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Italienische Kochkunst weltweit: Wie sich die Cucina italiana entwickelt hat

Von Eva, veröffentlicht am 02/11/2018 Blog > Kunst & Freizeit > Kochen > Italienische Küche: Bedeutung & Verbreitung in der Welt

Wer kann schon dem köstlichen Geruch von Pizza und Pasta widerstehen? Oder Nein zu einem hausgemachten Tiramisu sagen? Fest steht: Wir lieben die italienisch Küche!

Sei mal ehrlich, auf den Besuch bei Deinem Lieblingsitaliener freust Du Dich schon Stunden vorher. Durch Einfachheit und mediterrane Aromen hat sich die Küche Italiens in der ganzen Welt etabliert.

Laut der französischen Seite FranceTVinfo werden jedes Jahr weltweit 14 Milliarden Teller Pasta konsumiert!

Fusilli, Penne, Spaghetti, Ravioli und viele mehr werden mit Leidenschaft verspeist.

Spaghetti sind ein sehr beliebtes Gericht, wie alle Pastasorten. Kaum jemand mag keine Pasta – zum Beispiel mit Tomatensoße. | Quelle: Pexels

Die berühmten Spaghetti Carbonara seien außerdem das meistgekochte Rezept der Welt, abgewandelte Formen mitgezählt. Italiener rümpfen nämlich die Nase, wenn sie sehen, wie wir Sahne oder Crème Fraîche in ihr Lieblingsrezept mischen … !

Nicht nur Pasta haben längst unsere Mägen und Herzen erobert, sondern auch Bruschetta, italienischer Käse und Pancetta.

Italienische Einwanderer haben ihre leckere Küche mitgebracht und dazu beigetragen, dass heute Menschen auf der ganzen Welt italienisches Essen mögen.

Superprof nimmt Euch in diesem Artikel auf eine kulinarische Reise mit.

Wir zeigen Euch die Geschichte sowie die Zutaten der italienischen Küche und klären auf, wie sie weltweit die Gastronomie beeinflusst hat.

Andiamo!

Willkommen in Little Italy: Die italienische Küche in Nordamerika

Vor allem die USA und Kanada sind für den italienischen Einfluss bekannt, der dort sogar ganze Stadtviertel erobert hat. Denken wir nur an Little Italy in New York

Allen Big-Apple Touristen sei gesagt: Inzwischen ist dieses Viertel ein Wahrzeichen, das Ihr unbedingt gesehen haben müsst!

„Little Italy“ ist der Name für die Bezirke, in denen frühere italienische Einwanderer lebten. Italien hat zwei große Auswanderungsphasen erlebt:

Die große Auswanderung fand zwischen 1860 und 1930 statt. In dieser Zeit sind viele Italiener nach Amerika aufgebrochen.

Zum anderen sind ab den 1950er Jahren viele Italiener in andere Länder Europas ausgereist. Wirtschaftliche, gesundheitliche und soziale Umstände bewegten die Menschen dazu, woanders ein besseres Leben zu suchen.

Und was nahmen sie in ihre neuen Viertel mit? Die leckere Küche natürlich! Gnocchi, Focaccia, Schinken und allerlei weitere Traditionen waren plötzlich in den „Little Italys“ amerikanischer Großstädte zu finden.

Auch die Amerikaner lieben Pizza. Pizza gibt es schon längst nicht mehr nur in Italien. | Quelle: Pexels

Natürlich haben sich die Bewohner vom berühmten New Yorker Little Italy verändert.

Heute leben dort keine Einwanderer mehr, sondern Amerikaner mit italienischen Wurzeln. Sie betreiben Restaurants und Nudelfabriken, die nicht nur den Touristen gefallen.

In italienischen Lebensmittelgeschäften könnt Ihr italienisches Pesto, Mascarpone, Gorgonzola und andere wichtige Lebensmittel für das perfekte italienische Dinner kaufen.

Damit können sich alle Neugierigen am Italienisch Kochen probieren!

In Little Italy kannst Du nicht nur einkaufen, sondern auch Traditionen erleben. Das San Gennaro Fest ist ein elftägiges Straßenfest und ein Ort des Genusses für Fans der italienischen Küche.

