Dein Kind ist ein Kann-Kind und du musst dich für oder gegen eine frühere Einschulung entscheiden? Erfahre hier, was es bedeutet, ein Kann-Kind zu sein und was dafür bzw. dagegen spricht, ein Jahr früher zur Schule zu gehen.

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Und los geht's

Die Stichtagsregelung und Kann-Kinder

In Deutschland werden Kinder mit dem Vollenden ihres sechsten Lebens schulpflichtig. Da das Schuljahr aber nun einmal nur einmal im Jahr, meist im August oder September beginnt, können Kinder nicht direkt nach ihrem sechsten Geburtstag zur Schule gehen, sondern müssen auf das folgende Schuljahr warten.

Dieses wiederum beginnt nicht in jedem Tag am selben Tag, so dass die Bundesländer, die in Deutschland die Entscheidungsmacht über alles, was Schule betrifft, haben, eine Regelung finden mussten, welche Kinder wann eingeschult werden.

Diese Regelung ist die sogenannte Stichtagsregelung. Das bedeutet, dass jedes Bundesland für sich einen Stichtag definiert und Kinder, die vor diesem Stichtag eines Jahres sechs Jahre alt werden, sollen mit Beginn des Schuljahres in die erste Klasse gehen. In Berlin ist dieser Stichtag beispielsweise der 31. Dezember, in Nordrhein-Westfalen der 30. September. Du siehst, in jedem Bundesland gibt es abweichende Regelungen.

Was jedoch in jedem Bundesland vorkommt, ist, dass es Kinder gibt, die kurz nach dem jeweiligen Stichtag Geburtstag haben. Sie verpassen diesen damit ganz knapp und sollen, bei strenger Auslegung der Stichtagsregelung, erst im darauf folgenden Jahr in die Schule kommen.

Vier Kinder stehen mit Regenkleidung gewappnet auf einem Feldweg
Kinder, die im gleichen Lebensjahr sind, sind nicht zwangsweise gleich entwickelt und damit gleichzeitig bereit für die Grundschule | Bildquelle: Unsplash

Die Grenzen der Stichtagsregelung

Dass die Schulpflicht mit sechs Jahren beginnt, basiert auf der Annahme, dass Kinder in diesem Alter körperlich, geistig, sprachlich, emotional und sozial einen Entwicklungsstand erreicht haben, der die Voraussetzungen für den Schulalltag erfüllt.

Allerdings entwickeln sich nicht alle Kinder gleich oder folgen einem genauen Entwicklungskalender, so dass es zu ganz natürlichen Abweichungen und Unterschieden zwischen Gleichaltrigen kommt. Das führt auf der einen Seite in manchen Fällen dazu, dass der Einschulungstest ein Ergebnis liefert, das nahelegt, das Kind ein Jahr zurückzustellen und später einzuschulen.

Genauso gut gibt es aber Kinder, die in ihrer Entwicklung früher als andere schulreif sind. Eltern, deren Kind zum Zeitpunkt der Einschulung erst fünf Jahre alt und damit noch nicht schulpflichtig ist, können daher einen Antrag auf vorzeitige Einschulung stellen. Diesen Antrag muss vom Schulamt genehmigt werden.

In einigen Bundesländern gibt es die Regel, dass Kinder, die innerhalb eines Monats nach dem Stichtag Geburtstag haben, als Kann-Kinder den Antrag auf frühere Einschulung stellen können. Einen bundeseinheitlichen Standard gibt es dazu nicht. Mindestens jedoch muss ein Kind fünf Jahre alt sein, um zur Schule gehen zu dürfen.

Wie ein Kann-Kind früher eingeschult werden kann

Informiere dich also bei deinem Schulamt darüber, ob dein Kind auch schon mit fünf und damit vorzeitig eingeschult werden kann. Wenn dein Kind nur kurz nach dem Stichtag seinen sechsten Geburtstag feiert, ist der Antrag möglicherweise reine Formsache und ausreichend für die vorzeitige Einschulung.

Liegt der sechste Geburtstag etwas weiter in der Zukunft, basieren Schulamt und Schulleitung ihre Entscheidung womöglich auf einer schulärztlichen Untersuchung. Diese kann vergleichbar oder sogar identisch mit dem für alle Schulkinder verpflichtenden Einschulungstest sein.

Der Arzt bzw. die Ärztin prüft, ob das Kind bereits schulreif ist. Dabei spielen die folgenden Bereiche eine Rolle:

  • Feinmotorik
  • Grobmotorik
  • allgemeine körperliche Entwicklung
  • Konzentrationsfähigkeit
  • sprachliche Entwicklung
  • kognitive Fähigkeiten
  • Sozialverhalten

Die Ergebnisse des Gutachtens werden anschließend mit den Eltern besprochen. Der Arzt bzw. die Ärztin spricht meist eine Empfehlung aus, ob eine frühzeitige Einschulung für das Kann-Kind in Frage kommt oder es lieber noch ein weiteres Jahr in den Kindergarten gehen sollte.

