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Welche Gründe sprechen dafür, seine Kochkünste zu perfektionieren?

Von Anna, veröffentlicht am 11/11/2018 Blog > Kunst & Freizeit > Kochen > Warum soll ich Kochen Lernen?

„Man muss essen, um zu leben, und nicht leben, um zu essen.“

Cicero (106 v. Chr. bis 43 v. Chr.), der Staatsmann der Römischen Republik, der für seine Reden gegen Catilina bekannt war, hätte die Notwendigkeit des Essens in seinen Diatriben und seiner Rhetorik nicht besser zusammenfassen können.

Heutzutage würde man das eine gute Punchline nennen.

In Deutschland geben die Menschen im Durchschnitt 355 Euro für den monatlichen Bedarf an Essen und Getränken aus. Und das bei einem Einkommen von ungefähr 3.451 Euro.

Das ist prozentual (= nur 10,3 % des verfügbaren Einkommens für Lebensmittel) im internationalen Vergleich relativ wenig, was aber auch daran liegt, dass das Einkommensniveau in Deutschland relativ hoch und die Lebensmittelpreise ziemlich niedrig sind.

Die Zahlen sind seit einigen Jahren konstant, aber man bemerkt einen Trend hin zu Qualität und weg von Quantität.

Einen Kochkurs zu machen oder sich kulinarisch etwas zu gönnen, wird in manchen Bevölkerungsgruppen trotzdem immer beliebter. Und das ist gut so.

Es hat nämlich auch mehrere klare Vorteile, wenn man (gesund) kochen kann:

  • gesund essen, um besser zu leben
  • sich einer guten Gesundheit erfreuen
  • selbständiger sein
  • seine Kreativität anregen
  • selbstbewusster sein
  • Spaß haben
  • jemanden verführen
  • sparen
  • für Freunde und Familie kochen (und so einen geselligen Abend verbringen)
  • soziale Bindungen stärken
  • verschiedene Gerichte aus aller Welt entdecken

Du bist nicht so begeistert vom Kochen und findest es eklig, wenn Du Dich mit klebrigem Teig oder herumspritzenden Soßen rumschlagen musst?

Superprof gibt Dir vier gute Gründe, warum es sich dennoch lohnt, kochen zu lernen

Kochen: eine wichtige Fähigkeit im Alltag

„Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ – Winston Churchill

Ein fades Essen ohne Geschmack ist ungefähr so befriedigend wie kalter Kaffee oder bei der Telekom in der Telefonschleife zu hängen, wenn Ihr mir den Vergleich erlaubt.

Im Gegensatz dazu bringt ein gutes Essen Freude und ist Balsam für die Seele eines jeden Epikuriers (und eigentlich für jeden).

Denn was gibt es Schöneres, als sich ein solch leckeres Essen selbst zubereiten zu können?

Was soll ich über Lebensmittel lernen? Sich mit Gewürzen auszukennen, lohnt sich! | Quelle: Pexels

Und warum ist Kochen so wichtig? Weil man so:

  • ein körperliches Grundbedürfnis befriedigen kann
  • seine Kinder mit gesundem und leckerem Essen verwöhnen kann
  • seine Freunde & Familie beeindrucken kann
  • die eigene und die Gesundheit seiner Familie verbessern kann
  • umweltbewusst konsumieren kann
  • seine eigene und andere (Ess-) Kulturen noch mehr schätzen lernt

Dank Deiner Kochkünste weißt Du auch mehr über die Nährstoffe in den Lebensmitteln, die Du kaufst – und das ist wichtig für eine ausgewogene Ernährung.

