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Wie verbessere ich meine Gesangstechnik?

Von Christiane, veröffentlicht am 11/01/2019 Blog > Musik > Gesang > Wie kann ich meine Stimme Trainieren?

Es schwinden jedes Kummers Falten, solang des Liedes Zauber walten. Friedrich Schiller

Doch nicht jeder kann sich einer schönen Stimme rühmen. Sie ist eine Gabe, die nicht jedem angeboren ist. Wer sie also hat, sollte sie nutzen und sich ihr würdig erweisen!

Es wäre doch ein Jammer, sein Talent verkümmern zu lassen… Man muss seine Stimme mit angemessenen Gesangsübungen trainieren.

Dazu zählt, sein Liederrepertoire zu erweitern, seinen Tonumfang zu vergrößern, seine Kopf- und Bruststimme zu perfektionieren und Atemübungen zu machen. Nur so wirst Du ein versierter Opernsänger.

Widmen wir uns nun dem Stimmtraining und schauen wir uns an, was Du machen kannst, um an Virtuosität zu gewinnen.

Stimmtraining: Die Top 10 der Gesangsübungen

Selbst außergewöhnliche Redner und Stimmtalente sollten sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen!

Bestimmte Übungen sind immer notwendig, ob in der Musikschule oder zu Hause mit einem Gesangslehrer, um seine Gesangstechnik zu perfektionieren.

Jeder hat seine Lieblingsübungen im Gesang, um die richtige Technik zu erlangen. Diese Top 10 der Gesangsübungen werden Dir garantiert dabei helfen, Deine Stimme zu verbessern.

Das Motto eines jeden Sängers sollte lauten: üben, üben, üben! Denn Improvisation kann Dich teuer zu stehen kommen (Du kannst zum Beispiel einen Stimmverlust erleiden).

Lasse es nicht soweit kommen und achte auf Deine Stimme. Bei Halsschmerzen tut Thymian gut. | Quelle: visualhunt

Hier einige Ratschläge, mit denen Du die Gesangskunst einwandfrei beherrschen wirst:

  • Das Aufwärmen der Stimme bildet die Grundlage für gutes Singen. So umgehst Du das Risiko, Deine Stimme zu verlieren oder sie zu verkrampfen, wenn Du in der Öffentlichkeit sprichst oder singst. Das Aufwärmen gilt zunächst den Stimmbändern, dem instrumentalen Teil des Menschen: Singe Deine Tonleitern mit geschlossenem Mund, um nicht zu forcieren, von den tiefen bis zu den hohen Tönen. Nehme dabei, wenn nötig, ein Klavier zu Hilfe, singe in die Resonanzräume und lasse die Gesichtsmuskeln locker (Glottis, Kehlkopf, Rachen, Zwerchfell, am besten den ganzen Körper). Klopfe Deine Wangen ab, lasse Deine Lippen ploppen und massiere Deine Kiefergelenke.
  • Die Atmung und die Bauchmuskeln sind nicht voneinander zu trennen. Ersetze die gewohnte Atmung in den Brustkorb durch die Bauchatmung. Um Dir der Bauchatmung bewusst zu werden, lege Dich hin und platziere ein Buch auf Deiner Brust: Es darf bei der Atmung in den Lungen-Bauchbereich nicht herunterfallen.
  • Gehört zu werden heißt nicht schreien. Und das gilt für jeden Musikstil und ganz besonders in der klassischen Musik. Der Beckenboden und die Bauchmuskeln müssen zum Einsatz kommen, damit die Luftsäule für den Klang so lang wie möglich wird, und der Atemdruck muss konstant bleiben, damit der Klang voll wird. Der menschliche Körper holt sich bei der Lockerung der eingesetzten Muskeln nach den Vokalisen unbewusst und ganz automatisch die Luft wieder zurück.
  • Die Luft muss durch die Nasennebenhöhlen strömen. Um Dich der Nebenhöhlen bewusst zu werden, singe Vokale, während Du Dir die Nase zuhältst. So testest Du die aktuelle Kapazität Deiner Resonanzräume.
  • Der Auftakt eines Liedes spiegelt die Qualität der Interpretation wider. Dieses Detail macht mitunter den Unterschied zwischen den großen und mittelmäßigen Sängern aus. Nimm Dir die Zeit, Deine Auftakte auf musikalischer und physiologischer Ebene zu analysieren und übe sie, solange an ihnen etwas zu bemängeln ist. Achte auf Deine Muskeln, die Position bestimmter Körperteile… Ein Gesangslehrer (Gesangsunterricht) wird Dir dabei helfen, eventuelle Fehler zu korrigieren.
  • Stressbewältigung setzt Deine mixed voice frei. Der Bereich um den ersten und zweiten Halswirbel Atlas und Axis muss locker bleiben. Neige dafür Deinen Kopf nach rechts und links, als ob Deine Nase die Achse wäre. So entspannen sich die kleinen Muskeln im Halswirbelbereich.

