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Warum lohnt sich private Nachhilfe in der Schule?

Von Melanie, veröffentlicht am 19/05/2017 Superprof Blog DE > Privatunterricht > Nachhilfe suchen > Warum Nachhilfeunterricht nehmen?

Wer hat wohl noch nicht darüber nachgedacht, Nachhilfe für sich selbst oder seine Familie zu buchen oder sogar selber Unterricht zu geben?

Immer mehr Deutsche greifen auf Nachhilfeangebote für ihre Kinder zurück: Nach Angaben der Hans-Böckler-Stiftung (2017) nahmen in den vergangenen Jahren rund 29% der fünfzehnjährigen Schüler Nachhilfeangebote in Anspruch.

Hausaufgabenhilfe, Betreuung, Mentoring… Privatunterricht ist ein permanent wachsender Markt.

Oft wird Nachhilfe erst in der gymnasialen Oberstufe zur Vorbereitung auf das Abitur, aber immer öfter auch bereits in der Unterstufe oder gar der Grundschule genutzt. Auch an den Hochschulen gibt es mittlerweile gesteigert Angebote und Nachfragen von und für Studenten, oft für Nachhilfe in Fächern wie BWL oder Mathematik.

Die unterschiedlichsten Gründe sprechen für Nachhilfeunterricht: So können unter anderem Ausfälle im Bildungssystem, gestiegener Leistungsdruck oder auch die Ambitionen der Eltern Anlass zur Suche nach einem Nachhilfelehrer sein.

Wann Nachhilfe wichtig ist

Die Schüler sind oft sehr verschieden und der Lehrplan ist nicht auf ihr individuelles Temperament, eventuelle Behinderungen oder ihre Persönlichkeit angepasst. Es wird weder auf die Wünsche noch auf die Bedürfnisse der Schüler eingegangen.

Wenn die Hausaufgaben direkt von den Eltern beaufsichtigt werden, führt dies oft zu Hemmungen, Schwierigkeiten und Blockaden.

Damit die Situation nicht eskaliert oder die familiären Verhältnisse darunter leiden, kann man versuchen, mit Hilfe eines Privatlehrers die Blockaden des Schülers zu lösen. Das Wichtigste ist, dass die Chemie zwischen dem Lehrer und dem Schüler stimmt.

Eine professionelle Lehrkraft wird Euch mit ihrem Knowhow, insbesondere bei spezifischen Problematiken, zur Seite stehen.

Warum nicht in die Bibliothek gehen, um zu lernen? Die Bibliothek: Tische und unzählige Bücher machen die Bibliothek zum idealen Ort, um alleine oder mit Freunden seine Hausaufgaben zu machen | Quelle: visualhunt

Besonders hochbegabte Kinder haben einen starken Bedarf nach individueller Betreuung: Sie langweilen sich im Unterricht schnell und verfügen über eine gesteigerte Neugier, die entsprechend befriedigt werden sollte.

Wie bei vielen anderen Kindern muss bei hochbegabten Kindern zunächst ein gesundes Selbstvertrauen aufgebaut werden, wobei die Lehrer und Nachhilfelehrer hier eine Mitverantwortung tragen.

Wie entscheidet man sich also für den richtigen Nachhilfelehrer? Er sollte grundsätzlich das passende Profil und eine angemessene pädagogische Herangehensweise mitbringen sowie über ausreichende Erfahrungen und Fachkenntnisse verfügen.

Einige Kinder leiden auch an Konzentrationsstörungen oder Dyslexie. Der Unterricht passt dann nicht zu ihrem individuellen Lernrhythmus, weil sie mehr Zeit benötigen.

Oft ist ein Lernproblem jedoch nur von kurzer Dauer und betrifft nur eine kurze Entwicklungsphase des Jugendlichen. Daher ist es empfehlenswert, der Situation schnellstmöglich mit Privatunterricht entgegenzuwirken.

Den Mängeln im Bildungssystem entgegenwirken

Es ist der Hauptgrund für den zunehmenden Erfolg von Nachhilfeunterricht. Man hört es immer wieder und merkt es oft auch selbst bzw. an den eigenen Kindern: Das Bildungssystem wird immer problematischer.

