Odysseus, Hera, Prometheus, König Minos und Sisyphos - Die griechische Mythologie und ihre Sagen sind ein fast unerschöpflicher Fundus an spannenden Geschichten, interessanter Figuren und bemerkenswerten Begebenheiten.

Auch wenn Du Dich noch nicht so gut auskennst, wird Dir vieles bekannt vorkommen. Die antiken Sagen haben die westliche Kultur, die Literatur, Kunst, Philosophie und sogar die Wissenschaft so sehr beeinflusst, dass wir ihnen heute noch regelmäßig begegnen.

Wenn Du schon immer mal wissen wolltest, was wir mit einer Herkules-Aufgabe, einer Sisyphos-Arbeit oder dem Ödipuskomplex genau meinen, wirst Du die Antwort in der griechischen Sagenwelt finden.

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Und los geht's

Die griechische Mythologie

Der Begriff Mythologie stammt vom griechischen Wort Mythos ab, das so viel wie „Rede“ oder „Erzählung“ bedeutet. Er fasst die Gesamtheit aller Sagen einer Kultur zusammen, die über einen langen Zeitraum entstanden und zunächst mündlich überliefert worden sind.

Sagen beschäftigen sich mit der Entstehung der Welt, Naturerscheinungen, den Menschen und Schicksalsschlägen, um das Unerklärliche zu erklären. In allen Kulturen, so auch der antiken griechischen, spielen dabei Gottheiten eine große Rolle.

Die griechische Mythologie ist ein komplexes System mit zahlreichen Figuren (Götter, Halbgötter, Helden), deren Stammbäume klar nachzuvollziehen sind und die in vielen unterschiedlichen Sagen immer wieder auftauchen.

Die griechischen Gottheiten sind unsterblich und haben übernatürliche Fähigkeiten. Gleichzeitig sind sie erstaunlich „menschlich“; nicht nur in ihrem Aussehen, sondern auch in ihrem Verhalten. Die antiken Sagen sind voller Eifersuchtsgeschichten, Liebesabenteuern und Machtkämpfen zwischen den einzelnen Gottheiten.

Die Entstehung der Welt

Zu Beginn der griechischen Mythologie steht die Schöpfungsgeschichte. Aus dem Chaos entstehen erste Göttergestalten, die Teile der Welt oder bestimmte Prinzipien personifizieren:

  • Gaia: Urgöttin, die für die Erde steht
  • Tartaros: Personifizierung des tiefsten Teils der Unterwelt (Hades)
  • Eros: Gott der Liebe
  • Erebos: die Finsternis
  • Nyx: die Nacht

Diese erste Göttergeneration bringt Nachkommen hervor, die sich in der Folge um die Herrschaft über die Welt streiten. Dazu gehören unter anderen:

  • Uranos: das Himmelsgewölbe; erster Herrscher über die Welt
  • Die Titanen: Nachkommen von Gaia und Uranos. Der Titan Kronos entmannt seinen Vater und übernimmt die Herrschaft über die Welt.
  • Die Giganten: Aus den Blutstropfen des Uranos entstanden. Bekämpfen die Titanen.

Kronos wurde von seinem Sohn Zeus gestürzt, der das Zeitalter der olympischen Götter einleitet. Der Titan Prometheus formt die ersten Menschen aus Lehm und bringt ihnen das Feuer, wodurch er den Zorn der anderen Götter auf sich zieht.

Die Olympischen Göttersagen

Zeus ist die oberste Gottheit auf dem Olymp. Er hat mehr Macht als alle anderen Götter zusammen und ist nur den Moiren, dem personifizierten Schicksal, unterstellt. Das heißt, auch ihm können Dinge passieren, auf die er keinen Einfluss hat. Gleichzeitig ist er sehr gut darüber informiert, was die anderen Gottheiten treiben und erteilt ihnen bei Fehlverhalten fürchterliche Strafen.

In den Museen der Welt findet ma die Statuen griechischer Götter.
Aphrodite ist bekannt als eine der schönsten Göttinnen. | Quelle: Agatha Depine via Unsplash

Auf dem Götterberg Olymp wohnen insgesamt zwölf Götter. Diese sind gewissermaßen die Hauptgötter der griechischen Mythologie, die über den anderen stehen. Im weiteren Sinne werden aber noch weitere Götter und Halbgötter zu den Olympiern gezählt. Diese wohnen zwar nicht auf dem Olymp, entstammen aber demselben Geschlecht (das heißt, sie sind auf irgendeinem Wege mit Zeus verwandt.)

