Es gibt eine lange Liste an Gründen, warum Chemie von den meisten zu den besonders schwierigen Fächern gezählt wird.

Für manch einen liegt die Schwierigkeit des Faches in der Vielzahl an verschiedenen chemischen Bindungen und möglichen chemischen Reaktionen, die man als Schüler oder Schülerin der Chemie unbedingt kennen sollten. Anderen fehlt schlichtweg die Anleitung durch kompetente und qualifizierte Chemie-Lehrer*innen, die mit Begeisterung versuchen, ihren Schüler*innen Chemie verständlich beizubringen. Eines haben jedoch alle gemeinsam, sie sind sich einig, dass es wirklich nicht einfach ist, Chemie zu lernen und zu verstehen.

Diese Schlussfolgerung ist natürlich nicht neu. Es ist längst bekannt, dass der Großteil aller Kinder und Teenager in Deutschland die naturwissenschaftlichen Fächer in der Schule eher langweilig und uninteressant findet. Schon seit Jahren wird nach Möglichkeiten gesucht, naturwissenschaftliche Fächer für Kinder und Teenager ansprechender und aktiver zu gestalten.

Chemie gilt neben anderen naturwissenschaftlichen Fächern wie Physik und Biologie, als ein Fach, das nur sehr schlaue Schüler*innen und angehende Chemiker*innen und Wissenschaftler*innen meistern können. Tatsächlich liegt der Trick jedoch darin, Kinder jeglichen Alters und Kenntnisstandes ausreichend zu motivieren, Chemie zu lernen. Das ist möglich!

In diesem Artikel geht es deshalb um die Frage, wie Chemie für Kinder und Schüler*innen jeden Alters ansprechender gestaltet werden kann, also wie Chemie Spaß machen kann. Selbst wenn Du nur ein paar der hier aufgeführten Vorschläge anwendest, kann es dabei helfen, die negative Einstellung Deiner Kinder oder Schüler*innen zum Fach Chemie nachhaltig ins Positive zu verändern. Möglicherweise verstehen Deine Kinder oder Schüler*innen dann, dass:

  • Sie nicht hochbegabt sein müssen, um gut in Chemie abzuschneiden;
  • Chemie ein interessantes Fach ist, das durchaus Spaß machen kann; und
  • Naturwissenschaftliches Interesse sie nicht gleich zu „Geeks“ oder „Nerds“ macht (Außerdem ist nichts daran auszusetzen, ein „Geek“ oder „Nerd“ zu sein!).

Kinder für naturwissenschaftliche Themen begeistern

Schüler*innen jeden Alters verlieren hin und wieder das Interesse an einzelnen Schulfächern. Das passiert nicht immer, kommt aber dennoch sehr häufig vor. Dieser Mangel an Interesse bzw. das Nachlassen des Interesses kann verschiedene Ursachen haben. Zum Beispiel:

  • Der Lehrer oder die Lehrerin ist nicht besonders engagiert oder schlichtweg nicht in der Lage, die zentralen Aspekte des Faches erfolgreich zu vermitteln;
  • Unruhige Schüler*innen stören konsequent den Unterricht, was es für den Rest der Klasse schwierig macht, sich zu konzentrieren und dem Unterricht zu folgen; oder
  • Die Art und Weise wie das Fach vom Lehrer bzw. der Lehrerin unterrichtet wird, empfinden die Schüler*innen als langweilig und uninteressant.

Natürlich sollte niemand gezwungen sein, eine langweilige Unterrichtsstunde nach der anderen zu ertragen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich nun um Chemie oder ein gänzlich anderes Schulfach handelt. Die Schüler und Schülerinnen sollten Spaß am Unterricht haben, denn dann lernen sie auch am meisten.

Darüber hinaus, sollten die Schüler*innen stets die Möglichkeit haben, sich nach dem Unterricht an den Lehrer bzw. die Lehrerin zu wenden, um Fragen zu stellen, wenn sie während des Unterrichts etwas nicht verstanden haben.

Zeigen manche Kinder oder Schüler*innen ein besonderes Interesse an einem bestimmten Themenbereich wie Materialchemie, physikalische Chemie oder atomare Strukturen, könntest Du ihnen Tipps und Ratschläge geben, wie sie mehr über diesen Themenbereich erfahren können. Das motiviert sie noch zusätzlich.

Zu guter Letzt solltest Du keinesfalls die Macht der Technologie unterschätzen. Im heutigen digitalen Zeitalter gibt es schier endlose Möglichkeiten, Kindern und Schüler*innen Chemie spielend leicht beizubringen – und das auch außerhalb des Klassenzimmers. Nutze diese Möglichkeiten!

Zusätzlich gibt es viele Alternativen, wie Kinder auch in ihrer Freizeit mehr über Chemie lernen können – und das verbunden mit viel Spaß. Hier sind ein paar Vorschläge:

  • Ein Buch über Chemie lesen, das Chemie einfach erklärt;
  • Ein Bildungsprogramm über Chemie schauen, das Chemie für Kinder erklärt; oder
  • Podcasts zu Themen rund um Chemie anhören (zB. WACKER – Faszination Chemie).

