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Nützliche Ratschläge, um ein guter Yogalehrer zu werden

Von Melanie, veröffentlicht am 13/06/2018 Blog > Sport > Yoga > Tipps & Tricks für angehende Yogalehrer

Yoga ist Deine Leidenschaft.

Du bist jetzt schon einige Jahre dabei und kannst Dir Dein Leben ohne die wohltuende Wirkung der Yoga Praktik nicht mehr vorstellen.

Nach einer Yogastunde hat Dich Dein Yogameister gefragt, ob Du Interesse hast, selbst Yogalehrer zu werden…

Die Vorstellung hat Dir so gut gefallen, dass Du sofort eine Ausbildung als Yogalehrer begonnen hast!

Jetzt, wo Du Deine Ausbildung abgeschlossen hast, ist es an der Zeit, Deine neue Karriere zu starten, ein Yogastudio zu eröffnen, Schüler zu finden und gute Kurse anzubieten.

Nur keine Panik: Wir liefern Dir alle notwendigen Informationen, die Dich bei Deinem Vorhaben unterstützen, ein hervorragender Yogalehrer zu werden, der Geist und Körper seiner Schüler in Einklang bringt.

Wie ist ein Yogakurs aufgebaut?

Zuerst einmal musst Du Dich informieren, welche Rechtsform für Dich geeignet ist.

Ziehst Du es vor als fest angestellter Yogalehrer zu unterrichten, um von den damit zusammenhängenden Vorteilen (Rente, bezahlter Urlaub, festes Einkommen) profitieren zu können oder möchtest Du lieber auf selbstständiger Basis arbeiten?

Im ersten Fall musst Du Stellenanzeigen durchsuchen oder Dich direkt bei den Yogastudios in der Nähe Deines Wohnortes bewerben.

Hinweis: Die Mehrheit der Yogalehrer(innen) unterrichtet auf selbständiger Basis, zunächst Halbzeit und später, sobald ihre Kurse immer mehr Zulauf finden, Vollzeit.

Bei den Festanstellungen handelt sich oft um recht unsichere Jobs.

In der Regel sind es befristete Stellen, die zudem schlecht bezahlt werden.

Aus diesem Grund entschließt sich die Mehrheit der Yogalehrer(innen), auf selbstständiger Basis zu arbeiten, zum Beispiel als Einzelunternehmer.

Unabhängig davon, welchen Yogastil Du unterrichtest, ist eine Yogastunde in der Regel wie folgt aufgebaut:

  • Eine Anfangsphase, in der Du Deinen Alltag hinter Dir lassen sollst (durch Entspannungs- und Atemübungen),
  • eine Auwärmphase,
  • eine Abfolge von Yogastellungen mit der dazu gehörigen Atmung,
  • eine Meditationsphase.

Selbstverständlich können diese Phasen je nach Yogastil etwas variieren.

Je nach Yogastil variieren die Übungen. | Quelle: Visualhunt

Eine Hatha Yogastunde läuft nicht genauso ab wie eine Stunde Karma Yoga, Raja Yoga oder Ashtanga Yoga.

Die sich wiederum stark von Yoga Nidra oder Bikram Yoga unterscheiden…

Außerdem musst Du während der Stunde das Niveau Deiner Schüler berücksichtigen.

Es gibt Schüler, die schon lange Yoga praktizieren und andere, die eher nach Yoga für Anfänger Kursen suchen.

Es wird Deine Aufgabe sein, sie zu begleiten, damit eine homogene Gruppe entsteht, die zusammen Fortschritte macht.

Einerseits darfst Du die Schüler, die schon länger Yoga praktizieren nicht außen vor lassen.

Andererseits musst Du dafür sorgen, dass die Neulinge die Lust nicht verlieren.

Wie gestalte ich eine Yogastunde?

Wir haben bereits den groben Aufbau einer Yogastunde erklärt.

Jetzt schauen wir uns jede Phase der Yogastunde etwas genauer an.

In Deutschland werden folgende Yoga Arten am häufigsten praktiziert:

  • Hatha Yoga,
  • Bikram Yoga,
  • Ashtanga Yoga,
  • Vinyasa Yoga,
  • Kundalini Yoga.

Bist Du als festangestellte(r) Yogalehrer(in) tätig, sind es mit großer Wahrscheinlichkeit die oben genannten Yogastile, die Du unterrichten wirst.

Als Freiberufler kannst Du natürlich Stunden mit weniger populären Yogastilen anbieten (Perinatalyoga, Hot Yoga, Iyevngar Yoga, zum Beispiel).

Erfahrene Yogalehrer raten, die Yogastunde auf jeden Fall mit einer Entspannungsphase zu beginnen, in der jeder Schüler Gelegenheit hat, zu relaxen.

Jede Yogastunde sollte mit einer kurzen Entspannungsphase beginnen! | Quelle: Pixabay

Dieser wertvolle Moment soll dazu dienen, die Alltagssorgen zu vergessen und sich voll und ganz auf den gegenwärtigen Moment konzentrieren zu können.

Es handelt sich um eine Vorbereitungsphase, die auf keinen Fall weggelassen werden sollte, damit die Schüler im Anschluss ihre innere Mitte finden können, die diese Disziplin proklamiert.

