Die deutsche Geigerin Anne-Sophie Mutter ist eine der bedeutendsten klassischen Musiker*innen unserer Zeit. Vom südlichsten Zipfel Baden-Württembergs aus hat sie die großen Bühnen der Welt und die Herzen ihrer Zuhörer*innen erobert. Im Laufe ihrer mittlerweile 45-jährigen Karriere hat sie mit unzähligen bedeutenden Orchestern und Dirigenten gespielt und mit verschiedenen zeitgenössischen Komponisten zusammengearbeitet.

Neben ihrer Studio- und Konzerttätigkeit ist Anne-Sophie Mutter auch als Mentorin für junge Streicher*innen von großer Bedeutung für die klassische Musik. Neben der Betreuung des Stipendiaten-Ensembles Mutter’s Virtuosi setzt sie sich in Stiftungen und Benefizprojekten für die Zukunft der Klassik ein. Auch die Unterstützung wohltätiger Zwecke außerhalb der Musik gehören zu ihrem vollen Programm.

In diesem Artikel wollen wir dir die berühmte Geigerin Anne-Sophie Mutter etwas genauer vorstellen. Wir beleuchten ihren Werdegang, stellen dir ihre wichtigsten Aufnahmen und Konzerte vor und blicken auf ihr Engagement für die Musikförderung und wohltätige Zwecke. Nebenbei erfährst du so manch ein interessantes Detail über die Frau, die nun schon seit mehr als vier Jahrzehnten ihr Publikum zu berühren und begeistern weiß.

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Und los geht's

Ein Leben für die Geige: Die Kindheit von Anne-Sophie Mutter

Mit dem Geige spielen lernen begann die 1963 im badischen Rheinfelden geborene Anne-Sophie Mutter auf eigenen Wunsch im Alter von fünf Jahren. Ihre Liebe zur Violine wurde beim Anhören von Schallplatten entfacht. Je nach Quelle war es eine von Yehudi Menuhin eingespielte Mozart-Aufnahme oder eine Platte mit Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy, die ihre Faszination weckte.

Die Leidenschaft gepaart mit einer außergewöhnlichen Begabung führte dazu, dass sie mit nur sechs Jahren, als zu diesem Zeitpunkt jüngste Preisträgerin der Geschichte, bei dem nationalen Wettbewerb Jugend musiziert ausgezeichnet wurde.

Aufgrund ihrer besonderen Begabung wurde Anne-Sophie Mutter von der Schulpflicht entbunden und erhielt fortan privaten Schulunterricht sowie Geigen- und Klavierstunden bei der Violinistin Erna Honigberger. Als ihre bedeutendste Mentorin hebt Mutter die Geigerin Aida Stucki hervor, deren Meisterklasse am Konservatorium Winterthur (heute: Zürcher Hochschule der Künste) sie ab 1974 besuchte.

Ein erstes größeres Konzert spielte sie bereits 1972 mit dem Winterthurer Stadtorchester, bei dem sie den Solopart des Violinkonzert Nr. 2 D-Dur, KV 211 von Wolfgang Amadeus Mozart übernahm. Richtungsweisend für Mutters weitere Karriere war ihr Debüt beim Lucerne Festival 1976. Hier wurde sie von dem Dirigenten Herbert von Karajan entdeckt und schließlich von ihm zu den Salzburger Pfingstfestspielen 1977 eingeladen, wo sie begleitet von den Berliner Philharmonikern Mozarts Violinkonzert Nr. 3 G-Dur, KV 216 interpretierte.

Musikalisch überdurchschnittlich talentierte Kinder werden häufig als „Zukunftshoffnung“ gehandelt. Dieser Begriff unterstreicht neben den, für das jeweilige Alter, außergewöhnlichen Fähigkeiten auch das Potential der jungen Musiker*innen. Damit wird deutlich, dass eben trotz einer bereits erkennbaren Virtuosität noch ein weiter Weg bis zur ausgereiften Künstlerpersönlichkeit zurückgelegt werden muss.

Anne-Sophie Mutter gehört in dieser Hinsicht, gemeinsam mit wenigen anderen bekannten Geigern wie Itzhak Perlman und Joshua Bell, zu den Ausnahmen. Sehr schnell wurde sie nicht mehr als Wunderkind, sondern als reife Künstlerin gesehen, die ihren ganz selbstverständlichen Platz auf den Konzertbühnen der Welt hatte.

