Für den Fall, dass Du vor der Corona-Pandemie noch nicht mit Webkonferenzplattformen vertraut warst, dann bist Du es sicher jetzt. Videotelefonate sind die neue Art der Kommunikation. Eine digitale Transformation, die Jahre gebraucht hätte, fand in wenigen Tagen oder Wochen statt, um sich an die neue Normalität anzupassen.

Mehr Menschen als je zuvor arbeiten oder lernen von zu Hause aus. Unternehmen nutzen Webkonferenzen als primäres Kommunikationsmittel zwischen Mitarbeitern. Während des Lockdowns fanden aber auch Familientreffen, ein Plausch mit Freunden und Kindergeburtstagsfeiern per Webkonferenz statt, so dass sie mittlerweile für praktisch jeden selbstverständlich geworden sind. Videokonferenz-Systeme erlebten in der Corona-Krise einen wahren Boom, aber sie waren bereits zuvor auf dem Vormarsch. Jetzt sind sie definitiv gekommen, um zu bleiben.

Auch nach der Pandemie werden viel häufiger Videokonferenz-Systeme genutzt werden als vorher. Sie sorgen dafür, dass weniger Zeit verloren geht und Kosten gesenkt werden.

Wie die meisten von uns gesehen haben, genügt im Allgemeinen ein Notebook, ein PC mit Webcam oder sogar ein einfaches Smartphone für ein Meeting mit Kollegen, egal, wo sie sich befinden.

Lasst uns zusammen die gängigsten Meeting-Tools unter die Lupe nehmen.

Collaboration Tools im Vergleich
Zoom kennt mittlerweile wahrscheinlich fast jeder. | Quelle: Unsplash
Katinka
Katinka
Lehrkraft für Französisch - Leseverständnis
5.00 5.00 (23) 29€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Stergios
Stergios
Lehrkraft für Klavier
60€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Irina
Irina
Lehrkraft für Personal Training
5.00 5.00 (2) 35€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Matthias
Matthias
Lehrkraft für Programmierung
5.00 5.00 (30) 90€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Bami
Bami
Lehrkraft für Deutsch als Fremdsprache (DaF)
4.86 4.86 (5) 20€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Lucas
Lucas
Lehrkraft für Schwimmen
5.00 5.00 (25) 70€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Caro
Caro
Lehrkraft für Spanisch
4.93 4.93 (40) 25€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Viktor
Viktor
Lehrkraft für Algebra
4.94 4.94 (95) 80€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Julia
Julia
Lehrkraft für Professionelles Coaching
5.00 5.00 (16) 45€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Raphaël
Raphaël
Lehrkraft für Gitarre
5.00 5.00 (20) 45€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Olga
Olga
Lehrkraft für Gesang
5.00 5.00 (6) 80€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Moritz
Moritz
Lehrkraft für Fitness
60€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Eleonora
Eleonora
Lehrkraft für Solfeggio
5.00 5.00 (3) 30€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Peter
Peter
Lehrkraft für Deutsch als Fremdsprache (DaF)
4.88 4.88 (8) 34€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Alexandra
Alexandra
Lehrkraft für Spanisch - Hörverständnis
4.98 4.98 (45) 29€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Fernando
Fernando
Lehrkraft für Mathematik
4.97 4.97 (33) 17€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!

Die wichtigsten Anbieter im Überblick

Zoom

Zoom kennt Ihr sicher alle, es ist einer der führenden Anbieter für Videokonferenzen. Der Schlüssel zum Erfolg ist eine einfache Nutzung und ein gutes kostenloses Angebot. Mit der kostenlosen Version kannst Du bereits eine unbegrenzte Anzahl von Videokonferenzen mit bis zu 100 Teilnehmern abhalten - allerdings nur maximal 40 Minuten lang.

Nur 1-zu-1-Meetings sind unbegrenzt lang möglich.

Zu den sonstigen Features gehören ausserdem eine HD-Sprach- und Videowiedergabe, Sprecheransicht, lokale Aufzeichnung, Vollbildansicht, privater Chat oder Gruppen-Chat... Jeder, der den entsprechenden Link erhalten hat, kann an Zoom-Meetings teilnehmen.