Und spätestens beim Pasta-Wettessen wirst Du dann wieder daran erinnert, dass Du in den USA bist …

Weitere italienische Viertel in den USA und Kanada bieten Dir noch mehr italienische Restaurants:

  • The Hill in Saint-Louis: Dort kannst Du viele Restaurants und Lebensmittelläden entdecken,
  • Little Italy in Cleveland: Hier wimmelt es von italienischen Kunstgalerien und traditionnellen italienischen Trattorias,
  • Federal Hill in Providence: ist berühmt für seine Pizzerien und italienischen Märkte,
  • Petite Italie in Montreal: Italien gibt’s auch im frankophonen Teil Kanadas! Auch hier laden Cafés und Restaurants zum Einkehren ein,
  • Little Italy in Toronto: Dort findest Du einen Hauch europäischen Flair, mitgebracht von italienischen Migranten.

Die nordamerikanische Küche ist dank der Einwanderer von der italienischen Küche beeinflusst worden.

Pizza und Lasagne gehören heute zum Bild der USA wie Burger und Steak.

Hola Argentinia: Die Italienische Küche in Südamerika

Wer hätte es gedacht? In Buenos Aires, Argentiniens Hauptstadt, leben die meisten Menschen italienischer Herkunft.

Da liegt es auf der Hand, dass die argentinische Küche stark von Italien geprägt ist. Pizza und Pasta stehen in allen klassischen argentinischen Restaurants auf der Speisekarte.

Auch Mailänder Kotelett, das Costoletta alla milanese, ist zu einem typischen argentinischen Gericht geworden. Dabei wird das Fleisch mit Parmesankäse, Mehl und Semmelbröseln paniert.

Überall wird heute Parmesan verwendet, auch in Argentinien. Selbst in Argentinien verzichtet man nicht auf diese wichtige italienische Zutat: Der Parmesan. | Quelle: Pixabay

An jedem 29. des Monats essen die Argentinier typischerweise Gnocchi. Und Polenta wird regelmäßig in argentinischen Familien zubereitet.

Jedoch gibt es im Gegensatz zu Nordamerika kein Little Italy. Trotzdem werden Dir die italienischen Einflüsse in Buenos Aires bei einem Spaziergang durch die Stadt nicht entgehen.

In anderen südamerikanischen Ländern ist dieser weniger offensichtlich. Aber durch die Nähe zu Argentinien findest Du Mailänder Kotelett auch auf den Speisekarten von Restaurants in Bolivien, Chile und Peru.

Auch wenn Tomatensoße hinzugefügt wird, bleibt das Grundrezept dem italienischen Original treu.

Unsere Lieblingsküche: Die italienische Küche in Europa

Eine Umfrage von Tripadvisor bestätigt uns: die italienische Küche ist die Lieblingsküche der Europäer!

Sie ist sogar die Lieblingsküche der Deutschen. Wir gehen also lieber zum Italiener als ins deutsche Gasthaus. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Curth-Roth.

Am stärksten ist die italienische Küche wohl in Deutschland, Belgien, Frankreich und Großbritannien vertreten.

Das ist auch ganz logisch, denn in diesen Ländern lebten schon im 20. Jahrhundert viele Italiener.

Zwischen Berlin und Paris, über Brüssel und London, haben wir es besonders leicht. Wir können:

  • In einem typisch italienischen Restaurant essen, das von der traditionellen Trattoria inspiriert wurde,
  • Lokale Produkte in italienischen Lebensmittelgeschäften kaufen und
  • Kochkurse mit einem echten italienischen Koch nehmen.

Italienische Traditionen konnten sich auch deshalb so schnell entwickeln, da wir heute in der EU mit offenen Grenzen leben. Kulinarisch können wir deshalb auch ohne Kochkurse ganz leicht dazu lernen.

Nicht mehr nur in Venedig können Menschen aus ganz Europa italienisch essen. Zum Glück müssen wir heute nicht mehr nach Venedig, um die leckere italienische Küche zu genießen. | Quelle: Pexels

In europäischen Städten gibt es unendlich viele Restaurants, die die Kombination aus „Antipasti/prmi piatti/secondi piatti“ anbieten.

Ganz genau, der Hauptgang ist in Italien in zwei Gerichte geteilt. Falls Ihr davon mal zu viel esst – keine Sorge – hilft Euch nach dem Essen ein Schluck des berühmten Limoncellos weiter.

