Wer in Deutschland arbeitet, der zahlt Steuern und zwar in vielen verschiedenen Formen: Einkommenssteuer, Umsatzsteuer, Energiesteuer, Kfz-Steuer und die Sozialabgaben wie Rentenversicherung, Krankenversicherung oder die Arbeitslosenversicherung.

Die meisten Arbeitnehmer*innen zahlen einen großen Teil ihres Gehaltes als Steuern an den Staat. Dafür gibt es aber auch eine Menge Ausgaben, die man von der Steuer absetzen kann.

Selbst diejenigen, die nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, sollten sich überlegen, freiwillig eine abzugeben, denn auch Menschen haben oft mehr steuerlich abzusetzen als sie glauben.

Mit den richtigen Steuertipps kannst du eine Menge Geld bei den Steuern sparen. In diesem Artikel zeigen wir dir, welche Kosten du von der Steuer absetzen kannst und geben dir den ein oder anderen Steuertipp.

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Und los geht's

Mit Werbungskosten Geld sparen

Wenn du als Arbeitnehmer*in bei einem/einer Arbeitgeber*in angestellt bist, dann kannst du grundsätzlich alle Aufwendungen im Zusammenhang  als steuermindernde Kosten geltend machen: die sogenannten Werbungskosten.

Neben den Kosten, die direkt mit deinen ausgeübten Tätigkeiten verbunden sind, kannst du auch Bewerbungskosten und Fortbildungskosten in der Steuererklärung präsentieren. Sie sorgen für eine Steuerrückzahlung.

Es gibt auch eine Menge steuerfreier Einnahmen, auf die man keine Steuern zahlen muss.

Ein Mann sitzt mit Blick auf die Straße in einem Auto und hält das Lenkrad.
Fahrtkosten für den Weg zur Arbeit kannst du teilweise absetzen. |Quelle:
why kei via Unsplash

Diese Werbungskosten gibt es:

  • Bewerbungskosten: es gibt bestimmte Pauschalen für Kosten, die im Zuge der Bewerbung entstanden sein können und die absetzbar sind.
  • Fahrtkosten: hier wird pro Tag ein bestimmter Betrag für die Hin- oder Rückfahrt zur Arbeit berechnet. Für die Distanz zwischen Hauptwohnsitz und Arbeitsstelle wird pro Kilometer eine Pauschale von 30 Cent gezahlt.
  • Reisekosten: wenn du beruflich irgendwo hinfahren und übernachten musst, dann kannst du diese Kosten inklusive Verpflegungspauschale von der Steuer absetzen.
  • Fachliteratur
  • Fortbildungskosten: 
  • Kosten für das Arbeitszimmer: wer von zu Hause aus arbeitet, der kann sowohl Büromöbel, Computer oder Telefonkosten absetzen, als auch eine bestimmte Pauschale für die Nutzung eines Raums in der Wohnung als Arbeitszimmer.
  • Unfallkosten: Kosten, die durch einen Unfall auf der Arbeit oder auf dem Weg dorthin entstanden sind, können in der Steuererklärung abgesetzt werden.
  • Berufliche Arbeitsmittel: wenn der Preis für Arbeitsmittel wie Geräte unter 800 Euro pro Stück bleibt, dann können sie im vollen Umfang sterblich geltend gemacht werden.

Zu den Werbungskosten fallen außerdem Reparaturkosten für berufliche Arbeitsmittel oder Reinigungskosten, die für die Reinigung von Berufskleidung anfallen.

Wenn Arbeitnehmer keine Werbungskosten im Konkreten angeben, dann berechnet das Finanzamt einen Werbungskosten-Abzug in Höhe von 1.000 Euro als sogenannter Arbeitnehmer-Pauschbetrag.

Auch wenn du deine Steuererklärung selber machst, solltest du diese Werbungskosten kennen.

Handwerkerleistungen und haushaltsnahe Dienstleistungen

Bestimmte Ausgaben im Haushalt können Arbeitnehmer in der Steuererklärung anrechnen lassen. Unter diese Kosten fallen Kosten für Handwerker und selbstständige Dienstleister.

Wenn du in deinem Haus Handwerker arbeiten lässt, dann kannst du 20% der Kosten oder maximal 1.200 Euro im Jahr von der Steuer absetzen. Dabei geht es nur um den Arbeitslohn und Fahrtkosten der Handwerker, nicht um Materialkosten.

