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So bereitet Ihr Euch auf Euren Niederländisch Kurs vor

Von Julia, veröffentlicht am 31/10/2019 Blog > Sprachen > Niederländisch > So bereitet Ihr Euch auf Euren Niederländisch Kurs vor

Ihr habt Euch also dafür entschieden, Niederländisch zu lernen und vielleicht auch schon Zeit und Geld in einen Niederländisch-Kurs investiert: Das ist toll! Eine zweite Sprache zu lernen und Eure Entschlossenheit, Niederländisch zu lernen, kann Euch viele Vorteile bringen.

Egal, ob Ihr Eure niederländischen Sprachkenntnisse zusammen mit einem Muttersprachler üben möchtet oder die Sprache lieber selbst erlernen möchtet – Ihr werdet dafür in jedem Fall einige Hilfsmittel benötigen.

Wie Ihr sicherlich aus der Schulzeit oder vergangenen Lernprojekten wisst, könnt Ihr Euch beim Lernen nicht nur auf ein einziges Hilfsmittel verlassen – sei es Euer Lehrer oder Euer bevorzugtes Lehrbuch. Außerdem solltet Ihr wissen, dass Ihr zwischen den Unterrichtsstunden zusätzlich üben müsst, vorzugsweise mit einer Vielzahl an Lernmaterialien.

Wenn Ihr außerhalb des Sprachunterrichts zusätzlich Zeit damit verbringt, Sprache und Kultur kennenzulernen oder niederländische Sätze zu lernen und zu verwenden, bedeutet das, dass Ihr viel schneller Fortschritte machen werdet.

Seid Ihr bereit? Wir von Superprof geben Euch die besten Tipps, um die niederländische Sprache schnell zu beherrschen.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Schüler bei einer so anspruchsvollen Aufgabe wie dem Sprachenlernen kaum auf Eigeninitiative bauen und sich stattdessen ausschließlich auf die Instruktionen und Anleitung eines Lehrers oder Tutors verlassen.

Wenn Ihr Euch hier wiedererkennt, dann lasst uns gemeinsam daran arbeiten, Euch von dieser Vorgehensweise abzubringen.

Selbst wenn es für Euren Lehrer möglich wäre, Euren Kopf zu öffnen und ihn mit Wissen auszustatten, müsstet Ihr immer noch etwas damit machen, damit das Wissen einen Mehrwert bekommt.

Wie könnt Ihr die Lerninstruktionen, die Ihr bekommt, sinnvoll ergänzen? Ihr solltet vor allem vorausschauend denken.

Wenn man eine neue Sprache lernt, werden Verbindungen zwischen Worttypen und grammatikalischen Fällen, oder sogar zwischen einzelnen Wörtern und wie sie bestimmte Aspekte der Kultur darstellen deutlich…. doch leider sind diese Verbindungen oft nicht gleich offensichtlich!

Wenn Ihr vorausschauend lernt, könnt Ihr Euch kurzfristige Lernziele setzen, wie z.B:

  • Wie ist die niederländische Sprache mit ihren französischen, germanischen und hebräischen Wurzeln aufgebaut?
  • Welche deutschen Wörter kommen aus dem Niederländischen?
  • Ist das Flämische eine eigenständige Sprache, obwohl es eng mit dem Niederländischen verbunden ist und in Flandern gesprochen wird? Inwiefern unterscheidet es sich vom Standard-Niederländisch?

Es gehr vor allem darum, Eure Neugierde auf die niederländische Sprache, ihre Geschichte und ihre weitere Entwicklung zu wecken; wenn Ihr Euch auf das große Ganze fokussiert, wird Euch das dabei helfen, Euch auf das Erlernen der neuen Sprache zu konzentrieren, damit Ihr Mythen und Geheimnissen auf den Grund gehen könnt.

Welche Grammatikregeln solltet Ihr zuerst lernen, und wie viel Grammatikstudium ist eigentlich notwendig, damit Ihr letztendlich anfangen könnt, die Sprache zu sprechen? Gibt es ein bestimmtes Vokabular, das Ihr im Unterricht gelernt habt und nochmal überarbeiten solltet?

