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So könnt Ihr die chinesischen Schriftzeichen am besten lernen

Von Tobias, veröffentlicht am 18/04/2019 Blog > Sprachen > Chinesisch > Chinesisch Lesen lernen: Tipps und Tricks

Wenn man einander überhaupt nicht versteht, dann kommt es schon einmal vor, dass die Redewendung „Spreche ich vielleicht Chinesisch?“ fällt.

Das zeigt schon, wie schwierig die meisten Leute die chinesische Sprache beurteilen. Aber keine Bange, mit der richtigen Herangehensweise und einer gehörigen Portion Motivation und Disziplin kann man auch Mandarin relativ schnell erlernen. Besonders schwierig erscheinen am Anfang die Schriftzeichen, die mit unserer lateinischen Schrift leider überhaupt nichts gemein haben.

Genau wie beim Chinesisch Schreiben benötigt Ihr auch beim Mandarin Lesen zunächst einige Hilfestellungen, die wir Euch in diesem Artikel geben werden.

Die Transkription ins lateinische Alphabet – Pinyin

Die Pinyin-Methode übersetzt chinesische Schriftzeichen soweit es geht in unsere lateinischen Buchstaben. Auch, wenn sich diese Schriftart in den letzten Jahren immer mehr durchgesetzt hat, ist es dennoch unabdingbar, dass man früher oder später auch die chinesischen Schriftzeichen erlernt.

Die Einführung der Pinyin-Methode als internationale Referenz reicht zurück bis ins Jahre 1958 und wurde schließlich 1979 auch von der chinesischen Regierung übernommen. Mit dieser Methode wird versucht, die chinesischen Schriftzeichen zu „romanisieren“, also ins lateinische Alphabet zu überführen. Ziel ist es, dass jeder Europäer oder Amerikaner, der von Mandarin keine Ahnung hat, bestimmte Wörter oder Namen auf Chinesisch lesen kann.

Viele Menschen beschränken sich beim Mandarin Lernen in zwischen exklusiv auf die Pinyin-Methode und vernachlässigen die Schriftzeichen komplett. Es kommt immer darauf an, aus welchem Grund man überhaupt Mandarin lernt.

Nicht jeder will die chinesische Schrift perfekt lernen Wer nach China reisen will, der braucht nicht unbedingt Schriftzeichen zu verstehen | Quelle: Pixabay

Wer eine Reise nach China plant und einfach nur einige Sätze sprechen und verstehen lernen möchte, etwa sich im Restaurant etwas zu essen bestellen oder sich vorzustellen, für den reicht es völlig aus, Chinesisch mit der Pinyin-Methode zu lernen.

Wer aber in China eine längere Zeit verbringen oder gar eine Stelle in Shanghai oder Peking antreten möchte und die Nuancen und Subtilitäten der chinesischen Sprache verstehen will, der sollte auf jeden Fall neben dem Erlernen der Pinyin-Methode auch ein Studium der chinesischen Schriftzeichen in Betracht ziehen.

Die besten Lehrbücher, um Chinesisch zu lernen

Wer Mandarin lernen möchte, für den gilt: Üben, Üben, Üben! Dabei ist es entscheidend, dass Ihr beim Lernen die richtigen Hilfsmittel zur Verfügung habt. Auch, wenn Lehrbücher inzwischen seltener als früher genutzt werden, so empfehlen wir Euch dennoch, Euch eines anzuschaffen. Denn mit ihnen könnt Ihr schnell und effizient Chinesisch Lesen lernen.

Hier einige Beispiele:

So lernt man Chinesisch, HSK1 und HSK2 (Anfänger) von Huiqin Mao

Dieses Buch ist nicht nur zum Einstieg und Training der chinesischen Sprache gedacht, sondern umfasst gleichzeitig auch alle nötigen Vokabeln und Grammatikerläuterungen, um Euch bestens auf Euren Aufenthalt im Reich der Mitte vorzubereiten.