Entspannung darf beim Singen nicht unterschätzt werden. Ein entspannter Körper gibt entspannte Töne von sich. | Quelle: visualhunt

  • Damit Du nicht schief singst, denke zuerst die Melodie, bevor Du sie singst. Deinen Stimmbändern bleibt dann nichts mehr anderes übrig, als sich mit Deinen Gedanken in Übereinstimmung zu bringen.
  • Viele moderne Sänger vernachlässigen die Ausspracheübungen, welche jedoch einen festen Bestandteil aller Sprechkunst bilden. Übe Dich also in der Artikulation, und sei es auch nur, um an Selbstsicherheit zu gewinnen.
  • Der Vokal bildet das Herzstück aller Artikulation, daher die Wichtigkeit der Vokalisen. Die drei Phoneme o, u und i trainieren den Rachenraum, den Kehlkopf und die stimmliche Präzision, ohne Dich zum Forcieren zu bringen.
  • Achte auch auf die richtige Position Deiner Zunge, die oft zu weit oben liegt. Das Phonem ng bringt sie in die optimale Stellung.

Wie erweitert man seine Stimmlage?

Was bedeutet Stimmlage?

Sie bezeichnet den Tonumfang, den ein Sänger mit seiner Bruststimme abdeckt.

In der Stimmlage liegt der Unterschied zwischen einer Mezzosopranistin und einer Altistin usw.

Ein Großteil der Stimmlage ist angeboren und hängt auch vom Geschlecht und Alter ab – die Menopause bewirkt zum Beispiel eine Vertiefung der Stimme.

Mit viel Übung ist es jedoch möglich, seinen Notenumfang zu vergrößern.

Als erstes solltest Du die tiefen und mittleren Töne beherrschen, bevor Du Dich den hohen Tönen zuwendest.

Im Allgemeinen wird eine neue hohe Note mit Fistelstimme gesungen, bevor sie voll aus der Brust kommt.

Das ist nicht nur eine mentale sondern auch körperliche Übung: Es sind Deine Stimmbänder, die Du dabei kräftigst und auf neue Art und Weise anspannst, wodurch Du ganz neue Frequenzen zu singen vermagst!

Ein vorsichtiges Herantasten, das Du am besten unter der Leitung eines professionellen Gesangslehrers unternimmst (Gesangsunterricht), um es nicht falsch zu machen.

Sein Timbre entdecken und verfeinern

Jeder Klangkörper besitzt sein charakteristisches Timbre. Nicht nur die Stimme, auch Instrumente zeichnen sich nur ihr Timbre aus. | Quelle: visualhunt

Das Timbre ist ein ausgedehnterer Begriff als die Stimmlage. Letztere spielt beim Timbre jedoch eine entscheidende Rolle.

Das Timbre einer Stimme bezeichnet all das, was die Stimme eines Sängers – und auch den Klang eines Musikinstruments – von anderen unterscheidet: So besitzt auch Deine Blockflöte ein anderes Timbre als die eines professionellen Flötisten, und eine Stradivari unterscheidet sich unverkennbar von Anfänger-Geigen

Möchtest Du Dein Timbre entdecken, musst Du vor allem Du selbst bleiben und Deiner Persönlichkeit freien Lauf lassen.

Bei der Verfeinerung des Timbres spielt auch, wie schon erwähnt, der Tonumfang eine Rolle, genauer seine Erweiterung. Eine emsige und idealerweise tägliche Arbeit, aber Übung macht den Meister!

