Biologie in der Schule ist ein spannendes Fach. Nun befindest Du Dich in der gymnasialen Oberstufe und hast Dich für Biologie im Abi entschieden? Vielleicht möchtest Du nach dem Abitur Medizin studieren oder Laborant(in) werden? Dann ist das Biologie Abi für Dich der richtige Weg. Hier wirst Du fachlich auf Dein Studium bzw. Deine Ausbildung vorbereitet.

Die Themen für das Biologie Abi erstrecken sich von der Zytologie über die Evolution und Genetik bis hin zur Verhaltensbiologie. Du eignest Dir also ein umfangreiches Wissen in verschiedenen Bereichen an, um die Abiturprüfung zu bestehen.

Brauchst Du einen Überblick über die Themen im Abitur? Dann bist Du hier richtig! Beginnen wir bei der Zytologie.

Zytologie

Die Zytologie (oder auch Zellbiologie) beschäftigt sich mit dem Aufbau und der Funktionsweise von Zellen. Nicht nur Menschen bestehen aus ihnen, sondern auch Tiere, Pflanzen und Bakterien. Zellenorganellen in jeder Zelle haben dabei verschiedene Funktionen und ermöglichen ihr die Teilung und das Wachstum.

Auch dieses Blatt besteht aus unendlich vielen Zellen, der Grundlage allen Lebens. | Quelle: unsplash

Die Biomembran umgibt die Zelle und zieht sich gleichzeitig durch sie hindurch. So teilt sie die Zelle in verschiedene Kompartimente, wodurch sie selektive Permeabilität besitzt, das heißt, es werden nur bestimmte Moleküle durchgelassen (Osmose).

Bei der Meiose wird eine Zelle oder ein Kern geteilt. Dabei entstehen aus einer diploiden Zelle vier Tochterzellen mit haploidem Chromosomensatz. Bei der Mitose hingegen entstehen zwei Tochterkerne mit gleicher genetischer Information.

Wie legt man ein Herbarium an?

Evolution

Spricht man über die Evolution, kommt man nicht um den Namen Charles Darwin (1809-1884) herum. Er war der erste, der von einer Mutation der Arten und natürlicher Selektion sprach. Durch Mutation kann sich seiner Theorie nach das Erbgut schlagartig verändern, wodurch die betroffenen Lebewesen besser an die Umwelt angepasst sind. Diese können sich somit öfter fortpflanzen („Survival of the Fittest“).

Vor Darwin legte Jean-Baptiste de Lamarck (1744-1829) seine Theorie dar, dass bestimmte Organe von Lebewesen durch veränderte Umweltbedingungen häufiger gebraucht werden und diese sich somit stärker ausbilden. Dies bedeutet, dass sich die Arten stetig weiterentwickeln.

Heute ist es die Synthetische Evolutionstheorie Darwins, die anerkannt ist.

Kennst Du Dich in der Evolution aus?
Krokodile haben sich im Laufe der Erdgeschichte nur wenig verändert. | Quelle: unsplash

Genetik

Die Genetik ist die Vererbungslehre und beinhaltet Themen wie Mutation, DNA-Replikation und Proteinbiosynthese.

Mutation bezeichnet eine spontane, genetische Veränderung eines Lebewesens, entweder im Phänotyp (das heißt im Aussehen oder Verhalten) oder im genetischen Code, äußerlich nicht sichtbar.

Eine Mutation kann neutrale, positive (Selektionsvorteil), negative (schädigende) oder tödliche Folge haben. Sie kann als Ursache entweder die Meiose haben (Rekombination) oder äußere Einwirkungen (Mutagene).

Die DNA oder DNS enthält den Bauplan eines Lebewesens. Nicht nur äußerliche Eigenschaften wie die Augen- und Haarfarbe legt sie fest sondern auch Talente und vieles anderes.

Wie ist die DNA aufgebaut? Sie besteht aus Phosphorsäure, Zucker und organischen Basen (Adenin, Thymin, Guanin, Cytosin), wobei Adenin immer Thymin gegenübersteht und Cytosin gegenüber Guanin, verbunden durch Wasserstoffbrücken. Zucker und Phosphorsäure befinden sich auf jeder Seite der Doppelhelix der DNA. Diese kann man sich wie eine verdrehte Strickleiter vorstellen. Zusammen mit einer Base bilden Zucker und Phosphat ein Nukleotid.

Die DNA-Replikation bezeichnet einen Vorgang, bei dem die DNA in der Zelle vervielfältigt wird. Dies ist notwendig, da jeden Tag Zellen im Körper sterben. Mit den neuen Zellen muss also auch die DNA stets nachgebaut werden. Dafür trennt sich die Doppelhelix in zwei Hälften (jeweils zwischen Adenin und Thymin sowie Cytosin und Guanin) und die fehlenden Hälften werden dann ergänzt, wodurch sich die DNA verdoppelt.

Was die Proteinbiosynthese angeht, so ist sie grundlegend für einen Organismus. Proteine sind verantwortlich für den Aufbau von Muskeln, Organen und so weiter. Bei der Proteinbiosynthese wird aus einem Gen ein Protein. Die beiden Prozesse der Proteinbiosynthese heißen Transkription und Translation.

Was bedeutet Proteinbiosynthese?
Proteine helfen beim Muskelaufbau. | Quelle: unsplash

Was muss man alles in der Schule in Bio wissen?