Wenn Du Dich für die kostenpflichtige Version für 13,99 Euro im Monat entscheidest, kommen zu den Basic-Funktionen noch eine unbegrenzte Dauer mit bis zu 100 Teilnehmern, eine persönliche Meeting-ID, die Möglichkeit, das Meeting über Facebook und YouTube Live zu streamen sowie die Speicherung in der Cloud.

Darüber hinaus hast Du Zugang zu Add-ons, darunter die Integration in alle möglichen Anwendungen, einschließlich Slack oder Teams.

Die Abos "Business" und "Enterprise" (jeweils 18,99 Euro pro Monat) unterscheiden sich in erster Linie durch die Anzahl der Hosts, und der möglichen Teilnehmer (300 beziehungsweise 500) und den Support. Alle drei Abos ermöglichen, bis zu 1.000 Teilnehmer monatsweise zusätzlich zu buchen.

WhatsApp

Der WhatsApp Gruppenchat ermöglicht seit April 2020 bis zu acht Teilnehmer. Zuvor waren es nur vier. Die Anwendung ist sehr einfach: Gehe in das Chatfenster einer Person, die an der Gruppenkonferenz teilnehmen soll, starte den Video-Call über das Kamera-Symbol. Wenn die Verbindung aufgebaut ist, siehst Du am rechten Rand ein kleines Plus-Symbol.

Damit kannst Du weitere Personen aus Deiner Kontaktliste hinzufügen. Mit jedem Teilnehmer wird das Bild weiter aufgesplittet. Vielen Kindern fällt komplett selbständiges Lernen schwer und der Gruppenchat von WhatsApp bietet eine optimale Möglichkeit, sich mit seinen Klassenkameraden und -kameradinnen auszutauschen.

Auch normale WhatsApp-Anrufe ohne Videofunktion funktionieren auf diese Weise. Auch hier kannst Du über das Plus-Symbol weitere Personen zu einer Telefonkonferenz einladen. Für Telefonate mit mehreren Freunden reicht die Funktion allemal und auch für kurze Besprechungen im Home Office ist sie völlig ausreichend. Auch für digitalen Unterricht in der Schule eignet sich der Gruppenchat sehr gut zum Besprechen von Gruppenarbeiten o.Ä.

Google Meet

Seit Mai steht Google Meet Anwendern kostenlos zur Verfügung. Die Gratisversion bietet web-basierte Video- und Telefonkonferenzen mit bis zu 100 Teilnehmern. Zu den Features gehören Untertitel in Echtzeit auf Englisch, ein individuelles Layout sowie die Bildschirmfreigabe und das Einrichten von Terminen. Meet ist für Google Chrome und andere Browser auf Chromium-Basis konzipiert und funktioniert dort ohne Plugins. Ausserdem sind mobile Anwendungen verfügbar. Gmail-Nutzer finden die Meet-Funktion auch integriert in ihrem email-Programm.

Welche ist die beste Videokonferenz Software?
Selbst die Kleinsten haben sich an Familientreffen am Computer gewöhnt. | Quelle: Unsplash

Google hebt die besonders hohen Sicherheitsmaßnahmen hervor: Die Besprechungs-Codes sind komplex und daher effektiv gegen Attacken, anonyme Nutzer ohne Google-Konto können nicht an Besprechungen teilnehmen, die von privaten Konten erstellt wurden, Meet-Videokonferenzen werden während der Übertragung verschlüsselt sowie auch alle in Google Drive gespeicherten Aufzeichnungen. Der Administrator kann die Teilnahme an einer Besprechung zulassen oder verweigern und Teilnehmer bei Bedarf stumm schalten oder ausschließen.

Microsoft Teams

Microsoft Teams ist der Nachfolger von Lync und Skype for Business und Teil der Microsoft Office 365 Suite. Jeder mit einem Microsoft-Konto kann sich für die kostenlose Version von Teams anmelden.

Das System bringt alle Teilnehmer in einem virtuellen Raum zusammen. Dokumente, Grafiken, Bilder, Tabellen, Videos oder Audio Files lassen sich in  Chat-Channels teilen.