Ihr könnt Euren Kurslehrplan einsehen (falls Ihr einen habt) oder Euren Niederländisch-Tutor bzw. Lehrer um einen kurzen Überblick darüber bitten, was Ihr in den jeweiligen Unterrichtseinheiten behandeln werdet.

Sobald Ihr wisst, was Euch erwartet und worauf Ihr Euch freuen könnt, könnt Ihr diesen Zeitplan nutzen, um Hilfsmittel neben Eurem Lehrbuch und Euren Arbeitsblättern zwischen den Kursen kennenzulernen und zu nutzen. Das wird Euch wiederum dabei helfen, einen Überblick über die verschiedenen Kursmaterialien zu behalten.

Wenn es an der Zeit für Eure nächste Unterrichtseinheit ist, werdet Ihr bereits mit den Zielen dieser Lektion vertraut sein – also mit dem jeweiligen Thema und den Grammatikregeln. Das heißt, dass Ihr besser in der Lage sein werdet, an den Aktivitäten im Kursraum teilzunehmen.

Ein vorausschauender Blick wird Euch zu Musterschülern machen und mit ein wenig Disziplin könnt Ihr Euch schon bald mit richtigen Muttersprachlern unterhalten!

Macht Euch Notizen!

Obwohl es oft als altmodisch und von manchen als unwirksam angesehen wird, ist es entscheidend, sich im Unterricht und aus dem Lehrbuch (oder den Arbeitsblättern, wenn Euer Lehrer welche benutzt) Notizen zu machen. Und das hat auch seinen Grund:

Der Akt des Schreibens betrifft verschiedene Teile des Gehirns. Eure Augen werden sehen, was Ihr schreibt, Eure Hand wird diese Funktion erfüllen und Eure Konzentration wird auf die korrekte Transkription dessen gerichtet sein, was Ihr hört.

Das Konzept von Lernpräferenzen ist ein heiß diskutiertes Thema in der Bildung. Es wird davon ausgegangen, dass nicht jeder Schüler auf die gleiche Weise gleich gut lernt; einige bevorzugen eher die visuelle Auseinandersetzung mit ihrem Lernmaterial, während andere es vorziehen, ihr Wissen zu “manipulieren” – zum Beispiel mit Blöcken oder Karteikarten, um die gelernten Konzepte in ihren Köpfen zu verankern.

Notizen machen kann sehr hilfreich sein. Macht Euch Notizen und verinnerlicht somit neue Lerninhalte. Quelle: VisualHunt

Zu welcher Art von Schülern gehört Ihr? Bevorzugt Ihr es, zu lesen, um Euch Wissen anzueignen, oder habt Ihr es lieber, die Inhalte zu hören? Seid Ihr eher praktisch veranlagte Schüler, die sich darüber beklagen, dass beim Lernen oft die Möglichkeit fehlt, sich zu bewegen?

Betrachten wir nun die oben beschriebene Aussage aus der Sicht der verschiedenen Lernstile: visuell, auditiv und kinästhetisch.

Durch den Prozess des Notizenschreibens haben visuelle Lerntypen viel Schriftmaterial, mit dem sie ihre Augen erfreuen können! Sie sehen die geschriebenen Wörter, Buchstabe für Buchstabe und genießen das ästhetische Aussehen sorgfältig geschriebener Sätze. Sie können dann die Wörter lesen und auf ihre Genauigkeit prüfen.

Auditive Lerntypen hören, was ihr Lehrer sagt und transkribieren die Inhalte.

Kinästhetische Lerntypen– diejenigen, die am besten lernen, indem sie etwas mit den eigenen Händen machen, machen  praktische Erfahrungen durch den Prozess des Schreibens.

Und da nur wenige Menschen Informationen nur durch Zuhören oder Sehen aufnehmen können, ist Notizen schreiben selbst eine Form des Lernens und Erinnerns.

Das Notizen schreiben erfüllt die Lernbedürfnisse jedes Lerntyps. Da niemand nur ein Typ ist, sondern oft einfach eine bestimmte Präferenz beim Lernen hat, kann das Schreiben von Notizen jedem Schüler die Möglichkeit bieten, sich Wissen anzueignen und sich Lerninhalte besser einzuprägen.

