Du musst für ein Schulprojekt, eine Studienarbeit oder gar eine Bachelorthesis eine wissenschaftliche Umfrage durchführen und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Keine Sorge, wir helfen dir bei der Vorbereitung der Umfrage, zeigen dir, wie du einen Fragebogen erstellen kannst und geben dir Tipps zur Durchführung.

Das Ziel deiner wissenschaftlichen Forschung ist es in der Regel, eine Hypothese mithilfe einer Umfrage zu überprüfen. Du befragst dazu einen bestimmten Personenkreis, der für deine Hypothese bzw. deinen Forschungszweck relevant ist. Dieser wird als deine Stichprobe bezeichnet.

Ein guter Umfragebogen ist essenziell für den Erfolg deiner Forschung. Um zu einem gewünschten Ergebnis deiner Umfrage zu gelangen, muss dein Fragebogen auf deine Stichprobe und deine zugrunde liegenden Thesen zugeschnitten sein. Wie genau der Fragebogen aussehen sollte und welche Fragen und Methoden sich am besten eignen, ist daher ganz individuell.

Was du grundsätzlich bei der Fragebogenerstellung beachten solltest, erfährst du im folgenden Artikel.

Die besten verfügbaren Lehrkräfte für Statistik
1. Unterrichtseinheit gratis!
Andrea
5
5 (49 Bewertungen)
Andrea
75€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Thomas
5
5 (26 Bewertungen)
Thomas
48€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Viktor
5
5 (132 Bewertungen)
Viktor
80€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Julien
4,9
4,9 (13 Bewertungen)
Julien
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Rafael
5
5 (24 Bewertungen)
Rafael
42€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Boris
5
5 (8 Bewertungen)
Boris
20€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Markus
5
5 (22 Bewertungen)
Markus
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Christoph
5
5 (28 Bewertungen)
Christoph
35€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Andrea
5
5 (49 Bewertungen)
Andrea
75€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Thomas
5
5 (26 Bewertungen)
Thomas
48€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Viktor
5
5 (132 Bewertungen)
Viktor
80€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Julien
4,9
4,9 (13 Bewertungen)
Julien
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Rafael
5
5 (24 Bewertungen)
Rafael
42€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Boris
5
5 (8 Bewertungen)
Boris
20€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Markus
5
5 (22 Bewertungen)
Markus
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Christoph
5
5 (28 Bewertungen)
Christoph
35€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis>

Allgemeine Vorüberlegungen zur Datenerhebung

Bevor du mit der Erstellung deiner Umfragebögen überhaupt loslegen kannst, musst du dir über einige grundsätzliche Überlegungen klar werden und die passende Methode für deine Forschungsarbeit auswählen.

Schließlich kann zwischen qualitativer und quantitativer Forschung unterschieden werden. Bei der qualitativen Forschung steht, wie der Name schon andeutet, die inhaltliche Qualität der Antworten im Vordergrund. Es geht hier in erster Linie um eine Abfrage der subjektiven Meinung und Einschätzung der Befragten.

Dazu werden in der Regel persönliche Einzelinterviews oder Gruppendiskussionen durchgeführt. Es werden vor allem offene Fragen gestellt. Meist folgen qualitative Datenerhebungen keiner klarer Struktur, da die Frageweise individuell an den Befragten angepasst werden muss, um möglichst interessante und aussagekräftige Antworten zu erhalten.

Wie findet eine Datenerhebung statt?
Gruppendiskussionen sind eine Methode der Datenerhebung | Bildquelle: Unsplash

Die aus den schriftlichen oder mündlichen Interviews oder Gesprächen erfassten Informationen werden anschließend ausgewertet und liefern häufig sehr spannende Erkenntnisse in Bezug auf die Forschungsfrage.

Die Menge der befragten Gruppe ist bei der quantitativen Forschung üblicherweise deutlich geringer als bei der quantitativen Forschung. Bei letzterer geht es darum, möglichst viele Daten und Fakten über eine Stichprobe zu sammeln.

Dazu kommen vor allem geschlossene Fragen oder Multiple Choice Fragen zum Einsatz. Die Antworten können im Anschluss statistisch analysiert und mit Methoden der Datenanalyse ausgewertet werden. Von der befragten Stichprobe können mithilfe der Wahrscheinlichkeitsrechnung im Rahmen der induktiven Statistik Rückschlüsse auf eine größere Grundgesamtheit getroffen werden.

Während die Ergebnisse der qualitativen Forschung in Worten wiedergegeben werden, liefert die quantitative Analyse statistische Werte in Zahlen und Prozentwerten. Voraussetzung für diese Methode ist allerdings eine repräsentative Stichprobengröße.

Wie läuft eine Datenerhebung ab?
Eine gute Datenerhebung muss gut durchdacht sein | Bildquelle: Unsplash

Repräsentativ bedeutet zum einen, dass die Menge der Befragten ausreichend groß ist. Als Faustregel gilt mindestens 100 Teilnehmende der Umfrage – das ist aber stets abhängig von den zur Verfügung stehenden Mitteln, der Größe der Grundgesamtheit und dem Zweck der Datenerhebung. Immerhin bedeutet eine größere Stichprobe auch mehr Aufwand und höhere Kosten.