Sie beeindruckte nicht nur mit einer ausgefeilten, präzisen Technik, sondern wusste auch mit einer erstaunlich gradlinigen Interpretation zu überzeugen. Ihre Spielweise war und ist aber keineswegs langweilig konservativ. Auch wenn überbordende, subjektive Ausuferungen von ihr nicht zu hören sind, verstand es Anne-Sophie Mutter schon früh, die Werke der großen Meister bis in ihre Tiefen zu ergründen und sich damit auf eine Entdeckungsreise zu begeben, die wohl nie ganz abgeschlossen sein wird.

Eine lebhafte Entdeckungsfreude kannst du auch an dem bekannten Geiger Daniel Hope beobachten.

Eine der größten klassischen Geigerinnen unserer Zeit: Bereits als Jugendliche ein Weltstar

Der erste Auftritt als Solistin mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Herbert von Karajan bedeutete nicht nur der Beginn der internationalen Bekanntheit Anne-Sophie Mutters, sondern auch eine langjährige, intensive Zusammenarbeit zwischen ihr und dem Dirigenten Karajan.

Im Alter von 15 Jahren spielte sie unter seiner Leitung ihre ersten Studioaufnahmen bei der Deutschen Grammophon ein. Eine nächste wegweisende Aufnahme wurde 1980 ebenfalls von der Deutschen Grammophon veröffentlicht: Das Triple Concerto, op. 56 von Ludwig van Beethoven mit Mark Zeltser am Klavier und Yo-Yo Ma am Cello.

Als Höhepunkt der Zusammenarbeit von Mutter und Karajan wird häufig das Violin Concerto D-Dur, op. 61 von Beethoven genannt, von dem die Deutsche Grammophon 1980 eine erste Aufnahme veröffentlichte. Anne-Sophie Mutter war zu diesem Zeitpunkt erst 16 Jahre alt. In den folgenden Jahren haben die beiden Künstler*innen kein anderes Stück so oft aufgeführt wie dieses Violinkonzert. Ein letztes Mal spielten sie es im Februar 1984 für eine Fernsehaufzeichnung, die jedoch erst Jahre nach dem Tod des Dirigenten veröffentlicht wurde.

Während der 1980er Jahre unternahm Anne-Sophie Mutter ausgedehnte Tourneen mit Karajan und den Berlinern Philharmonikern, die sie unter anderem nach Moskau, Japan, Jerusalem und Toronto führten. Zur selben Zeit spielte sie in den USA unter Zubin Metha mit den New Yorker Philharmonikern, unter Georg Solti mit dem Chicago Symphony Orchestra sowie unter Mstislav Rostropovich mit dem National Symphony Orchestra. Ihr Konzertdebüt in England hatte sie bereits im Alter von 14 Jahren mit dem English Chamber Orchestra unter der Leitung von Daniel Barenboim gegeben.

Wie groß die Bedeutung der jungen Violinistin für die klassische Musik bewertet wurde, zeigt sich auch darin, dass sie bereits 1983 zur Ehrenpräsidentin der Mozart-Gesellschaft der Universität Oxford ernannt und 1986 auf den internationalen Lehrstuhl für Violin-Studien an der Royal Academy of Music in London berufen wurde.

Im selben Jahr brachte sie mit dem Collegium Musicum Zürich Chain II. Dialog für Violine und Orchester des Komponisten Witold Lutosławski zur Uraufführung. In der Folge beschäftigte sie sich vermehrt auch mit zeitgenössischer Musik. Bis Ende 2021 hatte sie die Solo-Geige in nicht weniger als 30 Uraufführungen gespielt; und ein Ende ist nicht in Sicht. Unter den zeitgenössischen Komponisten in Mutters Repertoire finden sich unter anderem John Williams, Krzysztof Penderecki und André Previn.

Die Zusammenarbeit mit dem Filmkomponisten John Williams ist dabei besonders herauszuheben. Nachdem sich die Geigerin schon lange für seine Musik begeistert hatte, komponierte Williams das ihr gewidmete Werk Markings, das sie 2017 mit dem Boston Symphony Orchestra uraufführte.

Zwei Jahre später veröffentlichten die beiden Weltstars gemeinsam das Album Across the Stars. John Williams hat dafür viele seiner berühmtesten und einige seiner weniger bekannte Kompositionen in enger Absprache mit Anne-Sophie Mutter für Solo-Geige und Orchester neu arrangiert.

Obwohl man meinen könnte, dass sich die Geigerin mit dieser Arbeit ein Stück weit der Populärmusik annäherte, sind die Arrangements doch immer noch sehr stark in klassischer Tradition gehalten. Damit wählte sie einen ganz anderen Weg als jüngeren Kolleg*innen wie Vanessa Mae und David Garrett, die auf einen leichteren Pop- und Rock-Sound setzten und vor allem durch Show-Effekte ihre Konzerte zu einem Spektakel machen.