Ihr werdet feststellen, dass die Wirksamkeit von Notizen darauf beruht, Informationen sowohl zu hören als auch zu sehen. Daher gilt das bloße Abschreiben aus dem Lehrbuch Wort für Wort nicht als Lernen (und wird außerdem lange dauern!).

Eine solche Übung erfordert vor allem einige Wiederholungen. Während die Wiederholung von Wörtern Euch dabei helfen kann, die niederländische Aussprache zu verbessern, hilft sie Euch eher weniger dabei, neue Konzepte zu verinnerlichen. Der Sinn des Lernens besteht vor allem darin, zu verstehen, und nicht nur auswendig zu lernen.

Eine Sprache zu lernen ist schwierig – daran besteht kein Zweifel. Wie Ihr sie lernt, ist jedoch von entscheidender Bedeutung; Wenn Ihr Euch also im Unterricht Notizen macht und diese später transkribiert und dabei über den neu gelernten Stoff nachdenkt, könnt Ihr die Inhalte vollständig und in der für Euch am besten geeigneten Weise zu verarbeiten.

Wenn Ihr im Unterricht ein Thema oder eine Grammatikregel behandelt und danach Eure Kursnotizen verfasst habt, warum überprüft Ihr Euch nicht einfach selbst? Findet heraus, wo und wie die neu gelernten Regeln angewendet werden könnten – zum Beispiel: Konjugiert man andere Verben auf die gleiche Weise? Ist die Pluralform anderer Wörter ähnlich wie bei den Vokabeln, die Ihr gerade gelernt habt?

Macht das Gelernte lebendig!

Sobald Ihr Eure Notizen geschrieben und mit ihnen herumgespielt habt, indem Ihr zum Beispiel Sätze mit dem neu erlernten Vokabular bildet, könnt Ihr es in Erwägung ziehen, ein paar Karteikarten oder Poster zu erstellen.

Ihr könnt z.B. die Möbel in Eurem Zimmer mit bunten Aufklebern beschriften, auf denen die jeweilige niederländischen Bezeichnung steht: Stoel auf Eurem Stuhl, Kledingkast auf Eurem Kleiderschrank und Venster an Eurem Fenster.

Gestaltet das Lernen lebendig und bunt! Bunte Farben können Euch dabei helfen, den Lernstoff besser zu verarbeiten. Quelle: palomoduarte on Visualhunt.com / CC BY

Wenn Ihr gerade gelernt habt, wie man ein unregelmäßiges Verb wie zijn oder hebben konjugiert, könnt Ihr zum Beispiel ein Plakat an Eure Wand hängen, auf dem die Gegenwarts-, Vergangenheits- und Zukunftsform eines Verbes skizziert sind.

Wenn Eure Aufmerksamkeit beim Lernen abschweift, lasst einfach Eure Augen durch Euer Zimmer wandern, um all die Fortschritte zu sehen, die Ihr bisher gemacht habt.

Eine solche passive Wiederholung von Lerninhalten ist ein guter Weg, um das Wissen zu vertiefen und zu festigen.

Viele Menschen, insbesondere visuelle Lerntypen, können sich Dinge leichter merken, wenn sie bunt und schön präsentiert werden. Wenn Ihr Euch hier wiedererkennt, verwendet doch einfach helle farbige Karteikarten beim Wiederholen des Lernstoffs!

Außerdem könnt Ihr versuchen, für jeden Worttyp eine andere Farbe zu verwenden: Nomen, Pronomen, Verben und Adjektive; Konjunktionen, Präpositionen und Adjektive können jeweils durch eine andere Farbe dargestellt werden.

Schafft Euch Gedächtnisstützen

Die Bekannte einer unserer englischsprachigen Autoren kochte eines Abends das Abendessen, als ihre Tochter die Küche betrat und schrie: “Ich bin eine Tochter, kein Huhn!”. Das Kind wartete nur lange genug, um den verwirrten Gesichtsausdruck ihrer Mutter zu sehen, drehte sich um und ging zurück in ihr Zimmer.

Was für eine clevere Sprachschülerin! Erst später, am Esstisch sitzend, erfuhr die Bekannte, dass ihre Tochter, die gerade Polnisch lernte, versuchte, den Unterschied zwischen zwei sehr ähnlichen Wörtern zu verinnerlichen.