Fordere Deine Teilnehmer auf, sich für einen kurzen Moment überhaupt nicht zu bewegen und sich nur auf ihre Atmung zu konzentrieren.

Bei Bedarf kannst Du ruhige Musik im Hintergrund laufen lassen.

Anschließend werden Atemübungen durchgeführt. Sie werden im Yoga Pranayama genannt.

Ziel ist es, tief und in einem langsamen Rhythmus ein- und auszuatmen, damit

  • die im Laufe des Tages angehäufte Anspannung abfallen kann
  • und der Körper für die folgenden Yogastellungen vorbereitet ist.

Sobald die Gruppe bereit ist, kannst Du mit der Aufwärmphase beginnen.

Das ist eine Etappe, die Du bei der Planung Deiner Yoga Kurse auf keinen Fall vernachlässigen darfst, denn durch sie wird Verletzungen vorgebeugt.

Danach folgt der Hauptteil der Yogastunde: die Yogapositionen (Asanas).

Je nach Yogastil variieren die Abfolgen.

  • Beim Hatha Yoga sollten die einzelnen Stellungen 3 Minuten gehalten werden.
  • Beim Bikram Yoga werden 26 Stellungen in einem auf 40° C aufgeheizten Raum nacheinander durchgeführt.
  • Beim Ashtanga Yoga werden 6 Serien von identischen Stellungen durchgeführt.
  • Beim Vinyasa Yoga (das vom Ashtanga Yoga abstammt) kann dieser Teil frei gestaltet werden, Du kannst Deiner Kreativität freien Lauf lassen.
  • Kundalini Yoga ist eine ruhigere Yogaform, in der Gesänge und das Rezitieren von Mantras im Vordergrund steht.

Helfe den Schülern, denen die Stellungen noch schwerfallen und versichere ihnen, dass sie körperlich in der Lage sind, es zu schaffen.

Ziel ist es, dass sie so weit wie möglich an ihre Grenzen gehen, um sich Schritt für Schritt zu verbessern.

Die Atmung spielt beim Yoga eine entscheidende Rolle. Atemübungen heißen Pranayama. | Quelle: Pixabay

Du kannst die Stunde mit einer Meditationsphase ausklingen lassen und hierfür eine passende Stellung wählen.

Ganz zum Schluss der Stunde solltest Du nicht vergessen, die Schüler zu fragen, wie sie die Stunde erlebt haben.

Das gibt Dir die Gelegenheit, Verbesserungsvorschläge zu erhalten.

Wie bereite ich eine Yogastunde vor?

Du selbst hattest eigene Beweggründe, die Dich zum Yoga geführt haben.

  • War es, um besser mit Stress umgehen zu können?
  • Um entspannen und den Alltag hinter Dir lassen zu können und gleichzeitig gelenkiger zu werden?
  • Oder als Therapie für körperliche und seelische Beschwerden?

Wenn Du Deine eigene Vision von Yoga hinterfragst und identifizieren kannst, warum Yoga Dein Leben verändert hat, kannst Du Menschen, die sich in derselben Situation befinden, weiterhelfen.

Du hast verstanden, worauf wir hinaus wollen…. oder?

Unser Alltag lässt uns wenig Zeit zum Durchatmen.

Wir sind rund um die Uhr beschäftigt, bis hin zur Erschöpfung (das berühmte Burnout).

Aus diesem Grund brauchen manche Menschen einen Rückzugsort. Daher melden sie sich bei Dir.

Dein Ziel ist es demnach, sie auf der Suche nach ihrer inneren Mitte zu begleiten und ihnen einen gut vorbereiteten Yogakurs zu bieten!

Nimm Dir die Zeit, Deine Schüler richtig kennenzulernen.

Versetze Dich in ihre Lage und gib ihnen das notwendige Werkzeug, mit dem sie ihre Ziele erreichen können.

Zu diesem Zweck musst Du auch die richtige Location finden, in der ruhige und angenehme Yogastunden abgehalten werden können.

Im Winter kann das ein Raum sein, der genügend Platz bietet und ideale Konditionen, um entspannen zu können.

Um von den angenehmen Temperaturen zu profitieren, können die Yogastunden im Sommer in einem Park oder am Strand stattfinden.

Yoga im Freien schafft eine besondere Atmosphäre! | Quelle: Pixabay

Neben den Räumlichkeiten ist auch die richtige Ausstattung entscheidend.

Das gilt sowohl für das Yoga Zubehör (Yogamatte, Handtuch, Zafu und eine Sporttasche) als auch für die Yoga Kleidung.

Diese muss bequem sein und sollte nicht zu eng sitzen, damit der Körper bei den Bewegungen nicht eingeschränkt wird.

  • Yoginis können ein Tank-Top und eine Sportlegging wählen.
  • Und Yogis ein T-Shirt, das weder zu weit noch zu eng sitzt und eine kurze Hose.

Ein Haarband, rutschfeste Handschuhe oder Strümpfe sowie flache Schuhe können das Outfit vervollständigen.

