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Wo lerne ich, wie ein Profi zu malen?

Von Bertine, veröffentlicht am 25/07/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Malerei > Malen und Zeichnen lernen an einer Kunsthochschule: Das solltest du wissen!

An den vom Kulturministerium anerkannten 25 staatlichen Kunsthochschulen in Deutschland studieren fast 15.000 Studenten.

Wenn Du eine kreative Ader hast und leidenschaftlich gerne malst oder zeichnest, hast Du Dir vielleicht schon überlegt, Kunst an einer Kunsthochschule studieren?

Die Studiengänge an Kunsthochschulen sind vielfältig: Wir erklären Dir die verschiedenen Möglichkeiten und auf was Du achten musst, um an einer Kunsthochschule angenommen zu werden.

Bist Du für die Kunsthochschule geschaffen?

Du willst malen? Dann solltest Du das tun! | Quelle: Pixabay

  • Du hast Deine gesamte Schulzeit mit Zeichnen, Kritzeln und Malen verbracht?
  • Du zeichnest, schaust Dir Kunstwerke an oder liest ein Buch über Kunstgeschichte, wenn Du Dich langweilst?
  • Deine Kreativität kennt keine Grenzen? Du kannst eigene Geschichten mit Acryl, Tusche oder Bleistift erfinden?
  • Du kannst einfach anhand einer Stilanalyse feststellen, welcher Maler ein Gemälde gemalt hat, da Du viel Zeit in Museen verbringst?
  • Während der Schulferien bevorzugst Du kreative Workshops, erstellst Collagen, malst ein Bild oder streichst Deinen Nachttisch neu an?
  • Du gehst nie ohne Block und Bleistift aus dem Haus?

Wenn Du Dich in dem oben beschriebenen Profil wiederkennst, besteht kein Zweifel, dass Du kreativ bist!

Jetzt musst Du nur noch wissen, ob Du auch wirklich für eine Kunsthochschule gemacht bist. Grundvoraussetzungen, um Kunst zu studieren, sind Kreativität und Talent.

Jedes Jahr machen Tausende von Schülern die Aufnahmeprüfung an einer staatlichen Hochschule für bildende Künste.

„Inzwischen nutze ich fast jede freie Minute zum Malen. Manchmal sitze ich acht, neun Stunden am Tag an einem Bild und mache nur wenige kurze Pausen. Kaum habe ich ein Gemälde angefangen, kommt mir schon die Idee zu einem neuen. Ich glaube, ich habe einfach nicht genug Lebenszeit um all das zu malen, was ich möchte“. Lilien Grupe, 21, studiert im dritten Semester freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig.

Es gibt kein typisches Profil, um bereit für  ein Studium an einer Kunsthochschule zu sein. Du solltest Dich auf jeden Fall bereits mit verschiedenen Zeichentechniken vertraut machen, indem Du Mal- und Zeichenkurse belegst.

Welche Qualitäten sind erforderlich?

  • Eine große Arbeitsfähigkeit,
  • Gute Praxis im Zeichnen und anderen künstlerischen Praktiken (Skulptur, Gravur, Grafikdesign, lebendes Modellzeichnen, Kohle, Acrylmalerei …),
  • Ein hohes Mass an Kreativität,
  • Beharrlichkeit
  • Eine große Autonomie,
  • Neugierde und Offenheit,
  • Eine gute Reflexionsfähigkeit.

Verbessere Deine Fähigkeiten mit einem Malkurs!

Die Mappe: Wie werde ich an einer Kunsthochschule aufgenommen?

Kunsthochschulen sind immer mehr gefragt. Es gibt oft fünfmal mehr Kandidaten als Plätze. Infolgedessen steigen die Anforderungen der Schulen. Wenn Du Dich nach dem Abitur noch nicht bereit fühlst, Dich mit einer Mappe an einer Kunsthochschule zu bewerben, dann zögere nicht, einen Kurs zu machen: Das Niveau für die Mappe ist sehr anspruchsvoll. Es gibt sogar spezielle Mappenvorbereitungskurse.

Zeige eine eigene Persönlichkeit

Zögere nicht, Dich gründlich vorzubereiten, bevor Du Deine Mappe erstellst, selbst wenn es ein Jahr dauert. Dieses Jahr der Vorbereitung ermöglicht Dir, Deinen eigenen Stil zu entwickeln und eine Mappe zu erstellen, die Dich und Deinen Stil widerspiegelt.

Viele zukünftige Kunststudenten haben nach dem Abitur nicht die nötige Reife, um direkt eine Kunsthochschule zu besuchen. Nichts hindert Dich daran, wenn Du Dich bereit fühlst, aber schlage Deinen Wunsch nicht gleich in den Wind, wenn Du Dich nicht bereit fühlst. Lass Dir Zeit, Dich vorzubereiten. Zeichenstunden kannst Du übrigens auch online nehmen.