In dieser Sprache bedeutet córka “Tochter” und kórka “Huhn”.

Diese Worte sehen gleich aus und klingen – abgesehen vom ersten Buchstaben – gleich. Noch verwirrender ist die Aussprache des Buchstabens C. Im Englischen wird er, wenn er dem Buchstaben O vorangestellt ist, allgemein als K ausgesprochen – was bedeutet, dass viele Sprachschüler beim Polnischlernen das Wort “Tochter” oft falsch aussprechen.

Scharfsinnig und clever bediente das Mädchen sich einer Gedächtnisstütze, die ihr dabei half, die Unterscheidung beider Wörter im Kopf zu behalten.

Beim Sprachenlernen kann eine Gedächtnisstütze dabei helfen, das zu verstehen, was bisher nur wenig Sinn gemacht hat.

Sprachlerner verinnerlichen neues Vokabular auf zwei unterschiedliche Arten: Zum einen durch Übersetzung in ihre Muttersprache – was jedoch insgesamt nicht immer dazu beiträgt, die neue Sprache zu verinnerlichen.

Die zweite Methode besteht darin, eine Art Verbindung zwischen dem Bekannten und dem neuen Wort oder Konzept zu erstellen.

Die von dem kleinen Mädchen verwendete Gedächtnisstütze wirkt auf vielen Ebenen: Zum einen fühlt sie sich offensichtlich mehr als Tochter als als Huhn. Die Verankerung dieses Bildes würde sie dazu bringen, das richtige Wort zu verwenden.

Ein weiterer Grund, weshalb die Gedächtnisstütze des Mädchens wirksam ist, ist die erschrockene Reaktion der Mutter. Sie könnte sich den Schock ihrer Mutter jedes Mal vorstellen, wenn sie das falsche Wort verwendet, was sie dazu bringt, diesen Fehler zu vermeiden.

Gedächtnisstützen können Euch beim Sprachenlernen helfen. Gedächtnisstützen können Euch dabei helfen, Verbindungen zwischen bekannten und unbekannten Inhalten zu schaffen. Quelle: PublicDomainPictures from Pixabay

Der Einsatz von Gedächtnishilfen hängt stark von der Phantasie und der persönlichen Erfahrung eines Sprachschülers ab. Keiner außer Ihr selbst kann wissen, was die perfekte Gedächtnisstütze für Euch ist! Deshalb müsst Ihr kreativ werden und Euch selbst kreative Brücken bauen, um Euch die Wörter aus dem Nierderländischkurs besser einzuprägen.

Überlegt Euch doch mal ein paar niederländische Wörter, bei denen eine Gedächtnisstütze hilfreich sein könnte!

Verwendet die SQ3R-Methode

Amerikanische Pädagogen sprechen sich schon sehr lange für die kritische und tiefgründige Auseinandersetzung mit Lernmaterial aus. Bei der SQ3R-Methode geht es darum, Fragen zu einem bestimmten Text zu formulieren, ihn dann gründlich lesen, darüber zu schreiben und schließlich nochmal zu rekapitulieren, was Ihr geschrieben habt.

Und so funktioniert es:

  • Scan/Überblick: Verschafft Euch einen Überblick über kürzlich gelerntes Material: Sucht nach vertrauten Wörtern oder Sätzen, findet beliebige Tabellen (vielleicht eine Konjugationstabelle) oder hervorgehobene Textstellen. Viele Sprachlehrbücher enthalten kulturelle Extras; Diese könnt Ihr lesen, bevor Ihr in die Lektion selbst eintaucht!
  • Question/Befragen: Formuliert Fragen, indem Ihr überlegt, was Ihr über den Stoff wissen wollt wovon Ihr Euch Verständnisschwierigkeiten erwartet. Für einen zusätzlichen Übungseffekt könnt Ihr in Euren Fragen bereits neues Vokabular verwenden.
  • Read/Lesen: Jetzt ist es an der Zeit, jedes Wort einzeln wahrzunehmen und die Fragen zu beantworten, die Ihr zuvor formuliert habt.
  • Recite/Wiedergeben: In diesem Schritt sprecht Ihr das neu gelernte Vokabular laut aus – entweder aus der Erinnerung oder während Ihr Karteikarten erstellt.
  • Review/Rekapitulieren: Dieser letzte Schritt erfordert, dass Ihr Euer Lehrbuch zugunsten der von Euch erstellten zusätzlichen Materialien bei Seite legt. Alternativ könnt Ihr den Text nochmal überprüfen und mit den zusätzlichen Materialien vergleichen, so dass Ihr sicher sein könnt, nichts ausgelassen zu haben.

