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Wie verfeinere ich das Timbre meiner Stimme?

Von Christiane, veröffentlicht am 04/12/2018 Blog > Musik > Gesang > Mit welchen Gesangstechniken kann ich an meinem Timbre arbeiten?

Nicht nur Schülern sondern auch literarischen Geistern bleibt der Mund manchmal offen stehen, wenn sie mathematische Sachverhalte voller Zahlen, griechischer Buchstaben und seltsamer Zeichen zu Gesicht bekommen…

Doch dieselbe Wirkung können auch Lehrwerke der klassischen Musik oder Artikel über die Musik auf Neulinge in diesem Gebiet haben.

Sie stoßen hier auf im Alltag wenig oder gar nicht gebräuchliche Wörter, welche aus einer anderen Sprache zu stammen scheinen.

Doch jeder Begriff, den der Musikwissenschaftler verwendet, beschreibt eine Gegebenheit der Gesangskunst.

Technik, Stimmlage, Dynamik… Alles Begriffe, die im Gesang wie auch bei den Instrumenten zum Tragen kommen.

Ein bemerkenswerter Begriff, der insbesondere mit den Sängern in Zusammenhang gebracht wird, lautet: das Timbre.

Wenn Du die Absicht hegst, ein großer Tenor, Sopranistin oder ein erfolgreicher Pop-Sänger zu werden, darfst Du diese essentielle Komponente im Trainieren Deiner Stimme auf keinen Fall vernachlässigen!

Was bedeutet das Timbre einer Stimme?

Diesem Begriff begegnen wir im Musikbereich oft, denn er betrifft alles, was einen Klang von sich gibt.

Wir reden also vom „Timbre“ einer menschlichen Stimme als auch vom „Timbre“ eines Musikinstruments.

Verwechsele den Begriff jedoch nicht mit der Stimmlage, welche den Tonumfang (und demnach den Umfang der Oktaven) der Stimmbänder und Instrumente umschreibt.

Die Bestimmung der Stimmlage ermöglicht die Unterscheidung zwischen Mezzosopran, Alt, Kontratenor, Bariton, Bass usw.

Im Duden lautet die genaue Definition des Timbres: „Charakteristische Klangfarbe eines Instruments, einer Stimme, besonders einer Gesangsstimme.“

Besitzt Deine Stimme eine warme Klangfarbe? Das Timbre macht Deine Stimme einzigartig. | Quelle: visualhunt

Dabei handelt es sich also um alle Klangeigenschaften, mit denen ein Sänger oder ein Instrument identifizierbar wird. Dieselbe Note kann von einer Orgel, einem Klavier oder einer Altsängerin von sich gegeben werden. Ihre mathematische Frequenz bleibt dabei dieselbe, und dennoch bleibt die Stimme oder das Instrument erkennbar, eben aufgrund des Timbres.

So können sich selbst zwei Klaviere voneinander unterscheiden! Das Timbre vermag also, einen Klangerzeuger vom anderen zu unterscheiden.

Was die Stimme angeht, so kommt im Timbre die unendliche Vielfalt der Menschheit zum Ausdruck, denn jede Stimme ist einmalig und besitzt ihre eigene Persönlichkeit.

Das Timbre verleiht dem Klangerzeuger also seine Einzigartigkeit.

Frequenz, Vibrato und Fülle, alles Elemente, die ein musikalisches Timbre charakterisieren.

Das Konzept wurde erst kürzlich von der Instrumentenkunde entwickelt und hatte eine schnelle Weiterentwicklung der Psychoakustik (mit der Harmonieanalyse der Klänge) und der Orchestrierung im Allgemeinen zur Folge.

Das Timbre, oder die Klangfarbe, macht es, dass jemand eine Stimme als „schön“ empfindet. Wenn Dir also schon einmal jemand gesagt hat, Du hättest eine schöne Stimme, kannst Du auf Dein Timbre stolz sein!

Entdecke hier auch unseren Online-Gesangsunterricht!

Drei Tipps, wie Du Deine klassische Gesangsstimme findest

Sowohl bei Männern als auch bei Frauen verändert sich das Timbre der Stimme mit dem Alter, genauso wie die Stimmlage.

Dabei wird die Stimme entweder tiefer oder in seltenen Fällen auch höher.

Das Timbre ist natürlich angeboren und hängt in erster Linie von den Genen ab (zum Beispiel von der Morphologie des Mundbereichs: Kehlkopf, Rachen, Stimmritze, Stimmbänder und Resonanzräume…). Bei der Veränderung des Timbres nun spielt das Körpergewicht im Laufe der Jahre eine Rolle sowie das Stimmtraining, das das Timbre verfeinern oder gar modifizieren kann.

Das kannst Du zum Beispiel bei den Imitatoren beobachten, die ganz neue Stimmen annehmen können, um andere Leute zu imitieren.

Um die Diva in Dir zu entdecken, musst Du Dich vor allem mit diesen drei Punkten auseinandersetzen:

1. Welche Stimmlage hast Du?

Dafür musst Du herausfinden, welche die tiefsten und welche die höchsten Noten sind, die Du singen kannst.

Finde zunächst den Tonumfang heraus, den Du ohne Probleme beherrschst (ohne zu forcieren und mit Bruststimme: Dies ist, genau genommen, die Stimmlage). Mit den Noten, die Du mit Kopfstimme singen kannst, wenn auch nicht perfekt, wirst Du Dich im Gesangsunterricht eingehender beschäftigen.

