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Privatunterricht beim Schüler zu Hause: Der ideale Studentenjob?

Superprof Blog DE > Privatunterricht > Nachhilfe geben > Nachhilfe Geben als Student: Was muss ich beachten?

Vielleicht gehörst Du zu denjenigen, die ihr Studium von ihren Eltern finanziert bekommen. Da kannst Du Dich glücklich schätzen.

Doch ein Gutteil der Studenten muss neben dem Studium arbeiten, da sie keinerlei Unterstützung erhalten.

Und selbst diejenigen, die von ihren Eltern den Lebensunterhalt finanziert bekommen, arbeiten neben ihrem Studium trotzdem, um sich ein wenig Taschengeld dazu zu verdienen.

Als Student ist Dir bewusst, dass es nicht immer einfach ist, zu jobben und dabei einen Abschluss zu machen.

Doch eine erste Berufserfahrung macht sich im Lebenslauf immer gut, und die Freude und der Stolz, am Ende des Monats sein eigenes Gehalt zu bekommen, sind auch nicht zu vernachlässigen.

Ein wenig mehr Taschengeld ist schließlich nie fehl am Platze!

Du spielst also mit dem Gedanken, Dir einen Halbzeitjob zu suchen, doch Du weißt noch nicht, für welchen Studentenjob Du Dich bewerben sollst?

Wie wäre es denn mit Nachhilfe geben?

Als Student bist Du in einem (oder auch mehreren) Fächern spezialisiert und somit qualifiziert, Deine Kompetenzen an Schülern weiterzugeben, die außerhalb des Unterrichts fachliche Hilfe benötigen oder ihr Wissen auffrischen wollen.

Ob in Deutsch, Physik, Chemie, Musik oder Englisch (wenn Du z.B. eine Zeit lang im Ausland warst und die Sprache fließend beherrschst), Privatunterricht kann in jedem Fach gegeben werden, und der Nachhilfejob passt sich ideal an Deinen Uni-Stundenplan an.

Als Nachhilfelehrer sein Studium finanzieren

Laut der WirtschaftsWoche werden 51% der Studenten vom Elternhaus unterstützt.

Bei rund der Hälfte aller Studenten ist dies also nicht der Fall.

Diese müssen Wohnung, Essen und andere Kosten selbst zahlen.

Daraus resultieren oft große finanzielle Probleme.

Nicht wenige Studenten müssen sich ihren Lebensunterhalt selbst fianzieren. Nachhilfe geben bedeutet, nicht mehr jeden Cent drei Mal umdrehen zu müssen. | Quelle: visualhunt

Nachhilfe geben bildet für viele junge Leute eine gute Lösung, um sich nicht die ganze Zeit von Nudeln mit Tomatensoße ernähren zu müssen.

Privatunterricht ist übrigens der beliebteste Studentenjob überhaupt!

Gleich neben dem Babysitten. Im Allgemein arbeiten Studenten gern mit Kindern.

Wenn Du also Student bist und auch ein Mittel suchst, um Dein Taschengeld aufzustocken, stellt die Nachhilfe eine gute Möglichkeit dafür dar.

Nachhilfeunterricht besitzt viele Vorteile:

  • Flexible Arbeitszeiten: Du kannst sie selbst festlegen, sowohl die Anzahl als auch die Uhrzeiten.
  • In der Nachhilfe hast Du die Möglichkeit, beim Unterrichten die Grundlagen Deines Faches selbst noch einmal zu wiederholen und dabei Deinem Schüler zu Fortschritten verhelfen.
  • Ideale Arbeitsbedingungen: Die ruhige Umgebung ermöglicht Deinem Schüler, sich zu verbessern und Dir, keine Müdigkeit anzuhäufen, die Deinem Studium schaden könnte.
  • Die Freude, Dein Wissen an einen Schüler weiterzugeben und an seinem Lernprozess aktiv beteiligt zu sein.
  • Nachhilfe Geben eignet sich für jedes Profil – egal, was Deine Spezialisierung ist: Du findest sicherlich Menschen, die mehr darüber erfahren wollen!

Nachhilfe geben – der besser bezahlte Studentenjob

Doch es lässt sich natürlich nicht bestreiten, dass das Geld die Hauptmotivation aller Studenten ist, die sich einen Job suchen wollen.

Und der Job des Nachhilfelehrers bringt manche ins Träumen, da er ganz gutes Geld bringt.

Auf Superprof z.B. beträgt der Durchschnittstarif eines Mathe-Nachhilfelehrers in Frankfurt 17€, für Gitarrenunterricht nimmt er in derselben Stadt sogar 21€ im Durchschnitt.

Mit Privatunterricht verdienst Du pro Stunde mehr als mit anderen Jobs. Nachhilfe geben zahlt sich aus! | Quelle: stocksnap

Damit liegt der Stundentarif eines Privatlehrers deutlich höher als der gesetzliche Mindestlohn von 8,84€ (1. Januar 2017).

Ein Nachhilfelehrer verdient also mehr als ein Verkäufer oder Friseur.

Ein weiterer Vorteil: Als Nachhilfelehrer benötigst Du nicht zwingend eine Ausbildung!

Auch der Einzelhandel ermöglicht Studenten, am Wochenende oder in den Ferien zu arbeiten.

Und im Telemarketing finden Studenten auch viele Jobmöglichkeiten. Doch das Gehalt übersteigt fast nie den stündlichen Mindestlohn.

Daneben stellen Liefererservices wie Foodora viele junge Menschen ein, wo sie pro Stunde zwischen 9€ und 11€ bekommen.

Wenn es beim Nachhilfe Geben bei einem Nebenjob bleibt und Du den Einkommenssteuerfreibetrag nicht übersteigst, gehen davon auch keine Steuern ab.

