„Ein Sänger ist nur ein Instrument“ - Bjork

Musik ist ein alltäglicher Begleiter der Menschen! Musizieren ist ein beliebtes Hobby, sei es das Spielen eines Instruments oder Singen mit der eignen Stimme. Neben dem reinen Hobby machen viele Menschen ihre Leidenschaft zum Beruf und werden professionelle Sänger. Dazu müssen sie im Gesangsunterricht an den Gesangstechniken arbeiten und erkennen, welche Stimmlage sie singen können.

Denn jeder Mensch hat eine ganz bestimmte Art von Stimme, die ein Werkzeug des Lebens ist. Frauen haben zum einen besondere Obertöne und generell eine höhere Tessitur, während Männer andere Stimmbänder haben, die je nach Sänger einen besonderen Klang ergeben.

Was genau unterscheidet die verschiedenen männlichen Stimmlagen? Wie kann man eine tiefe Stimme von einer helleren unterscheiden? Was ist der Unterschied zwischen einem Tenor und einem Sopran? All diese Antworten und mehr, jetzt!

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Die tiefen Männerstimmen

Die männliche Stimme ist ein Organ, das jeder zum Sprechen, zum Diskutieren, aber auch zum Singen benutzt. Egal, ob als Sänger, Operndarsteller, Chormitglied oder als dramatischer Sonntagssopran, die Stimme ist das wichtigste Werkzeug, das, wenn man es beherrscht, leicht zu benutzen ist.

Es gibt, wie bei den verschiedenen Frauenstimmen, verschiedene Kategorien von Stimmlagen mit einigen Unterkategorien, auf die wir später zu sprechen kommen.

MIt der Stimme kann man nicht nur sprechen sondern auch singen.
Die Stimme ist ein viel genutztes Werkzeug. |Quelle: Unsplash

Zunächst ist es wichtig, die Hauptkategorien zu verstehen, um zu verstehen, was die einzelnen Stimmen ausmacht.

Der Bass

Die tiefste Stimme, die zufällig die Stimme mit dem tiefsten Tonumfang von allen ist, ist der Bass.

In einem Chor bezieht sich das Wort Bass auf einen Bereich direkt unter den Tenören und im weiteren Sinne bezieht sich das Wort auch auf die Mitglieder dieses Teils des Chores, unabhängig von ihrem Stimmumfang. Aber ein Bass kann auch ein Solist sein.

Es gibt drei Arten von Bass. Die verschiedenen Kategorien entsprechen den interpretierten Charakteren, der Tiefe der Stimme und dem Reichtum des Timbres. Der Tonumfang einer Bassstimme reicht von F bis f’.

Der hohe Bass

Der hohe Bass oder auch Basso cantante ist der lieblichste aus der Kategorie und umfasst auch hohe Töne. Es ist der klarste Ton und die flexibelste Stimme unter den Bässen und wird manchmal mit der Bass-Bariton-Stimme verwechselt.

Der hohe Bass wird durch eine strahlende Höhe und eine tiefere Lage charakterisiert.

Zum Beispiel: die Figur Philippe II in Don Carlos von Verdi. Boris Christoff, Nicolai Ghiaurov und Samuel Ramey sind berühmte hohe Bässe.

Der profunde Bass

Dieser Bass ist recht selten und beschreibt die tiefste Unterkategorie der Bässe und aller Stimmen. Es handelt sich um eine dunkle, kraftvolle, einhüllende und feierliche Stimme mit einer häufig dunklen Färbung.

Der profunde Bass ist in der Lage, ein extrem schweres Vokalensemble zu unterstützen. Die echte tiefe Bassstimme ist am seltensten zu finden und ist eher den slawischen Sängern vorbehalten.

Zum Beispiel: die Figur des Sarastro in „Die Zauberflöte“, Osmin in Mozarts „Entführung aus dem Serail“, Fafner und Hagen in Wagners „Ring des Nibelungen“.

Berühmte tiefe Bässe sind Martti Talvela, Kurt Moll, Gottlob Frick und Matti Salminen.