Achte darauf, Deine Vorbereitung so zu wählen, dass sie Dich nicht „formatiert“ –  es geht nicht darum, dass alle Kandidaten das gleiche abliefern!

Schule Deine künstlerischen Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen! | Quelle: Pixabay

Wähle Deine Schule

WennDu auf die Schule abzielst, die zu Dir passt, ist dies weitaus rentabler, als wenn Du Deine Unterlagen an alle Kunsthochschulen in Deutschland schickst. Erstelle eine Mappe, die zum Angebot der Hochschule passt und erhöhe so Deine Chancen, angenommen zu werden.

Nur an einer Schule, deren Angebot zu Dir passt, kannst Du Dein Talent, Dein Wissen und Deine Technik in Übereinstimmung mit Deiner Persönlichkeit entwickeln.

Jede Schule hat unterschiedliche Schwerpunkte:

  • Dekorative Kunst,
  • Grafische Kunst,
  • Bildende Kunst,
  • Visuelle Kommunikation,
  • Raumgestaltung …

Du musst entscheiden, was Du am Interessantesten findest und nicht zuletzt auch, in welchem Bereich Du später einmal arbeiten möchtest:

Als Maler, Illustrator, Bildhauer, Designer, Schreiner, Graveur, Grafiker, Zeichner, Fotograf …

Bereite Dich auf die Aufnahmeprüfung vor

Jede Schule hat ihre eigenen Kriterien, aber es gibt Klassiker:

  • Der Zeichentest,
  • Die Prüfung der allgemeinen Kunstkultur,
  • Die mündliche Prüfung: Du präsentierst Deine Mappe vor einer Jury und solltest in der Lage sein, sie zu erklären und eine gewisse Stimmigkeit darin präsentieren zu können.
    Deine Mappe sollte zehn oder fünfzehn sehr unterschiedliche künstlerische Arbeiten enthalten, um die Bandbreite Deines Talents und Deine Fähigkeit zur Anpassung an verschiedene Medien aufzuzeigen. Dabei schadet es nicht, wenn Deine Arbeiten ein Oberthema als roten Faden haben. Wahrscheinlich werden Dir auch klassischere Fragen zu Deiner Motivation und Deinen Zukunftsplänen gestellt werden.

An manchen Schulen wird auch ein praktischer Gruppentest durchgeführt. Das Wichtigste ist, Du selbst zu sein. Prüfer suchen Persönlichkeiten und möchten sehen, wie der zukünftige Schüler in einer Arbeitsgruppe kommuniziert und wie er sich verhält.

Gib Dir Mühe mit der Erstellung deiner Mappe! | Quelle: Pixabay

Die Kosten: Kann man Kunst mit einem kleinen Budget studieren?

Die gute Nachricht: Die meisten Kunsthochschulen sind staatliche Schulen. Deshalb werden dort – außer im Bundesland Niedersachsen – keine Studiengebühren erhoben. Du bezahlst lediglich den üblichen Semesterbeitrag von etwa 200 Euro. In Deutschland gibt es 25 staatliche Kunsthochschulen, die Dir in drei bis fünf Jahren eine künstlerische Ausbildung anbieten.

Da diese allerdings recht überlaufen sind und die Konkurrenz um die Plätze dementsprechend hoch (An der Universität der Künste Berlin gibt es Studiengänge, bei denen sich 1000 Menschen um 40 Plätze bewerben), gesellen sich immer mehr private Hochschulen zu den staatlichen Kunsthochschulen.

An privaten Kunstakademien kostet Dich das Studium 2.000 Euro pro Semester oder mehr. Bis zu rund 25.000 Euro Gebühren zahlt ein Student an der Hochschule der populären Künste in Berlin für sein gesamtes Studium!

Das Angebot und die Ausbildung sind dort nicht unbedingt besser, jedoch häufig die Betreuung, da es weniger Studenten gibt und eine grössere Nähe zur kreativen Wirtschaft kann ein Vorteil der privaten Hochschulen sein. Viele Dozenten stammen aus der Praxis und haben dementsprechend gute Kontakte.

Die größte private Hochschule mit künstlerischem Schwerpunkt in Deutschland ist die AMD Akademie Mode & Design mit Standorten in Hamburg, Düsseldorf, München und Berlin.

Die privaten Hochschulen haben deutlich weniger Bewerber. Auswahlkriterien gibt es natürlich dennoch und künstlerisches Talent muss man überall nachweisen. Eine Mappe mit Deinen eigenen Arbeitsproben gehört auch dort zum Standard.

Ob es besser ist, an einer privaten Hochschule zu studieren, hängt von verschiedenen Kriterien ab und ist von Fall zu Fall verschieden. „Ganz wichtig ist die staatliche Anerkennung und die Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat“, sagt Volker Meyer-Guckel vom Stifterverband.

Egal, für welche Schule Du Dich entscheidest, Superprof hilft Dir gerne bei der Vorbereitung!

 

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