"Das einzige, was besser ist als singen, ist mehr zu singen." Ella Fitzgerald

Gesangsbegeisterte sehen im Allgemeinen nur die Vorteile der Praxis. Laut einer deutschen Studie, die 2004 vom Musikinstitut der Universität Frankfurt durchgeführt wurde, trägt Gesang unter anderem dazu bei, Krankheiten vorzubeugen. Singen ist gut für die Psyche und stärkt das Selbstvertrauen.

Einige Gesangsübungen tragen auch zur Entspannung bei. Das ist insbesondere der Fall, wenn man aus dem Bauch heraus singt, also das Zwerchfell bei der Atmung einsetzt. Aber hat diese Gesangspraxis nur Vorteile?

Lest hier nach, was ihr alles über die Atmung beim Singen wissen müsst.

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Aus dem Bauch heraus singen, um den Stimmbändern nicht zu schaden

Wenn ihr beginnt, Gesangsunterricht zu nehmen, dann bekommt ihr oftmals den Rat, aus dem Bauch heraus zu singen.  Tatsächlich ist Singen aus dem Bauch heraus eine Technik, die es ermöglicht, schöne und kraftvolle Töne hervorzubringen, ohne die Stimmbänder in Mitleidenschaft zu ziehen.

Wer beim Singen in den Bauch atmet beugt Heiserkeit vor.
Versucht, eure Stimme nicht zu überanspruchen. Das könnte langfristig negative Auswirkungen haben. | Quelle: Sophie Dale via Unsplash

Wie Marcel Pagnol sagt:

"Man entdeckt das Geheimnis des Gesangs der Nachtigall nicht, indem man ihr in die Kehle schaut."

Natürlich benutzen die meisten Laiensänger zum Singen die Kehle. Das ist die Technik, die uns am natürlichsten erscheint. Wenn ihr gerne regelmäßig singt werdet ihr aber sicherlich schon festgestellt haben, dass sich die Kehle mit der Zeit zuschnürt. Das liegt daran, dass die Stimmbänder zu stark beansprucht werden. Wenn der Hals ein wenig schmerzt, dann ist es an der Zeit innezuhalten, Technik zu wechseln und aus dem Bauch heraus zu singen.

Die Technik besteht dann darin, die Zwerchfellmembran zu benutzen, um eure Atmung zu kontrollieren und die Luft nach und nach herausströmen zu lassen. Achtet darauf nicht stoßartig auszuatmen, da euch sonst die Puste ausgeht.

Mit dieser Technik schont ihr die Stimmbänder. Langfristig wird diese Methode von Gesangsprofis angewandt, um Verletzungen der Stimmbänder vorzubeugen. In der Tat können durch Überanstrengung der Stimmbänder Knötchen entstehen. Diese Knötchen entstehen als Folge einer Entzündung der Stimmbänder durch zu starke Beanspruchung und können zum Verlust der Stimme führen.

Es ist daher wesentlich sicherer, möglichst viel aus dem Bauch heraus zu atmen, um die Stimmbänder zu schonen.

Wie genau kann man aus dem Bauch heraus singen lernen?

Kraftvoll singen durch die Bauchatmung

Wenn man von einigen wenigen Ausnahmen absieht, möchten wir gerne, dass man uns zuhört, wenn wir singen. Man singt dann für ein Publikum, sei es für unsere Lieben oder für Fremde auf der Straße oder auf der Bühne. Aber andererseits ist es eine sehr schlechte Idee, die Stimmbänder so zu beanspruchen, dass man von weiter weg gehört werden kann.

Um aus größerer Ferne gehört zu werden, ist es viel effektiver, aus dem Bauch heraus zu singen.

In der Tat wird beim Singen aus dem Bauch heraus die eingeatmete Luft ausgestoßen, um einen Ton zu erzeugen. Es ist also genau diese Luft, die euch dabei helfen wird, lauter zu singen. Je mehr Luft in den Lungen des Sängers, desto besser wird der Ton verstärkt. Probiert es einfach mal aus.

