Es braucht Vielfalt um eine Welt zu schaffen... Es gibt manche, die uns Kopfzerbrechen bereiten und andere, die uns in den Ohren liegen... Aber das macht nichts, denn es braucht nicht viel, um glücklich zu sein!

Seit Anbeginn der Zeit ist Singen und Gesang hoch angesehen und wird von allen sozialen Schichten in allen Sprachen sehr geschätzt.

Auch heute noch, ob in Kabaretts, in Fernsehsendungen oder in der U-Bahn, steht Gesang im Rampenlicht.

Was die Ausbildung betrifft, ist für jeden etwas dabei. Am Konservatorium setzt man sich mit dem Solfège, der Musiktheorie, auseinander und untersucht Noten und Partituren auf wissenschaftlicher Ebene. An Musikschulen oder in Chorverbänden lässt man seiner Kreativität freien Lauf.

Abgesehen von Wunderkindern wie Michael Jackson (Rest in Peace) ist es notwendig, bestimmte Gesangstechniken zu kennen, um die Stimme zu beherrschen, einen eigenen Stil zu entwickeln oder vor Publikum zu singen.

Wenn es Euch unmöglich scheint, hohe Töne anzuschlagen, dann wird euch der folgende Artikel interessieren... Lest einfach weiter, um mehr über die Kopfstimme zu lernen.

Außerdem findet Ihr hier die besten Gesangstechniken im Überblick.

Was ist die Kopfstimme ?

Stimmlage ist ein Begriff, mit dem in der Musik Singstimmen oder Musikinstrumente anhand ihres Tonumfangs sortiert werden
Wie kann man beim Singen den Kehlkopf entspannen? | Quelle: Guillaume de Germain via Unsplash

Definition der Kopfstimme

Es gibt verschiedene Definitionen der Kopfstimme, die diese besondere Art des Singens erklären sollen.

Unter anderem hört man, dass sie folgenden Gesängen gleicht:

  • Kinder in Chören, noch bevor der Stimmbruch einsetzt und ihre Stimme verändert.
  • Schweizer Sängerinnen und Sänger, die die Jodeltechnik zum Singen verwenden.
  • Von einigen afrikanischen Stämmen.

Dennoch ist die Definition, die unsere Aufmerksamkeit erregt hat, diejenige, die die Kopfstimme als Klang bezeichnet, der entsteht, sobald eine bestimmte Note von Männern gesungen wird, wenn sie in der Falsett-Stimme singen.

Die Kopfstimme wird beim Mann auch als die Art, wie eine Frau zu singen wahrgenommen. Hier bewegt man sich bereits im Mezzo Register und spricht vom Alt- oder Countertenor.

Sängerinnen und Sänger, die Experten der Kopfstimme sind

In den 70er und 80er Jahren war die Kopfstimme bei Bands wie den Bee Gees oder Patrick Juvet und seinem "Où sont les femmes" sehr beliebt und kommt bei zeitgenössischen Künstlern wie Micka langsam wieder in Mode.

Auch in der modernen Rockmusik mit Gruppen wie Muse kann man die Kopfstimme wiederfinden.

Auch der Tenor Juan Diego Florez ist eine bekannte Persönlichkeit auf diesem Gebiet und gilt als der führende Vertreter des seltenen und schwierigen leichten Tenore di grazia der Gegenwart. Er verfügt über ein verschiedene Klangfarben, sogenannte Timbre, und behält dennoch stets die Kraft in der Stimme bei sowie eine gleichmäßige Tessitur.

Die verschiedenen Arten, in der Kopfstimme zu singen

Diese Auffassung ist durchaus subjektiv und es gibt sicherlich einige Gesangslehrer, die sofort Einspruch erheben würden.

Nichtsdestotrotz kann man 3 verschiedene Arten des Gesangs in der Kopfstimme unterscheiden:

  • Aus dem Brustkorb gesungen, kraftvoll aber lässt dennoch zu wünschen übrig. Nicht fein ausgearbeitet, eher „unsauber“. Matthew Bellamy wäre hierfür ein gutes Beispiel.
  • Weniger aus dem Brustkorb gesungen, weniger kraftvoll aber dafür klarer und sauberer anzuhören. Der Leadsänger von U2, Bono, ist beispielhaft dafür.
  • In „Barockkantor“-Art. Für Sängerinnen und Sänger mit ausgesprochenem Talent und einer ausgezeichneten Stimme, die einen schönen Klang ergibt.