Zum anderen sollte die Stichprobe die Grundgesamtheit adäquat widerspiegeln. Verteilungen von demografischen Faktoren wie Geschlecht, Alter, Bildungsstand, Familienstand, Wohnort, Einkommen etc. sollten also grob mit denen der Grundgesamtheit übereinstimmen.

Nur wenn deine Stichprobe repräsentativ ist, kannst du signifikante Ergebnisse im Rahmen der quantitativen Analyse erhalten. Vergiss nicht, deine Stichprobe im Rahmen deiner Ergebnisdarstellung ausreichend zu beschreiben. Die Stichprobenbeschreibung muss in jedem Fall Teil der Forschungsarbeit sein und Aufschluss über die Demografie der Befragten und die Art und Weise der Befragung bzw. Rekrutierung geben.

Entscheide also zunächst, ob für dein Forschungsziel eine qualitative oder eine quantitative Datenerhebung sinnvoll ist. Selbstverständlich kannst du auch beide Methoden kombinieren, um mit deiner Umfrage die besten Ergebnisse zu erzielen.

Die richtige Vorgehensweise zum Fragebögen erstellen

Wenn du dir Gedanken gemacht hast, wie du deine Datenerhebung grundsätzlich gestalten möchtest und dich für einen schriftlichen Fragebogen entschieden hast, kann du dich nun an die Erstellung der Umfragebögen machen.

Zusammengefasst solltest du dabei nun wie folgt vorgehen:

  1. Hypothesen bilden in Bezug auf deinen Forschungszweck
  2. Fragen formulieren
  3. Die Fragen in bestimmte Themenbereiche gliedern
  4. Den Fragebogen testen und gegebenenfalls nochmals überarbeiten

Die Fragen sollten so gewählt sein, dass sie dir bei der Überprüfung deiner Hypothese(n) dienlich sind. Sie sollten also nicht zu weit vom eigentlichen Forschungsthema wegführen und präzise genug gestellt sein.

„Dem guten Frager ist schon halb geantwortet.“ – Friedrich Nietzsche

Du kannst dabei zwischen verschiedenen Fragetypen wie offenen und geschlossenen Fragen variieren. Offene Fragen integrieren den Aspekt der qualitativen Meinungsforschung – hier haben die Befragten die Möglichkeit, in eigenen Worten ganz frei auf die Frage zu antworten.

Eine offene Frage empfiehlt sich zum Beispiel für dein Einstieg in die Umfrage oder als Abschluss. Beispiele für offene Fragen wären „Wie gefällt Ihnen XY?“ oder „Warum würden Sie XY (nicht) weiterempfehlen?“. Offene Fragen liefern wertvolle Resultate und bringen häufig Anstöße oder Ideen hervor, an die du selbst vielleicht noch gar nicht gedacht hast.

Welche Fragetypen gibt es?
Je nach Art der Datenanalyse kommen eher geschlossene oder eher offene Fragetypen in Betracht | Bildquelle: Unsplash

Geschlossene Fragen geben im Unterschied dazu verschiedene Antwortmöglichkeiten vor bzw. beziehen sich ganz konkret auf die Abfrage eines bestimmten Merkmals, wie zum Beispiel Alter, Beruf, Wohnort oder Geschlecht. Auch ja/nein-Fragen sind typische Beispiele für geschlossene Fragen.

Ebenfalls beliebt sind sogenannte Multiple Choice Fragen, bei denen die Befragten eine oder mehrere vorgegebene Antwortmöglichkeiten ankreuzen. Sinnvoll zur Abfrage der subjektiven Einschätzung zu bestimmten Themen sind außerdem Skalenniveaus bzw. Bewertungsfragen, bei denen zum Beispiel zu Aussagen eine Einschätzung von 1 – 10 in Bezug auf „stimme gar nicht zu“ bis hin zu „stimme vollkommen zu“ gegeben werden kann.

Zusammengefasst gibt es folgende Optionen für geschlossene Fragen:

  • Dichotome Fragen (z. B. ja / nein)
  • Trichotomische Fragen (z. B. ja / nein / weiß nicht)
  • Auswahlfragen (Single Choice Fragen)
  • Multiple Choice Fragen / Aufzählungsfragen
  • Bewertungsfragen
  • Filterfragen
  • Verhaltensfragen
  • Überzeugungsfragen
  • Eisbrecherfragen

Der Vorteil von geschlossenen gegenüber offenen Fragen ist, dass diese skalierbar sind und am Ende leichter auszuwerten sind. Du kannst die Antwortmöglichkeiten standardisieren und dementsprechend unkompliziert in eine Statistiksoftware zur Analyse der Daten eintragen.