Atmet tief ein, haltet die Luft an, und wenn ihr ausatmet, macht ein "u"-Geräusch. Der Ton wird am Anfang, wenn ihr noch viel Luft habt, in der Regel lauter sein als am Ende, wenn euch die Luft ausgeht.

Dank dieser Methode seid ihr in der Lage, Lieder zu singen und eurer Stimme Gehör zu verleihen, ohne dass ihr eure Stimmbänder überanstrengen müsst. Die Ergebnisse werden beeindruckend sein.

Lehrer und Dozenten nutzen diese Technik manchmal auch, um aus der Ferne gehört zu werden.

Natürlich darf man nicht vergessen, mit weit geöffnetem Mund zu singen. Ihr riskiert sonst, an Lautstärke zu verlieren, da die Luft nur sehr wenig Platz zum herausströmen hat. Man muss in der Lage sein, ein Gleichgewicht zu finden, so dass die Stimme erklingen kann, ohne dass man den Mund völlig unverhältnismäßig weit öffnen muss.

Beim Singen in den Bauch atmen kann man lernen.
Ihr braucht kein Mikrofon mehr, damit euch jeder hören kann. Eine gute Atmung wird eurer Stimme Kraft verleihen. | Quelle: Matt Botsford on Unsplash

Es gibt zahlreiche Tipps und Tricks, um die richtige Atemtechnik beim Singen zu lernen.

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Singt aus dem Bauch heraus, um eure Atmung besser einteilen zu können

Wenn ihr beim Singen in den Bauch atmet, dann könnt ihr Töne länger halten, weiter an eurer Ausdauer arbeiten und somit eure Lungenkapazität verbessern. Eine sehr nützliche Vorgehensweise, wenn man mehrere Phrasen in einem Musikstück aneinander reihen möchte, ohne außer Atem zu kommen.

Wenn ihr eure Stimmbänder verwendet und damit eine normale Atemkapazität habt, dann kann das schwierig werden. Es kommt manchmal vor, dass die Sänger mitten in der Phrase Luft holen müssen... und das geschieht dann meistens nicht sehr diskret.

Indem Sänger beim Singen in den Bauch atmen, können sie lernen, ihren Atem zu kontrollieren und einzuteilen, um eine Phrase zu beenden, ohne zwischendurch Luft holen zu müssen.

Das Atmen ist ein komplett natürlicher Vorgang, der eigentlich unterbewusst geschieht. Babys atmen automatisch in den Bauch hinein und wenn wir tief schlafen, dann nutzen wir ebenfalls die Bauchatmung. Der Bauch hebt und senkt sich beim Ein- und Ausatmen. In den Bauch zu atmen beim Singen ist also kein natürlicher Vorgang, aber kann ohne Weiteres erlernt werden.

Das Üben der Bauch- statt der Brustatmung ermöglicht es euch, tiefer zu atmen und dann euren Luftstrom an den Rhythmus des Liedes anzupassen. Sängerinnen und Sänger können u.a. mit der Blasenübung trainieren.

Pustet hierfür mit einem Strohhalm in ein Glas Wasser, während ihr ausatmet. Atmet 4 Sekunden durch die Nase ein und anschließend durch den Mund (und den Strohhalm) 10 Sekunden lang aus. Wiederholt die Übung und atmet dabei 15 Sekunden lang aus. Atmet anschließend über immer kürzer werdende Zeitspannen ein. Irgendwann werdet ihr herausfinden, wie ihr euren Atem am besten einteilt, um länger durchhalten zu können. Die Anzahl und Intensität der Blasen sollte von Anfang bis zum Ende etwa gleichbleiben.

In den Bauch atmen beim Singen beugt Knötchen auf den Stimmbändern vor.
Um ein erfolgreicher Sänger zu werden, ist es wichtig, richtig atmen zu können und nicht mitten in einer Phrase aus dem Atem zu kommen. | Quelle: Benni Asal via Unsplash

Aus dem Bauch heraus singen, um sich zu entspannen

Was gibt es Besseres, als seiner Lieblingsbeschäftigung nachzugehen und sich dabei zu entspannen? Aus dem Bauch heraus zu singen ermöglicht es euch, euch zu entspannen und nach dem Gesangsunterricht ausgeglichen zu fühlen.

