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Warum sich das Schlagzeug Spielen positiv auf Dein Takt- und Rhythmusgefühl auswirken kann!

Von Yeliz, veröffentlicht am 24/04/2019 Blog > Musik > Schlagzeug > Lerne das Schlagzeug und fördere Dein Takt- und Rhythmusgefühl!

Rhythmus und Tempo sind essentielle Fähigkeiten, die beim Schlagzeug Lernen erforderlich sind. Aber nicht jeder hat ein musikalisches Ohr und einige beginnen mit dem Schlagzeug, ohne einen Sinn für Rhythmus zu haben.

10 bis 20 Prozent der Bevölkerung singen nicht im Takt – so in etwa ist die Einschätzung von Experten.

Aber ein schlechtes Rhythmusgefühl hat man nicht, weil man schlecht im Singen ist. Tänzer sind zum Beispiel keine Sänger und doch bewegen sie sich mit dem Rhythmus, dem Tempo und der Melodie eines Musikstücks.

So ist es auch beim Schlagzeug spielen.

Wenn Du verschiedene Noten oder Beats am Anfang nicht erkennen kannst, gerate nicht gleich in Panik!

Das wird sich im Laufe der Zeit entwickeln und das Erlernen des Schlagzeugs ist eine großartige Möglichkeit, ein besseres Verständnis für das Tempo eines Songs zu erlangen.

Die Grundlagen des Rhythmus beim Schlagzeug

Musiktheorie verstehen, musikalische Noten lesen und ein Schlagzeugstück spielen – all das erscheint Dir am Angang vielleicht kompliziert und nahezu unmöglich.

Das Verstehen und Wiedergeben eines Rhythmus ist allerdings etwas, das für absolut jeden zugänglich ist.

Durch Zuhören und Aufmerksamkeit kannst Du die Essenz eines Rhythmus erfassen, um die Struktur eines Musikstücks besser wahrzunehmen.

Das erste, was Du verstehen musst, ist das Pulsieren oder den Beat. Nichts ist einfacher als das! Auch ohne ein Musiker zu sein, fühlst Du es.

Es ist genau das, was Dich dazu bringt, mit den Füßen zu stampfen oder mit dem Kopf zu wippen, während Du einen Song hörst.

Wenn Du wirklich denkst, dass Du mit dem Rhythmus zu kämpfen hast, dann fang mit einem Techno-Song an. Das Tempo ist sehr gut ausgeprägt, vor allem dank der Basstrommel: Das nennt man dann den Beat.

Jeder Rock-Song hat ungefähr den gleichen Rhythmus. Zum Beispiel London Calling von The Clash, Seven Nation Army von White Stripes oder We Will Rock You von Queen.

Der Takt ist konstant. Es gibt keine Pausen oder Fills und die Musik stoppt und beschleunigt auch nicht, sodass Du nichts am Takt ändern musst und einen konstanten Beat halten kannst.

Eine Pulsation bedeutet einen Schlag. Die Rhythmen sind in der Regel mit 4 Beats definiert.

Versuche, auf London Calling 1, 2, 3, 4 zu zählen und Du wirst sehen, dass es funktioniert. Versuche, 1, 2, 3 zu zählen und es funktioniert nicht mehr. Der stärkste Beat ist immer der auf der 1, Du wirst diesen Beat am meisten bemerken.

Der gebräuchlichste bei einem Rhyhtmus mit 2 oder 4 Schlägen ist der binäre Rhythmus.

Aber es gibt immer noch 3-Beat-Rhythmen wie beispielsweise bei einem Walzer oder beim Jazz. Solche Rhythmen werden dann als ternäre Rhythmen bezeichnet.

Es ist auch möglich, ternäre Rhythmen auf 4-Beat-Rhythmen wie dem Blues zu spielen. Bei dem Roadhouse Blues von The Doors hörst Du den Unterschied!