  • Geschwister des Zeus:
    • Hera: Schwester und Gemahlin von Zeus. Göttin des Himmels, der Familie, der Frauen und der Ehe.
    • Hades: Gott der Unterwelt, des Todes, des Reichtums, der Dunkelheit und der Träume.
    • Hestia: Göttin des Haushalts, des Herdes, der Familie und des Essens.
    • Poseidon: Gott des Meeres, der Erdbeben und Pferde.
    • Demeter: Göttin der Pflanzen, der Landwirtschaft, der Jahreszeiten und der Fruchtbarkeit.
  • Kinder des Zeus:
    • Ares: Gott des Krieges und der Gewalt.
    • Hephaistos: Gott des Feuers und der Schmiedekunst.
    • Hebe: Mundschenk der Götter; Göttin der Jugend.
    • Eileithyia: Göttin der Geburt.
    • Artemis: Göttin des Mondes, der Jagd, der Natur, der Tiere und Jungfrauen.
    • Apollon: Gott der Sonne, des Lichts, des Lernens, der Intelligenz, der Ordnung, der Vernunft, der Logik, der Heilung, der Krankheit, der Prophezeiungen, der Musik und der Poesie, des Bogenschießens und der schönen Künste.
    • Hermes: Götterbote; wacht über den Handel, Verkehr, die Wanderer, Boten und Diebe.
    • Athene: Göttin der Weisheit, der Kriegführung, des Handwerks, des Rechts, der Gerechtigkeit und der Zivilisation.
    • Persephone: Göttin der Unterwelt.
    • Aphrodite: Göttin der Liebe, der Schönheit und des Charmes.
  • Halbgötter (Kinder des Zeus, die eine sterbliche Mutter haben):
    • Herakles: Wird nach der Erfüllung seiner zwölf Arbeiten in den Olymp aufgenommen.
    • Dionysos: Gott der Fruchtbarkeit, der Ekstase und des Weines; damit er in den Olymp aufgenommen werden kann, muss Hestia ihren Platz aufgeben.

Zusätzlich kennt die griechische Mythologie unzählige weitere Gottheiten und Naturgeister, denen eine bestimmte Aufgabe in der Welt zugeteilt ist. Sie greifen, genau wie die olympischen Götter, in das Leben der Menschen ein.

Heldensagen – die großen griechischen Sagenzyklen der Antike

Die großen Sagenzyklen sind Sammlungen von Sagen, die sich auf eine bestimmte Figur, ein Ereignis oder einen Ort beziehen. Die einzelnen Geschichten können einzeln gelesen und verstanden werden. Gleichzeitig stehen sie aber in engem Zusammenhang mit den anderen Sagen des Zyklus. Wenn man alle gelesen hat, ergibt sich ein detailreiches Gesamtbild.

Kreta

Die kretischen Sagen erzäzlen von Minos, Ariadne und Dädalus.
König Minos ließ den Minotauros in ein Labyrinth einsperren. | Quelle: Red Zeppelin via Unsplash

Der kretische Sagenkreis beginnt damit, dass Zeus als Stier verkleidet die Prinzessin Europa nach Kreta entführt, wo sie drei Söhne von ihm bekommt. Einer davon ist Minos, der später der König der Insel wird und der im Zentrum vieler Mythen des kretischen Sagenzyklus steht.

So ist er auch verantwortlich für die Geburt des Minotaurus, einem Mischwesen aus Stier und Mensch, der in einem Labyrinth gefangen gehalten wurde und dem regelmäßig junge Menschen geopfert werden mussten.

Auch die Sage über den Erfinder Dädalus und seinen Sohn Ikarus, die mit Flügeln aus Vogelfedern und Kerzenwachs von der Insel fliehen wollten. Ikarus flog jedoch zu nah an die Sonne heran, sodass das Wachs schmolz und er ins Meer stürzte.

Theben

Der thebanische Sagenzyklus behandelt sehr umfangreich das Leben der mythischen Figuren Thebens über sieben Generationen, sowie kriegerische Auseinandersetzungen um die Herrschaft über die Stadt.

Der Herrscher Thebens der ersten Generation ist Kadmos, einer der Brüder der Europa. Noch zu Lebzeiten übertrug er die Macht seinem Enkel Pentheus (dritte Generation). Die Geschichte um die beiden Enkel des Kadmos, Pentheus und den Halbgott Dionysos, hat Euripides im griechischen Drama die Bakchen verarbeitet hat.

In der fünften Generation des thebanischen Sagenkreises steht Ödipus im Mittelpunkt, dessen Lebensgeschichte durch den Orakelspruch von Delphi vorgezeichnet wird. Der Versuch, der Vorhersage zu entgehen, führt schließlich dazu, dass sie sich erfüllt: Ödipus tötet unwissentlich seinen eigenen Vater, heiratet seine Mutter, bekommt Kinder mit ihr und wird König von Theben.

In der sechsten Generation kommt es zu einem Konflikt zwischen Ödipus Söhnen Eteokles und Polyneikes. Nachdem beide im Kampf gefallen sind (Sieben gegen Theben), übernimmt Kreon die Macht.

Hier schließt der Mythos der Antigone an, in dem die Frage aufgeworfen wird, ob das Gesetz der Götter oder das des Staates einen höheren Stellenwert hat.