Welche dieser Möglichkeiten sich am besten eignet, hängt natürlich stark vom Alter und dem bereits vorhandenen Wissen über Chemie ab. Auf jeden Fall kann es für Schüler*innen sehr beruhigend sein, zu wissen, dass es für jedes Alter Möglichkeiten gibt, die eigenen Chemie-Kenntnisse außerhalb der Schule zu verbessern oder noch zu vertiefen.

Ob Kinder Chemie oder Chemie Unterricht in der Schule, es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich auch außerhalb des Klassenzimmers mit Chemie zu beschäftigen, beispielsweise tolle Experimente für zuhause.
Podcasts sind eine tolle Möglichkeit mehr über Chemie zu lernen – Chemie einfach erklärt! | Quelle: Unsplash

Für Kinder kann ein eigener Chemiebaukasten besonders reizvoll sein, denn damit können sie erste Experimente für zu hause erproben. Wie sollte so ein Chemiebaukasten aussehen? Ein Becher, ein Kolben, ein paar Reagenzgläser und ein Mikroskop sind tolle Hilfsmittel, mit denen Du einige Chemie Experimente für Kinder durchführen kannst. Allerdings reicht auch ein relativ simpler Chemiekasten aus, um bereits einfache Experimente mit Kindern ausprobieren zu können.

Einfach einen Luftballon aufblasen und an den Haaren oder einer Wand rubbeln, um den Kindern zu erklären, wie statische Elektrizität funktioniert. Oder die Funktionsweise von Magneten erforschen. Für diese Kinderexperimente benötigst Du kein vollausgestattetes Kinder Chemie Labor!

Aber auch wenn Du kein eigenes Chemieset besitzt, kannst Du zuhause einiges über chemische Prozesse lernen – zum Beispiel beim Backen! Backen bedeutet immer das Zusammenmischen verschiedener Zutaten, was dann zu verschiedenen chemischen Reaktionen führt.

Spaß an Chemie: Experimentieren mit Kindern

Viele Kinder und auch ältere Schüler*innen fühlen sich von naturwissenschaftlichen Fächer nicht besonders angezogen, weil sie diese als eher trocken empfinden und mit dem Auswendiglernen langer Listen an Fakten verbinden.

Diese Einschätzung naturwissenschaftliche Fächer als langweilig und trocken kann nur widerlegt werden, indem Fächer wie Chemie reizvoller und ansprechender gestaltet werden, sodass der Unterricht Spaß macht und die Neugier der Schüler*innen geweckt wird.

Das kann ganz einfach durch das regelmäßige Durchführen chemischer Experimente im Unterricht erreicht werden.

Das können größere Experimente sein oder aber die Vorführung grundlegender chemischer Reaktionen. Chemie-Experimente sind eine tolle Möglichkeit, das Fach Chemie zum Leben zu erwecken und den Schüler*innen gleichzeitig zu zeigen, wie die verschiedenen Elemente und chemischen Bindungen miteinander agieren und reagieren.

Mit Chemiebaukasten Kinder für Chemie begeistern.
Lustig Chemie Experimente mit Kindern machen Kinder neugierig und ermutigen sie, mehr über Chemie zu lernen. | Quelle: Unsplash

Natürlich gibt es noch weitere Gründe, warum sich chemische Experimente ausgezeichnet für den Unterricht eigenen. Nämlich:

  • Die Experimente beziehen Schüler*innen jeglichen Niveaus und Wissenstands mit ein, denn es gibt sehr viele verschiedene Dinge zu beobachten;
  • Experimente bieten eine sehr anschauliche Möglichkeit zu unterrichten, was eine angenehme und willkommene Abwechslung zum Lehrbuch darstellt; und
  • Manchmal ist es leichter, den Schüler*innen etwas zu erklären, indem man es anhand eines Experiments demonstriert anstatt nur darüber zu sprechen.

Werden im Unterricht in der Schule nicht so viele Experimente gezeigt, spricht absolut nichts dagegen, einfach selbst Experimente mit Kindern zuhause durchzuführen. Natürlich unter der Voraussetzung, dass die Experimente und das dafür verschwendete Material völlig ungefährlich sind.

Es gibt unzählige Bücher und Internetseiten, auf denen Du spannende Experimente inklusive Schritt-für-Schritt Anleitung findest. Ein besonders beliebtes Experiment ist zum Beispiel der chemische Vulkan, dessen Anleitung Du problemlos im Internet findest.

Die meisten dieser Experimente für zuhause sind günstig und auch nicht besonders zeitaufwendig. Das macht sie zu einer tollen Möglichkeit, außerhalb des Klassenzimmers mehr über Chemie zu lernen.

In der Regel benötigst Du nicht mehr als ein paar handelsübliche Haushaltsgegenstände und schon kannst Du loslegen. Probiere doch mal, Deinen eigenen Schleim herzustellen, unsichtbare Tinte oder einen blubbernden Vulkan, indem Du Backpulver und Essig oder Cola und Mentos miteinander mischst.