Wir könnten das Thema Rhythmus noch mehr vertiefen, aber das würde dann den Rahmen sprengen und für Dich vermutlich irgendwann langweilig werden…

Wenn Du mit dem Schlagzeug Lernen anfängst, priorisiere den binären Rhythmus auf 4 Zählungen – das wird für den Anfang viel einfacher für Dich sein! Du findest den binären Rhythmus in fast allen Rock-, Rap- und Techno-Songs.

Hast Du vor, Schlagzeug in einer Band zu spielen? Trainiere Dein Rhythmusgefühl und wer weiß – vielleicht sitzt Du bald selbst auf der Bühne! | Quelle: Pexels

Festige Dein Rhythmusgefühl am Schlagzeug

Nachdem wir die verschiedenen Beats auf dem Schlagzeug kennengelernt haben, legen wir den Fokus jetzt auf das Rhythmusgefühl oder auch den Groove eines Schlagzeugers.

Nur zu wissen, wie man die Snare Drum spielt oder die Becken schlägt, reicht nicht aus, um ein wirklich talentierter Schlagzeuger zu werden.

Was ist mit Deinem Rhythmusgefühl?

  • Bist Du präzise genug mit Deinen Drumsticks, wenn Du einen Song spielst?
  • Bist Du zu früh oder spät auf dem Crash Becken im Vergleich zu dem Song, den Du hörst?
  • Möchtest Du eine Art Metronom und präzise, konstant und stark im Takt sein, wenn Du das Tempo hältst?

Es ist quasi die Definition eines Schlagzeugers, immer darauf zu achten, dass der Beat nicht schwankt!

Während andere Instrumente eher auf Harmonien bedacht sind, legen Schlaginstrumente den Fokus auf das Tempo.

Das Schlagzeug zu spielen bedeutet, einen Rhythmus zu spielen.

Je mehr Du die Grundrhythmen beherrschst, desto präziser wirst Du. Arbeite stets an den Rhythmusmustern und bestimmtem Sequenzen, um besser zu werden. Auch die Entwicklung Deiner Hörschärfe ist möglich!

Hier ist eine Übung, die Dir dabei helfen kann, Dein Rhythmusgefühl zu verbessern und Präzision zu erlangen:

  • Stelle Dein Metronom zwischen 60 und 100 bpm ein – Wir fangen langsam an!
  • Konzentriere Dich nur auf die Snare Drum.
  • Fang so an: Zuerst nur einen Treffer pro Beat, dann 2 Treffer pro Beat, 3 Treffer pro Beat, 4 Treffer pro Beat, 6 Treffer pro Beat und 8 Treffer pro Beat.
  • Wiederhole das in umgekehrter Reihenfolge: 8, 6, 4, 3, 2, 1.
  • Achte extrem auf Deine Genauigkeit beim Schlagzeug Spielen. Halte Deine Ohren offen!

Nehme Dir bei jeder Deiner Schlagzeugsessions immer ein wenig Zeit, um an Deinem Rhythmusgefühl zu arbeiten – besonders, wenn Du es wirklich brauchst!

Bist Du auf dem Schlagzeug bereits präzise genug? Die Präzision mit den Drumsticks ist beim Rhythmus sehr wichtig! | Quelle: Pexels

Wie hält man als Schlagzeuger das Tempo?

Als Schlagzeuger ist es das A und O, das Tempo einzuhalten – egal, ob allein zu Hause oder auf einem Konzert!

Es dauert nur wenige Minuten, um einen Satz in einer Dir fremden Sprache auszusprechen – doch es dauert manchmal Jahre, um den gleichen Satz fließend und ohne Akzent zu sprechen – in seiner natürlichen Sprache und mit dem gleichen Rhythmus wie die Muttersprachler.

So ähnlich ist es auch mit dem Tempo! Lernen braucht Zeit.

Was beeinflusst das Tempo eines Schlagzeugers?

