Tennis ist eine komplexe Sportart. Es fordert Nervenstärke, hervorragende Technik, Kraft, Ausdauer und eine schnelle Reaktionsfähigkeit. Es stärkt die gesamte Körpermuskulatur und kann in der warmen Jahreszeit an der frischen Luft ausgeübt werden.
Das Vereinigte Königreich kann auf eine lange Tennis-Geschichte zurückblicken. The Wimbledon Championships gehören neben dem Australian-Open, dem US-Open und dem French-Open zu den Grand-Slam Turnieren. Auch in Deutschland ist Tennis sehr beliebt und mit 8’500 Tennisvereinen gut vertreten.
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Tennis ist nicht nur eine der beliebtesten Sportarten der Welt, sie ist auch ziemlich alt. Ihre Geschichte ist interessant:
Voraussichtlich wurde es im 13. Jahrhundert von französischen Mönchen erfunden. Im Verlauf der Jahrhunderte breitete es sich vom heutigen Nordfrankreich über das ganze Gebiet von Frankreich bis ins Vereinigte Königreich aus. Anfänglich war die Sportart vornehmlich dem Klerus und Adel vorenthalten. Der französische König Franz I liebte die Sportart über solche Maßen, dass er auf dem Sonnendeck seines Schiffes einen Tennisplatz bauen ließ - samt schattenspendendem Sonnensegel.
Die Ausübung von Tennis war für die einfachen Bürger von Frankreich und dem Vereinigten Königreich eine Straftat. In Flandern allerdings pfiff man auf die Verordnung von oben und wohlhabende Stadtbürger begannen früh, Tennisclubs zu gründen. Das erste verzeichnete Tennisturnier fand 1464 in Brügge (heutiges Belgien) statt.
In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit dem berühmtesten Tennisturnier unserer Zeit, the Wimbledon Championships, und dessen erfolgreichsten Sieger und Siegerinnen.

The Wimbledon Championships: Grand-Slam Turnier auf dem Rasen
Die Wimbledon Championships ist nicht nur das älteste und weltbekannteste Tennisturnier, es ist unter den Grand-Slam Turnieren auch das einzige, das auf Rasen stattfindet. Möchtest du mehr über das Tennisturnier in Wimbledon erfahren? Wir haben einen eigenen Artikel darüber geschrieben.
Während in den Vereinigten Staaten und Australien vor allem auf Hartplatz und in Frankreich auf Sand gespielt wird, ist das Vereinigte Königreich für seine Rasenflächen bekannt. Auch in Deutschland gibt es nur eine Handvoll Tennisplätze mit Rasen.
The All England Club Wimbledon, im Südwesten Londons gelegen, besitzt 19 Turnierplätze und 20 Trainingsplätze. Das mehrjährige Weidegras wird mit viel Fürsorge von einem ganzen Team gehegt und gepflegt, damit es im Mitte Juni auf den großen Wettbewerb vorbereitet ist.
Das Spiel auf dem Rasen verlangt eine ganz bestimmte Technik. Der Abprall ist schneller als auf Hartplatz oder Sand.
In Deutschland sind auf Rasen die Tennisturniere in Stuttgart und Halle sehr bekannt und gelten als Vorbereitung auf Wimbledon. So nimmt Roger Federer, der Superstar aus der Schweiz, zum Beispiel regelmäßig am Turnier in Halle teil.

Die Williams Schwestern, Steffi Graf und andere Spielerinnen mit der besonderen Technik
Auf dem Rasen haben immer wieder sehr erfolgreiche Spielerinnen Geschichte geschrieben. Sie begeistern das Publikum damals wie heute. Selbst Leuten, die sich nicht sonderlich für Tennis interessieren, sind deren Namen ein Begriff. Hier eine Liste der Siegerinnen der letzten zehn Jahre.