Für Chemie Experimente mit Kindern bedarf es keines aufwendigen Chemiebaukastens. Handelsübliche Alltagsgegenstände wie Mentos und Cola sind völlig ausreichen.
Chemische Prozesse lassen sich auch in unserem Alltag beobachten, beispielsweise beim Backen. | Quelle: Unsplash

Vor jedem Experiment solltest Du allerdings sicherstellen, dass alles gut vorbereitet und ungefährlich ist. Außerdem solltest Du Deine Kinder bei der Durchführung der Experimente gegebenenfalls beaufsichtigen.

Kinder für Chemie motivieren

Neben den bereits genannten Gründen, gibt es noch eine weitere häufige Ursache, warum Fächer wie Chemie oft als so schwierig empfunden werden oder warum viele Schüler*innen glauben, das Fach sei nur was für die besonders Intelligenten unter ihnen. Vielen Schüler*innen fehlen bereits die Grundlagen, die benötigt werden, um in einem naturwissenschaftlichen Fach überhaupt erfolgreich sein zu können.

Hauptverantwortlich ist in den allermeisten Fällen ein Mangel an Verständnis in Mathematik. Mathe bildet die Grundlage für so ziemliche alle naturwissenschaftlichen Disziplinen. Das kann sein, weil Du:

  • Algebra oder Geometrie anwenden musst, um eine physikalische Formel zu lösen; oder
  • Während dem Chemie Unterricht Mathematik anwenden musst, um eine chemische Gleichung zu lösen.

Es gibt unzählige Möglichkeiten wie die Mathematik in anderen naturwissenschaftlichen Fächern wie Chemie eine tragende Rolle spielen kann.

Die Folge davon ist, dass Schüler*innen, die in ihren mathematischen Fähigkeiten unsicher sind oder bereits in bestimmten Themengebieten wie Infinitesimalrechnung oder Geometrie auf Schwierigkeiten stoßen, andere Fächer in der Schule, in denen sie mit ähnlichen Problemen konfrontiert werden, nicht ausreichend ernst nehmen.

Nicht jedes Kind ist von Natur aus überdurchschnittlich in Mathematik begabt. Das macht aber nichts, denn wichtig ist insbesondere, zu erkennen, dass jedes Kind, unabhängig von Alter und Kenntnisstand, in der Lage ist, sich in Chemie zu verbessern. Voraussetzung ist lediglich, zunächst einmal an den Mathekenntnissen zu arbeiten und diese zu verbessern.

Damit sind natürlich mehr Hausaufgaben und viel Üben verbunden. Außerdem sollten Themenbereiche aus der Mathematik regelmäßig wiederholt und immer wieder aufgefrischt werden, damit sie nicht in Vergessenheit geraten.

Auch einfache Experimente mit Kindern erfordern oftmals ein mathematisches Grundverständnis.
Experimentieren mit Kindern ist ergiebiger, wenn die Kinder wenigstens ein Grundverständnis von Mathematik haben. | Quelle: Unsplash

Ebenso häufig kommt der Mangel an Verständnis im Fach Chemie daher, dass den Schüler*innen grundlegende chemische Prinzipien nicht bekannt sind. Sind die grundlegenden chemischen Prinzipien und Elemente wie Wasserstoff, Sauerstoff, Helium, Kalium etc. unbekannt, wird es schwierig chemische Bindungen und chemische Reaktionen nachzuvollziehen.

Haben Schüler und Schülerinnen mit den Grundlagen der Chemie zu kämpfen oder haben Probleme dabei, die mathematischen Elemente des Faches zu verstehen, gibt es zum Glück Möglichkeiten dieses Verständnisproblem zu beheben.

Ob die Schüler*innen nicht sicher wissen, was der Unterschied zwischen einem Atom und einem Molekül ist, oder was Säuren von Laugen unterscheidet, sie haben immer die Möglichkeit sich zu verbessern und Wissenslücken zu schließen, indem sie vorherige Chemie Stunden noch einmal wiederholen und auf diese Weise überprüfen und sichergehen, dass sie auch wirklich alles verstanden haben. Klappt das nicht, können sie sich immer noch Hilfe von außen holen, zum Beispiel von Nachhilfelehrer*innen.

Superprof bietet beispielsweise ein großes Netzwerk an Nachhilfelehrer*innen für naturwissenschaftliche Fächer, darunter auch Chemie. Diese Nachhilfelehrer*innen haben es sich zur Aufgabe gemacht, Schülern und Schülerinnen dabei zu helfen, ihre Wissenslücken zu schließen. Egal was Du lernen willst, zum Beispiel:

  • Wie man chemische Gleichungen löst;
  • Wie man sich das Periodensystem am besten einprägen kann; oder
  • Verschiedene Chemie Experimente und was man dabei lernt.

Die Nachhilfelehrer*innen von Superprof bringen Dich auf den richtigen Weg. Du findest zahlreiche Nachhilfe Kurse in Deiner Nähe, indem Du einfach Deine Postleitzahl eingibst, oder Du nimmst einfach online Nachhilfe Unterricht – die Wahl liegt ganz bei Dir!

 

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Jana

Hoffnungslose Träumerin mit einer großen Liebe zum geschriebenen Wort, gutem Essen und Musik.