Es kann eine Weile dauern, bis Ihr Euch an diese Methode zur  Überarbeitung Eurer niederländischen Unterrichtseinheiten gewöhnt habt, aber es ist eine effektive Lernmethode, die Euch auf lange Sicht helfen wird!

Nur zu, probiert es einfach aus!

Geht über Euer Lehrbuch hinaus!

Selten lernt man eine Sprache nur, weil man nach Wissen strebt. Normalerweise hofft man, seine neuen Sprachkenntnisse in der Realität zu nutzen – entweder am Arbeitsplatz, durch ein Bildungsaustauschprogramm wie Erasmus oder weil man plant, das Land zu bereisen, in dem diese Sprache gesprochen wird.

In diesem Fall kann es sehr bedeutend für Euch sein, jemanden zu haben, mit dem Ihr Euch in der Fremdsprache unterhalten könnt – wenn auch nur andere Anfänger, wie zum Beispiel Eure Klassenkameraden.

Sprecht mit anderen Sprachschülern und fragt Euch vielleicht auch gegenseitig darüber ab, was Ihr im Unterricht gelernt habt. Möglicherweise habt Ihr mal Schwierigkeiten dabei, eine gerade gelernte Grammatikregel anzuwenden; auch hier können Eure Klassenkameraden helfen. Wenn Ihr es im Unterricht nicht verstanden habt, werdet Ihr es vielleicht einfacher finden, wenn es Euch jemand anderes in seinen eigenen Worten erklärt.

Sucht Euch niederländische Muttersprachler, mit denen Ihr Euch unterhalten könnt

Ihr werdet Euch vielleicht über diesen Rat wundern – besonders, wenn Ihr in einer abgelegeneren Ecke lebt, wo nicht viele Sprachwissenschaftler zu finden sind.

Glücklicherweise bringt Euch das Internet in diesem digitalen Zeitalter die Welt näher! Wenn Ihr eine stabile Internetverbindung und ein wenig Zeit habt, solltet Ihr Euch unbedingt bei Language Exchange anmelden, einer Website, auf der Menschen aus der ganzen Welt nach der Möglichkeit suchen, jemandem beim Erlernen seiner Sprache zu helfen.

Muttersprachler können eine tolle Lernunterstützung sein! Lernt Niederländisch mit einem Muttersprachler und schon bald könnt Ihr Euch in Amsterdam problemlos verständigen. Quelle: Laura Montagnani from Pixabay

Ihr müsst dafür nur kostenloses Profil erstellen und dann nach niederländischsprachigen Personen suchen, die ihr Deutsch üben möchten. Schickt ihnen einfach eine Nachricht und schon bald habt Ihr vielleicht einen neuen Freund, mit dem Ihr Niederländisch sprechen könnt!

Ganz ähnlich ist es bei My Language Exchange: Hier gibt es eine Menge Profile, darunter viele von jungen Menschen, die ebenfalls Niederländisch lernen und von solchen, die selbst Muttersprachler sind. Auch hier ist die Anmeldung kostenlos; Ihr müssen nur fair sein: Seid ein bisschen geduldig, wenn Ihr anderen Menschen beim Erlernen Eurer Muttersprache helft, und schon bald könnt Ihr selbst vielleicht schon fließend Niederländisch sprechen!

Es gibt einige dieser kostenlosen Sprachaustausch-Websites; Ihr müsst nur diesen Suchbegriff in Euren Browser eingeben und diejenige darunter auswählen, die am besten zu Euch passt!