Gesundes Essen ist außerdem gut für Deine Kinder und das in vier Bereichen:

  • für das Wachstum
  • für das Immunsystem (eine ausgewogene Ernährung beugt chronischen Krankheiten wie manchen Krebsarten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor)
  • für die Fruchtbarkeit
  • für die spätere (langsamere) Alterung: Die Ernährung hat einen Einfluss auf die kognitiven Fähigkeiten und das Muskelgewebe

Folge dabei auch den Empfehlungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Kochen zu lernen, ist ein wenig, wie wenn man ein Musikinstrument oder eine Fremdsprache lernt: Es stimuliert die kognitiven Fähigkeiten, bereichert die sozialen Kontakte und hilft bei der persönlichen und sozialen Entwicklung.

Warum? Weil es verbindet, wenn Du zu Hause für Deine Lieben kochst.

Indem Du Dich an die Rezepte in Deinem Lieblingskochbuch hältst, werden Deine einfachen Gerichte mit der Zeit immer raffinierter.

Und bald schon werden Komplimente folgen wie: „Das ist super lecker! Was ist da drin?“

Solche Komplimente hört man natürlich gerne und dadurch:

  • wird man selbständiger
  • wird man selbstbewusster
  • fühlt sich kompetent
  • stärkt man die Lust, Neues auszuprobieren und Herausforderungen anzunehmen

Außerdem kann man auch besser auf die Umwelt achten, wenn man selbst kocht.

Du kannst Deinen Bio-Müll zum Beispiel in Form von Kompost recyclen, Pflanzen pflanzen, die Bienen anziehen und Dir Deinen eigenen Bio-Honig bescheren, Bio-Produkte kaufen und essen, lokal und saisonal kochen usw.

Des Weiteren kannst Du übers Kochen auch die Welt entdecken!

Kennst Du schon die japanische Küche, die chinesische Küche, die griechische Küche oder die indische Küche?

So lernst Du auch neue Zutaten kennen, die wiederum lecker und gesund sein können … Ganz zu schweigen von den kulturellen Aspekten der Herkunftsländer.

Kochen Lernen ist gut für die Gesundheit

Coquina medicinae famulatrix est“ („die Küche ist die Dienerin der Medizin“) soll Terenz (195-184 v. Chr. bis 159/158 v. Chr.), ein römischer Dichter, gesagt haben.

Welche Lebensmittel sind gesund? Hast Du schonmal Avocado probiert? | Quelle: Pexels

Laut Ernährungsreport 2017 verliert Deutschland die Lust am Kochen.

Vor allem die Gelegenheitsköche werden weniger: Nur noch 33 % der Deutschen nehmen 2-3 Mal die Woche den Kochlöffel in die Hand.

Die Zahl derjenigen, die sich täglich an den Herd stellen, ist innerhalb nur eines Jahres von 41 auf 39 % gesunken.

Schnelligkeit und Einfachheit werden immer wichtiger und der Verzehr von Tiefkühlpizza und Fertiggerichten nimmt zu (von 32 auf 41 % in einem Jahr!).

Das steht entgegen dem Trend der gesunden Ernährung – bio, Vollkorn, vegetarisch/vegan und saisonal.

Dabei kann es so viel Spaß machen, selbst etwas zu essen zuzubereiten: Kochen und backen, um seine Freunde zu verwöhnen, eine ausgewogene Ernährung zu sich zu nehmen, verschiedene Lebensmittel zu probieren und sich zu entspannen.

Aus diesen Gründen ist Kochen Lernen gut für Deine Gesundheit:

  • Ausgewogen zu essen, erlaubt Dir ohne Verzichten abzunehmen.
  • Gemüse schonend im Dampf zu garen, erhält die Vitamine und vermeidet braten in ungesundem, tierischem Fett (Butter, Sahne usw.).
  • Du kannst selbst entscheiden, stärkehaltige Kohlenhydrate durch pflanzliche Proteine zu ersetzen (Linsen, Bohnen, Erbsen etc.).
  • Du kannst die Größe der Portionen selbst bestimmen: je größer sie sind, desto eher gewöhnt sich der Magen daran, große Mengen an Nahrung aufzunehmen.