Du solltest auch Deine eigne tägliche Yoga Praxis nicht vernachlässigen und nicht vergessen, Weiterbildungen zu besuchen.

Die Tarife einer Yogastunde: was Du wissen solltest

Für viele Yogalehrer ist das Festlegen der Tarife ihrer Yogastunden ein zu komplexes Thema, sie beschäftigen sich lieber mit der spirituellen Seite.

Trotzdem ist die Tarifgestaltung ein entscheidender Faktor für den Erfolg Deiner Yogastunden!

Kurse in den Großstädten Berlin, München, Hamburg usw. sind in der Regel teurer als auf dem Land oder in Kleinstädten!

Am Anfang seiner Karriere verdient ein festangestellter Yogalehrer nicht mehr als ungefähr 2000 € brutto im Monat.

Mit zunehmender Bekanntheit kann er sein Einkommen verbessern.

Yogalehrer(in) ist kein geschützter Beruf ist, daher gibt es keine Bezahlung nach festem Tarif.

Als Freiberufler kannst Du am Anfang ca. 30 € pro Stunde verlangen.

Wenn du an 6 Tagen jeweils 3 Stunden (3 x 60 oder 90 Min., plus eigene Praxis, plus Fahrwege, Vorbereitung) unterrichtest, kommst Du im Monat auf 2.160 Euro brutto, die du mit 19 % Mehrwertsteuer versteuern musst.

Dazu kommen Versicherungskosten (Du bist in der Regel versicherungspflichtig, sobald du über 450 Euro im Monat verdienst).

Wie sieht es mit den Gehaltsaussichten als Yogalehrer aus? | Quelle: Pixabay

Tipp: Mittlerweile gibt es auch die Möglichkeit, Kurse für Yoga Online per Webcam anzubieten.

Auf diese Weise kannst Du Deine monatlichen Ausgaben reduzieren und auch Schüler annehmen, die sich nicht in der Nähe Deines Wohnortes befinden.

Der BDY (Berufsverband für Yogalehrende in Deutschland) hält gut zwei Jahre Erfahrung und 500 Stunden Unterricht für erforderlich, um als Lehrer Fuß fassen zu können.

„Der Beruf hat nichts mit Auswendiglernen zu tun. Was zählt, ist die Erfahrung, die man über Jahre hinweg sammelt und in der Ausbildung vertieft und mit der Theorie verbindet“, sagt der Vorstand des BDY.

Wie kann ich meinen Kundenstamm als Yogalehrer aufbauen?

Es gibt verschiedenen Methoden, um neue Yogis und Yoginis anzuwerben.

  • Erstens: Erzähle Deinem Umfeld von Deiner neuen Tätigkeit.

Einige Personen in Deinem Bekanntenkreis sind bestimmt interessiert, mit Yoga zu beginnen.

Das ist eine gute Gelegenheit, Deine Kurse an ihnen auszuprobieren.

  • Zweitens: Erstelle Flyer und Visitenkarten und verteile diese in Deinem Wohnort.

Suche die strategischen Plätz in Deinem Wohnort und frage in Geschäften nach, ob Du Deine Flyer dort auslegen darfst.

Du kannst sie auch in Briefkästen verteilen und hinter die Windschutzscheiben der Autos klemmen.

Dabei sollte Dein Kursangebot klar dargestellt werden und achte darauf, Dich von der Konkurrenz abzuheben (die in diesem Sektor sehr stark ist).

Wie finde ich Schüler für meine Yogakurse? | Quelle: Visualhunt

  • Drittens: das Internet

Es gibt zahlreiche Websites (wie unsere), in denen Du Deinen Account anlegen und Dein Kursangebot anpreisen kannst, so dass Du online sichtbar wirst.

Auf Superprof steht Dir ein persönlicher Bereich zur Verfügung, in dem Du Deine Erfahrung, Dein Leistungsangebot, Deine Arbeitszeiten und Tarife beschreiben kannst.

Schaut Dich doch einmal auf Superprof um, welche Yogis es in Deiner Umgebung schon gibt!

Hier inserieren Yogalehrer aus ganz Deutschland (z.B. Yoga Berlin, Yoga Bochum, Yoga München u.v.m.) sowie per Webcam aus der ganzen Welt.

  • Und zum Schluss: Weiterempfehlung

Am Anfang Deiner Karriere ist es am schwierigsten, Kunden zu finden.

Wenn die Schüler Gefallen an Deinen Kursen finden und regelmäßig wiederkommen, sprechen sie in ihrem Umfeld von Deinen Yogastunden und bringen somit neue Teilnehmer mit.

Durch eine Art Schneeballeffekt wird sich Dein Terminkalender schnell füllen.

Es braucht Zeit, bis man sich einen Ruf gemacht hat.

Jetzt kennst Du das Erfolgsrezept, wie Du ein(e) gute(e) Yogalehrer(in) werden und Schüler für Deine Yoga Kurse finden kannst.

Also auf wartest Du noch, Du kannst loslegen und Dich amüsieren.

Du wirst schnell sehen, wie viel Spaß es bringt, anderen Deine Leidenschaft näher zu bringen und zuzusehen, wie schnell Deine Schüler Fortschritte machen.

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