| Jahr | Siegerin | Nationalität | Gegnerin | Nationalität | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|
| 2021 | Ashleigh Barty | Australien | Karolína Plišková | Tschechien | 6:3, 6:7(4), 6:3 |
| 2019 | Simona Halep | Rumänien | Serena Williams | Vereinigte Staaten | 6:2, 6:2 |
| 2018 | Angelique Kerber | Deutschland | Serena Williams | Vereinigte Staaten | 6:3, 6:3 |
| 2017 | Garbiñe Muguruza | Spanien | Venus Williams | Vereinigte Staaten | 7:5, 6:0 |
| 2016 | Serena Williams | Vereinigte Staaten | Angelique Kerber | Deutschland | 7:5, 6:3 |
| 2015 | Serena Williams | Vereinigte Staaten | Garbiñe Muguruza | Spanien | 6:4, 6:4 |
| 2014 | Petra Kvitová | Tschechien | Eugenie Bouchard | Kanada | 6:3, 6:0 |
| 2013 | Marion Bartoli | Frankreich | Sabine Lisicki | Deutschland | 6:1, 6:4 |
| 2012 | Serena Williams | Vereinigte Staaten | Agnieszka Radwańska | Polen | 6:1, 5:7, 6:2 |
| 2011 | Petra Kvitová | Tschechien | Marija Scharapowa | Russland | 6:3, 6:4 |
Hier die Top 8 der Gewinnerinnen von Wimbledon (Einzel, ab Open Era):
- Martina Navratilova/ USA (9 Gewinne)
- Steffi Graf / Deutschland (7 Gewinne)
- Serena Williams / USA (7 Gewinne)
- Venus Williams / USA (5 Gewinne)
- Billie Jean King / USA (4 Gewinne)
- Chris Evert / USA (3 Gewinne)
- Evonne Goolagong / Australien (2 Gewinne)
- Petra Kvitová / Tschechien (2 Gewinne)
Martina Navratilova - die Rekordhalterin
Martina Navratilova hielt sich fast 20 Jahre lang unter den ersten fünf Tennisspielerinnen der Weltrangliste und war für ihre ausgezeichnete Serve- and Volley-Technik bekannt. Zählt man alle ihre Mixed-, Doppel- und Einzelerfolge im Grand-Slam zusammen, kommt sie auf unfassbare 59 Siege. Lange stand sie in Konkurrenz mit der Spielerin Chris Evert, gegen die sie achtzig Mal auf dem Platz stand.
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In vielen Sparten ist Navratilova bis heute Rekordhalterin. Die Liste der Gewinne ist lang, allen voran stehen die neun Einzeltitel von Wimbledon. Dazu kamen 18 Einzeltitel und 31 Doppeltitel bei Gran-Slam Turnieren. Sie konnte 74 Match-Gewinne in Folge für sich verzeichnen.
Mit ihrer Partnerin Pam Shriver gewann sie den Grand-Slam im Doppel.
1981 nahm Martina Navratilowa die Staatsbürgerschaft der USA an und spielte 2006 ein letztes Mal in einem Grand-Slam Turnier am US-Open. Danach beendete sie ihre Karriere.
Steffi Graf - die ungeschlagene des Golden-Slam
Steffi Graf war ein Wunderkind des Tennissports. Mit ihrer sehr harten Vorhand und einem schnellen Grundlinienspiel rutschte sie schnell auf die vorderen Plätze der Weltrangliste. Sie war bekannt für ihren ungebeugten Siegeswillen. 1984 war sie gerade 15 Jahre alt und unterlag in ihrem ersten Wimbledon-Spiel knapp Jo Durie, Nationalität Vereinigtes Königreich. Mit 17 Jahren führte sie schließlich zum ersten Mal die Weltrangliste an.
Steffi Graf beendete 1999 ihre Karriere nach unzähligen Siegen. Allein in Wimbledon konnte sie siebenmal das Finale für sich entscheiden.
1988 gelang Steffi Graf als bisher einzige Person der Geschichte das beinahe Unmögliche: sie gewann alle vier Grand-Slam-Turniere und Gold bei der Olympiade in Seoul und holte sich damit den Titel als Golden-Slam Gewinnerin.
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Serena und Venus Williams - die Schwestern aus den USA
Serena und Venus Williams, Nationalität Vereinigte Staaten, führen gemeinsam mit 12 Wimbledon-Siegen die Spitze der Gewinnerinnen-Liste an. Während Venus 5 Titel erkämpft hat, hat es Serena sogar auf 7 geschafft. Beeindruckend ist dabei, dass die beiden Schwestern einige Male gegen einander im Finale angetreten sind. Venus hat ihre Schwester einmal besiegt, während Serena ihre ältere Schwester sogar viermal in einem Finale geschlagen hat.
Die aus Australien stammende Ashleigh Barty gewann 2021 das Turnier in Wimbledon und stand 114 Woche auf Platz Nr. 1 der Weltrangliste. Im Frühjahr 2022 gab sie überraschend ihren Rückzug aus dem Tennissport bekannt. Ihr Platz wurde von der Polin Iga Swiatek übernommen.