Damit du diese Kosten absetzen kannst, musst du sie nachweisbar überwiesen haben. Wenn du also für eine Leistung bar bezahlt hast, dann kannst du dies nicht in der Steuererklärung anbringen.

Außerdem dürfen die Arbeiten, um die es geht, nicht an einem Neubau stattgefunden haben und sie müssen in dem Haus stattgefunden haben, in dem du wohnst.

Diese Kosten sind auch bei der Steuererklärung für Rentner wichtig!

Kosten für die Reinigungskraft zu Hause lassen sich von der Steuer absetzen. |Quelle: Anton via Unsplash

Neben den Handwerkerleistungen können auch haushaltsnahe Dienstleistungen, wie die Kosten für eine Haushaltshilfe in der Steuererklärung angegeben werden. Auch hier kannst du 20% der Kosten absetzen, die maximal anerkannte Summe liegt hier aber bei 4.000 Euro.

Neben Haushaltshilfen zählen auch ambulante Pflegedienste, die man selbst in Anspruch nimmt, zu dieser Kategorie.

Ähnlich wie bei den Handwerkerkosten dürfen auch bei den haushaltsnahen Dienstleistungen nur die Fahrtkosten und der Arbeitslohn abgesetzt werden und sie müssen dafür an dem Ort stattfinden, wo man selbst wohnt.

Um die Kosten geltend machen zu können, müssen sie durch eine Rechnung nachweisbar sein. Auf Anfrage muss man also dem Finanzamt Belege über diese Kosten vorlegen. 

Dies spielt auch bei der Steuererklärung für Freiberufler eine Rolle.

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Steuervorteile für Arbeitnehmer mit Kindern

Wer als Arbeitnehmer bei einem Arbeitgeber angestellt ist und Kinder hat, der kann Geld sparen, wenn er oder sie in der Steuererklärung die Anlage Kind ausfüllt.

Grundsätzlich können die Kosten für die Kinderbetreuung, ob durch den Kindergarten, einen Babysitter oder eine sonstige Fremdbetreuung von der Steuer abgesetzt werden. Pro Kind können Kosten bis zu 2/3 oder 4.000 Euro pro Jahr steuerlich geltend gemacht werden.

Diese Aufwendungen kann man nur solange geltend machen, bis das Kind das 14. Lebensjahr vollendet hat. Anders sieht das bei Kindern aus, die eine geistige oder körperliche Behinderung haben. Auch hier kann das Finanzamt Belege verlangen.

Bei Kosten, die durch Kinder aufkommen, vergleicht das Finanzamt, ob ein Arbeitnehmer durch den Abzug eines Kinderfreibetrags mehr Steuern zurückerstattet bekommen würde, als er Kindergeld bekommt. Wenn dies so sein sollte, bekommt der Arbeitnehmer eine Steuerminderung.

Kinder sorgen auch für bestimmte Ermäßigungen bei den Steuern, wenn es beispielsweise um das Schulgeld geht.

Vier Kinder mit Gummischuhen stehen draußen und halten sich an den Händen.
Wer Kinder hat, der sollte die Anlage "Kind" in der Steuererklärung ausfüllen. |Quelle: Ben Wicks via Unsplash

Auch bestimmte Sonderausgaben können Eltern absetzen, wenn sie zum Beispiel für volljährige Kinder noch Kindergeld erhalten. Dann sind die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung der Kinder in der Steuererklärung absetzbar.

Um den Überblick zu behalten, kann es sich lohnen, die Steuererklärung von einem Steuerberater machen zu lassen.

Diese Sonderausgaben gibt es

In der Anlage Sonderausgaben in der Steuererklärung kannst du bestimmte Ausgaben für Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung absetzen und so Geld sparen.

Die Beträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ohne Zusatztarife lass sich in voller Höhe absetzen. Das gilt bis zu einer Gesamtsumme von 1.900 Euro, die bei Selbstständigen auf bis zu 2.800 Euro ansteigt.

Wenn dieser Betrag durch die Krankenversicherung und Pflegeversicherung noch nicht ausgeschöpft ist, dann können auch Ausgaben für die Haftpflichtversicherung, Unfallversicherung oder Zahnzusatzversicherung eingebracht werden.

Auch von den Beträgen der Rentenversicherung können Arbeitnehmer einen großen Teil steuerlich abziehen. Ausgaben für die Rentenversicherung zählen bei den Sonderausgaben als Vorsorgeaufwendungen. 