Du hast keine Ideen, keine Inspiration? Im oben verlinkten Artikel findest Du eine (unvollständige) Liste gesunder Lebensmittel, die unbedingt auf Deiner Einkaufsliste landen sollten.

Und nicht gleich verzagen, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und aus Fehlern kann man lernen!

„Ich bin eine Null in der Küche“ oder „Mir misslingt eh immer alles“ darf absolut keine Ausrede sein, um Fast Food zu essen!

Denn Hamburger, Döner, Pizza und Pommes sind immer noch schlechter für die Gesundheit als ein versalzener Endiven- oder Spargelsalat oder ein zu lang gebratenes Putenfilet!

  • Fast Food enthält zu viel Fett und Zucker.
  • Je öfter eine Person Fast Food isst, desto weniger Ballaststoffe nimmt sie auf.
  • Es enthält viel zu viel Salz (also Natrium), das in großen Mengen gesundheitsschädigend ist.
  • Fertiggerichte und Fast Food enthalten zu viel gesättigte Fettsäuren und Kalorien.
  • Außerdem sind sie teuer: Wenn man bedenkt, dass man nach einem Essen bei McDonald’s schnell wieder Hunger hat, weil es nicht nachhaltig sättigt, lohnt es sich unterm Strich auch finanziell mehr, richtig essen zu gehen.

Immer noch nicht überzeugt? Vielleicht helfen Dir diese Bücher weiter.

Selber Kochen, um Geld zu sparen

Selbst zu kochen, ist deutlich billiger, als Fertigprodukte zu kaufen.

Schon allein, indem man unter der Woche sein Mittagessen selbst kocht, kann man 105 € im Monat sparen!

Wie kann man noch beim Kochen sparen? Indem man beispielsweise klug und vorausschauend einkauft!

Wie kann man beim Essen Geld sparen? Indem man selbst kocht, kann man monatlich viel Geld sparen. | Quelle: Pexels

Hier einige Tipps, wie Du beim Essen sparen kannst, wenn Dein Budget nicht so groß ist:

  • Plane Dein Essen im Voraus: am besten immer gleich für die kommende Woche.
  • Geh’ niemals hungrig einkaufen: Sonst kaufst Du Dinge, die Du eigentlich gar nicht brauchst.
  • Kauf’ mehr Gemüse (wenn es geht Bio und/oder lokal) und weniger Fleisch und Fisch.
  • Koche mit Beilagen (Bohnen, Linsen, Erbsen, Nudeln, Reis…).
  • Kauf’ beim Bauern in Deiner Nähe ein: Diese Lebensmittel sind in der Regel gut, frisch und nicht so teuer! Außerdem richtest Du Dich so nach den Jahreszeiten und kannst saisonal kochen.
  • Lern’ gärtnern: Wenn Du einen Garten oder Balkon hast, kannst Du ein Gemüsebeet anlegen oder Tomatensträucher aufstellen. Oder wie wäre es mit Deinen eigenen Kräutern (Thymian, Basilikum, Minze, Oregano, Salbei usw.)?

Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten, seine Ernährung vielseitiger und ausgewogener zu gestalten.

Man muss nicht jedes Mal in den Supermarkt gehen. Dort ist auch die Lebensmittelverschwendung ein riesiges Problem und Bauern werden oft nicht fair behandelt und die Preise um jeden Cent gedrückt.

Oft kann es sich daher mehr lohnen, beim Bio-Bauern um die Ecke einzukaufen. So spart man sich den „Mittelmann Supermarkt“ und die Rechnung ist am Ende auch nicht gesalzener als im Einzelhandel – die Qualität aber besser.