Auch wenn Du noch nie einen Italienischkurs besucht hast, kennst Du vielleicht den Aperitivo. Vor dem Essen ein Gläschen trinken gefällt ja nicht nur den Italienern…

Wo wir schon beim Alkohol sind – hast Du schon vom bekannten italienischen Wein probiert? Denk mal an Frühstück mit Prosecco zurück! Der sprudelnde Weißwein ersetzt in Deutschland immer mal wieder Sekt oder Champagner.

Wusstest Du, dass Italien 2017 mit 6,5 Milliarden Flaschen der größte Weinproduzent der Welt ist?

In den 1960er Jahren hielten sich italienische Restaurants in Europa nicht unbedingt an die traditionellen originalen Rezepte. Das sieht heute ganz anders aus.

Denn immer mehr italienische Köche bieten traditionelle Rezepte wie in Italien an.

Deine duftende Pasta Bolognese beim Italiener besteht heute genau wie in Italien aus echtem Rinderhackfleisch – köstlich!

Ein weiteres Beispiel der Verbreitung kulinarischer Traditionen in Europa bietet Pinin Mongelli.

Der dreimalige Pizza-Weltmeister aus Apulien hat in Toulouse im Süden Frankreichs eine Pizzeria eröffnet und es sich zur Aufgabe gemacht, die Franzosen mit der echten italienischen Pizza vertraut zu machen.

Dazu gehört auch der echte Pizzateig, denn auf den kommt’s an.

Warum alle Italienisches Essen lieben

Der französische Soziologe Claude Flischer ist sich sicher: Die italienische Küche ist die beliebteste der Welt.

Warum, erklärt sich von selbst. Lass einfach Deine Geschmacksnerven für Dich sprechen …

Die Kombination aus einfachen, natürlichen und leckeren Zutaten ist der Grund für die anhaltende Begeisterung.

Antipasti (Vorspeisen), Primi Piatti und Secondi Piatti, Olivenöl, Käse und Schinken bestehen nicht nur aus sehr leckeren Grundzutaten, sondern sind auch leicht zu kochen.

Dazu gehören außerdem Basilikum, Knoblauch, Kirschtomaten, Kapern und Pilze. Du findest sie in vielen italienischen Rezepten, denk nur an Deine Lieblingspasta oder Lieblingspizza.

Die italienische Küche ist nicht nur wahnsinnig lecker, sondern auch noch gesund.

Um das kulinarische Know-how in Italien zu erhalten, gibt es Sigel wie „Made in Italy“.

Denn Unterschiede zwischen Original und Nachahmung können wir schon beim Kauf von Mozzarella feststellen. Büffel-Mozzarella ist zwar deutlich teurer als der aus Kuhmilch im Supermarkt, schmeckt dafür aber auch um Welten besser.

Wir lieben Tomate-Mozzarella; am liebsten mit Mozzarella aus Büffelmilch. Die besonders leckere Mozzarella aus Büffelmilch passt hervorragend zu Tomaten. | Quelle: Pixabay

Damit Du auch zu Hause Italien erleben kannst, findet seit 2016 in 105 Ländern die Woche der Italienischen Küche statt. Ein weiteres Zeichen für ihre Beliebtheit.

Dabei werden in Österreich, Deutschland, Frankreich und vielen anderen Ländern Veranstaltung zur Feier der italienischen Gastronomie durchgeführt.

Darum geht’s:

  • Italienische kulinarische Traditionen fördern,
  • Das Know-how aus Italiens Küche bekannt machen,
  • Die Zusammenarbeit zwischen Italien und anderen Ländern stärken.

Um die italienische Kultur auf der ganzen Welt bekannt zu machen, haben es sich Botschafter, italienische Köche im Ausland und auch Studenten nicht nehmen zu lassen, zu den Veranstaltungen zu kommen.

2017 wurde in Bologna sogar der größte Food-Freizeitpark der Welt eröffnet. So groß ist die Freude an der „cucina della mamma“!

Auf 20 Hektar können Besucher Restaurants, Lebensmittelgeschäfte und Gemüsegärten besuchen. Dabei verstehen sie die Produktions- und Herstellungskette italienischer Genüsse und können vor allem probieren.

Dir läuft das Wasser im Mund zusammen? Wie gut, dass Du auf der ganzen Welt Pasta, Tiramisu und Panna Cotta essen kannst!

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