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Wann ist Nachhilfe für Schüler sinnvoll?

Von Melanie, veröffentlicht am 26/05/2017 Superprof Blog DE > Privatunterricht > Nachhilfe suchen > Ab welchem Alter lohnt sich Nachhilfe für Kinder?

Manche Eltern würden einfach alles dafür tun, dass ihre Kinder erfolgreich sind. 

Manches Mal sind sie dabei allerdings auch ein bisschen zu eifrig…

Und doch – kann man ihnen einen Vorwurf machen?

Wenn Dein Kind bereits einmal in der Situation war, dass es in der Schule nicht mitgekommen ist, oder wenn Du merkst, dass die Noten Deines Kindes allmählich nachlassen, hast Du sicher auch schon einmal über private Nachhilfestunden nachgedacht, oder?

Ob Privater Nachhilfe Unterricht zu Hause, Intensivkurse in den Ferien, Gruppenunterricht oder Online Nachhilfe – Du hast heutzutage die Qual der Wahl, was die Art des Privatunterrichts angeht.

Allerdings spielt das Alter Deines Kindes hierbei eine wichtige Rolle und sollte in die Entscheidungsfindung miteinbezogen werden.

Sicher hast Du bereits davon gehört, dass Nachhilfe erst ab einem bestimmten Alter Sinn machen soll. Stimmt dies oder ist es nur ein Gerücht?

Wir verraten es Dir!

Die Grundschule: der richtige Moment, um sofort an Nachhilfe zu denken?

Einige Eltern bekommen Panik, wenn sie sehen, dass ihre Kinder schon in der Grundschule nicht mitkommen. Das können wir gut verstehen.

Allerdings sollte man sich ernsthaft die Frage stellen, ob eine zusätzliche pädagogische Betreuung für so junge Kinder zwingend notwendig ist.

Sind Kinder in der Grundschule durch Nachhilfe überfordert? Nicht immer ist schulische Nachhilfe schon in der Grundschule sinnvoll.

Wenn Ihr als Eltern in einer solchen Situation seid, solltet Ihr zuallererst einen Termin mit dem Klassenlehrer vereinbaren.

Ausgebildete Lehrkräfte sind in der Lage, die Probleme ihrer Schüler zu identifizieren und gemeinsam mit ihnen eine Lösung zu finden, beispielsweise durch Nachhilfeunterricht: Der Lehrer wird Euch sagen können, welche Lösung Sinn macht.

Vielleicht gibt es an der Grundschule Eurer Kinder ja auch eine Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag?  

Wenn Ihr abends erst spät nach Hause kommt, könnte dies vielleicht eine passende Lösung und kostengünstige Alternative zur Einzelnachhilfe sein, die Eurem Kind dabei helfen kann, die unzähligen Tests und Arbeiten im Laufe des Schuljahres gut zu bestehen.

Die Aufgabe des Klassenlehrers ist es normalerweise, sich individuell um jeden Schüler zu kümmern und ihn in seinem Lernprozess zu unterstützen.

Ob in Mathe, Englisch oder in anderen Fächern – die Lehrkraft versichert sich, dass die Hausaufgaben gemacht und die Themen verstanden sind,  indem sie jede Aufgabe mit den Schülern korrigiert.

Auch wenn es eine echte Hilfe ist, solltet Ihr nicht allzu systematisch darauf zurückzugreifen. Das Kind ist noch zu jung und um eines langfristigen Lernerfolgs willen sollte es auch lernen, eigenständig Methoden zu entwickeln.

In der Grundschule (und im allgemeinen Schulalltag) wird es lernen, dass es nicht schlimm ist, Fehler zu machen. Ist jetzt also schon der richtige Moment, einen Nachhilfelehrer zu suchen?

Das Ziel ist es, dass das Kind seine Fehler versteht. Schulversagen entsteht erst dann, wenn der Schüler anfängt, sich zu entmutigen.

Daher ist eine individuelle Betreuung durch Nachhilfe zu diesem Zeitpunkt der Schullaufbahn noch ein bisschen zu früh.

Die Sekundarstufe I: ein geeigneter Zeitpunkt für Nachhilfe

Obwohl in der Grundschule eher wenig Gebrauch von Nachhilfe gemacht wird,  sieht es in der Sekundarstufe I schon ganz anders aus.

In dieser Phase scheint es angesichts der Abschlussprüfungen bzw. zentralen Klassenarbeiten in der zehnten Klasse und der Vielzahl an neuen Fächern wie Chemie, Physik, Biologie und Fremdsprachen wie Englisch, Französisch, Latein etc. eine gute Idee zu sein, Nachhilfe zu nehmen.

Das Lehrprogramm ist dicht und am Ende der zehnten Klasse wartet je nach Bundesland eine wichtige Abschlussprüfung auf die meisten der Schüler. Durch Privatnachhilfe könnt Ihr Euer Kind gezielt darauf vorbereiten.