There is nothing like playing at Wimbledon; you can feel the footprints oft the legends of the game - men and women - that have graced those courts.
Venus Williams
Die männlichen Sieger von Wimbledon
Viele Tennisspieler haben in Wimbledon Geschichte geschrieben. Hier ein Übersicht über die Sieger der letzten zehn Jahre.
| Jahr | Sieger | Nationalität | Gegner | Nationalität | Resultat |
|---|---|---|---|---|---|
| 2021 | Novak Djokovic | Serbien | Matteo Berrettini | Italien | 6:7(4), 6:4,6:4,6:3 |
| 2019 | Novak Djokovic | Serbien | Roger Federer | Schweiz | 7:6(5), 1:6, 7:6(4), 4:6, 13:12 (3) |
| 2018 | Novak Djokovic | Serbien | Kevin Anderson | Südafrika | 6:2, 6:2, 7:6 |
| 2017 | Roger Federer | Schweiz | Marin Cilic | Kroatien | 6:3, 6:1, 6:4 |
| 2016 | Andy Murray | Vereinigtes Königreich | Milos Raonic | Kanada | 6:4, 7:6 (3), 7:6 (2) |
| 2015 | Novak Djokovic | Serbien | Roger Federer | Schweiz | 7:6 (1), 6:7 (10), 6:4, 6:3 |
| 2014 | Novak Djokovic | Serbien | Roger Federer | Schweiz | 6:7 (7), 6:4, 7:6 (4), 5:7, 6:4 |
| 2013 | Andy Murray | Großbritannien | Novak Dyokovic | Serbien | 6:4, 7:5, 6:4 |
| 2012 | Roger Federer | Schweiz | Andy Murray | Großbritannien | 4:6, 7:5, 6:3, 6:4 |
| 2011 | Novak Djokovic | Serbien | Rafael Nadal | Spanien | 6:4, 6:1, 1:6, 6:3 |
Die Top 6 der Gewinner von Wimbledon (Einzel, ab Open Era):
- Roger Federer / Schweiz (8 Gewinne)
- Pete Sampras / Vereinigte Staaten (7 Gewinne)
- Novak Djokovic /Serbien (6 Gewinne)
- Björn Borg / Schweden (5 Gewinne)
- Boris Becker / Deutschland (3 Gewinne)
- John McEnroe / Vereinigte Staaten (3 Gewinne)
Folgende Spieler haben Wimbledon jeweils zweimal gewonnen:
- John Newcombe (Australien)
- Rafael Nadal (Spanien)
- Andy Murray (Vereinigtes Königreich)
- Rod Laver (Australien)
- Stefan Edberg (Schweden)
- Jimmy Connors (Vereinigte Staaten)
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Renshaw, Baddley, Doherty und Gore - die Stars der Anfänge
Viele Bruderpaare standen zu Anfang der Geschichte Wimbledons gemeinsam auf dem Platz. Laurence Doherty (Vereinigtes Königreich), der fünfmal das Turnier im Herreneinzel gewann, war gemeinsam mit seinem Bruder Reginald Doherty ein erfolgreiches Team im Doppel. Im Jahr 1889 gewann der Brite William Renshaw ein siebtes Mal das Finale der Lawn Tennis Championships in Wimbledon im Herreneinzel. Dieser Rekord hielt sich bis ins Jahr 2000, da wurde er von Pete Sampras (USA) bestätigt und 2017 schließlich von Roger Federer (Schweiz) geschlagen.
William Renshaw (Vereinigtes Königreich) galt übrigens als Vater des modernen Rasentennis, dessen Technik er gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Ernest entwickelte und perfektionierte. So etablierten sie das Spiel mit Volleys vor dem Bodenkontakt. Der Ausdruck „Renshaw Smash“ geht auf die beiden Brüder zurück.
Wilfred Baddeley (Vereinigtes Königreich) gewann 1891 das Herreneinzel von Wimbledon mit jungen 19 Jahren. Dieser Altersrekord wurde erst von Boris Becker im Jahr 1985 abgelöst. Dieser war damals 17 Jahre alt. Baddeleys erstem Wimbledon-Gewinn folgten noch zwei weitere, bis er 1897 seine Karriere beendete.
Ein weiterer Vertreter aus diese Zeit ist der Brite Arthur Gore, der Anfang des 20. Jahrhunderts dreimal das Turnier im Herreneinzel gewonnen hat und bei seinem letzten Sieg bereits 41 Jahre alt war, was ihn bis heute als ältester Wimbledon-Gewinner in die Geschichte eingehen liess.