Übrigens: Bei getrennt lebenden Eltern mit geteiltem Sorgerecht müssen neben dem Schulamt und der Schule auch zwingend beide Elternteile der vorzeitigen Einschulung zustimmen.

Eine Gruppe Schulkinder lacht fröhlich und strecke Peace-Finger in Richtung der Kamera
Kinder knüpfen im Kindergarten die ersten Freundschaften - und möchten diese auch in die Grundschule mitnehmen | Bildquelle: Unsplash

Das Für und Wider einer vorzeitigen Einschulung

Was letztendlich schon der Begriff Kann-Kind ausdrückt, ist - Eltern können ihr Kind früher einschulen lassen, müssen aber nicht. Und die Entscheidung zwischen einem weiteren Jahr Kindergarten und der Einschulung ist wahrlich keine leichte.

Die individuelle Situation eines Kindes sowie der jeweilige Entwicklungsstand sollten die Entscheidung weit mehr beeinflussen, als der Wunsch der Eltern, dass ihr Kind dann ein Jahr früher mit der Schule fertig sein wird. Denn letztendlich bezahlt das Kind dafür auch mit einem Jahr weniger Kindheit.

Der Kindergarten ist die Phase, in der Kinder zum ersten Mal Kontakte und Freundschaften außerhalb der Familie und des familiären Umfeldes knüpfen. Sie beginnen hier, sich eigenständig zu sozialisieren. Deshalb sollten Eltern bei der Frage nach einer frühzeitigen Einschulung bedenken, wer die Freunde ihres Kindes sind.

Ist das Kann-Kind überwiegend mit Muss-Kindern befreundet, die im kommenden Jahr alle nicht mehr in die Kita kommen, sondern bereits zur Schule gehen, mag es für das eigene Kind sinnvoll sein, gemeinsam mit den besten Freunden eingeschult zu werden. Etwaige Defizite können durch frühzeitigen Besuch der Online Nachhilfe, oder auch der Nachhilfe vor Ort, zum Beispiel die Nachhilfe München, behoben werden. Bleiben jedoch ohnehin die engsten Freunde und Freundinnen noch ein weiteres Jahr im Kindergarten, sollte im Zweifel auch das Kann-Kind noch ein Jahr warten.

Die Risiken einer vorzeitigen Einschulung

Neben simplen Abwägungen und Überlegungen ist es auch ratsam, sich die allgemeinen Erfahrungen sowie die Studienlage zu früher eingeschulten Kindern anzuschauen.

So zeigen Erfahrungen aus den Schulen, dass früher eingeschulte Kinder sich stets stärker gegen ihre Klassenkameraden und -kameradinnen behaupten müssen. Sie werden automatisch bis zum Ende der Schulzeit zu den jüngsten in der Klasse oder Stufe gehören. Studien zeigen, dass die jüngeren Kinder ein höheres Risiko haben, gemobbt zu werden.

Möglicherweise ist das Selbstbewusstsein noch weniger ausgeprägt als bei etwas älteren Kindern. Eltern dürfen nicht vergessen, dass ein paar Monate Altersunterschied im Kindesalter schwerwiegender sind als im Erwachsenenalter. So bieten die Jüngsten der Klasse eine größere Angriffsfläche und sind einfachere Opfer von Mobbing. Vor allem dann, wenn sie körperlich auch einfach noch deutlich kleiner und schmächtiger sind.

Ein Junge im Grundschulalter steht mit aufgeschlagenem Buch vor einem schwarzen Hintergrund und schaut erstaunt in die Kamera
Vorzeitig eingeschulte Kinder fühlen sich in der Grundschule schneller überfordert | Bildquelle: Unsplash

Doch nicht nur das: Viele Fünfjährige haben zwar vielleicht grundsätzlich bereits einen kognitiven Entwicklungsstand erreicht, der ihnen das Lesen und Schreiben lernen erlaubt. Möglicherweise brauchen sie aber dennoch länger, um Aufgaben zu lösen oder Sachverhalte zu begreifen. Dadurch haben sie es in der Schule schwerer, beim vorgegebenen Tempo mitzuhalten, und gegebenenfalls weniger Atempause als Mitschüler und Mitschülerinnen.

Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass vorzeitig eingeschulte Kinder in ihrer weiteren Schulkarriere häufiger eine Klasse wiederholen müssen als pünktlich eingeschulte Kinder. Es ist möglich, dass ihr Kann-Kind in der schulärztlichen Untersuchung einen guten und entwickelten Eindruck hinterlässt und in der Schule später trotzdem mit Überforderung zu kämpfen hat.