Es gibt fünf Faktoren, die das Tempo beim Schlagzeug Spielen beeinflussen:

  • Erfahrung: Wir sind leider nicht mit der Fähigkeit geboren, das Tempo zu halten oder es auch nicht zu halten. Auch wenn alle Menschen mehr oder weniger die grundlegende Fähigkeit haben, einen Beat zu halten, achtet nicht jeder gleichermaßen auf die rhythmische Regelmäßigkeit bei einem Song. Das Hören und Reproduzieren verschiedenster Rhythmen hilft, Stabilität bei der Einhaltung eines Tempos zu entwickeln. Aber das braucht Zeit! Das Gedächtnis muss arbeiten – den Rhythmus eines Songs, den Du seit 10 Jahren hörst, wirst Du viel schneller reproduzieren können als bei einem Song, den Du erst seit 5 Minuten spielst.
  • Konzentration: Mit einem hohen Maß an Konzentration kannst Du das Tempo besser halten. Du kannst an Deiner Konzentration genau wie an Deiner Technik arbeiten und am Anfang erst ganz langsam beginnen.
  • Mentale Ruhe: Innere Ruhe hilft Dir, Deine Konzentration zu bewahren und verhindert, dass Du das Tempo automatisch beschleunigst. Stress ist ein wichtiger Faktor bei der Instabilität des Tempos. Also, bevor Du auf die Bühne gehst: Inne halten und durchatmen!
  • Die Komplexität Deiner Übungen: Je mehr Deine Übung Technik beinhaltet, desto komplizierter wird es, ein regelmäßiges Tempo einzuhalten. Versuche nicht, bestimmte Schritte zu überspringen und Stücke zu spielen, die einem höheren Level entsprechen, aber halte Dich auch nicht an den zu einfachen Übungen. Finde Dein Gleichgewicht zwischen Selbstsicherheit und Risikobereitschaft!
  • Natürlicher Atem: Halte Deine natürliche Atmung während des Spiels aufrecht. Wenn Du den Atem anhältst, ist es viel schwieriger, ein flüssiges Tempo einzuhalten. Arbeite also an dem Rhythmus und Deinem Atem gleichzeitig, um beim Spielen ruhig und entspannt zu bleiben.

Kennst Du Methoden, um Dein Rhythmusgefühl zu verbessern? Innere Ruhe wird Dir bei Deiner Konzentration helfen! | Quelle: Pexels

Mit einem Metronom spielen

Es gibt keinen Geheimtipp, um den Beat an einem Schlaginstrument zu halten – übe am besten mit einem Metronom!

Damit zu üben, bedeutet, es bei allen Übungen einzusetzen: Bei den Grundlagen, der Agilität, der Geschwindigkeit, der Genauigkeit

Das Metronom hilft Dir dabei, die Geschwindigkeit schrittweise zu erhöhen und gleichzeitig den Takt zu halten. Durch das Einstellen der bpm (Beats/Schläge pro Minute) kannst Du Deinen Fortschritt bestens kontrollieren.

Aber nicht jedes Metronom taugt zum Üben!

Es muss auf jeden Fall folgende Dinge haben:

  • Kopfhörer-Anschluss
  • Montagemöglichkeiten für beispielsweise das Beckenstativ
  • Eine beleuchtete Anzeige
  • Eine große Tempo- und Rhythmusauswahl, die schnell und einfach funktioniert

Vor allem das Tama RW30, Millenium RW500 und Boss DB-90 sind empfehlenswert!

Am besten übst Du mit dem Metronom über Kopfhörer – allerdings natürlich nicht mit allzu hoher Lautstärke.

Ein Metronom gehört zur Grundausstattung eines Schlagzeugers und kann durch die Möglichkeit, Kopfhörer anzuschließen, sogar bei Konzerten benutzt werden. Es wird Dein täglicher Begleiter beim Schlagzeug spielen und ist die perfekte Hilfestellung bis Du taktfest bist!

Hast Du schon mal ein Metronom beim Schlagzeug spielen benutzt? Ein Metronom wird Dir dabei helfen, taktfest zu werden! | Quelle: Pexels

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