Alle drei Jahre lässt die OECD weltweit 15-Jährige denselben Test schreiben. Die Ergebnisse für 2025 liegen vor — und für Deutschland sind sie unbequem. Bei diesem internationalen Leistungsvergleich, der PISA-Studie, wird die Anwendungskompetenz von Jugendlichen in den Kernbereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Lesekompetenz untersucht.

Die aktuellen Daten dokumentieren für die Bundesrepublik die niedrigsten Punktwerte seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2000. Im internationalen Vergleich positioniert sich Deutschland damit im Mittelfeld der OECD-Staaten, verzeichnet jedoch im Zehn-Jahres-Trend einen kontinuierlichen Rückgang der Schülerleistungen.

Wichtigste Punkte

  • 01Deutsche 15-Jährige liegen inzwischen in allen drei Fächern auf oder unter dem OECD-Durchschnitt.
  • 02Der Rückgang über zehn Jahre gehört zu den stärksten weltweit: 45 Punkte in Mathematik, 44 beim Lesen.
  • 03Deutschland hat den größten Abstand zwischen reichen und armen Jugendlichen aller hier verglichenen Länder.
  • 04Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte erreichen 83 Punkte weniger — fast zwei Schuljahre.
  • 05Weniger als zwei von fünf Jugendlichen sagen, sie seien nicht von Mobbing betroffen — der schlechteste Wert im Vergleich.
Die besten verfügbaren Lehrer
Philipp
5
5 (33 Bewertungen)
Philipp
50€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Nora
5
5 (18 Bewertungen)
Nora
55€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Konstantin
5
5 (21 Bewertungen)
Konstantin
65€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Beatrice
5
5 (20 Bewertungen)
Beatrice
40€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Sergio
5
5 (34 Bewertungen)
Sergio
45€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Yulia
5
5 (24 Bewertungen)
Yulia
80€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Philipp
5
5 (33 Bewertungen)
Philipp
50€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Nora
5
5 (18 Bewertungen)
Nora
55€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Konstantin
5
5 (21 Bewertungen)
Konstantin
65€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Beatrice
5
5 (20 Bewertungen)
Beatrice
40€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Sergio
5
5 (34 Bewertungen)
Sergio
45€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Yulia
5
5 (24 Bewertungen)
Yulia
80€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Und los geht's

Wo Deutschland im PISA-Vergleich steht

PISA-Werte liegen auf einer Skala rund um 500 Punkte. Dieser Wert wurde im Jahr 2000 als historischer Durchschnitt der entwickelten Industrienationen (OECD-Länder) festgelegt, um Leistungen langfristig vergleichbar zu machen.

Da die Schülerleistungen weltweit in den letzten Jahren stark gesunken sind, liegt der aktuelle Durchschnitt heute in fast allen Fächern unter dieser 500er-Marke. Wer heute über dem aktuellen OECD-Mittelwert liegt, schneidet besser ab als der Durchschnitt – selbst wenn die 500 Punkte nicht erreicht werden.

Gesamtdurchschnitt (Kernfächer)

Deutschland471,7
300400OECD-Durchschnitt 468,7500600

Im Gesamtdurchschnitt der drei klassischen Kernbereiche (Mathematik, Lesekompetenz und Naturwissenschaften) liegt Deutschland mit 471,7 Punkten knapp 3 Punkte über dem aktuellen OECD-Schnitt von 468,7 Punkten.

Im inoffiziellen Gesamtranking aller drei Kernfächer landet Deutschland damit weltweit auf Platz 21 von über 90 teilnehmenden Ländern und Regionen. Das deutsche Bildungssystem bewegt sich damit international nur noch im breiten Mittelfeld der entwickelten Nationen. Obwohl man sich knapp über dem weltweiten Durchschnitt hält, markiert diese Platzierung den bisherigen historischen Tiefpunkt für die Bundesrepublik seit Beginn der PISA-Studien.

Wie hat Deutschland in den einzelnen Bereichen abgeschnitten?

Naturwissenschaften4867 Punkte weniger 23. von 91 · OECD-Durchschnitt 482
Lesekompetenz46515 Punkte weniger 24. von 90 · OECD-Durchschnitt 461
Mathematik46411 Punkte weniger 25. von 90 · OECD-Durchschnitt 463
Problemlösen498Neuer Test 29. von 85 · OECD-Durchschnitt 500

Der Blick auf ein Jahrzehnt

Die langfristige Betrachtung zeigt, dass die aktuellen Ergebnisse für Deutschland Teil einer kontinuierlichen, mehrjährigen Entwicklung sind. Im Vergleich der letzten zehn Jahre verzeichnen deutsche Jugendliche in allen drei Kernbereichen der PISA-Studie deutliche Punktverluste. Diese Rückgänge fallen in der Bundesrepublik messbar stärker aus als im Durchschnitt aller anderen OECD-Staaten, in denen sich die Schülerleistungen im selben Zeitraum im Mittel stabiler verhielten.