Bassbuffo

Der Bassbuffo ist keine spezifische Stimmgattung. Es handelt sich um einen Bass, der in heiteren Opern und Bühnenspielen als Charakterspieler vorkommt.

Die Tessitur ist im Allgemeinen weniger umfangreich, was aber nicht immer so sein muss. Zum Beispiel bei Rossini, Donizetti oder Lortzing erfordern die Rollen des Bassbuffo eine echte Virtuosität und werden von Spitzensängern interpretiert.

Zum Beispiel: die Person des Mustafà in Rossinis „L'Italienne à Alger“, Don Pasquale in Donizettis gleichnamiger Oper oder Bartolo in Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“ und in Rossinis „Der Barbier von Sevilla“.

Und unter den berühmten Bässen findet man:

  • Marcel Journey
  • Gregory Reinhart
  • Samuel Ramey
  • René Pape
  • Avriel Avi Kaplan
  • und viele andere!

Der Bariton

Im Gesangsunterricht kommt nach dem Bass ein weiterer Typus der Männerstimme: der Bariton. Dies ist die relativ einfache männliche Stimme, auf jeden Fall recht häufig zu finden. Als mittlerer männliche Stimmlage hat der Bariton eine Tessitur, die zwischen Bass und Tenor liegt und die der Sprechstimme sehr ähnlich ist.

Die Stimmlage entscheidet darüber, welches Lied gesungen wird.
Bevor man sich vor das Mikro stellt, sollte man seine eigene Stimmlage kennen. |Quelle: Unsplash

Der Begriff leitet sich vom griechischen barytonos ab, was eine Stimme mit tiefem Ton bedeutet und tauchte erst im 18. Jahrhundert auf. 

Der Bariton teilt sich noch einmal in einige Kategorien ein. Man sollte die eigene Stimmlage kennen, bevor man ein Stück singt.

Der leichte Bariton

Der leichte Bariton hat die höchste, klarste und beweglichste Tessitur, aber auch den geringsten dramatischen Tonumfang. Auch sein Stimmvolumen ist niedriger als das anderer Baritone.

Berühmte Beispiele: Camille Maurane, Jacques Jansen, Pierre Bernac. Die Figuren des Ramiro in Ravels „L'Heure espagnole“ oder des Orfeo in Monteverdis „L’Orfeo" sind ebenfalls leichte Baritone.

Der lyrische Bariton

Es handelt sich um klare und kräftige Stimmen mit einer große Höhe, die sich leicht und beweglich anhören

Beispiele: Graf Almaviva in Mozarts „Die Hochzeit des Figaro" und Marcello in Puccinis „La Bohème“. 

Thomas Hampson, Gino Quilico, Jean-François Lapointe sind lyrische Baritone.

Der Charakterbariton

Es gibt keine spezifische Bezeichnung für diesen zentralen Bariton, obwohl der Begriff Charakterbariton oft verwendet wird. Die Stimme des Charakterbariton ist schwer, voluminös und etwas dramatischer als die vorher genannten.

Man findet den Charakterbariton oft in den Werken von Verdi und Wagner.

Der Kavalierbariton

Der dramatische Kavalierbariton hat eine satte Stimme und einen dunkleren Ton.

Beispiele: Jago in Otello von Verdi und Escamillo in Carmen von Bizet. F

ürs Protokoll, Bizets Escamillo ist ein komplizierter Bereich sowohl für Bässe als auch für Baritone wegen des hohen Diskants und des anhaltenden tiefen Registers.

Der Heldenbariton

Dies ist die dramatischste Variante des Baritons und ist an der schweren, gewaltigen Stimme zu erkennen. Den Heldenbariton mit seiner Tiefe singen zu können, erfordert Leichtigkeit und Ausdauer in den hohen Tönen des Tonumfangs 

Der Heldenbariton ist hauptsächlich in Verdis und Wagners Opern zu finden.

