Die Hausaufgaben - viele Schüler versuchen, sie zu meiden, wo es nur geht und auch für viele Eltern sind sie der Fluch ihrer Existenz... Aber: Die Lehr- und Lernforschung zeigt, dass Kinder, die mehr Zeit mit regelmäßigen, sinnvollen Hausaufgaben verbringen, im Durchschnitt besser abschneiden und dass der schulische Nutzen von Hausaufgaben mit den Jahren steigt.

Eltern spielen dabei eine wichtige Rolle. Studien zeigen, dass Kinder in der Schule erfolgreicher sind, wenn die Eltern sich aktiv für ihre Hausaufgaben interessieren, ob in der ersten, zweiten, dritten oder jetzt in der vierten Klasse. Gemeinsam mit dem Lehrer, können Eltern ihren Kindern helfen, gute Lerngewohnheiten und -einstellungen zu entwickeln, um zu Menschen zu werden, die lebenslang lernen.

Für viele Kinder kann der Eintritt in die vierte Klasse ein etwas hartes Jahr sein. Der Sprung von der dritten in die vierte Klasse bedeutet einige Veränderungen im Unterricht. Die Erwartungen an die Schüler und Schülerinnen steigen. Freundschaften werden wichtiger und Cliquen werden ab der vierten Klasse ebenfalls häufiger.

Und auch wenn diese Veränderungen auf den ersten Blick keine allzu große Sache zu sein scheinen, können sie für Kinder sehr stressig sein.

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Und los geht's

Was passiert in der vierten Klasse?

Viertklässler arbeiten tagsüber ziemlich hart. Es wird wesentlich mehr von ihnen erwartet als in früheren Klassen. Es wird vorausgesetzt, dass sie gewisse Organisations- und Zeitmanagementfähigkeiten erworben haben und diese anwenden. Und es wird vorausgesetzt, dass sie kritisch denken und Probleme lösen können.

In der vierten Klasse liegt der Fokus auch viel stärker auf dem Schreiben. Kinder müssen längere Aufsätze organisieren und schreiben. Schreiben ist für viele Kinder nicht selbstverständlich und kann zusätzlichen Stress verursachen.

Bis jetzt konzentrierten sich die Kinder darauf, lesen zu lernen.  In der vierten Klasse wird vorausgesetzt, dass sie lesen können und diese Fähigkeit verwenden, um neue Informationen zu lernen. Um die Lesefähigkeiten Deines Kindes zu trainieren, solltet ihr viel entspannte Zeit beim gemeinsamen Lesen verbringen.

Außerdem werden Freunde für Viertklässler immer wichtiger. Sie können viel emotionale Energie darauf verwenden, Freundschaften zu pflegen. Neue Freunde zu finden und zu halten kann sowohl aufregend als auch anstrengend sein.

Hilf Deinem Kind, seine soziale Kompetenz zu trainieren. In sozialen Situationen kann Dein Kind an seinen sozialen Fähigkeiten arbeiten. Mit verschiedenen Kindern zu spielen ist eine gute Übung. Vielleicht gibt es neue Kinder in der Nachbarschaft, mit denen Dein Kind Zeit verbringen kann? Vielleicht kann Dein Kind auch etwa gleichaltrige Cousins ​​regelmässig sehen, Zeit auf dem lokalen Spielplatz verbringen, seine Freunde nach Hause mitbringen... ? Auch Ferienspiele oder Sommercamps können Deinem Kind helfen, andere Kinder mit ähnlichen Interessen kennenzulernen.

Für viele Kinder sind diese neuen akademischen und sozial-emotionalen Anforderungen extrem anstrengend, auch wenn sie schön sind. Und der Versuch, alles alleine zu stemmen, kann ermüdend sein. Kein Wunder also, wenn Dein Kind erschöpft aus der Schule nach Hause kommt.

Ab der vierten Klasse werden Kinder auch sensibler für aktuelle Ereignisse. Sie können über globale Probleme nachdenken und sich Sorgen machen.

Ist der Stress Deines Viertklässlers normal?

Woher weißt Du, ob der Stress Deines Viertklässlers typisch oder etwas ist, worüber Du Dir mehr Sorgen machen solltest?

Manche Verhaltensweisen, wie die Angst vor einer großen Prüfung oder die Nervosität vor einem Schulkonzert, sind typisch für Viertklässler. Aber es gibt einige Dinge, die man im Auge behalten sollte. Du solltest sicherstellen, dass der normale Stress Deines Kindes nicht in Angstzustände übergeht.

