Denkst du, dass du alles über moderne Buchhaltung und die Grundlagen der Buchhaltung weißt?
Wenn du eine Ausbildung im Bereich Buchhaltung angefangen hast oder dich in anderer Form in dem Bereich weiterbildest, dann hast du dir sicherlich bereits die viele wertvolle Fähigkeiten und das Wissen aneignen können, die für eine Karriere auf diesem Gebiet vorausgesetzt werden. Jetzt suchst du vielleicht nur nach einer Möglichkeit, in der Finanz- und Geschäftswelt Erfahrungen zu sammeln. Wenn du allerdings Student oder Studentin auf dem Weg dahin bist, dann möchtest du wissen, was der Beruf genau beinhaltet und was kleine wie große Unternehmen von dir erwarten werden.
Ein Überblick über Buchhaltung.
Eine Definition von Buchhaltung
Wie definiert man Buchhaltung, wenn es sich dabei um ein so weites Geschäftsfeld handelt?
Einige Wörterbücher und Nachschlagewerke der Geschäftswelt versuchen, es zu definieren. Hier ist eine Definition.

Gablers Wirtschaftslexikon
Definition
- Vielfach identisch mit Buchführung verwendeter Begriff.
- Ein Teil der Betriebsorganisation, die Abteilung,in der die wichtigsten Grundlagen für das betriebliche Rechnungswesen, nämlich Buchführung und Bilanz bearbeitet werden.
Wie zu erwarten ist, gibt es eine Reihe von Schlagwörtern, die wiederholt im Zusammenhang mit Buchhaltung und seiner Definition auftauchen: analysieren, identifizieren, dokumentieren, überprüfen, zusammenfassen, interpretieren, kommunizieren… all diese Aktivitäten bedeuten eine zentrale Eigenschaft: Organisation.
Natürlich ist ein guter Umgang mit Zahlen ebenso ein Muss in diesem Beruf. Die Fähigkeit zu planen und systematisch und ordentlich vorgehen zu können sind jedoch die wirklich zentralen Voraussetzungen für eine Karriere im Bereich Buchhaltung.
Ein tieferer Einblick in die Betriebsbuchhaltung
Was Buchhalter und Buchhalterinnen tun
Ausgebildete Buchhalter werden in nahezu allen Geschäftsfunktionen gebraucht, von der Bezahlung der Angestellten hin zur Beratung des CEO in wichtigen finanziellen Fragen. Natürlich wird nicht erwartet, dass ein Buchhalter all diese Aufgaben allein übernehmen muss, es sei denn, es handelt sich um ein sehr kleines Unternehmen.
Die Buchhaltung in einem Betrieb geht jedoch über die Lohnbuchhaltung und die Buchführung hinaus. In Unternehmen jeder Größe wird von Buchhaltern und Buchhalterinnen erwartet, dass sie ihr Fachwissen einsetzen, um Finanzberichte zu erstellen, mit Hilfe von Statistiken Ausgaben prognostizieren, verfügbare Daten in ihrer Budgetierung nutzen, etc.
Damit können sie in vielen Bereichen des Finanzsektors arbeiten, wie zum Beispiel Steuer, Finanzberichterstattung, Betriebsbuchhaltung, Wirtschafts- und Steuerprüfung, wirtschaftliche Erholung eines Unternehmen und Insolvenz oder Buchhaltungssysteme und -Prozesse, die von den allgemeinen Prinzipien der Buchhaltung angeleitet werden.
Alltägliche Aufgaben eines zertifizierten Buchhalters können sein:
- die Verwaltung der Finanzsysteme und Budgets mit Hilfe von Tabellen und Buchhaltungssoftware
• wirtschaftliche Prüfungen: das sind unabhängige Überprüfungen der finanziellen Situation eines Unternehmens sowie der diesbezüglichen Berichterstattung - Zusammenarbeit mit Kunden, um Finanzinformationen bereitszustellen und Beratung zu bieten
Ein zertifizierter interner Prüfer hilft Unternehmen zu zeigen, wie sie ihre Vermögenswerte verwalten können, was es ihnen erleichtert Kredite aufzunehmen, sollten sie diese brauchen.
Was die Buchhaltungsabteilung als Ganzes macht
Buchhaltungsabteilungen in Unternehmen sind letztlich dafür verantwortlich zu wissen, wo sich zu jedem möglichen Zeitpunkt das Geld befindet, d. h. Einnahmen aus externen Quellen und Ausgaben wie Gehälter, Investitionen, Marketing, etc.
