Herauszufinden, wie man bei den Hausaufgaben helfen kann, ohne zu viel oder zu wenig zu tun, ist für Eltern keine leichte Aufgabe. Das Kind scheint aus der Schule einen nicht enden wollenden Strom an Arbeitsblättern und Aufgaben mitzubringen und Eltern versuchen mühsam Erinnerungen an Brüche, Multiplikationstabellen, Divisionen oder Grammatikregeln wachzurufen...

Fakt ist: Kinder sind in der Schule erfolgreicher, wenn die Eltern sich aktiv für ihre Hausaufgaben interessieren, ob in der ersten, zweiten, dritten oder vierten Klasse oder darüber hinaus. Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Unterstützung der Eltern eine große Rolle bei der Bildung eines Kindes spielt. Dieser Druck kann für Eltern neben dem Job und was es im Alltag sonst noch alles zu erledigen gibt, ziemlich überwältigend sein. Das muss aber nicht sein, und deshalb schauen wir uns in diesem Artikel gemeinsam an, wie Du Deinem Kind bei den Hausaufgaben helfen kannst, um den Schulalltag angenehmer zu gestalten - und ohne Dich zu verausgaben.

Ein ca. sieben Jahre altes Mädchen fasst sich in seine krausen Locken und lacht in die Kamera. Das Wichtigste in der Grundschule ist vielleicht nicht Leistung, sondern entspanntes Vorankommen?
Dein Kind sollte lernen, selbstständig zu arbeiten ohne sich zu sehr zu stressen. | Unsplash
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Und los geht's

Was Du über Hausaufgaben in der Grundschule wissen solltest

Bevor Du darüber nachdenkst, wie Du Deinem Kind bei seinen Haupthausaufgaben helfen kannst, ist es wichtig, zu verstehen, warum es diese überhaupt hat, wie viele Hausaufgaben es bekommen sollte und wie schwierig sie sein sollten.  

In der Grundschulwelt tobt schon seit langer Zeit die Debatte, ob ein Grundschulkind überhaupt Hausaufgaben haben sollte oder nicht. Da Eltern, Lehrer und Wissenschaftler immer noch uneins über die Vorzüge der Hausaufgaben für Grundschulkinder sind, wird die Debatte sicher noch eine Weile anhalten. Und auch die Hausaufgaben werden uns noch eine Zeit lang begleiten.

Also machen wir das Beste draus!

Hausaufgaben - Pflicht oder freiwillig?

In der Regel sind Hausaufgaben Pflicht, vor allem in Schulen ohne Ganztagsunterricht. Die rechtliche Situation ist dabei in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich und ergibt sich je nach Bundesland aus dem Schulgesetz. Einige Lehrer bieten Hausaufgaben ausdrücklich auf freiwilliger Basis an. Auch hat jede Schule andere Richtlinien, aber an den meisten werden Hausaufgaben empfohlen und gefördert.

Es liegt also an Dir, die Hausaufgabenpolitik der Schule Deines Kindes oder dem jeweiligen Lehrer zu verstehen. Da es keine festen Regeln dafür gibt, wie lange die Kinder an den Hausaufgaben sitzen sollte, kannst Du, wenn Du das Gefühl hast, dass Dein Kind zu viele/nicht genügend Hausaufgaben bekommt, hast Du genau zwei Möglichkeiten:

  1. Besuche die Website der Schule und suche nach den Hausaufgabenrichtlinien, um ein klareres Verständnis davon zu bekommen, wie viel Dein Kind bekommen sollte oder
  2. Sprich mit dem Lehrer Deines Kindes über die Menge der Hausaufgaben, die es bekommt.

Sollten Eltern bei den Hausaufgaben helfen oder nicht?

Für viele Eltern sind die Hausaufgaben etwas, das sie gerne aus ihrem Alltag streichen würden. Wenn Dein Kind jedoch nun mal Hausaufgaben bekommt, kann es sehr nützlich sein, ihm dabei zu helfen. Untersuchungen zur Wirkung der elterlichen Unterstützung bei den Hausaufgaben haben ergeben, dass die Mitwirkung der Eltern bei den Hausaufgaben die leistungsbezogenen Eigenschaften der Schüler unterstützt, also die Einstellungen zu Hausaufgaben, die Wahrnehmung der persönlichen Kompetenz, Selbstregulationsfähigkeiten etc.

Einfach ausgedrückt bedeutet das: Wenn Dein Kind mit den Hausaufgaben kämpft, dann ist eine Schritt-für-Schritt-Hilfe die beste Lösung, da Dein Kind langfristig davon profitiert. Glücklicherweise gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie Du Deinem Kind bei den Hausaufgaben helfen kannst, und wir werden uns jetzt mit einigen befassen!

