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Welche Werte vermittelt Pilates?

Von Anna, veröffentlicht am 13/08/2018 Blog > Sport > Yoga > Was muss ich bei Pilates für Anfänger beachten?

Ich bereue, dass ich meinem Körper in meinem Leben nicht die Bedeutung beigemessen habe, die er verdient hätte. – François Mauriac

Immer öfter hört man von Pilates, dieser Methode, die in den 1980er-Jahren ihren Aufschwung erfuhr.

Von Joseph Pilates gegründet, verbindet diese Trainingsform mehrere sportliche Disziplinen in einer.

Inzwischen ist es eine eigene Sportart, ganzheitlich und vielschichtig, die immer mehr Anhänger hinter sich vereint.

Es gibt mehr als 500 verschiedene Übungen, die immer mehr Menschen in Deutschland anziehen und die Disziplin so zu einem wahren Trend machen.

Doch wie kann Pilates neben Yoga existieren, sich davon abheben oder es sogar ersetzen, ist letzteres doch so bekannt als Trainingsform der Muskelkräftigung in Kombination mit Konzentration und innerer Ruhe?

Das wollen wir versuchen herauszufinden, indem wir uns die wichtigsten Prinzipien von Pilates ansehen.

Welchen Effekt erzielt Pilates?

Zunächst einmal ist es gut zu wissen, aus welchem Grund es interessant sein könnte, Pilates zu machen.

Denn abgesehen von der Tatsache, dass es interessant ist und von vielen praktiziert wird, gibt es Auswirkungen, bezüglich derer man zumindest ein bisschen die Funktionsweise und den Hintergrund kennen sollte.

Diese kann man sich zunutze machen, um seine Fitness zu verbessern – sei es in einem Gruppenkurs oder alleine.

Was sind also die konkreten Auswirkungen, d.h. der zu erreichende Effekt, dieser körperlichen Betätigung und Aneinanderreihung von verschiedenen Bewegungen zum Training unterschiedlicher Körperteile?

Da gibt es einige zu nennen, unter anderem:

  • Entspannung
  • Definition des Körpers
  • Eine ausgeglichene Körperhaltung
  • Gymnastik mit definierendem Effekt
  • Atemübungen in vollem Bewusstsein
  • Kardio-Training und Bauch, Beine, Po in einem
  • Gewichtsverlust und ein strafferer Körper
  • Schwangerschaftssport
  • Nutzen einiger Yoga-Positionen
  • Und vieles mehr

Nichts spricht gegen die Pilates-Methode, wenn es um die Dehnübungen am Ende des Workouts oder Lockerungsübungen mit einem Privatlehrer geht.

Man sollte aber wissen, aus welchem Grund um mit welchem konkreten Ziel man sich für Pilates statt traditionellem Yoga oder Meditation entscheidet.

Welche Effekte kann man mit Pilates erzielen? Pilates bringt unterschiedlichen Menschen unterschiedliche Vorteile. | Quelle: Unsplash

Atmen, sich Zeit für sich selbst nehmen und gleichzeitig trainiert sein und die Muskeln dehnen:

Das sind die Auswirkungen und Faktoren eines Pilates-Workouts, ob mit oder ohne Pilates-Lehrer, um uns zu trainieren und uns gleichzeitig zu helfen, zu entspannen und von den Vorteilen dieser Trainingsform zu profitieren.

Das alles klingt sehr schön und vielversprechend, aber was sind konkret die Grundprinzipien von Pilates, die dazu führen, dass wir uns in dieser Disziplin zwischen traditionellem Yoga und Yoga-Gymnastik wohlfühlen?

Pilates als eine sanfte Trainingsform

Ob man es nun gutheißt oder nicht, die Pilates-Methode versammelt immer mehr Anhänger in Deutschland und auf der ganzen Welt hinter sich.

In Deutschland gibt es inzwischen mehr als 800 zertifizierte Pilates-Trainer, was Rückschlüsse ziehen lässt auf den hohen Bedarf, den es dafür gibt.

Ein Zeichen dafür, wie groß in unserer heutigen Zeit das Bedürfnis nach Fitness, Entspannung und körperlichem Wohlbefinden ist.

Also ja, Pilates ist ein Körpertraining, aber ein sehr sanftes.

Die Bewegungen und Positionen haben zwar oft zum Ziel, die Muskeln zu dehnen, zu stärken oder einfach unseren Körper zu straffen, aber es sind feine, weiche Bewegungen, die im Idealfall von einem Pilates-Coach vorgemacht werden.

Mit bestimmten Pilates-Übungen kann man also seinen Körper in Form bringen und die Beweglichkeit erhöhen, doch die Methode bleibt dabei immer sanft.

Mit über 500 Bewegungen gehört Pilates zu der Art von Disziplin, die zu sehr vielen Menschen passt, denn so kann jeder genau die Übungen finden, die zu ihm und seinen Bedürfnissen passen – von der Bekämpfung von Rückenschmerzen bis hin zu einem sanften Gymnastik-Workout.

Pilates für eine bewusste Atmung

Die Atmung ist die Wiege des Rhythmus. – Rainer Maria Rilke

Man macht es sich nicht oft genug bewusst, aber Atmen, die Atmung ist unser wichtigstes Instrument zum Leben.

Die Luft, die durch unsere Lungen strömt, ist es, die uns auf dieser Erde hält und uns ermöglicht, allerlei Dinge zu tun – beispielsweise Pilates.

Wenn man atmet, führt man dem Körper Sauerstoff zu und kontrolliert gleichzeitig seine sportliche Aktivität.

Pilates hilft, die Atmung in den Brustkorb besser zu kontrollieren und ins Gleichgewicht zu bringen, sodass die Übungen weniger weh tun, weniger schwierig sind und Seitenstechen vermieden wird.