Angefangen mit dem Lehrkräftemangel und fehlenden Vertretungslehrern über unzureichend ausgestattete Klassenräume oder marode Schulgebäude bis hin zu überfüllten Klassen, nicht beendeten Schulstunden oder verkürztem Lernstoff… – jede Menge Faktoren, die bei Schülern zu Frustration, Entmutigung und früher oder später auch zum Scheitern führen können.

Wie vermeidet man Frustrationen bei Schülern? Nachhilfe kann helfen, Frustrationen bei jungen Schülern zu vermeiden | Quelle: demandaj via visualhunt

Nachhilfe kann eine Lösung sein – für diejenigen, die es sich leisten können: In Familien mit hohem Einkommen kommt in Deutschland fast jedes dritte Kind in den Genuss von privatem Nachhilfeunterricht. In armen Familien hingegen sind es nur 13 Prozent.

Der Nachhilfemarkt Deutschland boomt: Eltern geben jährlich 900 Millionen Euro für Nachhilfe aus.

Wann ist aber der richtige Zeitpunkt für Nachhilfeunterricht? Immer dann, wenn Ihr einen Bedarf bei Eurem Kind feststellt!

Bedürfnisse festlegen

Schon nach den ersten Schulwochen zeigen sich die ersten Unterschiede im Lerntempo. Dabei treten oft Schwierigkeiten in einzelnen Themen auf.

Das Wichtigste ist, diese Schwierigkeiten klar zu identifizieren und so den tatsächlichen Bedürfnissen Eures Kindes gerecht zu werden, und nicht, wie viele Eltern es vielleicht gerne hätten, dass das Kind, welches bereits gute Noten schreibt, auf einmal nur noch eine 1+ in Mathe hat!

Man sollte die richtigen Prioriritäten setzen: Das Ziel von Nachhilfe sind nicht nur gute Noten Mathematik gehört zu den klassischen Nachhilfefächern | Quelle: Visualhunt

Im Internet gibt es verschiedene Nachhilfeanbieter, die entweder Kontakte zu privaten Nachhilfelehrern vermitteln oder die Kontaktdaten bereitstellen. So habt Ihr die Möglichkeit, entsprechend den Begabungen und Neigungen Eures Kindes, dem Fach oder Euren eigenen Anforderungen und Prioritäten einen passenden Lehrer zu finden.

So habt Ihr beispielsweise die Wahl zwischen sehr erfahrenen und diplomierten, aber eher kostspieligen Privatlehrern und der Nachhilfe von Schülern oder Studenten, die nicht über dieselbe Erfahrung und dasselbe Wissen verfügen, dafür aber noch näher an den schulischen Themen dran sind und häufig deutlich kostengünstigeren Unterricht anbieten.

Mittlerweile besteht auch die Möglichkeit der Online-Nachhilfe via Webcam – zu finden beispielsweise über die verschiedenen Nachhilfeportale wie Superprof, tutoria, sofatutor etc.

In einigen Fällen können die Kosten für die Nachhilfe auch von der Steuer abgesetzt werden.

Eine bequeme Möglichkeit: Oft wird ein unverbindlicher Probekurs angeboten (Beispiel: Nachhilfe Berlin).

Damit die Nachhilfe allerdings auch effizient ist, sollte der Schüler es auch wollen. Sobald der geringste Zwang oder ein Gefühl der Verpflichtung entsteht, können die Stunden vorbeigehen, ohne dass die erhofften Resultate auftreten.

Eine gute Kommunikation ist unabdingbar, damit die Nachhilfe auf die gegenseitigen Bedürfnisse von Kind und Eltern angepasst und Ziele definiert werden können.

Außerdem sollten die definierten Ziele realistisch bleiben: Man kann von einem Kind mit Problemen in naturwissenschaftlichen Fächern nicht verlangen, auf einmal die Mathematik-Olympiade zu gewinnen!

Schulnoten verbessern

Nachhilfeunterricht wird besonders viel genutzt, wenn es um die Vorbereitung auf Prüfungen und Klausuren geht. So ist die Vorbereitung auf die Prüfung der mittleren Reife für Schüler auf Real- und Gesamtschulen oft die erste große Herausforderung.

Die Oberstufe am Gymnasium wiederum endet mit dem Abitur. Wer gut vorbereitet sein will, nimmt private Deutsch-Nachhilfe zu Hause oder besucht einen Intensivkurs in Mathe. Wer hingegen Schwächen in Sprachen aufweist, kann sich zum Beispiel mit Englisch-Nachhilfe oder Französisch-Kursen auf Prüfungen vorbereiten. Diese Fächer sind die großen Klassiker in der Nachhilfe.