Auch wenn Du das absolute Gehör hast oder zumindest musikalisch bist, kannst Du Dir für diese Übung ein Keyboard zu Hilfe nehmen.

Ansonsten tut es natürlich auch ein Gesangslehrer! Unter seiner Leitung wirst Du in guten Händen sein.

2. Gesangsunterricht

Um keine falschen Gewohnheiten anzunehmen und die Zeit effektiv zu nutzen, solltest Du Dich an einen Gesangslehrer wenden. Das Singen muss ernst genommen werden, um die richtige Gesangstechnik zu erlernen.

Mit einem Gesangslehrer lernst Du, in die Resonanzräume zu singen. Ob einzeln oder in der Gruppe, im Gesangsunterricht lernst Du, Deine Stimme richtig zu platzieren. | Quelle: visualhunt

Ein diplomierter Gesangslehrer wird Dir also dabei helfen, singen zu lernen und die richtigen Töne zu treffen.

Eine Gesangsschule oder Musikschule wird Dich mit einem geeigneten Gesangslehrer in Verbindung setzen. Du wirst aber auch auf digitalen Plattformen wie Superprof fündig! Gesangsunterricht wird in vielen Städten Deutschlands angeboten, auch online.

3. Oft singen

Ob unter der Dusche oder woanders, Deine Vokalisen kannst Du überall singen.

Häufige Singgymnastik wird Dir nicht nur dabei helfen, Dich zu perfektionieren, sondern ermöglicht Dir auch, Dein Timbre und Dein Repertoire im Auge zu behalten – auch während der Pubertät im Stimmbruch.

Übertreibe es jedoch nie und sei immer vorsichtig, um keinen Stimmverlust zu erleiden. Wärme Deine Stimme vor jedem Singen auf!

5 Ratschläge, wie Du an Stimmqualität zunimmst

1. Erweitere Deinen Tonumfang

Der Tonumfang Deiner Stimme kann mit dem Alter und der Stimmarbeit variieren.

So besaß Callas zum Beispiel einen enormen Stimmumfang von drei Oktaven – als normal gelten zwei. Doch jeder muss seine eigenen stimmlichen Grenzen finden und akzeptieren und ernste Stimmarbeit leisten, um seine Stimme richtig zu platzieren.

Wie viele Oktaven kannst Du singen? Maria Callas (links) galt als Stimmwunder. | Quelle: visualhunt

Mit Tonleitertraining und der Interpretation von Melodien, die an Deinen stimmlichen Grenzen liegen, wirst Du sowohl an Tiefe als auch an Höhe gewinnen. Wie schon das Sprichwort sagt: „Übung macht den Meister.“

Nehme Deine Gesangsübungen also ernst, um Deine zarten Töne Halbton für Halbton in eine kräftige Bruststimme zu verwandeln.

2. Achte auf Deine Haltung

Das Singen ist eine physische (wie auch physiologische) Aktivität.

Die menschliche Physiologie spielt hierbei eine entscheidende Rolle, genauso wie die Haltung des Sängers/der Sängerin.

Bleibe unter allen Umständen entspannt. Du musst lernen, mit Stress umzugehen und an Deiner Bühnenpräsenz feilen.

Halte Dich also immer aufrecht und singe, wenn möglich, im Stehen. Wenn Du im Sitzen singen musst, krümme auf keinen Fall den Rücken sondern nehme eine eher stolze Haltung ein.

Du wirst den Unterschied im Stimmenvolumen und in der Wahrnehmung des Publikums bemerken!

3. Verbessere Deine Atmung

Ein konstanter Luftdruck garantiert Dir eine makellose Beherrschung Deiner Stimme. Letztendlich basiert das Singen auf der richtigen Ausatmung!

Beim Singen muss die Bauchatmung durch das Zwerchfell zum Einsatz kommen. Die richtigen Bauchatmungsübungen (bei denen sich der Brustkorb nicht hebt) helfen Dir, die richtige Atemtechnik zu verinnerlichen.

Ohne Bauchmuskeln ist es nicht möglich, einen kraftvollen Klang wie die großen Solisten zu erzeugen.

4. Überprüfe Deine Sprechweise

Eine gute Aussprache macht den Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Chor deutlich. Mit der Aussprache der Vokale beschäftigen sich moderne Sänger eingehend.

Übungen zur Artikulation machen aus Dir einen exzellenten Sprecher und tragen darüber hinaus zu einer besseren Klangerzeugung bei.

Eine gute Artikulation wird Dir auch dienlich sein, wenn Du in der Öffentlichkeit sprechen musst.

In der Öffentlichkeit sprechen bedeutet außerdem, Fremdsprachen aussprechen zu können, die in der Oper häufig vorkommen, so zum Beispiel das Italienische (Verdi, Puccini, Rossinis Der Barbier von Sevilla…) und die französische Sprache (Bizets Carmen, Gounods Faust…).

5. Wähle die richtigen Melodien

Die Auswahl der zu interpretierenden Lieder ist nicht zu vernachlässigen. Versuche, den Schwierigkeitsgrad zu variieren, um keinen Stimmverlust zu erleiden, und wähle Stücke, die Deiner Stimmlage und Deinem Fortschrittsgrad entsprechen.

Gesangsunterricht, wenn auch nicht regelmäßig und online, können Dir dabei helfen, dem Forcieren ein für alle Mal Lebewohl zu sagen.

Keine Sorge, alle berühmten Tenöre haben einmal dasselbe durchgemacht!

Hier kannst Du übrigens erfahren, wie man seine Stimme im Alltag trainiert…

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