Die Erfolge in den Sechziger bis Achtzigerjahren
Der in Australien geborene John Newcombe war mit seinem Partner Tony Roche das erfolgreichste Doppelpaar der Geschichte.
In Wimbledon erfolgreich war im Doppel auch Jimmy Connors aus den USA. Ausserdem stand er ab 1974 160 Wochen auf Platz Nr. 1 der Weltrangliste.
Björn Borg galt lange als Sandplatz-Spezialist und sorgte mit seinem ersten Wimbledon-Gewinn 1976 für Aufsehen. Es folgte eine Wimbledon-Erfolgsgeschichte über mehrere Saisons mit 5 Siegen bei den Championships des All England Clubs. Bekannt wurde er mit seinem gute Serve- and Volley-Spiel, dass er mit einem Rückschlagspiel am Netz kombinierte. Obwohl er seine Karriere 1983 mit erst 26 Jahren beendete, gilt er bis heute als einer der erfolgreichsten Tennisspieler der Welt.
John McEnroe ist einer der besten Rasenspieler aller Zeiten. Er prägte die Tenniswelt der 80er Jahre. Er gewann insgesamt 121 Wettbewerbe auf Rasen und konnte dreimal ein Wimbledon-Finale für sich entscheiden.

Wimbledon heute
Die Grand-Slam Giganten Nadal, Djokovic und Federer haben nicht alle gleich viel Erfolg auf dem Rasen. Übrigens war Boris Becker einer der erfolgreichsten Rasenspieler, er stand bereits mit 17 Jahren im Center Court von Wimbledon. Die Hoffnung aus Deutschland Frank Moser schaffte es nie, in Wimbledon zu gewinnen. Andre Agassi (Vereinige Staaten) gewann einmal das Finale (1992).
Aber nun zu den drei Stars der heutigen Zeit: Rafael Nadal, Novak Djoković und Roger Federer.
Rafael Nadal
Der erfolgreiche Spanier Rafael Nadal hat in seiner Karriere nur viermal ein Finale auf dem Rasen gewonnen, zwei davon in Wimbledon. Seine Stärke liegt auf dem Sandplatz. 2011 und 2021 wurde er zum Weltsportler des Jahres gekürt und stand mit Unterbrechungen viermal auf Platz 1 der Weltrangliste.
Pete Sampras
Das Spiel auf Rasen verlangt eine starke Serve-an-Volley-Technik, die nicht allen Spielern gleich gut liegt. Pete Sampras (Vereinigte Staaten), war einer der Stars der Neunziger Jahre und galt lange als der ungeschlagene Held auf dem Rasen. Er gewann Wimbledon siebenmal und konnte daneben sieben Grand Slam-Gewinne verbuchen.
Roger Federer
The Champ aus der Schweiz ist für sein starkes Serve-and-Volley-Spiel berühmt und hat im Lauf der Jahre seine Leistungen im Aufschlag und in seiner Rückhand perfektioniert, was ihm auf dem schnellen Belag Vorteile bringt. Sieben Mal konnte er das Wimbledon-Finale für sich entscheiden und acht Mal hat er das Turnier von Halle gewonnen. Er ist der Spieler, mit den meisten Rasengewinne überhaupt. Mit dem Rekord von 152 Gewinnen (dabei nur 24 Niederlagen) ist er der beste Spieler aller Zeiten.
Novak Djoković (SRB: Doković)
Der unvergleichliche Star der Grundlinie Novak Djoković führte 350 Wochen die Weltrangliste an, was keinem Spieler davor gelang. 2021 gewann er die ATP Finals, die neben den Grand Slam Turnieren zu den wichtigsten Wettbewerben des Tennisjahres gehören. Den Wettbewerb in Wimbledon konnte er sechsmal gewinnen, obwohl seine Stärke auf dem Hartplatz liegt. Er taktiert klug und abwechslungsreich und spielt die Bälle gerne mittig, wodurch ein aggressives Spiel des Gegners erschwert wird. Er gilt als Nervenstark.
So viel gibt es über die Stars von Wimbledon und Tennis auf dem Rasen zu berichten, da reicht ein Artikel allein dafür nicht aus. Ich hoffe, dass ich dir einen Überblick über Wimbledon verschaffen konnte und wünsche dir viel Spannung beim verfolgen der aktuellen Tenniswettbewerbe und, falls du selber spielst, viel Erfolg auf dem Tennisplatz!









