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Wie wird man Englischlehrer?

Von Christiane, veröffentlicht am 03/11/2017 Blog > Sprachen > Englisch > Englisch unterrichten: Welche Ausbildung ist notwendig?

Im Schuljahr 2016/2017 besuchten in Deutschland rund 11 Millionen Schüler allgemeinbildende und berufliche Schulen, davon 2,3 Millionen Gymnasien, knapp 900.000 Realschulen und 2,8 Millionen Grundschulen.

Das macht also eine Menge Schüler, die Englisch lernen! Hinzu kommen Berufstätige, die Business Englisch lernen müssen oder wollen.

Doch das Lehren der Sprache Shakespeares lässt sich nicht improvisieren.

Lehrer müssen ein einwandfreies Englischniveau haben und fähig sein, ihren Schülern die Sprache mit der richtigen Methode beizubringen – ganz egal, ob es um Englisch für Anfänger oder um Oberstufenkurse geht.

Man muss also auch ein guter Pädagoge sein!

Du sprichst sehr gut Englisch und spielst mit dem Gedanken, Englischlehrer zu werden?

Im Lehramtsstudium hast Du die Möglichkeit herauszufinden, ob Dir der Lehrerberuf wirklich liegt, denn neben der Theorie sind im Studium seit einigen Jahren auch Pflichtpraktika in Schulen vorgesehen.

So wirst Du beim Berufseinstieg keine bösen Überraschungen erleben und weißt von Anfang an, worauf Du Dich einlässt. Nicht jeder ist fürs Lehrerdasein gemacht, auch wenn es ein schöner Beruf ist.

Tauchen wir also gemeinsam in die Welt der Englischlehrer ein…

Wer kann Englischlehrer werden?

Wo ein Wille, ist auch ein Weg. Englischunterricht geben muss man wollen!

Wenn man sich in der englischen Sprache nicht wohlfühlt, macht es keinen Sinn, die Sprache zu unterrichten. Und wenn man kein Pädagoge ist, ist man in der Schule fehl am Platz.

Spricht man Englisch zwar fließend, hat jedoch gar keine Lust aufs Unterrichten, sollte man das Lehramtsstudium definitiv lieber sein lassen.

Wir alle haben schon selbst Lehrer gehabt, die keine Lust (mehr) aufs Unterrichten hatten. Was war die Folge? Dass man selbst das Interesse an diesem Fach verlor.

Lehrer müssen kontaktfreudig sein und starke Nerven haben. Bist Du gern mit Kindern zusammen und kannst Du auf pädagogische Weise Dein Wissen vermitteln? | Quelle: visualhunt

Als Lehrer sollte man sein Fach mögen, gerne Wissen vermitteln, Kinder und Jugendliche sowie Menschen allgemein mögen.

Außerdem muss man im Unterricht autoritär sein und Durchsetzungsvermögen besitzen, um die Schüler bei Schach halten zu können und sich nicht unterdrücken zu lassen. Es gibt gute und schlechte Klassen.

Außerdem darf man als Lehrer keine Vorurteile gegenüber sozialen Schichten oder ausländischen Herkünften haben, weil jeder Schüler gleich behandelt werden muss.

Man muss sich sicher sein, dass der Lehrerberuf wirklich der Beruf ist, den man machen möchte. Schon allein das Lehramtsstudium erfordert Motivation.

Ist diese von Anfang an nicht da, ist der Misserfolg vorprogrammiert.

Einmal im Lehrerberuf, immer im Lehrerberuf. Nur in den seltensten Fällen orientiert sich ein Lehrer im Laufe seiner Karriere um. Meistens unterrichtet er bis zum Rentenalter an einer öffentlichen Schule.

Doch inzwischen herrscht vor allem in wissenschaftlichen Fächern großer Lehrermangel, so dass auch Studienabsolventen ohne pädagogische Ausbildung an Schulen angestellt werden. Sie werden praktisch erst ab ihrem ersten Arbeitstag zum Lehrer ausgebildet.

Diesen Absolventen ist zu empfehlen, vor ihrer Anstellung ein Praktikum an einer Schule zu machen, um zu sehen, ob ihnen der Beruf überhaupt gefällt.

Doch unerheblich von Deiner Situation oder Deinem Alter: Englisch Nachhilfe geben kannst Du immer, ob Vollzeit oder parallel zu Deinem Hauptberuf. Nichts sollte Dich davor abhalten, Deine Leidenschaft auszuleben!

So kannst Du auch ganz bequem von zu Hause aus arbeiten, z.B. wenn Du Englisch Unterricht via Webcam (Stichwort: Online Englisch Lernen) gibst!

Welche Bedingungen muss man erfüllen, um Lehrer zu werden?