Der Speicherplatz für gemeinsam genutzte Dateien ist auf 2 GB pro Nutzer und 10 GB pro Team beschränkt. In Verbindung mit den Business- oder Enterprise-Versionen von Office 365, können Team-Mitglieder eine unbegrenzte Anzahl von Videokonferenzen in HD-Auflösung mit bis zu 250 Teilnehmern abhalten. Dateien können gemeinsam genutzt werden und Meetings direkt von Outlook aus geplant werden. Ausserdem können Besprechungen aufgezeichnet werden und mit den Desktop-Office-Programmen und SharePoint online gemeinsam an Dokumenten gearbeitet werden.

Unternehmen können die Premium-Version sechs Monate lang kostenlos testen.

GoToMeeting

Die Videokonferenzsoftware GoToMeeting bietet viele neue Funktionen, unter anderem funktioniert die Lösung im Browser via WebRTC sowie über Desktop- und Mobile-Apps. Der Hub zum Planen und Starten von Meetings zeigt alle verfügbaren Informationen, Diagnosen und Chat-Optionen an.

Videokonferenzysteme im Vergleich
Sich sehen, egal wo man ist, das ermöglichen alle Anbieter. | Quelle: Unsplash

Abos gibt es ab 10,75 Euro pro Monat und Host für die professionelle Version. Die lässt bis zu 150 Teilnehmer zu, Features wie HD-Video, Screensharing, ein persönlicher Meeting-Raum und diverse Plugins sind enthalten. Die Business-Version für 14,33 Euro monatlich erlaubt weitere 100 mögliche Teilnehmer. Nutzer können neben einer möglichen Aufzeichnung des Meetings als Video-Datei auch direkt Notizen machen und Präsentationsfolien in einer PDF-Datei zum späteren Download bereitstellen. Zeichenwerkzeuge und eine Übergabe von Tastatur und Aussteuerung sind ebenfalls enthalten.

Das Enterprise-Angebot für bis zu 3.000 Teilnehmer ermöglicht eine Verbindung der Videokonferenz-Lösung mit dem bestehenden Raumsystem.  Der Anbieter unterstützt Kunden mit Schulungen.

Cisco WebEx

WebEx reagierte auf die Covid-19-Pandemie mit zahlreichen Gratisangeboten. Die kostenlose Version unterstützt derzeit Meetings von maximal 50 Minuten mit bis zu 100 Teilnehmern. Zu den Features gehören HD-Video, Audio-Einwahl, persönlicher Konferenzraum, Bildschirmfreigabe auf Desktop- und Mobilgeräten, 1GB Cloud-Speicher und die Möglichkeit der Aufzeichnung.

Darüber hinaus gibt es die Versionen Starter (12,85 Euro pro Nutzer und Monat), Plus (17,30 Euro) und Unternehmen (25,65 Euro) an. Die Vorteile liegen hauptsächlich in einem zusätzlichen Cloud-Speicher und verschiedenen Management- und Integrationsfunktionen.

Jitsi Meet

Jitsu Meet erfreut sich grosser Beliebtheit, weil es einfach zu nutzen ist, aber dennoch viele Funktionen anbietet. Die kostenlose Lösung kann auf dem PC direkt und ohne Registrierung genutzt werden. Für Smartphones und Tablets stehen Apps zur Verfügung.

Um eine Video- oder Telefonkonferenz zu starten, gibst Du einfach auf https://meet.jit.si/ den Namen des Meetingroom ein oder übernimmst den zufällig generierten Raumnamen. Im Anschluss legst Du ein Passwort fest und lädst weitere Teilnehmer per Link oder Einwahlnummer ein.

Jitsi Meet bietet viele Features, darunter eine Verschlüsselung, Chat, HD-Video, Audio-Einwahl, Bildschirmfreigabe und Aufzeichnung. Darüber hinaus kann man Videokonferenzen über Youtube streamen.

Slack

Die Möglichkeit, in Slack Video-Konferenzen abzuhalten, nennt sich Slack Calls. Einzelgespräche in Form von Audio- und Video-Anrufen zwischen Team-Mitgliedern sind kostenlos. Screen-Sharing oder eine Audio- oder Videokonferenz mit mehreren Teilnehmern erfordert allerdings ein kostenpflichtiges Abo (ab 6,25 Euro pro Monat). Allerdings ist selbst dann die Teilnehmerzahl auf 15 Mitglieder beschränkt.