Grafik der Entwicklung in Deutschland und dem OECD-Durchschnitt von 2015 bis 2025

Seit 2022 zeigt sich bei den Leistungen in den Naturwissenschaften eine ungleiche Entwicklung: Während der Anteil der Jugendlichen unterhalb des Mindest-Grundniveaus um 3,9 Prozentpunkte gestiegen ist, blieb der Anteil der Schülerinnen und Schüler in der Spitzengruppe mit einem minimalen Rückgang von 0,2 Prozentpunkten nahezu unverändert.

Schwache Schülerinnen und Schüler+3.9

Veränderung des Anteils der Jugendlichen unterhalb des Grundniveaus in den Naturwissenschaften seit 2022.

Spitzengruppe−0.2

Veränderung des Anteils, der die Spitzengruppe in den Naturwissenschaften erreicht, im selben Zeitraum.

Der wichtigste Befund: Soziale Herkunft bestimmt den Schulerfolg

Das zentrale strukturelle Problem des deutschen Bildungssystems bleibt weiterhin ungelöst: Der Erfolg in der Schule hängt in Deutschland stärker vom Elternhaus ab als in fast allen anderen verglichenen Nationen.

Der direkte Vergleich des sozioökonomischen Status verdeutlicht diese fundamentale Kopplung:

  • Der Punkteabstand: In den Naturwissenschaften trennen das wirtschaftlich reichste und das ärmste Viertel der Jugendlichen in Deutschland 125 PISA-Punkte.
  • Der internationale Vergleich: Dieser Abstand ist der höchste aller untersuchten Länder. Er liegt signifikant über dem OECD-Durchschnitt von 85 Punkten und übertrifft auch den Wert von Frankreich (100 Punkte). (Hinweis: Ein kleinerer Punktwert steht für eine höhere Chancengerechtigkeit im Bildungssystem).
  • Der Einflussfaktor: Statistisch erklärt die soziale Herkunft in Deutschland 19 % der Leistungsunterschiede in den Naturwissenschaften – im OECD-Mittel sind es lediglich 11,6 %.
  • Der Aufstieg durch Bildung: Trotz schwieriger Startbedingungen gelingt es 8,5 % der Jugendlichen aus dem ärmeren Viertel, Spitzenleistungen zu erbringen und die oberen Kompetenzstufen zu erreichen. Auch dieser Wert liegt unter dem weltweiten OECD-Schnitt von 11,9 %.

Punkteabstand zwischen dem reichsten und dem ärmsten Viertel

Deutschland125
OECD85

Ein kleinerer Wert bedeutet ein gerechteres System.

Die besten verfügbaren Lehrer
Philipp
5
5 (33 Bewertungen)
Philipp
50€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Nora
5
5 (18 Bewertungen)
Nora
55€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Konstantin
5
5 (21 Bewertungen)
Konstantin
65€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Beatrice
5
5 (20 Bewertungen)
Beatrice
40€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Sergio
5
5 (34 Bewertungen)
Sergio
45€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Yulia
5
5 (24 Bewertungen)
Yulia
80€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Philipp
5
5 (33 Bewertungen)
Philipp
50€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Nora
5
5 (18 Bewertungen)
Nora
55€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Konstantin
5
5 (21 Bewertungen)
Konstantin
65€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Beatrice
5
5 (20 Bewertungen)
Beatrice
40€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Sergio
5
5 (34 Bewertungen)
Sergio
45€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Yulia
5
5 (24 Bewertungen)
Yulia
80€
/h
Gift icon
1. Unterrichtsstunde gratis!
Und los geht's

Mädchen und Jungen: Wer vorn liegt – und wie deutlich

Die PISA-Ergebnisse zeigen auch im Geschlechtervergleich klare Tendenzen: Während deutsche Jungen in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern leichte Leistungsvorteile aufweisen, liegt die Lesekompetenz der Mädchen signifikant höher.

Der direkte Vergleich zeigt, wie stark sich diese Unterschiede in Deutschland im Verhältnis zum weltweiten Trend bewegen:

← Mädchen vornJungen vorn →

Naturwissenschaften

Deutschland+3
OECD−1

Lesekompetenz

Deutschland−25
OECD−30

Mathematik

Deutschland+11
OECD+13

Ein negativer Wert bedeutet, dass Mädchen vorn liegen; ein positiver Wert, dass Jungen vorn liegen.

Digitale Schule: Bildschirme, Regeln und Urteilsvermögen

Der PISA-Bericht liefert auch wichtige Erkenntnisse darüber, wie an deutschen Schulen mit Smartphones, künstlicher Intelligenz (KI) und der Ablenkung durch Bildschirme umgegangen wird. Deutschland setzt dabei im internationalen Vergleich auf strengere Regeln, hinkt beim kritischen Umgang mit KI jedoch leicht hinterher.

Handyregeln64.3%

Der Jugendlichen besuchen Schulen, an denen Handys nicht erlaubt sind. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 49.5%.