Wann es sinnvoll ist, ein Kann-Kind früher einzuschulen

Andererseits gibt es natürlich auch Fünfjährige, die bereits über einen sehr hohen intellektuellen und kognitiven Entwicklungsstand verfügen. Diese fühlen sich vielleicht in der Kindertagesstätte unterfordert oder gelangweilt. Wenn sie früher eingeschult werden können, müssen sie nicht noch ein Jahr auf den Schulbeginn warten - das ist gerade dann wertvoll, wenn sich das Kind schon sehr danach sehnt, endlich zu Schule zu gehen. Und, wie bereits erwähnt, wenn die meisten Freunde aus dem Kindergarten auch bereits zur Schule dürfen.

Als Mutter oder Vater solltest du dabei aber immer im Blick halten, wann dein Kind sechs wird. Es macht tatsächlich einen Unterschied, ob der Altersunterschied einige Tage, wenige Wochen oder ganze Monate beträgt. Für Kinder, die kurz nach dem Stichtag Geburtstag haben, kann die Entscheidung vielleicht einfacher getroffen werden als für Kinder, deren Geburtstag weiter weg vom Stichtag liegt.

Wer Eltern in der Entscheidung beraten kann

Viele Eltern fühlen sich aufgrund der Vielseitigkeit und natürlich auch der Relevanz der Entscheidung überfordert und haben Angst, sich falsch zu entscheiden. Das ist natürlich und nachvollziehbar, immerhin geht es ihnen in erster Linie um das Wohl des Kindes.

Deshalb: Lass dich ausreichend und umfassend beraten. Neben den Amtsärzten, der Schule und dem Schulamt sind die Erzieher und Erzieherinnen in der Kita eine gute Anlaufstelle. Diese kennen dein Kind bereits seit mehreren Jahren, sehen es jede Woche und begleiten es so intensiv beim Aufwachsen und der Entwicklung.

Der pädagogische Hintergrund gibt den Erziehern und Erzieherinnen einen weitsichtigen Blickpunkt, so dass sie dir in den meisten Fällen eine ehrliche und fundierte Einschätzung geben können. Außerdem ist es auch die Kita, die vielleicht zusätzliche Fördermaßnahmen vor der Einschulung umsetzen kann.

Hör dich außerdem auch in deinem persönlichen Umfeld von Familie, Freunden und Bekannten um. Es gibt sicherlich noch andere Eltern, die bereits vor derselben Entscheidung standen und dir von ihren Erfahrungen berichten können. Selbstverständlich ist jedes Kind individuell und die Situation von deinem Kind kann ganz anders sein, dennoch hilft es oft, sich auszutauschen.

Ein Mädchen sitzt mit einer Spielekamera an einem Tisch in einem hellen und freundlich wirkenden Raum
Während das eine Kann-Kind früher bereit für die Grundschule ist, ist das andere ein Jahr länger in der Kita besser aufgehoben | Bildquelle: Unsplash

Projekt: Die flexible Schuleingangsphase

Die Stichtagsregelung verbunden mit rückgestellten und vorzeitig eingeschulten Kindern sorgt dafür, dass die Altersspanne in Schulklassen häufig relativ breit gedehnt und gar über zwei Jahre gestreckt ist. Für Eltern sorgen die vielen Regelungen häufig für Verunsicherung, sei es, weil sie ein Kann-Kind haben oder weil ihrem Kind eine Rückstellung empfohlen wird.

Eine vielversprechende Lösung ist das Konzept der flexiblen Schuleingangsphase. Dieses wird bereits in einigen Bundesländern getestet und bedeutet, dass die erste und zweite Grundschulklasse als Einheit betrachtet wird. Sprich, die Kinder der beiden Jahrgänge werden klassenübergreifend unterrichtet und lernen denselben Stoff. Je nach Leistungsstand kann diese Schuleingangsphase drei Jahre lang dauern.

Schüler und Schülerinnen mit höherem Förderbedarf können sich so in Ruhe und ohne Druck den Lernstoff der ersten beiden Klassen aneignen. Wiederum können diejenigen, die gut mitkommen und sehr leistungsstark sind, bereits früher in die dritte Klasse versetzt werden. Voraussetzung dafür ist, dass sie den Stoff der ersten und zweien Klasse bereits verinnerlicht haben.

Dieses Konzept löst das Chaos der aktuellen Regelungen und sorgt für eine individuelle Leistungsförderung, ohne dass Kinder eines Jahrgangs künstlich auseinandergerissen werden.

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Miriam

Miriam arbeitet als freie Autorin & Yogalehrerin. Getrieben von großer Neugier liebt sie es, Neues zu entdecken und zu erlernen; sich selbst weiterzuentwickeln und anderen dabei zu helfen.