Um ein Video-Meeting mit mehr als 15 Personen abzuhalten, muss man einen Workspace einrichten und Einladungen versenden. Außerdem müssen alle Teilnehmer Slack-Accounts einrichten, um an der Videokonferenz teilzunehmen. Allerdings ist es möglich, Slack so zu konfigurieren, dass es mit Diensten wie Zoom, Bluejeans, WebEx oder GoToMeeting zusammenarbeitet.

Whereby

Nur bis zu vier Personen können kostenlos Kontakt aufnehmen, für größere Gruppen und mehr Chaträume fallen Gebühren an. Die kostenlose Version hat also verglichen mit anderen Anbietern weniger zu bieten. Die Anwendung ist sehr unkompliziert: Teilnehmer werden über E-Mail zum Videochat eingeladen, die Kamera und das Mikrofons können ein- und ausgeschaltet werden, über die Chat-Funktion kann Text eingegeben werden. Whereby funktioniert in allen Browsern.

In der kostenpflichtigen Version ab 10 Euro pro Monat, können 12 Personen teilnehmen, alle Teilnehmer werden per Link eingeladen und vor dem Beitritt authentifiziert. Der Clou: Das Layout der Chats lässt sich verändern, so dass Kunden zu einem Meeting eingeladen werden können, das im Coporate Design gestaltet ist.

BlueJeans

BlueJeans ist wie WebEx der Veteran unter browser-basierten Videokonferenzen. Die Meeting-Lösung unterstützt Konferenzsysteme und lässt sich in Business-Anwendungen wie Microsoft Teams oder Slack einbetten. Das "Standard"-Angebot ist mit 9,99 Dollar pro Host und Monat für Einzelpersonen und  kleine Firmen ideal. Es ermöglicht eine unbegrenzte Anzahl an Videokonferenzen mit maximal 50 Teilnehmern sowie fünf Stunden Videoaufzeichnung in der Cloud. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Features.

Die "Pro"-Version für 13,99 Dollar monatlich bietet zusätzlich 25 Stunden Cloud-Aufzeichnung und gestattet bis zu 75 Teilnehmer bei einer Videokonferenz. Darüber hinaus gibt es verschiedene Integrationsmöglichkeiten.

Die Version "Enterprise" bietet ausserdem die Integration in H.323- oder SIP-basierte Raumsysteme von Cisco, Lifesize & Co sowie eine unbegrenzte Länge von Cloud-Aufzeichnungen. Unterstützt werden bis zu 100 Teilnehmer. Der Preis für dieses Angebot sowie optionale Add-ons wird individuell verhandelt.

Sind Video-Konferenzen gut für die Umwelt?

Natürlich kann nichts je den persönlichen Kontakt ersetzen, aber viele Dinge, können schnell und einfach über Video-Konferenzen erledigt werden. Die Nutzung dieser Plattformen wird sich in Zukunft weiter ausbreiten, selbst wenn COVID-19 hoffentlich nur noch eine ferne Erinnerung ist.

Vergleich Videokonferenzsysteme: welche sind die besten?
Die Video-Funktion auszuschalten, hat auch den Vorteil, dass niemand sieht, wenn du mit dem Kaffee in's Bett wechselst. | Quelle: Unsplash

Natürlich sind Video-Konferenzen aus ökologischen Gründen einer Flugreise vorzuziehen, aber wer sich um die Umwelt sorgt, sollte die Kamera ausmachen. Der CO2-Ausstoss der Meeting-Tools ist durchschnittlich dreimal so hoch, wenn zum Audio ein Video hinzugefügt wird.

GoToMeeting verbraucht am wenigsten, gefolgt von Hangouts, Zoom und Webex. Whereby ist am gefräßigsten, gefolgt von JITSI.

Natürlich gibt es wie so oft neben der positiven auch eine negativere Seite. Der vermehrte Rückgriff auf digitale Tools in der Schule zum Beispiel lässt die Frage aufkommen, ob die Bildungsungleichheit durch Corona verstärkt wurde oder nicht.

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Bertine

Ich bin studierte Ethnologin und Politikwissenschaftlerin, schreibe leidenschaftlich gerne und interessiere mich besonders für Sprachen, fremde Kulturen, Geschichte und Handwerk.