Lernpausen sind ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg von Nachhilfe Auch das Erlernen von Entspannungstechniken sollte bei der Nachhilfe nicht zu kurz kommen | Quelle: Visualhunt

Selbstverständlich sollte der Reflex, privat nach Unterstützung für den schulischen Erfolg zu suchen, nicht erst in letzter Minute erfolgen, denn: Erst langfristig kann Nachhilfe ihre vollständige Wirkung entfalten.

Dadurch kann zum Beispiel Langzeitwissen erworben und Fachbegriffe können gefestigt werden, was der ideale Weg ist, um Selbstvertrauen zu gewinnen – oder wiederzugewinnen.

Es ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Leben.

Ein maßgeschneidertes Mentoring ist oft das entscheidende Mittel zum Erfolg, da viele Jugendliche noch nicht selbstständig die richtigen Arbeitsmethoden entwickeln konnten. Einen Plan oder eine Zusammenfassung erstellen, die richtige Herangehensweise vor einem weißen Blatt Papier oder einer unlösbar erscheinenden Gleichung entwickeln… für all solche Situationen gibt es unzählige Kniffe.

Schließlich weiß ein guter Lehrer, wie er sein Fach interessant macht. Nachhilfeunterricht ist also die Gelegenheit, mit Philosophie, Mathematik usw. endlich Frieden zu schließen. Es gibt nichts Besseres, als Spaß am Lernen und am Erfolg zu haben!

Die Grenzen von Privatunterricht

Allerdings sollte man auch nicht zu viel erwarten. Es gibt kein Wunderrezept für gute Noten (und solltet Ihr es dennoch gefunden haben, sagt uns gerne Bescheid!)…

Nur weil Ihr eine Nachhilfestunde bezahlt habt, erhaltet Ihr nicht automatisch ein außerordentlich gutes Zeugnis im Gegenzug.

Außerdem sagt eine einzelne Note wenig aus: Sie sollte immer mit dem Klassendurchschnitt, aber auch mit den Umständen verglichen werden.

Bei längerer krankheitsbedingter Abwesenheit, wie z.B. bei einem Grippevirus, ist es wohl nur verständlich, dass Euer Kind einen Lernrückstand aufweist und den Test vielleicht nicht besteht!

Konzentriert Euch beim Lesen des Zeugnisses Eures Kindes also nicht nur auf die bloßen Zahlen: Die Kommentare und Bewertungen der Lehrkräfte sind wertvoll und geben Hinweise auf die Sinnhaftigkeit möglicher Nachhilfestunden.

Sie helfen dabei, Probleme zu identifizieren, die vielleicht nur über einen längeren Zeitraum oder sogar über mehrere Schuljahre gelöst werden können.

Fest steht: Eine grundlegende Verbesserung in der Schule setzt einen langen Atem voraus und fordert vom Schüler eine kontinuierliche Arbeit.

Ohne seinen guten Willen ist das Sitzenbleiben in den schlimmsten Fällen unvermeidbar und das erwünschte Diplom rückt in weite Ferne.

In den meisten Fällen ist Nachhilfe unabdingbar, um den verschiedenen dauerhaften oder einmaligen Schwierigkeiten entgegenzuwirken.

Am effektivsten ist Nachhilfeunterricht, wenn dieser nicht von den Eltern, sondern ab der Sekundarstufe II von den Lehrkräften empfohlen wird.

Außerdem sollten Eltern darauf achten, ihren Kindern keine unmenschliche Arbeitslast aufzubürden, was ohnehin nur zur Verschlimmerung des Unwohlseins oder gar zum Scheitern führen würde.

Nachhilfe gesucht? Insbesondere während der Sommerferien kann es Sinn machen, auf Online-Kurse zurückzugreifen. Solltet Ihr beispielsweise in ländlichen Gegenden wohnen, kann dies vieles vereinfachen.

Und wenn erst einmal die Schwierigkeiten überwunden sind, kann man ja vielleicht auch darüber nachdenken, sich selbst etwas zu gönnen und etwa mit einem Privatlehrer Latein, Russisch oder Altgriechisch zu lernen…!

 

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