Die Evolution ist ein wichtiges Thema im Biologie Abitur, so dass du es bei deiner Abiturvorbereitung nicht vernachlässigen solltest! Von der ein oder anderen Evolutionstheorie hast du sicher schon einmal gehört, aber für das Bestehen deiner Abiprüfung braucht es noch etwas mehr.

Wir haben dir daher die wichtigsten Theorien, Grundbegriffe und Konzepte zusammengefasst, so dass dir dieser Artikel als Lernhilfe für dein Bio Abi dient.

Beim Thema Evolution ist reines Auswendiglernen jedoch nicht ausreichend. Zwar solltest du gewisse Definitionen etc. kennen, für eine erfolgreiche Klausur musst du Konzepte und Zusammenhänge aber hauptsächlich verstehen und anwenden können.

Nimm dir also Zeit, dich intensiv mit den Feldern der Evolution auseinanderzusetzen und mach dir die einzelnen Grundkonzepte anhand von Beispielen klar. Die Entstehung des Menschen sowie einzelner Tierarten ist unheimlich spannend – sobald du dich anfängst einzulesen, willst du womöglich von ganz allein immer weiterlesen!

Jetzt aber erst einmal zu den wichtigsten Grundlagen…

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Und los geht's

Was bedeutet Evolution?

Evolution ist ein wichtiger Teilbereich der Biologie und bedeutet so viel wie „Weiterentwicklung, Umwandlung, Veränderung“. Schon früh hatten Menschen ein Interesse daran herauszufinden, wie einzelne Lebewesenarten (und auch der Mensch selbst) entstanden sind.

Lange haben sie sich dabei lediglich auf wage Vermutungen bezüglich äußerer Merkmale stützen können, bis sich in den vergangenen 200 Jahren durch neuere Forschungserkenntnisse die Evolutionswissenschaft als Zweig der Biologie entwickelt hat.

Worum geht's in der Evolution?
Die Evolutionswissenschaft beschäftigt sich mit der Weiterveränderung von Populationen | Quelle: Unsplash

Dieser untersucht also Veränderungen in den Merkmalen von Lebewesen beziehungsweise von Populationen über nachfolgende Generationen hinweg. Ein wichtiges Konzept hierbei ist die Selektion, welche wir später im Artikel noch näher beleuchten.

Im Zuge der Evolution versuchen Lebewesen, sich immer besser an bestehende Umweltbedingungen anzupassen. Die Entwicklung der Merkmale verfolgt also den Zweck, sich besser in dem eigenen Lebensraum zurecht zu finden. Umso besser ein Organismus angepasst ist, desto höher sind seine Überlebenschancen.

Diese Weiterentwicklung erfolgt allerdings nicht aktiv, sondern passiv. Der innere Überlebenstrieb sorgt dafür, dass Lebewesen konstant versuchen, ihre Anpassung an äußere Umstände zu optimieren. Auch sind evolutionäre Entwicklungen in der Regel keine, die innerhalb einer Generation passieren. Die meisten Evolutionsprozesse dauern über Hunderte, Tausende oder sogar Zehntausende Jahre an.

Außerdem sind diese Prozesse niemals abgeschlossen, da sich auch die Umwelt stetig verändert und so immer wieder neue Anpassungen eines Organismus notwendig werden.

Die bekanntesten Evolutionstheorien

Im Laufe der letzten gut 200 Jahre haben unterschiedliche Wissenschaftler ihre eigenen Evolutionstheorien aufgestellt. Nicht alle davon haben Gültigkeit erlangt. Hier stellen wir dir drei der bekanntesten Theorien vor.

Der Lamarckismus

Eine der frühesten Evolutionstheorien stammt von dem Zoologen und Botaniker Jean-Baptiste Lamarck (1744 – 1829). Sie stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert und ist heute unter dem Namen „Lamarckismus“ bekannt.

Lamarcks Grundannahme lautet, dass Tiere ein intrinsisches Bedürfnis zur Vollkommenheit haben und deshalb im Laufe ihres Lebens neue Eigenschaften entwickeln, sich also immer besser anpassen wollen. So werden Organe, die häufig benutzt werden, stärker ausgeprägt, während Organe, die selten gebraucht werden, zurückgebildet werden.

Wenn beide Elternteile die neuen Eigenschaften besitzen, können sie diese an die nachfolgende Generation weitervererben. Lamarck zufolge gibt es keine konstanten Arten, da sie sich kontinuierlich weiterentwickeln.