Beispiele für Heldenbaritone: Ettore Bastianini, Piero Cappuccilli, Ludovic Tézier, Gabriel Bacquier...

Der Bass-Bariton

Es gibt auch den Bassbariton, der, wie der Name schon sagt, eine niedrigere Kategorie als der Bariton ist. Diese Stimmlage hat etwas mehr Kraft als ein normaler Bariton. 

Beispiele für Bass-Baritone: Walter Berry, Hans Hotter oder Theo Adam.

Die hohen Männerstimmen

Neben den oben genannten tiefen Männerstimmen gibt es auch hohe Männerstimmen, die in verschiedene Unterkategorien eingeteilt werden.

Der Tenor

Der dritte Stimmtyp ist die Tenorstimme, mit einer Tessitur, die ebenfalls mit der Gesangstechnik zusammenhängt. Dieses Stimm-Timbre ist zwar weniger dramatisch, dafür aber recht melodisch, da die Vokalisation nahe an den hohen Tönen liegt.

Als Mann kann man sowohl tiefe als auch hohe Töne singen.
Männer können nicht nur tiefe Töne singen. |Quelle: Unsplash

Auch hier werden die vokalen Elemente des Tenors in Unterkategorien unterteilt.

Der Tenor leggero

Der leichte Tenor hat den höchsten Tonumfang, ist am wendigsten, aber auch am wenigsten kraftvoll. Sein Tonumfang besticht durch eine große Beweglichkeit.

Beispiele: Graf Almaviva in Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ und Tonio in Donizettis „Die Regimentstochter“. 

Berühmte leichte Tenöre sind James Blunt, Luigi Alva und Rockwell Blake.

Der leichte lyrische Tenor

Er liegt zwischen dem Tenor leggero und dem lyrischen Tenor und hat den gleichen Stimmumfang wie der leichte Tenor, aber seine Stimme ist dicker.

Unter den leichten lyrischen Tenören finden wir Luciano Pavarotti, Tito Schippa oder Roberto Alagna am Anfang seiner Karriere.

Der lyrische Tenor

Der lyrische Tenor ist der Zwischentyp, sowohl in Bezug auf die Beweglichkeit als auch auf die Kraft. Er wird durch eine weiche, leichte und bewegliche Stimme charakterisiert. 

Berühmte Beispiele: Luciano Pavarotti, Alfredo Kraus oder Juan Arvizu.

Der dramatische Tenor

Er hat die unbeweglichste, aber kraftvollste Tenorstimme.

Berühmte Beispiele: Jon Vickers, Guy Chauvet oder Lauritz Melchior.

Der Countertenor

Das klare Timbre des Tenors kann schließlich dem Countertenor weichen, Symbol für die höchsten männlichen Töne.

Auch wenn nur wenige Männer solche Töne erreichen können, ist es eine Stimme, die klarer nicht sein könnte, voller Bedeutung und manchmal nahe an der Virtuosität.

Der Stimmumfang hat eine wichtige Aussagekraft.
Es kann sinnvoll sein, den Stimmumfang zu kennen. |Quelle: Unsplash

Und die Natur hat es gut gemacht, denn männliche Countertenöre haben eine recht markante Gesangstechnik, die darin besteht, ihre Stimmbänder auf ganz besondere Weise zum Schwingen zu bringen. Diese Schwingung erzeugt dann Klänge, die den größten Chören, den schönsten Gospelklängen oder den besten Musicals würdig sind.

Und unter den berühmten Countertenören finden wir :

  • Serge Kakudji
  • Henry de Rouville
  • Frédéric Bétous
  • Rachid Ben Abdeslam
  • Jean-Loup Charvet
  • Und viele andere!

Auf der weiblichen Skala der Stimmlagen ist der Counterteno mit der Altstimme vergleichbar, allerdings mit einem ganz anderen Timbre. Dennoch, und das sehen wir hier, hat ein Mann eine ganz spezifische Art von Stimme, die nicht mit der weiblichen Stimme zu vergleichen ist. Die verschiedenen Stimmlagen sind abhängig von der eigenen Art der Stimmbänder und Tessitur!