Stelle Dir folgende Fragen:

  • Beeinflussen Veränderungen im Tagesablauf Deines Kindes die Konzentration im Unterricht oder bei den Hausaufgaben? Vermehrter Stress bei neuen Routinen ist ganz normal. Zum Beispiel kann es sein, dass Dein Viertklässler auf einmal mit Stress auf die Mathe-Hausaufgaben reagiert, wenn er Probleme mit einem neuen mathematischen Konzept hat. Aber wenn Kinder Probleme mit Dingen haben, die sich nicht geändert haben, wie zum Beispiel die Schlafenszeit, ist es etwas, das man im Auge behalten sollte.
  • Hast Du das Gefühl, dass Dein Kind über bestimmte Dinge besorgt zu sein scheint? Viele Kinder in diesem Alter haben Angst vor einem bevorstehenden Test oder brauchen Hilfe bei den Hausaufgaben. Aber wenn Dein Kind viel Stress oder Angst hat, auch in Bezug auf Dinge, von denen Du weisst, dass es sie gut macht, dann steckt vielleicht etwas anderes dahinter.
  • Hat Dein Kind noch Spaß und verbringt gerne Zeit mit Familie und Freunden? Wenn Kinder das Interesse an Dingen verlieren, die sie mögen und nicht glücklich erscheinen, ist das besorgniserregend. Wenn sie sich von den Menschen um sie herum zurückziehen, ist es wichtig, nachzuhaken.
  • Was sagt der Lehrer? Lehrer verbringen viel Zeit mit vielen Kindern. Sie können wichtige Erkenntnisse liefern. Frage den Lehrer Deines Kindes, ob Dein Kind gestresster wirkt als andere Kinder im gleichen Alter. Wandmacht Dein Kind in der Schule einen gestressten Eindruck? Hat Dein Kind Kontakt zu anderen Kindern? Diese Art von Fragen können Dir helfen, zu verstehen, was vor sich geht und wie Du helfen kannst.

So kannst Du Deinen Viertklässler unterstützen

Mehr darüber zu erfahren, was in der Schule passiert, ist ein wichtiger erster Schritt. Er beginnt damit, dass Du mit Deinem Kind über die Schule sprichst. Und wie Du auf Dein Kind reagierst, ist wichtig.

Wenn Dein Kind anders lernt und denkt, kann dies zusätzlichen Stress und Angstzustände verursachen. Versuche, offen über Unterschiede zu sprechen. Es zeigt Deinem Kind, dass es nichts gibt, wofür es sich zu schämen braucht und dass Du da bist, um zuzuhören.

Bleibe auf dem Laufenden. Versuche, den Rucksack Deines Kindes nach Möglichkeit jeden Tag zu überprüfen. Du kannst gemeinsam mit Deinem Kind eine Rucksack-Checkliste erstellen und verwenden, um sicherzustellen, dass Dein Kind in der Schule immer alles hat, was es braucht. Sprich mit Deinem Kind über bevorstehende Veranstaltungen wie Exkursionen, Sportveranstaltungen und Schulkonzerte.

Viertklässler haben möglicherweise langfristige Projekte und mehr Tests als früher. Hilf Deinem Kind, einen Monatskalender zu erstellen, um wichtige Daten im Auge zu behalten.

Sprich darüber, wie die Schule läuft. Manche Kinder in diesem Alter wollen mit ihren Eltern nicht mehr über die Schule sprechen. Aber versuche, den Dialog am Laufen zu halten. Stelle gezielte Fragen, insbesondere wenn Dein Kind von etwas gestresst ist. Erinnere Dein Kind daran, dass Neuanfänge schwer sein können, und ihr es gemeinsam durchsteht.

Richtig bei den Hausaufgaben helfen

1. Sorge für einen ruhigen, gut beleuchteten Ort für die Hausaufgaben. Vermeide es, Dein Kind bei eingeschaltetem Fernseher oder an Orten mit anderen Ablenkungen, wie z. B. Kommen und Gehen, Hausaufgaben machen zu lassen.

2. Stelle sicher, dass die Materialien, die Dein Kind für die Hausaufgaben benötigt, wie Papier, Bleistifte und ein Wörterbuch, zur Verfügung stehen. Frage Dein Kind, ob für einige Projekte spezielle Materialien benötigt werden und besorge diese im Voraus.