Doch als Essenslieferant kommst Du im wahrsten Sinne des Wortes sehr ins Schwitzen. Es ist kein einfacher Job, der Dich physisch an die Grenzen bringen kann.

Der Job des Privatlehrers ist also definitiv ein Job, der unter angenehmeren Bedingungen stattfindet und besser bezahlt wird als andere!

Privatunterricht als Schwarzarbeit

Nicht wenige Nachhilfelehrer unterrichten ihre Schüler schwarz, um aufwendigen Papierkram und eventuelle Steuern zu umgehen.

Gehe lieber auf Nummer sicher und gebe Dein Einkommen an. Du kommst zwar nicht gleich ins Gefängnis, aber ein Bußgeld kann Dir drohen, wenn Du Deine Einnahmen nicht angibst. | Quelle: visualhunt

Schüler, die von Zeit zu Zeit Schülern niedrigerer Klassenstufen Nachhilfe geben und dafür nur eine kleine Entlohnung erhalten, begehen jedoch dabei keine Straftat, da sie mit dieser Tätigkeit nur ihr Taschengeld aufstocken möchten und die Einnahmen nicht zum Lebensunterhalt brauchen.

Zudem stehen sie in keinem Direktionsverhältnis, d.h. der Nachhilfe gebende Schüler kann die Nachhilfestunde theoretisch absagen, wann er will.

Gleiches gilt für Leute, die aus selbstloser Gefälligkeit Nachhilfe geben, ohne entlohnt zu werden, z.B. im Rahmen von Freiwilligenarbeit.

Jemand hingegen, der mit Privatunterricht zu seinem Lebensunterhalt beitragen und Gewinn erzielen möchte, muss seine Tätigkeit auf jeden Fall beim Finanzamt als freiberufliche Tätigkeit melden und seine Einnahmen auf der Steuererklärung angeben.

Tut er dies nicht, muss er Steuern und Sozialabgaben nachzahlen sowie ein Bußgeld entrichten.

Versteuert werden die Einnahmen nur, wenn sie über dem Grundfreibetrag liegen, was bei einer nebenberuflichen Tätigkeit selten der Fall ist.

Für Alleinstehende liegt dieser derzeit bei 8.820 EUR im Jahr (2017).

Dein zu versteuerndes Einkommen ermittelst Du mit der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (Einnahmen durch Nachhilfe minus Ausgaben für Bücher, Fahrtkosten etc.).

Wenn Du die Nachhilfetätigkeit also nur nebenbei betreibst, wirst Du sicherlich nicht über diesen Betrag hinauskommen.

Der Status des selbstständigen Nachhilfelehrers

Selbständigkeit bedeutet Freiheit. Als selbständiger Nachhilfelehrer bist Du Dein eigener Chef! | Quelle: visualhunt

Als selbständiger Privatlehrer zählst Du zu den Freiberuflern.

Betreibst Du Deine Nachhilfetätigkeit nebenberuflich, z.B. neben der Schule oder dem Studium, musst Du i.d.R. kein Gewerbe anmelden.

Teile Deine Tätigkeit einfach dem Finanzamt mit.

Möchtest Du jedoch hauptberuflich Nachhilfe geben, womöglich in Deiner eigenen Einrichtung, in der Du auch eigenes Unterrichtsmaterial verkaufst, musst Du ein Gewerbe anmelden.

Gewerbesteuer zahlst Du erst ab einem jährlichen Freibetrag von knapp 25.000€.

Daneben hast Du die Möglichkeit, auf Minijob-Basis zu unterrichten, entweder als Privatlehrer in einem Haushalt, in einer Nachhilfeeinrichtung wie z.B. der Schülerhilfe oder einer öffentlichen Einrichtung.

In diesem Fall bist Du angestellt und kannst monatlich bis zu 450€ steuerfrei verdienen.

Der Arbeitgeber, sprich die Eltern Deines Schülers, können hierbei die Kosten der Nachhilfe auch von der Steuer absetzen.

Auch die Kosten der Hausaufgabenbetreuung (im Unterschied zur Nachhilfe), die zu den haushaltsnahen Dienstleistung zählt, können die Eltern steuerlich geltend machen.

Die Hausaufgabenbetreuung kann im Haushaltsscheck-Verfahren als Minijob angemeldet werden.

Geht Dein Verdienst über den Minijob-Betrag hinaus, musst Du als Angestellter Steuer- und Sozialabgaben leisten, wie in jedem anderen Job im Angestelltenverhältnis auch.

Unterrichtest Du selbständig, genießt Du den Vorteil, Dir sowohl Deine Schüler als auch Deine Unterrichtszeiten selbst aussuchen zu können.

Als Angestellter in einem Nachhilfeinstitut bekommst Du Deine Schüler, meist in Gruppen, zugeteilt, und musst Dich nach den Öffnungszeiten der Schule richten.

Zudem fällt Dein Stundenlohn in einer Einrichtung wesentlich geringer aus.

Als selbständiger Nachhilfelehrer, der unabhängig von einem Lehrinstitut unterrichtet, kannst Du Deinen Tarif selbst festlegen, welches je nach Deinen Qualifikationen, der Nachfrage in dem Fach, dem Unterrichtsort und dem Unterrichtsniveau zwischen 15€ und 50€ liegen kann, in bestimmten Fächern sogar noch höher, siehe Gesangsunterricht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Nachhilfejob sehr rentabel ist und nicht nur Deinem Schüler sondern auch Dir viele Vorteile bringt.

Und es i.d.R. nie verkehrt ist, seine Nachhilfetätigkeit beim Finanzamt anzumelden, auch wenn Du nur im kleinen Rahmen unterrichtest. Fahre lieber auf der sicheren Spur!

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