Ob als Lehramtsstudent oder Quereinsteiger, viele Wege führen in den Lehrerberuf. Es gibt mehrere Wege, um Lehrer zu werden. | Quelle: visualhunt

Grundsätzlich muss man auf Lehramt studieren, wenn man nicht gerade Quereinsteiger ist. In einigen Bundesländern gibt es noch das Staatsexamen, andere haben inzwischen komplett auf Bachelor/Master umgestellt oder bieten beide Studiengänge an.

Der Bachelor of Education ist lehramtsbezogen. Du hast aber auch die Möglichkeit, einen allgemeinen Bachelor-Abschluss zu machen und Dich erst mit dem Master of Education auf den Lehrerberuf zu spezialisieren.

Das typische Profil eines Englischlehrers

Der geläufigste Werdegang eines Englischlehrers sieht folgendermaßen aus:

  • Abitur mit Leistungskurs Englisch

  • Lehramtsstudium (Grundschule, Haupt-/Realschule, Gymnasium, berufsbildende Schule, Sonderpädagogik) zweier Fächer, von denen eines Englisch ist (1. Staatsexamen oder Bachelor/Master of Education), Dauer: 10 Semester, davon 6 für den Bachelor und 4 für den Master

  • Referendariat, Dauer: 18 bis 24 Monate

  • 2. Staatsexamen

Wie gesagt kannst Du auch mit einem allgemeinen Bachelor in Englisch beginnen und Dich erst später mit dem Master of Education zum Lehrer spezialisieren. Sinnvoll ist es in jedem Fall, die Sprach fließend zu sprechen und auch schon längere Zeit im englischsprachigen Ausland gewesen zu sein, z.B. mit dem Austauschprogramm Erasmus.

Daneben gibt es die Möglichkeit, als Quereinsteiger Lehrer zu werden, ganz ohne Pädagogikstudium.

Ein Hochschulabschluss ist aber in jedem Fall erforderlich, oder Berufserfahrung. Derzeit werden vor allem in den Naturwissenschaften Quereinsteiger gesucht. So wäre eine Fächerkombination aus Englisch und z.B. Mathe denkbar.

Wer an einer öffentlichen Schulen unterrichten will, bewirbt sich direkt beim Bildungsministerium. Als Quereinsteiger in einer Privatschule reicht man seine Bewerbung direkt bei der Schule ein.

Die pädagogischen Zusatzqualifikationen erhältst Du dabei evtl. berufsbegleitend, also wenn Du schon am Unterrichten bist, je nach Bundesland. Diese Weiterqualifizierung dauert in der Regel ein Jahr.

Der Bedarf an Quereinsteigern ist aktuell sehr groß, da viele Lehrer in den nächsten Jahren pensioniert werden.

Und da Englisch nach wie vor zu den beliebtesten Fremdsprachen an deutschen Schulen zählt, ist hier die Nachfrage allgemein hoch!

Als Englischlehrer sollte man nicht nur die Sprache mögen und sie durch Auslandsaufenthalte fließend und mit einem guten Akzent sprechen.

Man sollte auch menschliche Kontakte mögen und starke Nerven haben, denn im Unterricht vermittelt der Lehrer nicht nur Wissen sondern muss auch mit störenden Schülern zurechtkommen.

Studienvoraussetzungen fürs Lehramt

Gute Noten zahlen sich aus. Wer bereits in der Schule gute Leistungen erziehlt, darf sich seine Uni selbst aussuchen! | Quelle: visualhunt

An den meisten Universitäten bildet der NC, der Numerus Clausus, die Zulassungsbedingung für die Studiengänge. In beliebten Fächern wie Sprachen ist er in der Regel höher als in Fächern, in denen die Nachfrage nicht so hoch ist.

Auch ist der NC von der Art des Lehramtsstudiums abhängig. Allgemein haben Gymnasial- und Grundschullehramt einen höheren NC als Hauptschul- oder Realschullehramt.

Eine gute Abiturnote zahlt sich also in jedem Fall aus!

In einigen Bundesländern wie Hessen muss man zudem eine Eignungsprüfung ablegen und, was nicht obligatorisch aber empfehlenswert ist, ein Orientierungspraktikum absolvieren, am besten vor Studienbeginn. So weißt Du, ob Dir der Lehrerberuf wirklich liegt.

In Leipzig ist neben dem NC auch ein phoniatrisches Gutachten erforderlich, das Dir ein Facharzt für Sprach- und Stimmstörungen kostenpflichtig ausstellen kann.

Manche Hochschulen führen auch psychologische Eignungstests mit Studieninteressierten durch, um feststellen zu können, ob sie sich für den Lehrerberuf eignen.