Ein großer Vorteil, wenn man bedenkt, wie viele Menschen schon nach fünf Minuten sportlicher Betätigung ein Ziehen in den Seiten spüren!

Warum ist Atmung so wichtig beim Pilates? Pilates kann helfen, auch im Alltag bewusster zu atmen. | Quelle: Pexels

Es bringt also absolut gar nichts, eine korrekte Position halten zu wollen oder eine Übung so gut wie möglich auszuführen, wenn die Atmung nicht entsprechend angepasst wird.

Sie ist das Element, das das Pilates-Workout sanfter, angenehmer und damit auch einfacher macht.

Denn ja, man kann Körper und Geist gleichzeitig nutzen!

Mit Pilates Körper & Geist in Einklang bringen

Und wie genau zeigt sich diese Verbindung zwischen Körper und Geist, die ein Grundpfeiler der Pilates-Methode zu sein scheint?

Warum spricht man darüber? Was genau ist das Ziel?

In Wirklichkeit ist es vielmehr ein ganz eigenes Konzept als eine Kategorie von Übungen, die z.B. gut zur Kräftigung oder für den Blutkreislauf ist.

Diese Verbindung ist im Endeffekt das Ergebnis unserer Bemühungen und des regelmäßigen Pilates-Trainings, um diese zwei Achsen ins Gleichgewicht zu bringen.

Der Körper führt die Bewegungen aus und der Geist hilft uns, loszulassen, uns zu entspannen und die Übung bewusst auszuführen.

Und man könnte sogar noch von einer dritten Dimension sprechen: Der Motivation, dem inneren Antrieb, der uns hilft, die Position zu halten, indem er uns einflüstert, dass wir so beweglicher werden oder ganz allgemein unser Ziel erreichen können.

Das magische Trio von Pilates. Mit Pilates Körper, Geist & Seele in Einklang bringen. | Quelle: Pexels

Und genau diese Kombination verhilft uns zu den positiven Effekten von Pilates, vorausgesetzt wir beherrschen es, die drei Dimensionen in Einklang zu bringen.

Das ist also eines der Grundprinzipien von Pilates, das recht einfach zu verinnerlichen und ohne zusätzliche Hilfsmittel umzusetzen ist.

So können wir schnell Fortschritte machen, schneller, als wir vielleicht geglaubt hätten!

Das Prinzip der „Zentrierung“ – ein Grundpfeiler von Pilates

Ursprünglich wurde die Zentrierung von Joseph Pilates (also dem Begründer der Methode) „Powerhouse“ genannt.

Dieser „Gürtel der Kraft“ entspricht der Körperpartie zwischen Brustkorb und Becken, also genau dem Bereich, in dem sich alle stabilisierenden Muskeln unseres Körpers befinden. 

Wenn diese Elemente gleichzeitig trainiert werden, führt das zu mehr Stabilität, einer optimalen Muskelkräftigung, einer guten Körperhaltung und auch einer generellen Stabilisierung und besseren Koordination der Bewegungen.

Das lässt selbst einen Trainer für Power Yoga vor Neid erblassen!

Ein perfekt trainierter Bauchgürtel, eine ideale Haltung, fließende Bewegungen, eine stabile Wirbelsäule: All das kann man durch die Zentrierung erreichen, wenn man sie gut beherrscht.

Die Zentrierung ist zwar nur einer der Grundpfeiler des Pilates, aber es ist enorm wichtig, sich damit auseinanderzusetzen und sie zu verinnerlichen, um maximal von dieser ganzheitlichen und vielschichtigen Disziplin, die sich Pilates nennt, zu profitieren.

Vielschichtig, weil sie auch an unsere Motivation appelliert und uns zwingt, konzentriert bei der Sache zu bleiben, in diesem Fall den Übungen.

Kontrolle – ein weiterer Eckpfeiler von Pilates

Wenn man von Pilates spricht, muss man auch von Bewegungen sprechen, die gehalten werden müssen, für die das Fließen einer Bewegung nicht alles ist und vorheriges Aufwärmen ratsam.

Auch wenn die Pilates-Methode eine Art sanftes Gymnastiktraining ist, muss man die Übungen gut kennen und beherrschen, und dazu braucht es beinharte Konzentration.

Wie gut muss ich meinen Körper beherrschen können? Core-Spannung und eine gute Körperbeherrschung sind Schlüsselbegriffe beim Pilates. | Quelle: Visualhunt

Denn Pilates ist nicht einfach eine Spaßdisziplin, bei der man willkürlich einfache Bewegungen aneinanderreiht.

Unter den vielen Übungen gibt es auch solche, die etwas schwieriger sind und große Aufmerksamkeit erfordern.

Man muss sich also auf die Übung und seine Bewegungen fokussieren, sodass man die Position bestmöglich und so lange wie möglich halten kann.

Das erfordert Willensstärke (die man übrigens auch fürs Yoga braucht), die gleichzeitig auch hilft, seinen Körper zu formen, alle Bauchmuskelbereiche zu definieren, eine harmonische Haltung einzunehmen und ein positives Körpergefühl zu entwickeln.

Konzentration hat auch etwas mit Bewusstsein zu tun und mit der Fähigkeit, sich die richtigen Fragen zu stellen.

Warum mache ich diese Übung? Wäre ich glücklich oder stolz, wenn ich diese Position länger als 30 Sekunden halten würde? Fühle ich mich in der Lage, in dieser Position zu bleiben?

Das sind nur einige von vielen Fragen, die die Pilates-Methode zu einer ganzheitlichen, vielschichtigen Methode machen, die für sehr viele Menschen sehr viele Vorteile bringen kann!

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