung verfügt, was ihm – völlig unabhängig vom Alter – automatisch die Leader-Position verschafft.

Schließlich geht es bei dieser Art von Kursen darum, Wissen, eine bestimmte Methodik oder Techniken an jemanden weiterzugeben, der diese nicht beherrscht. Im Zentrum steht also der Wissenstransfer – das Alter, die berufliche Position oder andere Faktoren sollten in diesem Rahmen keine Rolle spielen. 

Erwachsenenbildung vs. Unterricht für Kinder: die Basis ist dieselbe

Auch wenn es zwei verschiedene Formen des Unterrichts gibt, und es Kurse für Erwachsenen und Kurse für Kinder gibt, so ist der Kern des Inhalts dennoch derselbe, auch wenn die pädagogische Form differiert. Geht es im Kurs beispielsweise um Goethe, so teilen die beiden Unterrichtsformen das eigentliche Thema, die Daten und Werke – dies ändert sich nicht hinsichtlich der Zielgruppe.

Alles dreht sich also um das „wie“ des Wissenstransfers. Das „was“ ist in beiden Fällen identisch.

Anpassen an die Zielgruppe ist das A und O der Pädagogik. Passt Euren Lehrstil an Euer Publikum an! | Quelle: pixabay

Wer also den Inhalt seines Kurses gut kennt, der sollte sich über pädagogische Methoden Gedanken machen und den Kurs speziell für Kinder bzw. speziell für Erwachsene ansprechend gestalten. Dieser Schritt ist nicht zu unterschätzen, da die Herangehensweise über den Erfolg des Kurses bestimmen kann.

All diese Überlegungen machen deutlich, dass es beim Unterrichten nicht nur darum geht, „den Inhalt wiederzugeben und nach Hause zu gehen“. Im Gegenteil, es geht darum, eine Reaktion seitens der Schüler hervorzurufen, Widersprüche zu thematisieren und vorgefertigte Ideen und Meinungen zu debattieren.

Ihr sehr selbst, wie vielfältig, anregend und interessant dieser Beruf sein kann!

Zusammenfassend sollte das Alter der Schüler durchaus bedacht werden und eine entsprechende pädagogische Herangehensweise entwickelt werden. Ein guter Lehrer kann diese Faktoren berücksichtigen und seine Schüler – ganz gleich ob alt oder jung – mit seiner Leidenschaft für das Thema anstecken.

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