Stellen im Bereich Buchhaltung umfassen eine Vielzahl von Funktionen. Diese machen in ihrer Gesamtheit die Buchhaltungsabteilung aus. Die Art und Größe des Unternehmens spielt dabei keine Rolle.
Zu diesen Stellen zählen unter anderem:
- Buchhalter/Buchhalterin
- Steuerfachangestellter/Steuerfachangestellte
- Lohnbuchhalter/Lohnbuchhalterin
- Wirtschaftsprüfer/ Wirtschaftsprüferin
- Chief Financial Officer
- Finanzanalyst/ Finanzanalystin
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In Buchhaltung einsteigen

Um in den Bereich Rechnungswesen und Buchhaltung einzusteigen, brauchst du handfestes Wissen und Fähigkeiten.
Buchhaltung ist nicht jedermanns Traumberuf. Der Beruf kann allerdings viele Vorteile sowie berufliche Sicherheit bieten, da die Nachfrage nach Buchhaltern, Steuerberaterinnen, Prüfern, etc. groß ist.
Wenn du gut mit Zahlen umgehen kannst, dir die Verwaltung von Geld leicht fällt und du Zahlen und Informationssysteme gut und leicht interpretieren kannst, dann könnte eine Karriere im Management Accounting, in der Buchhaltung oder im Bereich Steuer das Richtige für dich sein. Die Fähigkeit, buchhalterische Praktiken zu verstehen, ist ein Muss für jeden, der oder die in Steuerberatungen oder der Betriebsbuchhaltung tätig ist.
Um als Buchhalter eine Karriere einzuschlagen, empfiehlt sich eine Berufsausbildung/Studium und eine Weiterbildung. Es gibt keine eigenständige Ausbildung zum Buchhalter und die Berufsbezeichnung „Buchhalter/Buchhalterin“ ist in Deutschland nicht geschützt. Das bedeutet, jedermann darf sich Buchhalter nennen. Aus diesem Grund ist es sehr empfehlenswert, mit einer Berufsausbildung und IHK-Prüfung die Zertifizierung zu erwerben, um die eigene Qualifikation nachzuweisen. Diese Ausbildung muss nicht zwangsweise eine Ausbildung im Bereich Rechnungswesen sein, es muss sich allerdings um eine anerkannte kaufmännische Ausbildung handeln. Kannst du diese vorweisen, ist es dir möglich, eine zwei- bis sechsmonatige Ausbildung der IHK mitsamt einer Prüfung zu absolvieren, um dann als „Geprüfter Bilanzbuchhalter“ tätig sein zu können.
Ähnlich verhält es sich auch beim Berufsbild des „Steuerberaters“. Auch hier gibt es keine direkte Berufsausbildung, sondern die Qualifikation wird über eine Ausbildung/Studium, relevante Berufserfahrung und eine Weiterbildung mitsamt staatlicher Prüfung erworben. Im Gegensatz zur Bezeichnung „Buchhalter“ ist die Bezeichnung „Steuerberater“ in Deutschland geschützt. Die Prüfung zum Steuerberater hat den Ruf, sehr anspruchsvoll zu sein, ebenso wie der Beruf selbst es ist, und wird aufgrund hoher Durchfallquoten von den Anwärtern gefürchtet. Für diese Prüfung musst du aus diesem Grund viel Vorlauf und reichlich Zeit zum Lernen im Vorfeld einplanen, es werden gar anderthalb bis zwei Jahre Vorbereitungszeit empfohlen.
Für andere Berufsbilder der Buchhaltung bzw. Betriebsbuchhaltung ist nur eine Berufsausbildung notwendig. Das trifft zum Beispiel auf den Beruf des Steuerfachangestellten zu.
Der Wirtschaftsprüfer, der ebenfalls mit der Betriebsbuchhaltung zu tun hat und häufig Unternehmen als externe Partei berät oder ihre Jahresabschlüsse prüft, ist ein weiteres Berufsbild in diesem Kontext. Für diese Tätigkeit ist ein Studium Voraussetzung. Hast du einen Abschluss in einem wirtschaftswissenschaftlichen Studium, also BWL oder VWL, kannst du ein Examen bei der Wirtschaftsprüferkammer ablegen und deine Karriere als Wirtschaftsprüfer beginnen. Das Studium muss nicht einmal zwangsweise in einem dieser Fächer sein, es empfiehlt sich aber, da so die Prüfungsvorbereitung deutlich erleichtert wird. Es gibt auch einen geringen Anteil der aktiven Wirtschaftsprüfer und -prüferinnen, der über kein abgeschlossenes Studium verfügt. In diesen Fällen ist allerdings zehnjährige Berufserfahrung bei Berufsangehörigen oder eine fünfjährige Tätigkeit als vereidigter Buchprüfer oder Steuerberater vorzuweisen. Auch bei einem vorhandenen Studiumsabschluss kann Berufserfahrung nachzuweisen sein, das hängt von verschiedenen Faktoren wie der Länge des Studiums ab.