Aus heutiger wissenschaftlicher Sicht ist diese Theorie aber veraltet und mittlerweile widerlegt. Schließlich hat Lamarck das Erbgut nicht berücksichtigt: Allein durch den Gebrauch oder Nichtgebrauch von Organen ändert sich das Genmaterial nicht – das müsste es aber für die Weitervererbung erworbener Eigenschaften.

Selektionstheorie nach Charles Darwin

Diese Evolutionstheorie ist wohl die bekannteste, die fast jeder schon einmal gehört hat. Im Jahr 1831 begann eine fünfjährige Forschungsreise durch die Welt, an der auch der damals junge Erwachsene Charles Darwin teilnahm.

Fünf Jahre lang untersuchte er also Lebewesen und Fossilien auf der ganzen Welt und benötigte anschließend zwei Jahrzehnte, um alle Beobachtungen ausreichend auszuwerten. Herauskam sein Buch „On the Origin of Species by Means of Natural Selection“, mit dem er seine Selektionstheorie begründete.

Welche Evolutionstheorien gibt es?
Die bekannteste Evolutionstheorie ist wohl die Selektionstheorie nach Darwin | Quelle: Unsplash

Er kam zu der These, dass besser angepasste Individuen eine höhere Überlebens- und Fortpflanzungschance haben, weswegen Lebewesen sich also über Generationen hinweg immer besser an die sich wandelnden Umweltbedingungen anpassen. Darwin bezog dabei schon erste Erkenntnisse der Vererbung mit ein.

Grundlegend für Darwins Theorie, die oft als „survival of the fittest“ (was nicht das Überleben der Stärksten, sondern der am besten Angepassten bedeutet) zusammengefasst wird, sind die folgenden Punkte:

  • Die meisten Nachkommen einer Population fallen der natürlichen Auslese, der Selektion, zum Opfer. Deshalb wächst eine Population nicht, obwohl ein Übermaß an Nachkommen produziert wird.
  • Alle Nachkommen unterscheiden sich leicht voneinander.
  • Im Laufe der Zeit wandeln sich ganze Arten, indem sich Individuen nach und nach schrittweise anpassen.

Nicht nur, aber insbesondere Darwins Evolutionstheorie wurde übrigens im Nationalsozialismus (und auch schon davor) missbraucht, um rassistische und antisemitische Aussagen glaubhaft zu machen.

Synthetische Evolutionstheorie nach Dobzhansky und Mayr

Die heute weitestgehend anerkannte und wissenschaftlich akzeptierte Evolutionstheorie ist die sogenannte Synthetische Evolutionstheorie.

Diese hat Darwins Erkenntnisse fortgeführt und mit modernen Forschungsergebnissen zur Genetik verknüpft. Dabei können einige Zusammenhänge sogar rechnerisch nachvollzogen werden.

Eine Grunderkenntnis von den Wissenschaftlern Dobzhansky und Mayr lautet, dass Merkmale und Eigenschaften nur innerhalb einer Art weitergegeben werden können. Eine Übertragung von Genen zwischen verschiedenen Arten ist danach ausgeschlossen.

Daraus leitet sich auch die heute gültige Erkenntnis ab, dass wir Menschen trotz offensichtlicher Merkmalshomologie nicht vom (Menschen-)Affen abstammen, sondern vielmehr gemeinsame Vorfahren haben.

Wie arbeiten Evolutionswissenschaftler?
In der modernen Evolutionsforschung werden Erkenntnisse der Genetik mit einbezogen | Quelle: Unsplash

Die Synthetische Evolutionstheorie betrachtet also den Genpool einer Population. Eine Art wird als eine Fortpflanzungsgemeinschaft aufgefasst, die sich isoliert von anderen Arten reproduziert. Veränderungen in der Häufigkeit von Allelen in einer Population führen zur Evolution.

Solche Veränderungen können fünf verschiedene Faktoren zugrunde haben:

  • Mutation (zufällig und ungerichtet)
  • Rekombination (zufällig und ungerichtet)
  • Selektion (gerichtet)
  • Gendrift (zufällig)
  • Genfluss

Grundkonzepte der Evolution

Nun kennst du bereits die wichtigsten Theorien zur Evolution und weißt, welche davon heute als allgemeingültig anerkannt wird. Du hast also erste Einblicke in die Evolutionswissenschaft erhalten.

Es gibt allerdings noch einige grundlegende Konzepte, die du verstehen und wiedergeben können solltest. Die zwei wesentlichen stellen wir dir nachfolgend vor: Selektion und Artbildung. Mit diesen beiden Konzepten lässt sich die Entstehung und Weiterentwicklung von Lebewesen und Arten schon ziemlich gut beschreiben.