Singen bietet nicht nur ein Gefühl von Behaglichkeit und steigert das Selbstvertrauen, die Atemübungen, bei denen das Singen aus dem Bauch heraus trainiert wird, helfen auch dabei, die Nerven zu beruhigen.

Probiert es einfach aus: Atmet tief in eure Lungen ein, haltet den Atem einige Sekunden lang an und atmet anschließend ganz langsam aus. Wenn ihr diese Übung mehrmals durchführt, werdet ihr nicht nur eure Bauchatmung trainieren, sondern auch eure Muskeln entspannen, bis ihr gähnen müsst.

Diese Technik wird zu Beginn des Gesangsunterrichts angewendet, damit sie sich dann als Automatismus beim Singen festigen kann. Sie werden auch verwendet, um Kinder zu beschwichtigen, bevor sie in die Schule gehen, oder um die Nerven vor einem Vorstellungsgespräch zu beruhigen.

Beim Singen entspannt zu sein ist äußerst wichtig, um die Töne richtig zu treffen und dabei nicht zu verkrampfen. Wenn ein Sänger gestresst ist (was insbesondere vor einer Aufführung der Fall sein kann), kann die Stimme zittern und die Atmung unterbrochen sein. Um sich zu entspannen, ist es wichtig, aufrecht zu stehen, sowohl um sich zu entspannen als auch um die Luft richtig fließen zu lassen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie ihr Atemübungen zum Singen finden könnt.

Aus dem Bauch heraus singen: Vorsicht vor Übertreibungen

Die Methode in den Bauch zu atmen beim Singen birgt nicht nur Vorteile, vor allem, wenn sie unter schlechten Bedingungen angewandt wird. Die Atmung sollte ein natürlicher Prozess bleiben, und zu viel Zwang oder übermäßige Kontrolle können die Vorteile der Bauchatmung wieder zunichte machen.

Gesangslehrer können mit euch an der richtigen Atmung arbeiten.
Wenn ihr Gesangsunterricht bei Profis nehmt, dann ermöglicht euch das, die Technik zu beherrschen und möglichst wenig falsch zu machen. | Quelle: Haley Rivera via Unsplash

Eine übertriebene Kontrolle der Atmung durch das Zwerchfell kann dazu führen, dass manche Menschen stärker gestresst sind und sich überhaupt nicht entspannen. Diese Technik ist daher nicht für jedermann geeignet und jeder Sänger sollte einen Fachmann um Unterstützung zu bitten, um möglichst erfolgreich zu sein.

Tatsächlich ziehen manche Menschen, die ihren Bauch heben wollen, ihre Bauchmuskeln zusammen und blockieren dadurch das Zwerchfell, was genau das Gegenteil des gewünschten Effekts bewirkt.

Beim Singen in den Bauch zu atmen ist also eine Technik, die Übung erfordert und nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte.

Das Gleiche gilt für Atemübungen, bei denen einem schwindlig werden kann, wenn sie zu lange und zu häufig durchgeführt werden. Zu viel Sauerstoff kann Schwindelgefühle verursachen.

Fazit

Die Bauchatmung beim Singen bietet mehr Vor- als Nachteile. Aus diesem Grund greifen viele Fachleute auf diese Methode zurück. Die Technik hat sich bereits bewährt, um sich zu entspannen, lauter zu singen und die Atmung zu kontrollieren.

Der einzige Nachteil ist, dass es Übung erfordert und dass es kontraproduktiv sein kann, wenn man es falsch macht.

Deshalb empfehlen wir euch, euch bei einem Gesangslehrer oder Musiklehrer Rat zu holen, um sicherzustellen, dass ihr euch keine schlechten Gewohnheiten aneignet und eure Gesundheit nicht schädigt.

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Stefanie

Sprachen sind meine große Leidenschaft! Da ich zweisprachig aufgewachsen bin, habe ich mich schon früh für Sprachen und Kulturen interessiert. Ich liebe Reisen und entdecke gerne neue Länder.