Das Buch bekommt Ihr inklusive einer MP3-CD mit allen Vokabeln und Texten, was Euch dabei helfen soll, Euer Hörverstehen sowie Eure Aussprache zu verbessern.

Für dieses Lehrbuch müsst Ihr etwa 30 Euro ausgeben, die sich aber in jedem Fall lohnen werden!

Das Neue Praktische Chinesisch – Lehrbuch 1 (+ 4 CDs)

Das Neue Praktische Chinesisch (engl.: New Practical Chinese Rader) wird an Schulen und Universitäten weltweit als Standardlehrwerk für den Chinesisch Unterricht eingesetzt. Insgesamt wurde dieses Werk bereits über 400.000 Mal verkauft!

Dieses Lehrbuch ist sehr gut strukturiert und wird Euch dabei helfen, Chinesisch Lesen und Schreiben zu lernen. Wir empfehlen Euch, gleich das passende Arbeitsbuch dazu zu kaufen.

Die Übersetzer-App Pleco

Der große Vorteil an diesem digitalen Wörterbuch ist, dass es gleichermaßen sowohl von absoluten Chinesisch-Laien, als auch von fortgeschrittenen Chinesisch-Schülern genutzt werden kann.

Die App bietet verschiedene Funktionen. So könnt Ihr Euch zum Beispiel verschiedene Übersetzungs-Möglichkeiten für unterschiedliche Schriftzeichen anzeigen lassen und dazu gleich die richtige Aussprache des jeweiligen Wortes üben. Außerdem könnt Ihr selbst in der App chinesische Schriftzeichen zeichnen oder ein Foto von einem Schriftzeichen aufnehmen, und Euch dann die Pinyin-Transkription inklusive der deutschen Übersetzung anzeigen lassen.

Mobile Anwendungen können das Sprachenlernen erleichtern. Mit Apps lässt sich auch Chinesisch lernen leichter gestalten. | Quelle: Pexels via pixabay

Für Menschen, die eine Reise nach China planen, ist diese App fast ein Muss, denn dank Ihr kommt Ihr in Alltagssituationen im Reich der Mitte bestens zurecht. Ihr versteht ein Straßenschild nicht? Könnt die Karte im Restaurant nicht lesen? Pleco löst dieses Problem für Euch im Nu!

Die App ist erhältlich im Google- und Appstore und ist in der Basisversion kostenlos. Ihr könnt jedoch zusätzlich kostenpflichtige Packages herunterladen.

Neben Peco gibt es auch noch weitere Apps, die Euch dabei helfen werden, in China auch ohne Mandarin-Kenntnisse gut zurechtzukommen. Da gibt es zum Beispiel „Skritter“, eine App, mit der Ihr ebenfalls chinesische Schriftzeichen schreiben und übersetzen lassen könnt oder „Hello HSK“, die Euch auf den HSK-Test (HSK – Hanyu Shuiping Kaoshi) vorbereiten soll.

Einige Tipps & Tricks, um besser Mandarin Schreiben und Lesen zu können

Übt mit Inhalten, die Euch vertraut sind

Es gibt Millionen an verschiedenen Büchern auf Chinesisch, die Ihr im Laufe der Zeit entdecken könnt. Für Anfänger bietet es sich aber an, sich auf Werke zu beschränken, die Ihr inhaltlich bereits kennt. So könnt Ihr viele Wörter aus dem Kontext erschließen!

Ihr könntet so zum Beispiel Euren Lieblings-Comic auf Chinesisch lesen oder einen Film, den Ihr gerne mögt, mit chinesischen Untertiteln schauen. Auch, wenn Ihr sprachlich einmal etwas nicht versteht, verliert Ihr nicht gleich den Überblick und könnt einfach weiterlesen oder schauen.

