Hausaufgaben sind nicht nur eine gute Möglichkeit für Dein Kind, in der Schule neu Gelerntes zu wiederholen und dadurch zu festigen, sondern auch eine gute Möglichkeit für Dich, Dich an der Bildung Deines Kindes zu beteiligen. Wenn Du die Hausaufgaben Deines Kindes in der ersten Klasse etwas nachlässig angegangen bist, ist es wichtig, jetzt den Anspruch heraufzufahren, um Dein Kind auf anspruchsvollere Hausaufgaben vorzubereiten. Studien zeigen, dass Kinder in der Schule erfolgreicher sind, wenn die Eltern sich aktiv für ihre Hausaufgaben interessieren, ob in der ersten, zweiten, dritten oder vierten Klasse - und darüber hinaus. Hier sind einige gute Tipps für den Einstieg!

Ein Junge sitzt mit Lineal und Bleistift an einem Tisch im Wohnzimmer und macht unter der Tischlampe seine Hausaufgaben. Ein fester Arbeitsplatz gehört zu guten Gewohnheiten.
Dein Kind sollte einen festen Platz haben, wo es seine Hausaufgaben macht. | Unsplash
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Und los geht's

Hausaufgaben: Routine und Organisation

1. Sprich zu Beginn des Jahres mit dem Lehrer. Frage ihn nach seiner "Hausausgabenpolitik": Wie viel Zeit sollte pro Abend mit den Hausaufgaben verbracht werden? Dein Zweitklässler wird wahrscheinlich mit einer halben Stunde Arbeit pro Tag nach Hause kommen; die meisten Lehrer stimmen darin überein, dass viel mehr für Grundschulkinder unzumutbar ist. Wie ist das Notensystem des Lehrers? Wie nutzt er die Hausaufgaben – um sich auf den bevorstehenden Unterricht vorzubereiten, um die Arbeit im Unterricht zu verstärken, um das Leistungsniveau zu testen? Mithilfe dieser Angaben kannst Du festlegen, wie viel Du Deinem Kind helfen solltest.

2. Richte eine regelmäßige Zeit für Hausaufgaben ein. Manche Kinder arbeiten am besten direkt nach der Schule, bevor sie den Fokus verlieren. Andere sind unruhig und müssen Energie abarbeiten, bevor sie sich konzentrieren können. Manche müssen zuerst zu Abend essen. Finde eine Zeit, die für Dein Kind passt und halte Dich daran. Entwickele eine Hausaufgabenroutine. Es gibt zwar keine feste Formel, aber es wird helfen, wenn Dein Kind jeden Tag eine feste Zeit und einen festen Ort hat, um seine Hausaufgaben zu machen. Auf diese Weise ist es weniger wahrscheinlich, dass er es vergisst, und weniger wahrscheinlich, dass es darum kämpft, es "später" zu erledigen.

3. Erinnere Dein Kind daran, die Hausaufgaben ordentlich aufzuschreiben, damit Ihr zu Hause nicht versuchen müsst, das Gekritzel zu entziffern. (Es ist hilfreich, eine WhatsApp-Gruppe mit anderen Eltern der Klasse einzurichten, falls man mal was nicht lesen kann!)

4. Die meisten Zweitklässler brauchen Hilfe, um organisiert zu bleiben. Stelle gemeinsam mit Deinem Kind jeden Abend sicher, dass sich alles in der Schultasche befindet, was es für den nächsten Tag in der Schule braucht.

5. Richte für Dein Kind einen Arbeitsplatz für die Hausaufgaben ein. Ein Schreibtisch oder Tisch funktioniert am besten. Liegend auf dem Sofa ist keine so gute Idee. Stelle einen bequemen Stuhl bereit – einen, der hoch genug ist, damit Dein Kind bequem schreiben kann – und ausreichend Beleuchtung. Wenn Du einen separaten Arbeitsbereich hast, dekoriert den Bereich gemeinsam mit den Lieblingskunstwerken Deines Kindes.

6. Stelle alle Materialien bereit - Bleistift, Füller, Lineal, Papier, ein Wörterbuch – die Dein Kind für jede Aufgabe braucht.

7. Lege das Telefon weg. Schalte den Fernseher aus. Und das Radio. Und Videospiele. Versuche, nicht im selben Raum zu telefonieren. Gib Deinem Kind genügend Ruhe, um die Aufgabe zu beenden. Dein Kind kann die besten Leistungen erbringen, wenn alle Familienmitglieder während der Hausaufgabenzeit lesen oder schreiben. Manche Kinder arbeiten besser mit leiser Instrumentalmusik im Hintergrund. Denke daran, wie die Hausaufgaben für Dich waren: Es ist schwer, alleine im Kinderzimmer zu arbeiten, wenn alle anderen Spaß beim Fernsehen im Wohnzimmer oder beim Fussballspielen im Garten haben.