Das gilt auch für Riester-Beiträge, bei denen man 4 % des jährlichen Bruttoeinkommens steuerlich absetzen kann sowie für Unterhalt, den ein Arbeitnehmer seinem Ex-Lebenspartner gegebenenfalls zahlen muss.

Unter die Sonderausgaben fallen auch Spenden, die man für kirchliche, gemeinnützige oder wissenschaftliche Zwecke ausgegeben hat. Bis zu 200 Euro pro Spenden kann man auch ohne Spendenbeleg steuerlich absetzen. Du brauchst lediglich einen Nachweis, dass du das Geld auf ein entsprechendes Spendenkonto überwiesen hast.

Schließlich gehört auch die Kirchensteuer dazu, die in der Steuererklärung steuermindernd geltend gemacht werden kann. 

Die Sonderausgaben sollte man auch bei der Steuererklärung für Studenten beachten.

Außergewöhnliche Belastungen für Arbeitnehmer*innen

Bestimmte Aufwendungen kann man als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung geltend machen. Auch Kosten für ein Umzugsunternehmen oder einen Makler können im Rahmen der Umzugskostenpauschale von der Steuer abgesetzt werden. Dazu muss der Umzug entweder beruflich bedingt sein oder der Fahrtweg zur Arbeit muss dadurch nachweislich verkürzt werden.

Auf einem Buch liegt eine geöffnete Brille.
Kosten für die Brille zählen zu außergewöhnlichen Belastungen. |Quelle:
Mari Helin via Unsplash

Diese außergewöhnlichen Belastungen gibt es:

  • Gesundheitskosten: auch wenn die Krankenkassen viele Kosten übernehmen, müssen viele Menschen Kosten für Medikamente, Brillen, Kuren oder Zahnersatz selbst übernehmen. Diese kann man als außergewöhnliche Belastung absetzen. Dazu ermittelt das Finanzamt einen zumutbaren Eigenanteil, der von der Höhe der Einkünfte und vom Familienstand abhängig ist. Diese Eigenanteil kann nicht abgezogen werden.
  • Beerdigungskosten: wenn Beerdigungskosten anfallen und diese höher sind als das Erbe des Hinterbliebenen, dann können sie bis zu 7.500 Euro als außergewöhnliche Belastung eingetragen werden.
  • Wohnungsumbau aufgrund einer Behinderung: wenn du im Fall einer Behinderung deine Wohnung behindertengerecht umbauen lassen musst, dann kannst du die dadurch entstandenen Kosten in dieser Kategorie geltend machen.
  • Künstliche Befruchtung: die Kosten, die auf eine Einzelperson oder ein Ehepaar zukommen, wenn sie dem Kinderwunsch nur durch eine künstliche Befruchtung nachkommen können, lassen sich in der Kategorie steuerlich absetzen.
  • Unterstützung bedürftiger Personen: wenn du eine bedürftige Person unterstützt, der du gesetzlich unterhaltsverpflichtet bist, dann kannst du diese Aufwendungen bis zum Unterhaltshöchstbetrag geltend machen.
  • Pflege-Pauschbetrag: man kann die Aufwendungen, die entstehen, wenn man jemanden unentgeltlich häuslich pflegt, nicht nur als außergewöhnliche Belastung eintragen sondern auch mit dem Pflege-Pauschbetrag. Pflegepersonen, die die Pflege eines Angehörigen übernehmen, erhalten anteilig diesen Pauschbetrag.

Neben diesen verschiedenen Aufwendungen, gibt es noch einige Steuertipps für weitere Einsparungen. So kannst du die Rechtsschutzversicherung steuerlich geltend machen, wenn die Versicherung mit einem Arbeitsrechtsschutz das Arbeitsleben abdeckt. 

Und wer sein Auto nicht nur privat sondern auch häufig beruflich nutzt, der kann über den Punkt der gemischten Aufwendung die Kfz-Steuer steuerlich absetzen. Dafür braucht es jedoch einen Nachweis über die berufliche Nutzung. 

Weitere Kosten, die absetzbar sind, die Kosten für eine Privatschule. Wenn dein Kind eine solche Schule besucht, kannst du bis zu 30% oder 5.000 Euro der Kosten absetzen.

Wer seine Steuererklärung machen möchte oder muss, der muss einiges beachten. Aber es lohnt sich, denn in den meisten Fällen gibt es Geld vom Staat zurück und das oft nicht zu wenig.

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Elissa

Leidenschaftliche Weltenbummlerin, Köchin und Lebensgenießerin.