So kannst Du Deine monatlichen Ausgaben für Lebensmittel im Rahmen halten:

  • Geh nicht täglich einkaufen: Einmal die Woche reicht vollkommen, wenn Du gut planst.
  • Koche vor: Es ist günstiger, größere Mengen zu kochen und die Reste dann einzufrieren.
  • Nimm lieber die Eigenmarken vom Discounter als die bekannten Marken aus dem Fernsehen – oft stecken in der Verpackung sowieso die gleichen Produkte!
  • Halte Ausschau nach Sonderangeboten und kaufe dann auch auf Vorrat.
  • Räum regelmäßig in Deinem Kühlschrank auf und improvisier aus den Resten – so vermeidest Du auch Lebensmittelverschwendung!

Man muss kein Sternekoch sein, um leckere Gerichte zu auf den Tisch zu zaubern und mit einem Candlelight-Dinner aufzutrumpfen …

Kochen lernen, um das andere (oder gleiche) Geschlecht zu beeindrucken

Kochen zu können kann sehr verführerisch sein!

Wenn ich einen Sohn im heiratsfähigen Alter hätte, würde ich ihm sagen: Trau keiner jungen Frau, die weder Wein noch Trüffel noch Käse noch Musik mag“, schrieb Colette (1873-1954), Romanautorin, Patomimin, Schauspielerin und Journalistin.

Wie kann ich meinen Freund beeindrucken? Kochen zu können, kommt gut beim anderen (oder gleichen) Geschlecht an. | Quelle: Pexels

Wir alle wissen: Gutes Essen bereitet Freude oder kann sogar anregend sein. Wenn die Geschmacksknospen aufblühen, folgt der restliche Körper zugleich.

Du möchtest ein Abendessen auftischen, um Deiner/Deinem Liebsten etwas Gutes zu tun oder Deine(n) Angebetete(n) zu verführen?

Hier findest Du Menüvorschläge & Tipps für ein romantisches Dinner zu zweit.

Bevor Du dort eine Wahl triffst und Dich hinter den Herd stellst, gibt es aber einige Dinge zu beachten.

Stell Dir also die folgenden Fragen:

  • Wie ernährt er/sie sich? Vegetarisch, vegan? Bio? Eher süß oder herzhaft? Traditionell Deutsch oder doch lieber exotisch? Gourmetküche oder einfach und bodenständig?
  • Was schmeckt ihm/ihr? Gemüse, Fisch, Fleisch, Krustentiere, Muscheln und Meeresfrüchte, Suppen oder Pasta?
  • Wie viel soll ich auffahren? Übertreib es nicht gleich: Austern und Champagner beim ersten Date könnten Dein Gegenüber einschüchtern.
  • Wie soll ich den Tisch dekorieren?
  • Wie schaffe ich eine angenehme Raumatmosphäre? Kerzen, Lichter dimmen…?
  • Wie ziehe ich mich an bzw. schminke ich mich?

Die Magie des Kochens wird sich auch auf Eure Stimmung übertragen.

Schenke Deinem Gegenüber Aufmerksamkeit und beweise, dass Du Dir Gedanken gemacht hast:

  • Wie wäre es mit einem Apéritif (Sekt, Hugo, Lillet, Spritz Apérol…)? Das geht übrigens auch in der alkoholfreien Version.
  • Stell Deine Kreativität unter Beweis: Kochen zu können, zeigt, dass du selbständig und unabhängig bist – und das kommt gut an!
  • Wähl einen guten Wein aus (vorausgesetzt Dein Gast trinkt Alkohol)
  • Ein schön hergerichteter Tisch macht Lust auf mehr: Blumen, Kastanien, Tischsets, vielleicht eine Tischdecke…
  • Leg entspannte Musik auf: Blues, Jazz-Swing, Reggae…
  • Wirf Dich in Schale: Hemd/Bluse und ein dezentes Parfüm/Aftershave sind angebracht.

Du hast schon alle Rezepte aus Deinen Kochbüchern durch? Du fühlst Dich eigentlich schon recht sicher in der Küche?

Dann nimm jetzt Kurse in Önologie und werde zum Weinkenner! So kannst Du zu Deinen herrlichen Gerichten auch immer den passenden Wein auswählen!

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