In 3 Schritten zur Kopfstimme

Die Bezeichnung Kopfstimme wird sowohl als Synonym für die Mittelstimme genutzt als auch für das Falsett.
Der Übergang von der Brust- zur Kopfstimme ist nicht immer einfach. | Quelle: Simon Maennling via Unsplash

In der Kopfstimme zu singen ist eine Leistung, die erlernt sein möchte. Dabei wird sowohl mit den Stimmbändern als auch mit der Körperhaltung gearbeitet.

  1. Die Stimme aufwärmen

Zunächst ist es unabdingbar, seine Stimme vorher aufzuwärmen.

Plant genügend Zeit ein, um die Stimme vorzubereiten (etwa eine ¾ Stunde), aber auch nicht zu viel, um sie nicht zu ermüden.

  1. An der Körperhaltung arbeiten

Man sieht oft, dass Sängerinnen und Sänger den Kopf heben oder senken, um hohe oder tiefe Töne zu singen... Das ist jedoch ein Fehler, der keinesfalls wiederholt werden sollte.

Das Neigen des Kopfes oder des Kinns ist ein rein künstlerischer Akt.

In der Tat verursacht diese Positionierung des Körpers zusätzliche Spannungen in den Muskeln, die den Nacken, die Halswirbelsäule und/oder den Kehlkopf stützen (Musculus sternocleidomastoideus, Musculi scaleni, Musculus omohyoideus) und bewirken ein Abweichen der Kopfstimme vom gewünschten Ton, da sie die Stimmbänder mehr beanspruchen als es nötig wäre.

Um gut in der Kopfstimme singen zu können, müsst Ihr folgendes beachten:

  • Aufrecht stehen, die Schultern tief und den Blick nach vorne gerichtet. Die Knie sind leicht gebeugt und die Hüfte befindet sich in der Verlängerung der Schultern.
  • Atmet über das Zwerchfell ein, der Unterbauch hebt sich dabei leicht an.
  • Der Kehlkopf befindet sich in seiner tiefstmöglichen natürlichen Position, d.h. ohne den Kiefer nach hinten zu verschieben. Auf diese Weise können hohe Töne bis hin zur Kopfstimme geübt werden, ohne die Stimmbänder zu gefährden.
  • Beginnt mit einer nicht allzu hohen Note und klopft dabei sanft auf den Plexus, um möglichst hohe Töne hervorzubringen.

So viele gute Ratschläge und Tipps erhaltet Ihr auch im Gesangsunterricht!

  1. An der Bruststimme arbeiten

Um Fortschritte mit der Kopfstimme zu erzielen, kann man sich beispielsweise den Leadsänger von der Gruppe „Police“ zum Vorbild nehmen: Sting. Sting ist auch in geringerem Maße für sein Duett mit Cheb Mami bekannt.

Das Prinzip besteht darin, so hoch wie möglich zu kommen, ohne die Kopfstimme zu nutzen. Je mehr man übt, desto leichter wird es, auch hohe Töne mit der Bruststimme zu erreichen.

Findet auch heraus, wie man ein Vibrato erzeugt

Wie schafft man den reibungslosen Übergang von der „Bruststimme“ zur „Kopfstimme“?

In der Falsettfunktion sind die Stimmlippen dünn und die Vibrationsamplitude ist im Vergleich zur Bruststimme deutlich geringer.
Ein professioneller Sänger kann verschiedene Tonlagen abdecken. | Quelle: Keagan Henman via Unsplash

Was ist eine Mischstimme?

Es gibt noch eine weitere Stimme...

Was zunächst wie eine amerikanische Thriller-Serie klingen mag, ist in Wirklichkeit ein Phänomen, das zahlreiche Fragen aufwirft. Ein vibrierender Kehlkopf kann nämlich nur zwei natürliche Wege einschlagen, um die Stimmbänder zum Schwingen zu bringen:

  • Bruststimme,
  • Kopfstimme.