3. Hilf Deinem Kind beim Zeitmanagement. Lege jeden Tag eine feste Zeit für die Hausaufgaben fest. Vermeide, dass Dein Kind die Hausaufgaben erst kurz vor dem Zubettgehen erledigt. Denke daran, einen Wochenendvormittag oder -nachmittag für die Arbeit an großen Projekten zu nutzen, insbesondere wenn das Projekt das Zusammentreffen mit Klassenkameraden beinhaltet.

4. Sei positiv, was die Hausaufgaben angeht. Vermittle Deinem Kind, wie wichtig die Schule ist. Die Einstellung, die Du zu Schule und Hausaufgaben äußerst, wird die Einstellung Deines Kindes sein!

5. Wenn der Lehrer Dich dazu auffordert, bei den Hausaufgaben eine Rolle zu spielen, dann halte Dich daran. Arbeite mit dem Lehrer zusammen. Es zeigt Deinem Kind, dass Schule und Zuhause ein Team sind. Folge den Anweisungen des Lehrers.

6. Wenn Dein Kind Hausaufgaben macht, machst Du auch Hausaufgaben. Zeige Deinem Kind, dass die Fähigkeiten, die es lernt, mit Dingen zusammenhängen, die Du als Erwachsener immer noch tust und brachst. Wenn Dein Kind liest, liest Du auch. Wenn Dein Kind Mathe macht, machst Du eine Rechnung, die mit dem Haushaltsbudget zusammenhängt.

7. Wenn Dein Kind um Hilfe bittet, gibst Du Anleitung, nicht Antworten. Antworten zu geben bedeutet, dass Dein Kind den Stoff nicht lernt. Zu viel Hilfe lehrt Dein Kind lediglich, dass jemand anderes die Arbeit  erledigt, wenn es hart auf hart kommt. Kindern zu erlauben, ihre Hausaufgaben selbst zu machen, stresst viele Eltern ohne Ende, auch wenn sie wissen, dass sie ihren Kindern keinen Gefallen tun, indem sie ihre Arbeit für sie erledigen. In ihrem tiefsten Inneren haben Eltern das Gefühl, sie würden beurteilt, wenn das Kind keine perfekten Hausaufgaben abliefert. Lass Deine Kinder auch mal scheitern - das  wird zu mehr Erfolg in der Zukunft führen. Da musst Du einfach durch! ;)

8. Wenn Dein Kind die Hausaufgaben alleine machen soll, dann halte Dich raus. Eine zu starke Einmischung der Eltern kann verhindern, dass die Hausaufgaben positive Auswirkungen haben. Denn letzten Endes sind Hausaufgaben eine gute Möglichkeit für Kinder, selbstständig lebenslange Lernfähigkeiten zu entwickeln.

9. Bleibe informiert. Sprich mit dem Lehrer Deines Kindes. Stelle sicher, dass Du den Zweck der Hausaufgaben und Regeln für Dein Kind kennst.

10. Hilf Deinem Kind zu erkennen, was schwierige und was leichte Hausaufgaben sind. Lasse Dein Kind zuerst die schweren Aufgaben erledigen. Auf diese Weise ist es bei den größeren Herausforderungen am konzentriertesten und wachsamsten. Leichtes Material scheint schnell zu gehen, wenn die Ermüdung einsetzt. 11. Beobachten Sie Ihr Kind auf Anzeichen von Versagen und Frustration. Gönnen Sie Ihrem Kind eine kurze Pause, wenn es Schwierigkeiten hat, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren.

12. Belohne Fortschritte bei den Hausaufgaben. Wenn Dein Kind die Hausaufgaben erfolgreich erledigt hat und hart arbeitet, feiere diesen Erfolg mit einem besonderen Ereignis (z. B. Pizza, Spaziergang, einem Ausflug in den Park), um die positive Anstrengung zu verstärken.

Zusammengefasst ist die vierte Klasse die Zeit, sicherzustellen, dass Dein Viertklässler an seiner Fähigkeit arbeitet, sich zu konzentrieren, organisiert zu bleiben und Prioritäten zu setzen – alles Fähigkeiten, die es beim Übergang in die 5.Klasse benötigt, in der von Schülern erwartet wird, dass sie unabhängiger arbeiten und mehr Verantwortung übernehmen.

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Bertine

Ich bin studierte Ethnologin und Politikwissenschaftlerin, schreibe leidenschaftlich gerne und interessiere mich besonders für Sprachen, fremde Kulturen, Geschichte und Handwerk.