Auch die Atmung darf man beim Verfeinern des Timbres natürlich nicht vernachlässigen, denn sie macht das Timbre wahrnehmbarer und konstanter und lässt die Stimme vibrieren.

Wenn Du einmal alle Facetten Deiner Stimme erkundet und perfektioniert hast, können Deine Stimmbänder dem Publikum ihre ganze Vielfalt vorführen!

Unsere Tipps, um seine Stimme zu platzieren

Eine platzierte Stimme ist das A und O eines jeden Sängers!

Mit einer platzierten Stimme ermüden die Stimmbänder nicht, und Deine Stimme kann problemlos zwischen tiefen und hohen Tönen oszillieren und ihre ganze Bandbreite zeigen, so auch auf einem Gesangswettbewerb oder einem Vorsingen. Mit einer platzierten Stimme wirst Du die Jury aller Gesangsschulen stark beeindrucken!

Die Platzierung der Stimme ist für jeden Gesangsschüler unerlässlich, und dennoch beherrscht sie nicht jeder. Für alle Anfänger sollte der Sänger Prince als Vorbild dienen. Der internationale Künstler konnte nämlich auf seinen Live-Konzerten ohne jegliche Schwierigkeit von den tiefen zu den hohen Tönen wechseln.

Um wie Prince zu singen, sollte der Gesangsschüler mehrere Tipps befolgen:

  • Regelmäßig mit oder ohne Gesangslehrer üben.
  • Während des Aufwärmens den Hals feucht halten.
  • Die Gesichtsmuskeln entspannen.
  • Sich die Zeit nehmen, ruhig zu atmen.
  • Neben der Stimme auch auf seinen Brustkorb, seine Schultern und sein Zwerchfell achten.
  • Geeignete Lieder wählen, die Deinen Fähigkeiten und Zielen entsprechen.

Als Accessoire könntest Du Dir einen Vocoder besorgen, der Dir dabei helfen wird, richtig zu singen. Doch kein Accessoire ersetzt die Arbeit: Eine platzierte Stimme bekommst Du nur durch regelmäßiges Üben.

Nach nur einigen Stunden Gesangsunterricht mit einem professionellen Gesangslehrer wirst Du bereits feststellen können, wie sich eine platzierte Stimme anfühlt.

Im Alltag singen üben

Nutze jede Gelegenheit zum Singen. Manch ein Star wird unter der Dusche geboren! | Quelle: visualhunt

Doch Popstar wirst Du nicht, indem Du nur unter der Dusche singst.

Fortschritte im Singen machst Du vor allem mit Gesangsunterricht/Gesangsunterricht Online.

Singen üben sollte man am besten täglich, um keine Rückschritte zu machen oder zu stagnieren.

Einige Prinzipien solltest Du jedoch im Kopf behalten, wenn Du Deine Stimme nicht gefährden möchtest.

Die Stimmbänder brauchen mindestens sieben Stunden Erholung, um ihre ganzen Fähigkeiten ausschöpfen zu können.

Ein zu häufiger und vor allem falscher Gebrauch kann ihnen auf lange Sicht Schaden zufügen und eine Karriere beeinträchtigen, wenn nicht sogar beenden. Die Chirurgie hat zwar Fortschritte gemacht, doch eine Operation ist kostspielig und immer mit einem gewissen Risiko verbunden.

Auf seinen Hals zu achten bedeutet auch, Lebensmittel zu vermeiden, die ihn angreifen könnten, so auch Limonaden, Milchprodukte, Tabak, Alkohol…

Um es im Singen weit zu bringen, solltest Du die zehn Gesangsübungen, die wir eingangs vorgestellt haben, ganz oder zumindest zum Teil umsetzen und mit einem professionellen Gesangslehrer Gesangsunterricht nehmen.

Dieser wird Dir dabei helfen, richtig singen zu lernen und dabei nicht nur auf Deine Körperhaltung zu achten sondern auch auf musikalischer Ebene Deine Gesangskunst zu verfeinern.

Möchte man als Sänger Karriere machen, muss man auf jedes Detail achten. Selbst die sozialen Netzwerke und die Kommunikation in den Medien sollten nicht vernachlässigt werden (doch eine nähere Auseinandersetzung damit würde den Rahmen dieses Artikels sprengen und könnte Gegenstand einer Doktorarbeit bilden!).

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