8. Geht die Aufgaben gemeinsam durch. Bevor Dein Kind alleine mit der Arbeit beginnt, spricht über die Hausaufgaben. Stelle sicher, dass Dein Kind die Anweisungen versteht. Stelle ihm einige Fragen: "Habt ihr diese Art von Aufgabe in der Schule schon einmal gemacht?" "Hast Du alles, was Du für die Aufgabe brauchst?" "Bis wann musst Du die Aufgabe erledigt haben?"

Ein dunkelhaariger Mann mit Bart sitzt in Flannel-Pyjamas in seinem gemütlichen Sessel neben dem Weihnachtsbaum vor dem Fenster und liest. Wenn du selbst liest, bringt das auch dein Kind zum Lesen.
Sorge dafür, dass Dein Kind Dich lesen sieht. | Unsplash

9. Hilf Deinem Kind nicht systematisch, sondern wenn es angebracht ist. Sprich zuerst mit dem Lehrer und finde heraus, wie viel Du bei den Hausaufgaben helfen solltest. Wenn er neuen Lernstoff in den Hausaufgaben einführt, möchte er vielleicht, dass Du eng mit Deinem Kind zusammenarbeitest (aber gib lediglich Hinweise, keine Antworten). Wenn er jedoch Hausaufgaben aufgegeben hat, die lediglich bereits behandeltes Material vertiefen sollen, möchte er möglicherweise, dass Dein Kind alleine arbeitet. Lass Dein Kind in jedem Fall wissen, dass Du Dich für seine Arbeit interessierst und bitte es darum, Dir die fertige Aufgabe zu zeigen.

10. Überprüfe die fertigen Hausaufgaben, um sicherzustellen, dass sie auch wirklich fertig sind. Wenn Du nicht zu Hause bist, wenn Dein Kind seine Hausaufgaben macht, dann bitte darum, sie zu sehen, wenn Du nach Hause kommst. Abhängig davon, was der Lehrer oder die Lehrerin wünscht, musst Du möglicherweise keine Fehler korrigieren, aber Du solltest die Fortschritte Deines Kindes im Auge behalten und sicherstellen, dass alle Aufgaben pünktlich erledigt werden.

11. Wenn die Hausaufgaben gemeinsam in der Schule korrigiert werden, dann bitte darum, die korrigierten Hausaufgaben sehen zu dürfen. Bringe Dein Kind dazu, Dir die Hausaufgaben zu zeigen, auch nachdem der Lehrer sie korrigiert hat. So bekommst Du die Gelegenheit, die gute Arbeit Deines Kindes zu loben - und zu wissen, welche Fächer für Dein Kind schwierig sind.

12. Kontaktiere den Lehrer oder die Lehrerin, sobald Du ein Problem mit den Hausaufgaben bemerkst. Wenn die Arbeit zu schwer oder zu leicht ist oder Dein Kind Schwierigkeiten hat, sich zu konzentrieren, informiere die Lehrkraft und bespreche mit ihr, wie Ihr zusammenarbeiten könnt, um zu helfen. Du solltest auch mit dem Lehrer sprechen, wenn Dein Kind sich regelmäßig weigert, seine Hausaufgaben zu machen, wenn Du die notwendigen Materialien für eine Aufgabe nicht bereitstellen kannst, wenn Du und Dein Kind die Anweisungen nicht verstehen oder Du den Eindruck hast, dass Dein Kind sehr lange an den Hausaufgaben sitzt und kaum noch Zeit zum Spielen bleibt.

13. Lobe gute Arbeit. Weise auf bestimmte Dinge hin, die Dir gefallen."Deine Schrift ist wirklich schön", "Das hast Du sehr gut ausgedrückt"... Solche Sätze bedeuten viel mehr als ein einfaches "Gute Arbeit". Rahme eine gute Note ein, hänge sie auf, zeige Deinem Kind, dass Hausaufgaben wichtig sind. Regelmäßiges Lob stärkt das Selbstwertgefühl Deines Kindes.

14. Gehe mit gutem Beispiel voran. Zeige Deinem Kind, dass Du selbst liest und von Hand schreibst. Selbst wenn Du Zeitung liest, eine Einkaufsliste zusammenstellst oder einen Brief schreibst, zeigst Du, wie wichtig Lesen und Schreiben ist. Wenn Du selbst immer nur auf Deinem Handy daddeltst, wieso sollte Dein Kind dann ein Buch oder eine Zeitschrift in die Hand nehmen?