Am effektivsten ist es, wenn Ihr Chinesisch hört und gleichzeitig lest, um Hör-und Leseverständnis miteinander zu verbinden. Ihr könnt zum Beispiel Lieder auf Chinesisch hören und Euch den Songtext ausdrucken und mitlesen oder Euch ein Hörspiel auf Chinesisch anhören und das Buch mitlesen.

Warum nicht ein Hörbuch auf Chinesisch hören? Verbindet Lesen mit Hören, um schnell Chinesisch zu lernen | Quelle: Pixabay

Wenn Ihr schon ein fortgeschrittenes Niveau in Mandarin erreicht habt, ist es auch eine gute Idee, sich chinesische Zeitungen zur Hand zu nehmen. Beschränkt Euch zunächst auf einfache Titel und arbeitet Euch nach und nach zu komplizierteren Inhalten wie dem Wirtschaftsteil vor.

Warum es so wichtig ist, Routine ins Chinesisch-Studium zu bringen

Wer eine Sprache lernen will, die sich so stark von den westlichen Sprache unterscheidet, wie das bei Mandarin der Fall ist, der benötigt eine gewisse Regelmäßigkeit und Routine beim Mandarin Lernen.

Routine ist ein Wort, das häufig etwas negativ behaftet ist. Beim Sprachenlernen ist sie jedoch unabdingbar. 

Wer sich eine Routine beim Sprachenlernen einrichten will, der kann das nicht von heute auf morgen tun, denn Routine stellt sich mit der Zeit ein.

So könnt Ihr Euch zum Beispiel vornehmen, jeden Morgen vor der Arbeit eine viertel Stunde chinesische Nachrichte zu schauen (mit chinesischen oder deutschen Untertiteln), einen Artikel in einer chinesischen Zeitung zu lesen oder 5 – 10 neue Schriftzeichen zu lernen.

Für alle Fans der chinesischen Küche bietet es sich an, immer wieder neue chinesische Gerichte zu kochen und sich die Rezepte dafür auf chinesisch auszudrucken. Wer sich für Sport interessiert, der kann sich ein chinesischen Sportmagazin abonnieren usw.

Wenn Ihr jeden Tag die öffentlichen Verkehrsmittel nutzt, dann ladet Euch doch eine App herunter, mit der Ihr auf dem Weg zur Arbeit im Bus oder Zug Mandarin lernen könnt.

In der U-Bahn Chinesisch lernen ist möglich mit Podcasts! Auf dem Weg in die Arbeit habt Ihr genug Zeit, um Chinesisch zu lernen | Quelle: Pixabay

Es kommt immer auf Euch und Eure Lebenssituation an. Jeder kann sich aber mit Sicherheit 5-10 Minuten am Tag Zeit nehmen für’s Mandarin lernen!

Zusammengefasst:

  • Wer Chinesisch Lesen und Schreiben lernen will, der muss zwangsläufig auch regelmäßig neue Vokabeln lernen
  • Wenn Ihr auf ein Schriftzeichen stoßt, dass Ihr noch nicht kennt, dann solltet Ihr es sofort nachschlagen und versuchen, es zu verinnerlichen. Dafür könnt Ihr zum Beispiel die App „Pleco“ nutzen.
  • Je nachdem, aus welchem Grund Ihr Chinesisch lernen wollt, kann es sein, dass es sich für Euch gar nicht lohnt, die chinesischen Schriftzeichen zu erlernen (zum Beispiel, wenn Ihr nur für eine Reise nach China einige Sätze auf Mandarin lernen wollt). In diesem Fall könnt Ihr Euch ganz einfach auf die sogenannte Pinyin-Methode fokussieren, die die Schriftzeichen ins lateinische Alphabet transkribiert.
  • Nur, wer eine gewisse Routine in sein Chinesisch-Studium bringt, kann sich sicher sein, dass er früher oder später auf merkliche Fortschritte in Mandarin machen wird.

Wir wünschen Euch viel Erfolg beim Erlernen der chinesischen Schrift!

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