Wenn Ihr Eure niederländischen Konversationsfähigkeiten gerne mit einem Einheimischen üben möchtet, solltet Ihr versuchen, Euch um diesen persönlichen Austausch zu kümmern – und das ist gar nicht so schwer!

Mit einem Privatlehrer lernen

Wegen der zusätzlichen Kosten und dem Zeitaufwand, der auf Euch zukommt, könnte Euch der folgende Vorschlag vielleicht erstmal abschrecken. Aber lasst Euch gesagt sein: Niederländisch mit Hilfe eines Privatlehrers zu lernen, ist eine sehr effektive und kostengünstige Lösung, um die neue Sprache schnell zu lernen.

Zum einen habt Ihr den Lehrer ganz für Euch alleine – im Gegensatz zu einer Klassensituation, in der der Lehrer seine Aufmerksamkeit auf alle anwesenden Schüler aufteilen muss. Euer Privatlehrer wird sich ausschließlich auf Euch konzentrieren: Er kann sich intensiv mit Euren Schwierigkeiten bei der Aussprache oder beim Verständnis komplexer sprachlicher Konzepte, Euren Fortschritten und Euren Zielen befassen.

Steht Ihr kurz vor einer Niederländisch Prüfung? Oder wollt Ihr Euren nächsten Urlaub in Holland verbringen? Vielleicht wurdet Ihr auch beauftragt, im Rotterdamer Büro Eures Unternehmens zu arbeiten! All dies sind gute Gründe, einen Privatlehrer für Niederländischunterricht zu engagieren!

Aber wie sieht es mit Kosten aus?

Ihr werdet positiv überrascht sein, denn hier auf Superprof findet Ihr private Nachhilfelehrer für Niederländisch bereits ab 15 Euro / Stunde. Durchschnittlich bezahlt Ihr 21 Euro / Stunde. Außerdem bieten viele niederländische Superprof-Lehrer ihre erste Unterrichtsstunde kostenlos an, damit Ihr sehen könnt, ob sie die richtige Wahl für Euch sind.

Klickt Euch einfach auf der Website von Superprof durch und werft einen Blick auf die Profile der Lehrer. So könnt Ihr schnell sehen, ob es einen Niederländisch Lehrer gibt, der für Euch und Euer Budget in Frage kommt.

Taucht tief ein in die niederländische Sprache!

Konsumiert so viele authentische Inhalte wie möglich! Ihr solltet tief in die Sprache eintauchen, die Ihr lernt. Bücher, Fernsehen, Radio und Filme mit Untertitel können Euch dabei helfen.

Lesen ermöglicht es Euch, das erlernte Vokabular zu wiederholen und diese Wörter in neuen Sätzen und Kontexten zu sehen. Eine ausgezeichnete Quelle für das Lernen von Fremdsprachen sind Fabeln und Geschichten, die speziell für Sprachlerner verschiedener Niveaus entwickelt wurden.

Niederländisches Fernsehen oder Radio kann Euch beim Sprachenlernen helfen. Schaut niederländisches Fernsehen und lernt die Aussprache immer besser kennen. Quelle: Pexels from Pixabay

Eine weitere gute Quelle für Lesestoff sind Werbeanzeigen oder Speisekarten, die eher kurze, umgangssprachliche Texte verwenden.

Es kann jedoch sein, dass Ihr Schwierigkeiten dabei habt, solche Dinge in zwischen die Finger zu bekommen. Hier möchten wir Euch hier noch eine leichter verfügbare Variante vorschlagen:

Niederländisch Lernen ist ein Youtube-Kanal, der den Zuschauern dabei helfen soll, die Sprache schnell zu beherrschen.

Egal, ob Ihr absolute Anfänger oder Fortgeschrittene seid, der Youtube-Kanal Niederländisch Lernen hat große Auswahl an Videos für Euch. Sie werden jeweils von einem niederländischen Muttersprachler moderiert und zerlegen Aspekte der Sprache in leicht verdauliche Bissen.

Die Lektionen sind jeweils unterschiedlichen Themen wie dem Alphabet, der Uhrzeit, Zahlen oder grammatikalischen Konzepten gewidmet.