Ein mit Legosteinen übersäter Fußboden. Aufräumen hat auch mit den Hausaufgaben zu tun.
Dein Kind sollte Eigenverantwortung lernen. Das geht gut beim Aufräumen und hilft auch bei den Hausaufgaben. | Unsplash

Tipps zur Förderung von Verantwortungsgefühl und Unabhängigkeit

Verantwortungsgefühl und Unabhängigkeit sind beide für das selbstständige Lernen sehr wichtig. Und beides erleichtert es Deinem Kind, sich an die Anforderungen der Schule zu gewöhnen und sich mit seinem Lehrer und seinen Mitschülern gut zu verstehen. Lasse Dein Kind also nach Möglichkeit nicht nur die Dinge für sich selbst alleine erledigen - lass ihn auch mal was für andere erledigen. Das machst Du schließlich auch ständig.

Du kannst Dein Kind zum Beispiel dazu ermutigen:

  • eine aktive Rolle bei der Vorbereitung auf den nächsten Schultag zu spielen. Dazu gehört das Aussuchen der Kleidung (am besten am Vorabend), das pünktliche Aufstehen (ggf. mit dem eigenen Wecker), das Anziehen, Waschen und Zähneputzen, sein Brot zu schmieren, das Bett machen und zu kontrollieren, dass sich auch wirklich alles, was es für die Schule braucht, in seinem Rucksack befindet. Sobald Dein Kind körperlich in der Lage ist, diese Dinge zu tun, lasse es diese Verantwortung übernehmen. Du kannst ihm bei Bedarf eine Checkliste erstellen, damit es sich an alles erinnert, was erledigt werden muss. Bringe ihm bei, dass es, sobald es von der Schule nach Hause kommt, seinen Rucksack auspackt, seine Hausaufgaben an seinem Hausaufgabenplatz ablegt und Dir alle Notizen des Lehrers, Papiere zum Unterschreiben, oder besondere Arbeiten, die er mit nach Hause gebracht hat, zu zeigen. Dann kann es einen Happen essen oder tun, was sonst noch geplant ist, bevor es mit den Hausaufgaben loslegt. Wenn Du es schaffst, das zu einem Teil der täglichen Routine zu machen, wird es wesentlich weniger wahrscheinlich, dass es in der morgendlichen Hektik zu Ausrufen kommt wie „Oh nein! Ich soll heute Cupcakes für die Faschings-Party mitbringen“ oder „Heute ist der Tag, an dem Du zu unserer Wissenschaftswoche in die Schule kommen sollst, um einen Vortrag über Deine Arbeit zu halten."
Ist es wichtig zu wissen, was in der Schule geplant ist?
Überraschungen am Morgen sind purer Stress für Eltern.
  • Sein eigenes Chaos aufzusammeln. Dazu gehören Spielzeug, das auf dem Wohnzimmerboden verstreut ist, Fahrräder und Rollschuhe, die draußen stehen, und nasse Handtücher, die einsam auf dem Badezimmerboden liegen. Es kann länger und anstrengender für Dich sein, darauf zu bestehen, dass Dein Kind die Dinge selbst in die Hand nimmt, als sie einfach schnell selbst zu erledigen, aber auf lange Sicht ist es besser für Dein Kind, als ihm immer alles abzunehmen. In der Schule wird es auch keine Wahl haben.
  • Sich an den Familienmahlzeiten zu beteiligen. Selbst kleine Kinder können schon den Tisch decken oder bei der Einkaufsliste helfen.
  • Regelmäßig kleine Aufgaben auszuführen, von denen die ganze Familie profitiert. Schon kleine Dinge regelmäßiges Müllrausbringen helfen Deinem Kind, sich als Teil eines größeren Ganzen, einem Familienteam zu sehen. Es wird auch sein Gefühl von Kompetenz und sein Selbstvertrauen stärken.

Ein letzter Tipp: Lies alles, was der Lehrer oder die Lehrerin nach Hause schickt. Die Informationszettel, die im Rucksack Deines Kindes nach Hause kommen, sind wirklich die zuverlässigsten Informationsquelle. Du erfährst, was Dein Kind lernt, was für besondere Veranstaltungen oder Exkursionen anstehen, welche Art von Hilfe die Lehrer im Unterricht brauchen könnten und was Du zu Hause tun kannst, um das, was Dein Kind in der Schule lernt, zu festigen. Es ist nicht immer einfach, die Zeit zum Lesen zu finden, aber es lohnt sich, weil es hilft, die Informationslücken aus den Gesprächen mit Deinem Kind auszufüllen.

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Bertine

Ich bin studierte Ethnologin und Politikwissenschaftlerin, schreibe leidenschaftlich gerne und interessiere mich besonders für Sprachen, fremde Kulturen, Geschichte und Handwerk.