In einem weiteren Artikel haben wir alle wichtigen Informationen über das antike Theater zusammengefasst.

Herakles

Herakles musste Aufgaben erfüllen, um in den Olymp aufgenommen zu werden.
Die Herakles-Sage gehört zu den bekanntesten Geschichten der Antike. | Quelle: Safak Atalay via Unsplash

Der Sagenzyklus um Herakles, auch bekannt unter seinem lateinischen Namen Herkules, umfasst zwei Hauptteile: das Leben des Herakles selbst und das Leben seiner Nachkommen, der Herakliden. Zusätzlich erfährt man in der Vorgeschichte einiges über seine Mutter und seinen Ziehvater.

Herakles ist der Sohn von Alkmene, einer sterblichen Frau, und dem Gott Zeus. Er ist somit ein Halbgott, der zwar sterblich ist, aber trotzdem übernatürliche Kräfte haben. Um trotzdem als unsterblicher Gott in den Olymp aufgenommen zu werden, muss er zwölf Aufgaben erfüllen:

  • Erlegen des Nemeischen Löwen
  • Tötung der neunköpfigen Hydra
  • Einfangen der Kerynitischen Hirschkuh
  • Fangen des Erymanthischen Ebers
  • Ausmisten der Rinderställe des Augias
  • Vertreiben der Stymphalischen Vögel
  • Einfangen des Kretischen Stiers
  • Zähmung der menschenfressenden Rosse des Diomedes
  • Den Gürtel der Amazonenkönigin Hippolyte herbeischaffen
  • Raub der Rinderherde des Riesen Geryon
  • Pflückend er goldenen Äpfel der Hesperiden
  • Den Höllenhund Kerberos von der Unterwelt in die Oberwelt heraufbringen

Diese zwölf Arbeiten des Herakles machen neben anderen Abenteurern und Heldentaten den größten Teil des Herakles-Mythos aus.

Die Argonauten

Als Vorgeschichte zu der Argonautensage wird erzählt, wie der goldene Widder nach Kolchis kam, zu Ehren Zeus geopfert wurde und sein Fell, das goldene Vlies, an eine Eiche genagelt und fortan von einem Drachen bewacht wurde.

Die eigentliche Erzählung über die Argonauten und ihre Abenteuer setzt ein, als Pleias seinen Neffen Iason auffordert, ihm das goldene Vlies zu überbringen, da er fürchtet, dieser würde ihm die Herrschaft streitig machen. Dieser lässt daraufhin das Schiff Argo bauen und stellt eine Besatzung aus den größten Helden der Griechen zusammen: die Argonauten.

Auf der Suche nach dem goldenen Vlies müssen Iason und die Argonauten zahlreiche Herausforderungen überstehen, können aber schließlich mithilfe der Königstochter Medea das Vlies rauben und entkommen.

Trojanischer Sagenzyklus

Der trojanische Sagenzyklus gehört wohl zu den bekanntesten der griechischen Mythologie. Ein großer Teil davon ist in den Epen Ilias und Odyssee von Homer überliefert. Diese beiden Dichtungen sind zum Musterbeispiel für die antiken Heldensagen geworden.

Der trojanische Sagenkreis erzählt, wie es zum zehnjährigen Trojanischen Krieg gekommen ist und beschreibt die Kampfhandlungen in allen Details. Im Anschluss wird die zehnjährige Irrfahrt des Odysseus beschrieben.

Ebenfalls zum trojanischen Sagenkreis gehört die Orestie, die Agamemnons Rückkehr aus Troja, seine Ermordung und die Rache seines Sohnes Orestes beschreibt.

Die Odyssee gehört zu den ältesten Schriften Europas.
Die Irrfahrten des Odysseus werden in der Odyssee von Homer beschrieben. | Quelle: Maximilian Weisbecker via Unsplash

Griechische Sagen in der antiken Literatur

Im antiken Griechenland gehörte die fundierte Kenntnis aller griechischen Sagen der antiken Literatur zur Allgemeinbildung; sie wurden von Generation zu Generation mündlich weitergegeben.

Unser heutiges Wissen über die griechische Mythologie verdanken wir vor allem den Werken der Dichter Hesiod (Theogonie) und Homer (Ilias und Odyssee), die bis heute erhalten geblieben sind.

Zahlreiche Epen, in denen die verschiedenen Sagenkreise aufgeschrieben und nacherzählt wurden, sind heute nicht mehr erhalten. Sie wurden jedoch immer wieder von Dichtern und Dramatikern der Antike aufgegriffen und verarbeitet. Besonders in den antiken Tragödien von Aischylos, Sophokles und Euripides können wir Einblicke in die antiken Mythen gewinnen.

Fast jede Sage gibt es also heute in unterschiedlichen Versionen, die zwar im Grunde genommen dieselbe Geschichte erzählen, sich aber in den Details und vor allem der Bewertung der Ereignisse unterscheiden können.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.