Die Mischstimme, auch Mittelstimme genannt, ist also ein kein eigenes Register, sondern eher eine Art „falsches“ drittes Register und äußert sich bei Männern und Frauen auf unterschiedliche Weise.

Wissenschaftlichen Forschungen zufolge ist eine Mischstimme ein Ding der Unmöglichkeit und eine Illusion, die durch das Ohr und den Kehlkopf erzeugt wird. Eine stimmliche Täuschung, bei der durch eine geschickte Technik der Bruch beim Wechsel zwischen der Brust- und der Kopfstimme vermieden wird.

Diese Art zu singen wird ist allem bei Sängern vergangener Zeiten beliebt und ermöglicht es, wenn sie richtig angewendet wird, auch die hohen Töne zu erreichen (bis hin zum hohen C).

Wenn wir also den rein technischen Ansatz, egal ob im Gesangsunterricht oder nicht, betrachten, dann können wir die Mischstimme folgendermaßen definieren:

  • Eine immer höher werdende Bruststimme, die allmählich einen höheren und feineren Klang erreicht, um anschließend der Kopfstimme Platz zu machen.
  • Eine Kopfstimme, die bis zum Bass hin immer tiefer wird und schließlich zur Bruststimme übergeht.

Wozu dient die Mischstimme?

Diese Veränderungen in der Resonanz ermöglichen es, die Grenzen des Brustregisters zu sprengen.

Versucht man tatsächlich so hoch wie möglich zu singen, dann klingt die Stimme oftmals verzerrt und wird für den Zuhörer und den Sänger unerträglich.

Anstelle des plötzlichen Registerwechsels, der allgemein auch als “Jodeln” bekannt ist, verändern wir also durch den Wechsel von der Brust- zur Kopfstimme subtil einige Parameter, die mit Stimmklang und Stimmkraft zusammenhängen.

Mit der Mischstimmt schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Der Kehlkopf kann besser entspannt werden und die Ohren des Zuhörers bleiben verschont.

Privaten Gesangsunterricht nehmen, um die Kopfstimme zu erlernen?

Das Falsett ist, abgesehen vom Pfeifregister, der höchste Bereich der Stimme.
Bei der Kopfstimme kommt es auf eine ausgefeilte Technik an. | Quelle: Sophie Dale via Unsplash

So wie jeder Mensch anders ist, so ist auch jede Stimme und jeder Organismus anders. Es ist daher unerlässlich, den Gesang individuell zu betrachten, um eine möglichst einfache Entwicklung dieses Instruments zu ermöglichen.

Das kann durch Gesangsunterricht, Unterricht zu Hause oder Online-Unterricht über Skype geschehen. Diese leicht zugänglichen, erschwinglichen und sehr praktischen Kurse ermöglichen es Euch, schnelle Fortschritte im Gesang zu erzielen, Eure Gesangstechnik zu verbessern und für Aufführungen zu üben.

Die Stimmbildungsorgane sind zu 98% versteckte Organe, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Das bietet sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen eine großartige Möglichkeit, ihre Kopfstimme zu trainieren und mehr über ihre Fähigkeiten als Sänger zu lernen.

Stützt man sich auf die Profilbeschreibung von Lehrern – seien es Musikschulabsolventen, erfahrene Gesangslehrer oder ehemalige Direktoren von Konservatorien – sowie auf die Bewertung von früheren Schülern, dann kann man sicher sein, einen kompetenten Gesangslehrer zu finden.

Nun steht Euch also nichts mehr im Weg, um alle physische Fähigkeiten zu verbessern, die die Muskeln der Zunge, einen weichen oder harten Gaumen, den Rachen und das Zäpfchen umfassen. Auf diese Weise könnt Ihr zu einem modernen Sänger oder einer modernen Sängerin werden!

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Stefanie

Sprachen sind meine große Leidenschaft! Da ich zweisprachig aufgewachsen bin, habe ich mich schon früh für Sprachen und Kulturen interessiert. Ich liebe Reisen und entdecke gerne neue Länder.