Nachhilfe gesucht? Kompetente Nachhilfelehrer, wie etwa pensionierte Lehrer, oder die meist etwas kostengünstigere Nachhilfe von Studenten könnt Ihr hierbei über die verschiedenen Online-Portale oder über uns, Superprof, finden.

Muss Lernen gelernt sein? Die Schüler sollten lernen, effizient zu arbeiten. | Quelle: visualhunt

Wie ist man in der Sekundarstufe I erfolgreich?

Euer Kind sollte in den Klassen 5 bis 10 möglichst schnell lernen, effizient zu arbeiten, um in der Schule Erfolg zu haben.

Wenn Ihr also bemerkt, dass die Noten Eures Kindes in diesem Zeitraum sinken, solltet Ihr über Nachhilfeunterricht nachdenken.

Ihr solltet als erstes mit dem Klassenlehrer Eures Kindes (oder gegebenenfalls mit allen Lehrern oder auch mit dem Vertrauenslehrer der Schule) über die Schwierigkeiten Eures Kindes sprechen. Sie werden Euch sagen können, wo die Blockaden liegen und wieso Euer Kind keine Fortschritte macht.

Wenn sich der Bedarf äußert, kann es der richtige Moment sein, auf einen Nachhilfelehrer zurückzugreifen, um Eurem Kind in den verschiedenen Fächern, die ihm Probleme bereiten, oder bei den Hausaufgaben zu helfen.

Wenn Ihr frühzeitig damit beginnt, kann Euer Kind den Stoff in Mathematik, Physik, Deutsch oder in den Fremdsprachen noch rechtzeitig vor der Oberstufe bzw. einer Berufsausbildung aufholen.

Das Gymnasium: Methoden- statt Wissensvermittlung

Nach der Sekundarstufe I oder dem Realschulabschluss gilt es, sich auf die Sekundarstufe II zu konzentrieren.

Vorbei ist es mit der unbeschwerten Kindheit und den einfachen Hausaufgaben…

Der Unterricht am Gymnasium geht bis zur 12. bzw. 13. Jahrgangsstufe (je nach Bundesland) und dem Abitur – die Eintrittskarte zu Universitäten und Fachhochschulen.

Das ist wirklich nicht der richtige Zeitpunkt, um sich auszuruhen: Zusätzlich zum neuen Stoff in den Fächern aus der Sekundarstufe I (Mathe, Fremdsprachen und Deutsch) sollte Euer Kind auch lernen, vollkommen eigenständig und methodisch zu arbeiten.

Normalerweise wird dies ganz natürlich im Laufe der Schullaufbahn erlernt. Solltet Ihr allerdings merken, dass Euer Kind im Schulalltag doch nicht so wirklich mitkommt, solltet Ihr bei seinen Lehrern Hilfe suchen, die Euch an die entsprechenden Organisationen oder Privatlehrer weiterleiten können.

Ihr könnt auch selbst einen Privatlehrer über die verschiedenen Plattformen suchen.

Eine weitere Möglichkeit für günstige oder kostenlose Nachhilfe sind Angebote von Studenten oder ehrenamtlichen Vereinen.

Das Wichtigste ist, dass der Lehrer nicht nur in seinem Fachgebiet sondern auch methodisch und organisatorisch gut ist.

Auf dem Gymnasium ist Nachhilfeunterricht zusammen mit einer pädagogischen Unterstützung zu empfehlen, damit die jungen Erwachsenen Erfolg haben.  

Werden Schüler durch gemeinsames Lernen motiviert? Gruppennachhilfe kann eine kostengünstige Alternative zur Einzelnachhilfe sein | Quelle: visualhunt

Brauchen Gymnasiasten Nachhilfe?

Wartet nicht, bis Euer Kind droht, sitzen zu bleiben, sondern handelt noch im Laufe des Schuljahres.

Wenn Ihr merkt, dass Euer Kind Probleme damit hat, sich an die Arbeit zu machen, solltet Ihr wie in der Sekundarstufe I einen Termin mit seinen Lehrern vereinbaren und um Rat bitten.

Während die schulische Unterstützung in der Grundschule und in der Sekundarstufe 1 nicht unbedingt notwendig ist, sieht es auf dem Gymnasium ganz anders aus.

Durch Nachhilfe kann der Stoff in Fächern wie Mathematik oder Physik mithilfe einer pädagogischen Unterstützung zu Hause aufgearbeitet werden. Dies ist besonders wichtig, wenn Euer Kind diese Fächer als Leistungskurse belegt hat.

Wenn Euer Kind einen sprachlichen Schwerpunkt gelegt und Deutsch oder Sprachen als Leistungskurse gewählt hat, könnt Ihr Euer Kind auch durch Nachhilfe oder Sprachkurse in diesen Fächern unterstützen.

In jedem Fall steht Nachhilfe, oder wie man es neuerdings sagt,  „Coaching“, am Gymnasium an der Tagesordnung.