Ökologie

Die Ökologie beschäftigt sich mit den Wechselbeziehungen der Lebewesen mit ihrer Umwelt. Dabei gibt es abiotische Faktoren (Einflüsse der Umwelt auf Lebewesen) und biotische Faktoren (Einflüsse anderer Lebewesen auf Lebewesen). Je nach Eigenschaften und Anpassungsfähigkeiten überleben sie im Ökosystem oder nicht. Dabei spielt der Mensch im Allgemeinen eine schädigende Rolle. In der Ökologie stellt sich also die Frage, was der Mensch für die Umwelt tun kann!

Das Konkurrenzausschlussprinzip besagt, dass in einem Lebensraum nicht zwei Arten mit denselben ökologischen Bedürfnissen existieren können. Die schwächere Art kann nur dann überleben, wenn sie die Konkurrenz vermeidet, das heißt zum Beispiel durch räumliche oder zeitliche Trennung.

Bei der Symbiose hingegen profitieren zwei Arten voneinander. Die Existenz der einen hat Vorteile für die andere Art und umgekehrt.

Der Mensch kann und muss in diesem Ökosystem das Ausmaß seiner schädigenden Handlungen eindämmen und nachhaltiger leben. Dies bedeutet, dass er mehr recyclebare Rohstoffe verwendet als umweltschädliche Rohstoffe wie Aluminium und Kunststoffe, weniger Müll produziert und im Idealfall nur so viel Energie verbraucht, wie er selbst herstellen kann. Letzteres ist zwar kaum machbar, jedoch kann man durch nachhaltiges Verhalten seinen ökologischen Fußabdruck stark reduzieren. Vermeide zum Beispiel Plastik beim Einkaufen von Lebensmitteln, verbrauche weniger Strom, greife öfter zum Fahrrad oder lauf zu Fuß, statt das Auto zu nehmen, esse weniger Fleisch, kaufe weniger Kleidung und hole Dir nicht jedes Jahr ein neues Handy, das wertvolle Rohstoffe enthält. Kaputte Elektrogeräte solltest Du zum Recycling geben.

Verhaltensbiologie

Die Verhaltensbiologie, oder auch Ethologie, hat das Verhalten von Mensch und Tier zum Thema. Welches ist angeboren und welches wird durch gesellschaftliche Erfahrungen angelernt? Hier spielen auch die Wechselwirkungen von Individuen mit ihrer Umwelt eine Rolle, wie zum Beispiel die hierarchische Position und die Bewegungsart.

Welche Ursachen haben die verschiedenen Verhaltensweisen? Das Verhalten ist bei Tieren und Menschen die Reaktion auf innere und äußere Reize.

Beim angeborenen Verhalten sprechen wir vom Instinkt. Ein Beispiel dafür ist der Saugreflex des Säuglings, der ihm das Überleben und Wachstum sichert. Ohne diesen Reflex könnte er über die Muttermilch keine Nährstoffe aufnehmen.

Bei Tieren nennen wir als Beispiel für angeborenes Verhalten das Weben der Netzen bei den Spinnen. Dies ist ihnen angeboren, niemand hat es ihnen beigebracht. Die Fähigkeit dafür liegt in ihren Genen und nur so können sie sich ernähren und sich das Überleben sichern.

Welches Verhalten ist angeboren, welches erlernt?
Netze weben ist für Spinnen überlebenswichtig. | Quelle: unsplash

Das erlernte Verhalten beruht auf Konditionierung. Das geht beim Menschen vom Krabbeln und Laufen lernen über das Sprechen lernen bis hin zum Umgang mit anderen Menschen. Wie sich jemand in der Gesellschaft verhält, hängt von Charakter, Erziehung und den ihn umgebenden Menschen ab.

Auch Tiere können Verhaltensweisen erlernen. Ein Papagei zum Beispiel kann Wörter vom Menschen nachsprechen und auch in den richtigen Augenblicken wiedergeben. Verabschiedet sich jemand, kann er durchaus „Auf Wiedersehen“ sagen!

Lerntipps Biologie Abiturprüfung

  1.  Besorge Dir ein Abitur-Lernbuch, wie zum Beispiel „Basiswissen Schule – Biologie Abitur: Das Standardwerk für die Oberstufe“ vom Duden-Verlag.
  2. Erstelle Dir Zusammenfassungen von den Abitur Themen, um einen klaren Überblick und größeres Verständnis zu bekommen.
  3. Beginne rechtzeitig mit dem Lernen, damit Du nicht im Stress versinkst und keine Lernblockade bekommst. So bleibt Dir genug Zeit zum Verstehen und Lernen.
  4. Nutze das Internet. Auf YouTube gibt es nicht nur hilfreiche Lernvideos, Du findest auch verschiedenen Internetseiten auch Übungsaufgaben fürs Abitur.
  5. Stelle Deinem Lehrer ruhig Fragen zur Abiturprüfung, zum Beispiel, welche Themen Schülern besonders schwer fallen und Fragen zum Aufbau der Abiturprüfung und den Aufgabentypen.

Wie kann ich Bio online lernen?

Auf der Suche nach einer Lehrkraft für Biologie?

Dir gefällt unser Artikel?

5,00/5 - 1 vote(s)
Loading...

Christiane

Kinder und Bücher - was braucht man mehr zum Glücklichsein?