KI-Kompetenz59.3%

Lernen im Unterricht, wie man beurteilt, ob von KI erzeugte Informationen stimmen. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 62.6%.

KI-Nutzung50.2%

Nutzen KI mindestens wöchentlich zum Lernen, OECD-weit sind es 45.5%.

Ablenkung37.5%

Geben an, im Unterricht nie durch Bildschirme abgelenkt zu werden, OECD-weit sind es 39.2%.

PISA-Vergleich: Wähle Länder aus und vergleiche sie

Wie schneiden die verschiedenen Bildungssysteme im direkten Vergleich ab? Nutze dieses interaktive Modul, um die offiziellen PISA-Testergebnisse einzelner Länder in Mathematik, Lesekompetenz und Naturwissenschaften gegenüberzustellen. Wähle einfach deine Wunschländer aus und analysiere auf einen Blick die Leistungsunterschiede, Trends und den Abstand zum weltweiten OECD-Durchschnitt.

PISA 2025: Länder vergleichen

Wähle bis zu 6 Länder aus und vergleiche ihre Ergebnisse in den getesteten Bereichen. Deutschland ist bereits ausgewählt.

Vergleich

RangLandNaturwissenschaftenSeit 2022
1B-S-J-Z (China)597
2Singapur560−2
3Macau (China)541−2
4Chinesisch-Taipeh540+2
5Japan538−9
6Estland527+1
7Korea526−2
8Vereinigtes Königreich511+12
9Kanada*510−5
10Neuseeland*509+5
11Australien509+2
12Finnland504−7
13Vereinigte Staaten*502+2
14Schweiz501−1
15Irland500−4
16Österreich497+6
17Hongkong (China)496−25
18Polen495−4
19Türkei494+18
20Tschechien490−7
21Belgien490−1
22Litauen488+3
23Deutschland486−7
24Niederlande*485−3
25Schweden485−8
26Slowenien484−16
27Frankreich483−4
28Italien483+6
29Portugal482−3
OECD-Durchschnitt482−3
30Ungarn480−6
31Dänemark478−16
32Spanien477−7
33Kroatien476−6
34Slowakei475+13
35Luxemburg474
36Norwegen*470−8
37Lettland468−25
38Vereinigte Arabische Emirate458+26
39Vietnam457
40Malta453−13
41Ukrainische Regionen (17 von 27)448−1
42Uruguay445+9
43Chile442−1
44Israel442−23
45Island441−6
46Brunei Darussalam439−6
47Mauritius438
48Usbekistan438+83
49Montenegro435+32
50Albanien*435
51Katar434+2
52Griechenland434−7
53Thailand432+23
54Serbien429−18
55Rumänien425−3
56Mongolei424+12
57Costa Rica424+13
58Georgien422+38
59Moldau422+5
60Bulgarien4210
61Kasachstan420−4
62Malaysia419+3
63Kolumbien414+3
64Mexiko414+4
65Saudi-Arabien413+23
66Zypern4110
67Aserbaidschan409
68Brasilien409+6
69Jordanien407+32
70Peru406−2
71Ecuador393
72Argentinien393−13
73Indonesien389+6
74El Salvador385+12
75Kambodscha382+35
76Nordmazedonien378−1
77Philippinen373+17
78Libanon372
79Armenien369
80Kirgisistan363
81Dominikanische Republik3610
82Palästinensische Autonomiegebiete359−17
83Marokko358−7
84Kosovo3570
85Paraguay355−13
86Region Kurdistan (Irak)352
87Guatemala351−22
88Sambia337
89Kenia335
90Duschanbe (Tadschikistan)334
91Ruanda317
Quelle: OECD, PISA 2025 Results (Volume I) · * Stichprobenstandards nicht vollständig erfüllt

Die Bedeutung des Sternchens

Sechs Länder tragen in diesem Bericht ein kleines Sternchen: Kanada*, Niederlande*, Neuseeland*, Norwegen*, Vereinigte Staaten* und Albanien*.

Es bedeutet, dass der Test nicht unter vollständig verlässlichen Bedingungen stattfand. In Neuseeland nahm knapp die Hälfte der zufällig ausgewählten Schulen teil, und die OECD schätzt, dass die Werte um 10 bis 15 Punkte zu hoch liegen könnten.

Deutschland hat alle Stichprobenstandards erfüllt, die Zahlen sind also ohne Vorbehalt lesbar. Vorsicht ist bei Vergleichen mit diesen sechs Ländern geboten.

Quellen

  1. OECD (2026), PISA 2025 Results (Volume I), OECD Publishing, Paris. doi.org/10.1787/73451bc5-en

Mit KI zusammenfassen:

Dir gefällt unser Artikel? Hinterlasse eine Bewertung!

5,00 (1 Note(n))
Loading...

Chantal - Editorial Manager Superprof DE

Sprachen, Literatur, Theater und Musik prägen meinen schulischen, beruflichen und privaten Werdegang – und sind bis heute die Leidenschaft, die meine Arbeit antreibt.