Entscheidet Euch für die richtige Förderung für Euer Kind – passend zum Alter

Weil jedes Kind seine eigenen Schwierigkeiten hat, ist es wichtig, mit Eurem Kind über seine Wünsche und Bedürfnisse zu sprechen.

Wenn Euer Kind zum Beispiel an Konzentrationsstörungen leidet, kann es eventuell notwendig sein, sich an einen Spezialisten in diesem Bereich zu wenden.

In allen Fällen, und für welche Unterstützung Ihr Euch auch entscheiden mögt, solltet Ihr Euer Kind vollständig in den Prozess und die gewünschten Maßnahmen einbeziehen.

Schulische Förderung für ein Kind, welches nicht arbeiten möchte, ist nutzlos.

Bei Jugendlichen können erzwungene Nachhilfe- oder Förderunterrichtsstunden auf Ablehnung stoßen oder sogar zu Aggressivität Euch gegenüber führen.

Ihr solltet Euch darüber im Klaren sein, dass Privatunterricht nur Sinn macht und Wirkung zeigt, wenn Euer Kind auch motiviert ist.

Dies führt oft zu weiteren Problemen in den Familien: Ein Kind, das nicht lernen möchte, zeugt oft von einer Grundproblematik, die nicht zwingend mit der Erarbeitung des Lernstoffes zusammenhängt.

Daher ist es wichtig, Euer Kind/ Euren Jugendlichen sowie die Lehrkraft (oder alle Lehrer) in den schulischen Erfolg Eures Kindes miteinzubeziehen.

Sobald dies sichergestellt ist, könnt Ihr euch im nächsten Schritt passende Lehrer oder Vereine suchen.

Wie findet man in der Menge an Privatlehrern den, der am besten zu einem passt? Privatlehrer sind sehr verschieden. Man sollte sich die Zeit nehmen, den passenden Lehrer zu finden | Quelle: visualhunt

Weil Unterrichten nicht jedermanns Sache und auch nicht immer einfach ist, solltet Ihr Euch die Zeit nehmen, Euch für die richtige Lehrkraft zu entscheiden, die Eurem Kind gegenüber die notwendige Pädagogik vorweist, um dessen Noten verbessern zu können.

Das Wichtigste ist die Entscheidung für die richtige Art der Unterstützung!

Zum einen kann Euer Kind durch interaktive und spielerische Aufgaben dazu ermutigt werden, sich für das Fach zu begeistern, wofür er sich bisher nur schwer interessieren konnte.

Zum anderen besteht die Möglichkeit einer persönlichen Betreuung Ihres Kindes.  So kann Euer Kind in angenehmer Atmosphäre und in seinem Tempo die passenden Methoden erlernen und bisher unklare Themen verstehen.

…Okay, aber wo kann ich einen guten Privatlehrer finden?

Einen guten Lehrer könnt Ihr in Kleinanzeigen im Internet oder in Zeitschriften finden. Es gibt verschiedene spezialisierte Seiten (wie unsere, zum Beispiel!).

Findet hierzu unsere Tipps zur Suche nach dem idealen Nachhilfelehrer.

Es gibt auch Vereine, in denen Freiwillige kostenlose Nachhilfe anbieten, sowie – je nach Bundesland / Kommune – kostenlose Angebote für Nachhilfe und Hausaufgabenbetreuung direkt an den Schulen.

In jedem Fall solltet Ihr Euch zu Beginn nur für eine begrenzte Dauer an Euren Privatlehrer binden. Das Ziel ist,  dass sich die Noten verbessern, und die beste Nachhilfe ist diejenige, die irgendwann nicht mehr benötigt wird.

Zögert nicht, euch feste Ziele zu setzen

Damit sich Nachhilfe auch wirklich lohnt, kann zum Beispiel das Erreichen von mindestens dem Klassendurchschnitt oder eine Verbesserung der Chemienote innerhalb eines Monats ein sinnvolles Ziel sein.

Wenn das Ziel erreicht ist, könnt Ihr den Unterricht dann, abhängig von Eurem Budget und den Bedürfnissen Eures Kindes, beenden oder fortführen.

Um den Artikel nun abzuschließen und auf die Ausgangsfrage zu antworten: Wir empfehlen Euch, Eurem Kind bei Bedarf erst ab der Sekundarstufe I Nachhilfeunterricht anzubieten.

Wenn Ihr eine Verschlechterung der Schulnoten feststellt, solltet Ihr in jedem Fall zunächst einmal einen Termin mit seinen Lehrern vereinbaren.

Damit Euer Kind nicht den Anschluss verliert, solltet Ihr schnell handeln, und wenn notwendig eine wirksame und nachhaltige Unterstützung anbieten.

Übrigens: Ihr könnt euch bei Bedarf auch über staatliche Unterstützungsangebote informieren, die Euch eine Förderung inner- und außerhalb der Schulzeit ermöglich können, wie zum Beispiel das Bildungspaket.

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