Es gibt an verschiedenen privaten Hochschulen und Fernuniversitäten auch Angebote zu Studiengängen, die bereits von Hause aus einen starken Fokus auf Rechnungswesen legen. So können Studiengänge wie BWL mit einem starken Fokus auf Controlling und Steuer oder auf Steuerberatung und Unternehmensprüfung oder Studiengänge wie „Taxation“ oder Wirtschaftsrecht absolviert werden.
Wenn du allerdings beispielsweise über eine kaufmännische Ausbildung verfügst oder dein eigenes kleines Unternehmen hast und etwas mehr über Themen des Rechnungswesens und der Betriebsbuchhaltung erfahren möchtest, dann gibt es auch Online-Weiterbildungsangebote (z. B. von der IHK). Um sein Wissen zu erweitern, können diese eine gute Möglichkeit darstellen.

Sich hocharbeiten
Bei keiner Karriere steigst du ganz oben ein. Du musst realistisch bleiben und verstehen, dass du dich hocharbeiten werden musst.
Einschlägige Berufserfahrung ist immer ein wichtiges Merkmal im Bewerbungsprozess und später. Aus diesem Grund ist es gut, jede Möglichkeit zu nutzen, etwas in den Beruf reinzuschnuppern, sei das in Form von Praktika oder Ähnlichem. Auch zertifizierte Weiterbildungen können eine gute Möglichkeit sein, nicht nur sein Fachwissen zu erweitern, sondern sich auch etwas von der Konkurrenz abzuheben. Wenn du dann erstmal aktiv im Beruf stehst, kannst du dieses Wissen natürlich durch praktische Erfahrungen ausbauen und ergänzen.
Die goldenen Regeln der Buchhaltung.
Wenn du dich in Buchhaltung und Rechnungswesen einarbeiten möchtest und dir dabei Unterstützung wünschst oder du Hilfe in deiner kaufmännischen Ausbildung brauchst, kannst du dir bei einem Lehrer auf Superprof Unterstützung suchen. Es gibt eine Vielzahl erfahrener Lehrer und Lehrerinnen, die dich gerne dabei unterstützen.
Es gibt drei Arten des privaten Unterrichts: persönlich, online oder in der Gruppe. Jede Art hat ihre Vor- und Nachteile in Bezug auf den Lernerfolg und die Kosten. Sie alle sollten sorgfältig bedacht werden.
Persönlicher Unterricht ist häufig teurer, da der Lehrer individuelle Dienste anbietet und zu dir kommt. Die zusätzliche Zeit, die der Lehrer investieren muss, um die Stunden auf deine Bedürfnisse zuzuschneiden, entstehen zusätzliche Kosten pro
Stunde im Vergleich zu anderen Arten des Unterrichts. Wenn die Stunden jedoch auf die Bedürfnisse des Lernenden angepasst werden, sind sie allerdings kosteneffizienter als anderen Arten des Unterrichts. So erhältst du Unterricht, der wirklich zu dir passt.
Für diejenigen, die weniger Geld ausgeben wollen, ist Gruppenunterricht ideal. Dabei können die Kosten für den Lehrer geteilt werden und es lässt sich auch von den anderen in der Gruppe profitieren, da man sich austauschen kann. Diese Art des Unterrichts ist zwar nicht speziell auf dich zugeschnitten, aber das Lernen in der Gruppe bietet eine Reihe von Vorteilen und du hast mit Sicherheit immer andere, mit denen du üben und dich austauschen kannst.
Wenn es in deiner Umgebung niemanden gibt, der Unterricht anbietet, kannst du deine Suche jederzeit ausweiten. Dank des Internets spielt es heute keine Rolle mehr, wo du und dein Lehrer sich befinden. Solange du Internetzugang, eine Webcam und ein Mikrofon hast, kannst du auch Online-Unterricht nehmen.
Oft werden von den Lehrern auf Superprof Schnupperstunden angeboten, denn gerade bei einer solch persönlichen Art des Lernens und Unterrichtens ist es wichtig, dass du eine gute Beziehung zu deinem Lehrer hast und die Chemie stimmt. Warum es also nicht einfach mal ausprobieren?