So kann man an seiner Stimme arbeiten

In der Welt der Opern, der Stimmbänder und der verschiedenen Stimmlagen ist es elementar, die eigene Stimmlage zu kennen, um die passenden Lieder zu singen. Wenn man seine eigene Stimme nicht richtig einschätzen kann, kann das zu Problemen beim Singen führen.

Aber die meisten Menschen haben kein absolutes Gehör, weshalb es manchmal schwierig ist, herauszufinden, welche Art von Stimme am besten zu einem passt. Manche Menschen, die zwischen verschiedenen Stimmlagen liegen, haben Schwierigkeiten, eine bestimmte Tonart zu singen. 

Bevor man anfängt zu singen, sollte man die Noten beherrschen.
Notenlehre und Stimmlage sind entscheidend! |Quelle: Unsplash

Zwischen Counter-Tenor und Tenor ist manchmal ein schmaler Grat! Aus diesem Grund wurde die Klassifizierung im Laufe der Zeit immer präziser.

Verständnis der Kategorien von Männerstimmen

Vor der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde nur zwischen Männer- und Frauenstimmen unterschieden. Es war schwierig, sich zurechtzufinden, wenn man z. B. ein Mann war, der in sehr hohen Tonlagen sang! 

Irgendwann fing man an, den Fokus auf die tiefen und hohen Töne zu legen, und schließlich wurden Klassifizierungen unter den Namen eingeführt, die wir hier erwähnt haben: Tenor, Bariton, Bass usw.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die Stimmen noch genauer und nuancierter klassifiziert. Es wurde zwischen dramatischen Stimmen, leichten oder lyrischen Tenöre, hohen oder tiefen Bässe unterschieden, kurzum, die Klangfarben wurden detailreicher und professioneller.

Und schließlich, in der Mitte des 19. Jahrhunderts, tauchte der Begriff der Kraft in einer Stimme auf und zeigte, dass man als Mann ein Operettenbariton sein konnte, genauso wie ein Operntenor, oder ein Altus.

Denn wenn man ein Mann ist, ist Kraft  genauso wichtig wie bei einer Frau. Die Klischees würden uns glauben lassen, dass eine männliche Stimme tief und kraftvoll ist, aber das ist nicht immer der Fall, und manche Männer haben nur sehr wenig Kraft in ihrer Stimme.

So findet man den eigenen Stimmtyp

Heutzutage ist es möglich geworden, den eigenen Stimmtypen genau bestimmen zu lassen. Dazu kann man sich einfach neben ein Klavier stellen, einige Töne spielen lassen und versuchen, diese mit der Stiege zu treffen.

Es ist sehr leicht, zu bestimmen, welche Stimmlage man hat.
Dank der Instrumentalbegleitung ist es heute sehr einfach die eigene Stimmlage zu bestimmen. |Quelle: Unsplash

Je nachdem, welche Töne man spielen kann, bestimmt dann die genaue Stimmlage. Ob mit Klavier, mit einem Notenhandbuch oder einer spezialisierten Website, innerhalb kurzer Zeit kennt man seine eigene Stimmlage.

Sollte Musik nichts eure Stärke sein, aber eure Leidenschaft, dann kann ein Gesangslehrer dabei helfen, die richtigen Töne zu treffen. Ein Vorteil ist, dass ihr das heute sogar online machen könnt, zum Beispiel über eine einstündige Lektion mit Superprof! Eine Webcam, eure Stimmbänder, und das war’s!

Wenn ihr eure Stimmlage bestimmt habt, wird es euch möglich sein, die geeigneten und passenden Lieder zu singen. Macht euch bereit für ein erstes Konzert und trainiert eure Stimmbänder.

Musik hebt bekanntlich die Stimmung, und wenn man weiß, wie man seine Stimme als Werkzeug einsetzt, wird das Leben noch süßer.

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Elissa

Leidenschaftliche Weltenbummlerin, Köchin und Lebensgenießerin.