Achte darauf, dass dein Umfragebogen nicht zu lang wird. Ansonsten läufst du Gefahr, dass die Befragten bei zunehmender Länge das Interesse verlieren, nicht mehr konzentriert und sorgsam antworten oder gar die Umfrage vorzeitig beenden. Das wirkt sich negativ auf die Umfrageergebnisse aus und könnte diese verfälschen, wenn nur ein Teil der Fragen beantwortet wurde.

Hier ist noch einmal eine Auflistung wichtiger Aspekte, die du beim Fragebogen erstellen berücksichtigen solltest:

  • Stelle nur Fragen, die sinnvoll für dein Forschungsthema sind.
  • Gliedere deinen Fragebogen in unterschiedliche Themenblöcke, um ihm mehr Struktur und Übersichtlichkeit zu verleihen.
  • Stelle deine Fragen klar und verständlich. Das bedeutet, verwirrende Satzstrukturen und zu viele Fremdwörter zu vermeiden.
  • Formuliere deine Fragen neutral, also nicht wertend oder suggestiv. Vermeide außerdem hypothetische Fragen.
  • Integriere am Anfang oder Ende des Fragebogens in jedem Fall eine kurze Abfrage relevanter demografischer Daten. Mithilfe dieser findest du heraus, ob die Person relevant für deine Grundgesamtheit ist und du kannst die Repräsentativität deiner Stichprobe überprüfen.
  • Beginne den Fragebogen mit einer kurzen Einleitung zum Forschungsziel und der Verwendung der gemachten Angaben. Hier kannst du außerdem eine kurze Anleitung zum Ausfüllen der Umfragebögen geben.
  • Am Ende der Fragebögen solltest du dich kurz für die Teilnahme bedanken und ein Feld für weitere, abschließende Anmerkungen einfügen.

Das Gute am World Wide Web ist, dass du eine große Auswahl für eine Umfragebogen Vorlage und Fragebögen Beispiele finden kannst, die dir die Erstellung deines eigenen erleichtern können und dir Inspiration bieten. Deine eigene Vorlage kannst du ganz einfach bei Microsoft Word erstellen und ins passende Layout formatieren.

Durchführung der Umfrage: Offline vs. Online Fragebogen?

Du hast deine Hypothesen aufgestellt, deine Fragen überlegt und gegliedert und bist im Grunde bereit für die Durchführung deiner Datenerhebung?

Dann bleibt dir vielleicht noch eine Frage offen: Solltest du die Umfrage online oder offline durchführen?

Wie immer, gibt es auch hier für beide Optionen Vor- und Nachteile. Mit einem Online Fragebogen kannst du mit weniger Aufwand deutlich mehr Menschen erreichen. Dank sozialer Netzwerke und Co. war das Teilen von Umfragebögen wohl noch nie so heute – einfach in zwei, drei passende Facebook-Gruppen posten und schon hast du eine gute Anzahl an Antworten.

Du sparst dir dabei ziemlich viel Zeit, da du nicht jede Person einzeln befragen musst. Stattdessen teilst du den Link und kannst dich anderen Dingen widmen, während deine Zielgruppe die Umfrage ausfüllt.

Für die Erstellung von Online Fragebögen gibt es zahlreiche Online-Dienste, die meist auch eine kostenfreie Variante mit begrenzten Funktionen haben. Am bekanntesten ist wahrscheinlich der Anbieter SurveyMonkey.

Soll die Datenerhebung online oder offline stattfinden?
Sowohl Online- als auch Offline-Fragebögen haben Vor- und Nachteile | Bildquelle: Unsplash

Wenn du ein erklärungsbedürftiges Thema hast oder Fragen, die leicht missverstanden werden können, ist bei Online Umfragen allerdings die Gefahr groß, dass nicht immer die passenden Antworten gegeben werden.

In solchen Fällen solltest du gegebenenfalls auf eine traditionelle persönliche Umfrage zurückgreifen und die befragten Personen durch den Fragebogen leiten. Das macht auch Sinn, wenn du beispielsweise die Einkäufer in deiner Stadt befragen möchtest – die erreichst du gezielter in der Fußgängerzone, als im Internet.

Es kommt also ganz auf deine gewünschte Stichprobe an. Ist diese sehr eng eingegrenzt, musst du bei der Verbreitung deiner Fragebögen sicherstellen, dass er auch die richtigen Menschen erreicht. Das geht oft persönlich einfacher als online.

Ist es für deine Forschung aber vor allem wichtig, eine möglichst große Stichprobe zu generieren, so sparst du dir Zeit, Aufwand und Nerven, indem du auf eine online Umfrage zurückgreifst.

Wir hoffen, unsere Tipps konnten dir weiterhelfen und wünschen dir viel Erfolg bei der Erstellung und Durchführung deiner Datenerhebung!

Auf der Suche nach einer Lehrkraft für Statistik?

Dir gefällt unser Artikel?

5,00/5 - 1 vote(s)
Loading...

Miriam

Miriam arbeitet als freie Autorin & Yogalehrerin. Getrieben von großer Neugier liebt sie es, Neues zu entdecken und zu erlernen; sich selbst weiterzuentwickeln und anderen dabei zu helfen.