Inhalt des Lehramtsstudiums

Das Englisch-Lehramtsstudium setzt sich aus Vorlesungen, Übungen, Hauptseminaren, Proseminaren und sprachpraktischen Kursen zusammen.

Als Leistungsnachweise schreibst Du Hausarbeiten sowie Modul-Abschlussklausuren, bis am Ende die Bachelor-Arbeit oder das erste Staatsexamen ansteht.

Daraufhin folgt das Referendariat und der Studienabschluss mit dem 2. Staatsexamen.

Lange Zeit beinhaltete das Lehramtsstudium nur reine Theorie und keine Praxis, wodurch viele Studienabsolventen in ihrer ersten Unterrichtszeit zunächst einmal überfordert waren, eine ganze Klasse in Schach zu halten.

Aus diesem Grund werden die Lehramtsstudiengänge zur Zeit umstrukturiert. In Hessen wurde auch schon ein Praxissemester eingeführt.

Während Deines Referendariats darfst Du alle Deine theoretischen Kenntnisse anwenden und bereitest Dich auf das Lehrerdasein vor. So übst Du Dich in der Unterrichtsplanung und bekommst von Schul- und Fachleitern und Personen von der Schulbehörde, die manchmal bei Dir im Unterricht sitzen, Feedback.

Nach einer kurzen Hospitationsphase wirst Du einige Monate von einem Mentor unterstützt, ehe Du eigene Klassen übernimmst. Die Anzahl der Unterrichtsstunden beträgt zunächst 8 bis 15 pro Woche, die durch Vor- und Nachbereitungen sowie Studienseminare ergänzt werden.

Lehramt an Berufsschulen

Wie wäre es mit Unterricht in einer Berufsschule? Eine Alternative zu Gymnasium & Co wären Berufsschulen. | Quelle: visualhunt

Manche Universitäten bieten auch das Lehramtsstudium für Berufsschulen an. Dabei ist das spätere Unterrichtsfach Englisch mit einer beruflichen Fachrichtung (wirtschaftswissenschaftlicher oder gewerblich-technischer Art) zu studieren.

Der Lehramtsstudent belegt des Weiteren Kurse in Berufs- und Wirtschaftspädagogik.

Manche Universitäten verlangen eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein einjähriges Betriebspraktikum in der gewählten Fachrichtung. Ob das aber auch für das Unterrichtsfach Englisch von Nöten ist, erfragst Du am besten an der Universität Deiner Wahl.

An der Universität Osnabrück zum Beispiel ist das Lehramtsstudium an Berufsschulen möglich. Hier wird mit dem Bachelorstudiengang „Berufliche Bildung“ begonnen und durch den Master „Lehramt an berufsbildenden Schulen“ ergänzt.

Im Anschluss folgt auch hier das Referendariat, bevor man als Lehrer tätig werden kann.

Englischlehrer in Vereinen

Es gibt zahlreiche Vereine, die regelmäßig Englischlehrer suchen, und das in ganz Deutschland. Sei es für Kurse mit Rentnern, Flüchtlingen, Arbeitslosen oder auch Schülern.

Wenn Dich eine ehrenamtliche Lehrtätigkeit interessiert, suche Dir einen Verein in Deiner Umgebung aus, in dem Du Englisch unterrichten kannst.

Ist Dir der Verdienst wichtig, wende Dich an private Sprachschulen oder an Firmen, deren Angestellte Englischunterricht benötigen. Hierfür reicht es meistens, den Bachelor nachweisen zu können. Vorhandene Erfahrung im Unterrichten macht sich natürlich auch immer gut im Lebenslauf.

Eine ideale Lehrtätigkeit, um Dein Taschengeld aufzustocken!

Englisch Nachhilfe geben

Privatunterricht beim Schüler zu Hause steht hoch im Kurs. Viele Schüler und Eltern entscheiden sich dafür.

Kinder mit Schulproblemen erfordern mehr Aufmerksamkeit als andere, und Nachhilfe macht es möglich, ihnen mit geeigneten pädagogischen Mitteln zu besseren Noten zu verhelfen.

Englisch Privatunterricht geben kannst Du auch ohne Abschluss, auch wenn eine erste Unterrichtserfahrung und natürlich tiefgründige Englischkenntnisse von Vorteil sind, um erste Nachhilfeschüler zu finden (Englisch-Studium, Arbeitserfahrung in einem englischsprachigen Land…).

Nachhilfe bildet ein gutes Mittel, um neben Deinem Beruf etwas Geld zu verdienen.

Auch als Student hat Privatunterricht neben dem Verdienst den Vorteil, dass Du hier erste Unterrichtserfahrung machst.

Auf unserer Plattform gibt es zahlreiche Nachhilfelehrer! Die Anmeldung ist kostenlos, und Deinen Stundenlohn kannst Du selbst festlegen.

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