Alternativ könnt Ihr auch niederländisches Fernsehen online ansehen. Das ist eine großartige Lernmethode für das Hörverstehen einer Fremdsprache! Wenn Ihr gerade erst Euer Sprachlernabenteuer beginnt, ist es vielleicht am besten, das Fernsehprogramm einfach laufen zu lassen, während Ihr mit alltäglichen Aufgaben beschäftigt seid.

Auf diese Weise könnt Ihr vertraute Wörter im Zusammenhang mit anderen Wörtern, die Ihr noch nicht kennt, hören. Je länger Ihr zuhört, desto mehr werdet Ihr bemerken, wie bestimmte Wörter verwendet werden oder wie Muttersprachler vollständige Sätze formulieren.

Während solcher Aktivitäten kann es hilfreich sein, Wörter, die besonders häufig vorkommen, aufzuschreiben. Dies sind in der Regel verbindende Wörter oder Verben, die Ihr in Eure eigene Sprache einarbeiten können.

Apps, die Euch beim Wiederholen helfen können

Wenn Ihr mit der Wiederholung der Lerninhalte zu kämpfen habt und ein anderes Hilfsmittel als Euer Lehrbuch verwenden möchtet, könnt Ihr Online-Methoden nutzen, um zwischen den jeweiligen Lektionen zu üben.

Duolingo

Duolingo ist eine Sprachlern-Website und eine App für Handys und Tablets. Sie ist 100% kostenlos und ist eine gute Möglichkeit, Ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Die App ist wie ein Sprachkurs konzipiert.

Ihr könnt dort Eure Sprech-, Lese-, Hör- und Schreibfertigkeiten spielerisch üben! Ihr verbessert Euren Wortschatz und Eure Grammatikkenntnisse, indem Ihr am Ende jeder Lektion Fragen beantwortet. Ihr beginnt mit grundlegenden Verben, Phrasen und Sätzen und lernt täglich neue Wörter.

Lernt Niederländisch mit Apps auch unterwegs! Sprachlern-Apps ermöglich es Euch, Niederländisch zu lernen und dabei zeitlich und örtlich flexibel zu sein. Quelle: Free-Photos from Pixabay

Duolingo nutzt das Prinzip der Wiederholung als Lernmittel. Wörter und Sätze werden immer wieder in verschiedenen Fragen auftauchen, bis Ihr sie auswendig könnt.

Die App belohnt Euer Engagement mit Punkten und gratuliert Euch, wenn Ihr jeden Tag konsequent an Euren Lektionen teilnehmt.

Duolingo ist eine der beliebtesten Möglichkeiten, neue Sprachen zu lernen. Es ist eine tolle Möglichkeit, Eure Fähigkeiten zu verbessern und ist zudem noch völlig kostenlos!

Babbel

Babbel bietet Sprachkurse online über seine Website und über zugehörige App an. Ihr findet dort Fragen im Quizstil, die Euch dabei helfen, Fortschritte zu erzielen. Ihr werdet nach und nach mit neuer Grammatik und neuem Wortschatz vertraut gemacht und erhaltet dann zu jeder Lektion Fragen, um die gelernten Inhalte zu vertiefen.

Die Kurse sind unkompliziert und einfach gestaltet und können als eine großartige Ergänzung zu Eurem Niederländischunterricht gesehen werden. Ihr könnt Babbel sowohl als Anfänger als auch als fortgeschrittene Sprecher nutzen.

Im Gegensatz zu Duolingo ist diese Anwendung jedoch nicht 100% kostenlos. Ihr könnt einen Kurs kostenlos beginnen, aber Ihr müsst anschließend bezahlen, um auf weitere Materialien zugreifen zu können.

Insgesamt ist Babbel jedoch eine tolle Sache und wird Euren Unterricht simpel aber effektiv ergänzen.

In einem Sprachkurs ist das Vokabular von gestern wichtiger als das von heute. Ziel ist es, das kurzfristige Wissen über neue Vokabeln in Euer Langzeitgedächtnis zu übertragen. Wiederholung ist dabei unerlässlich – in den ersten Tagen oder Wochen nach dem Erlernen eines neuen Vokabulars im Unterricht gilt: Wiederholt immer wieder die gelernten Wörter, damit Ihr sie in Eurem Gedächtnis verankern könnt!

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