Selektion

Als Selektion wird die Veränderung oder Verschiebung von Gen- oder Allelfrequenzen in einer Population bezeichnet. Man spricht hier auch von der natürlichen Auslese: Individuen mit bestimmten Genen oder Allelen, die weniger gut an die Umwelteinflüsse angepasst sind, werden im Laufe der Zeit aussortiert.

Das liegt daran, dass Organismen mit weniger günstigen Merkmalen Konkurrenzkämpfe um Sexualpartner oder Nahrung eher verlieren. Sie haben also weniger die Möglichkeit, zu überleben oder sich fortzupflanzen und sterben daher nach und nach aus.

Die zukünftigen Generationen werden dann von jenen dominiert, die über die bestimmten Merkmale verfügen. So treten die jeweiligen Gene und Allele in den Nachkommen vermehrt auf – es kommt zu einer Verschiebung der Häufigkeiten hin zu mehr vorteilhaften und weniger nachteilhaften Merkmalen.

Es wird dabei zwischen biotischen und abiotischen Selektionsfaktoren unterschieden. Außerdem gibt es drei verschiedene Selektionstypen, je nach Wirkung auf den Genpool der Population:

  • Richtende bzw. transformierende Selektion
  • Disruptive bzw. spaltende Selektion
  • Stabilisierende Selektion

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Artbildung

Die Artbildung beschreibt, wie im Laufe der Evolution unterschiedliche Arten und Rassen entstehen.

Die Isolation einzelner Populationen einer Art führt dazu, dass die Gene nicht mehr uneingeschränkt zwischen verschiedenen Populationen ausgetauscht werden können. Gene werden dann nur noch innerhalb einer Unter-Population neu kombiniert und Mutationen werden nicht mehr an eine andere Unter-Population weitergegeben.

Was sind die Grundkonzepte der Evolution?
Die Entstehung neuer Arten ist wesentliches Forschungsgebiet der Evolution | Quelle: Unsplash

Im ersten Schritt entstehen dabei unterschiedliche Rassen einer Art: Diese unterscheiden sich in einigen Merkmalen, sind aber grundsätzlich noch dazu in der Lage, sich untereinander fortzupflanzen.

Erst wenn zwei Rassen sich isoliert voneinander immer weiter entwickeln und die Evolution weiter voranschreitet, sind sie womöglich irgendwann nicht mehr miteinander kreuzbar. Dann sind aus zwei Rassen einer Art unterschiedliche Arten geworden.

Es gibt dabei zwei unterschiedliche Arten der Artbildung: Die allopatrische und die sympatrische Artbildung. Bei der allopatrischen Artbildung liegt eine geografische Isolation, also eine Separation vor. Bei der sympatrischen Artbildung entwickeln sich neue Arten ohne Separation im gleichen geografischen Gebiet.

So bereitest du dich auf dein Biologie Abi vor

Wir hoffen, dass du dich mit diesem Überblick jetzt schon etwas besser vorbereitet auf deine Biologie Abiprüfung fühlst.

Wenn du weitere Lerntipps brauchst, helfen dir vielleicht die folgenden:

  • Lernvideos auf YouTube: Die Kombination von visuellen und auditiven Reizen in Videos ist für viele Schüler eine ziemlich effektive Art zu lernen. Ein Glück haben sich schon viele Menschen die Mühe gemacht, übersichtliche und ansprechende Videos zum Thema Evolution zu produzieren!
  • Das Lernen mit einer App wie zum Beispiel StudySmarter: Hier findest du kostenlose Karteikarten zum Lernen, Übungsaufgaben, Zusammenfassungen und weitere Tipps
  • Privater Nachhilfeunterricht bei einem Tutor: Im Einzelunterricht kannst du individuelle Fragen klären und in deinem Tempo den Unterrichtsstoff aufarbeiten. Der Unterricht kann entweder persönlich oder online stattfinden. Neben der Evolution kannst du natürlich auch weitere Themen der Biologie wie Ökologie oder Neurobiologie mit deinem Tutor besprechen!

Zum Abschluss nun noch ein interessanter Fakt aus der Wissenschaft der Evolution: Wusstest du, dass es vor Abertausenden Jahren auch mal unterschiedliche Menschenarten gab? Ja, tatsächlich, der Homo Sapiens war nur eine Art Mensch von mehreren. Er hat sich im Laufe der Zeit allerdings durchgesetzt, während alle anderen Menschenarten ausgestorben sind. Alle heute lebenden Menschen sind also Menschen derselben Art.

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Miriam

Miriam arbeitet als freie Autorin & Yogalehrerin. Getrieben von großer Neugier liebt sie es, Neues zu entdecken und zu erlernen; sich selbst weiterzuentwickeln und anderen dabei zu helfen.