Eine Annäherung an ein jüngeres, nicht besonders Klassik-affines Publikum wagte Anne-Sophie Mutter mit einem Konzert in der Yello Lounge des Berliner Clubs Neue Welt, das aufgezeichnet und unter dem Albumtitel The Club Album 2015 bei der Deutschen Grammophon erschienen ist.

Unter den bekanntesten Geigenspielern unserer Zeit darf auch der kommerziell erfolgreichste nicht fehlen: entdecke mit uns André Rieu.

Den Blick immer in die Zukunft gerichtet: Förderung der jungen Klassik und wohltätige Zwecke

Anne-Sophie Mutter setzt sich bereits seit vielen Jahren unermüdlich für die Förderung junger Streicher*inner und zeitgenössischer Komponist*innen ein. 1987 gründete sie in ihrer Heimat Baden-Württemberg die Rudolf-Eberle-Stiftung, die ihre Stipendiat*innen in verschiedensten Bereichen unterstützte und förderte. Ab 1997 setzte sie sich zusätzlich mit dem Freundeskreis der Anne-Sophie Mutter-Stiftung für die Hochbegabtenförderung ein.

Seit 2008 sind beide Organisationen in der Anne-Sophie-Mutter-Stiftung vereint, die mittlerweile weltweit aktiv ist. Regelmäßig tritt Anne-Sophie Mutter gemeinsam mit dem Stipendiaten-Ensemble Mutter‘s Virtuosi auf.

Mehrmals jährlich spielt Anne-Sophie Mutter Benefizkonzerte, die nicht nur der musikalischen Förderung, sondern auch sozialen Projekten verschiedenster Art zu Gute kommen. So spielt sie unter anderem regelmäßig für die Wohltätigkeitsorganisation Save the Children oder den Verein Integration durch Bildung.

Für ihr soziales Engagement wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet. Im Jahr 2011 erhielt sie sowohl den Erich-Fromm-Preis als auch den Gustav-Adolf-Preis. Anne-Sophie Mutter ist außerdem Trägerin des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland, des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich und des Ordens eines Ritters der französischen Ehrenlegion.

Virtuos, elegant und diskret: Die deutsche Grande-Dame der Klassik

Die Karriere von Anne-Sophie Mutter ist in jedem Sinne beachtenswert. Ihre Einspielungen der Werke von Mozart, Beethoven, Brahms und vielen weiteren Komponisten gehören zu den unumgänglichen Aufnahmen der Klassik. Mit der Auseinandersetzung und Förderung zeitgenössischer Musik leistet sie einen wichtigen Beitrag für die Zukunft des Genres.

Als eine der wenigen Frauen, die es in der klassischen Musik bis ganz nach oben geschafft haben, dient sie auch als Vorbild. In den letzten Jahren treten immer mehr Musikerinnen ins Rampenlicht und stellen ihr Können unter Beweis; so zum Beispiel auch die schottische Geigerin Nicola Benedetti.

Dass weibliche Musiker*innen nach wie vor anders betrachtet werden als ihre männlichen Kollegen, zeigt sich in der Berichterstattung und den Kommentaren über sie. So wusste der gerne provozierende Stargeiger Nigel Kennedy in einem Interview auf Anne-Sophie Mutter angesprochen nichts weiter zu sagen als: „Ich mag ihre Brüste.“

In fast jedem Artikel über die Violin-Virtuosin finden sich Anmerkungen über ihre eleganten, schulterfreien Abendkleider, die sie bei Konzerten trägt. Laut Aussage der Geigerin selbst, hat diese Kleiderwahl hauptsächlich praktische Gründe: Wenn keine Ärmel vorhanden sind, können sie auch nicht verrutschen. Zudem sorge der Hautkontakt der Geige für mehr Stabilität beim Spielen.

Bei ihren Auftritten strahlt Anne-Sophie Mutter eine oft als „aristokratisch“ beschriebene Ernsthaftigkeit aus, die wohl ganz einfach der hohen Konzentration geschuldet ist. Klar ist, die Begabung der Geiger in war und ist außergewöhnlich. Allein verantwortlich für den Welterfolg ist sie aber kaum. Auch die große Leidenschaft, unbändige Neugierde und harte Arbeit zeichnen eine der bedeutendsten Violin-Virtuosinnen unserer Zeit aus.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.