ZWei Kinder sitzen am Gruppentisch un schreiben in Hefte. Wie bringe ich Routine in den Alltag?
Der Ablauf sollte jeden Tag der Gleiche sein. | Unsplash

Top Elterntipps für die Hausaufgabenhilfe

Sorge für Routine und Struktur, jeden Tag

Auf dem Heimweg von der Schule und der anschließenden Eile, sich mit angenehmeren Dingen zu befassen, können die Hausaufgaben in jungen Köpfen schnell in Vergessenheit geraten. Eine der einfachsten Möglichkeiten, Deinem Kind bei den Hausaufgaben zu helfen, besteht darin, ihm gar nicht erst die Möglichkeit zu geben, seine Hausaufgaben zu „vergessen“. Durch die Einführung einer einfachen Routine nach der Schule kannst Du diese vermeintlich unvermeidliche Zeitverschwendung vermeiden und die Hausaufgaben können schnell und relativ einfach erledigt werden. Es wird natürlich immer Tage geben, an denen Dein Kind nach der Schule besonders müde und besonders lustlos ist, aber wenn Du es schaffst, den Schulalltag relativ streng und immer gleich zu takten, dann gestaltet sich in der Regel der Übergang viel reibungsloser. Stelle sicher, dass die Hausaufgaben während dieses Zeitraums das einzige auf der Tagesordnung sind. Da das Konzentrationsniveau im Grundschulalter etwas flüchtig ist und Untersuchungen zeigen, dass Pausen bei der Arbeit produktiver machen, sorgt eine kurze Spiel- oder Snackpause von etwa 15 Minuten dafür, dass Dein Kind sich neu konzentriert und die Hausaufgaben schneller und nicht langsamer erledigt! Routine erzeugt Gewohnheit, und mit der Gewohnheit kommt der Wunsch, die Arbeit schnell und schmerzfrei zu erledigen. Erarbeitet gemeinsam eine Checkliste für den Schulalltag, eine visuelle Darstellung dessen, was Du von Deinem Kind nach der Schule erwartest und hängt sie am Kühlschrank oder an der Wand auf. Das ist eine gute Möglichkeit, die Routine zu verstärken, die eintreten soll. Ob Hausaufgaben, Schwimmen oder sogar Gassigehen mit dem Hund, wenn es auf der Checkliste steht, muss es erledigt werden. Ohne eine geregelte Routine wirst Du wahrscheinlich auf eine ganze Reihe von Einwänden stoßen, wenn Du das gefürchtete „H“-Wort erwähnst. Wenn Dein Kind jedoch weiß, dass die Routine immer die gleiche ist, wirst Du feststellen, dass es viel zielstrebiger an die Erledigung seiner Arbeit geht, da es weiss, dass danach eine Pause winkt.

Konzentriere Dich auf das, was Du kannst, anstatt auf das, was Du nicht kannst

Auch wenn zum Beispiel Mathematik für Dich eines der schwierigeren Fächer in der Schule war und Dir bei Bruchrechnung und Multiplikationen immer noch der Schweiss ausbricht, ist es für die schulische Entwicklung Deines Kindes sehr wichtig, dass Du es vermeidest, ihm zu sagen: „Ich kann einfach nicht rechnen“ oder "Englisch fand ich auch immer furchtbar".

Vielbeschäftigte und oft überforderte Eltern machen schnell mal eine solche Bemerkung nebenbei, wenn sie nach einem Arbeitstag mit demKind noch Hausaufgaben machen müssen, aber es ist kein gutes Zeichen für Kinder. Junge Menschen suchen bei ihren Eltern Rat und Anleitung in allem, und das bedeutet, dass sie denken, dass es in Ordnung ist, auf ähnliche Weise zu reagieren, wenn sie Mathematik und Englisch gegenüber negativ eingestellt sind. Die Lösung ist einfach – auch wenn es am Anfang etwas Übung braucht: Auch wenn der Gedanke, Deinem Kind bei einem Algebra-Arbeitsblatt helfen zu müssen, Dich in Panik versetzt und Du Dir insgeheim wünscht, dass Du dem Mathematikunterricht mehr Aufmerksamkeit geschenkt hättest, solltest Du so positiv wie möglich bleiben. Wahrscheinlich weisst Du sogar mehr über Mathematik, als Du denkst. Du verwendest sie schliesslich sehr viel im Alltag, ohne es zu merken:

  • Schnell überprüfen, ob der Gesamtbetrag auf der Supermarktquittung stimmt? Mathe!
  • Die Budgetierung des Familienurlaubs? Mathe!
  • Abwiegen bei der Zubereitung eines Kuchens? Mathe!

Also: Selbst wenn Du auf ein Hausaufgabenblatt starrst, das Deinem Kind gegeben wurde und denkst „Ich kann kein Mathe“, ist das Beste, was Du tun kannst, um Deinem Kind zu helfen, zuversichtlich zu verkünden, dass ihr die Lösung der Aufgabe gemeinsam erarbeiten werdet! Auch wenn Du Dir zur Erinnerungsauffrischung einige YouTube-Videos reinziehen musst, reagieren Kinder im Allgemeinen gut auf die Aussicht, mit ihren Eltern zusammenzuarbeiten (und noch besser auf die Möglichkeit, Mama oder Papa etwas zu erklären, wenn die nicht wissen) und wenn man sich gegenseitig dabei unterstützt, die Antwort auf eine besonders knifflige Frage zu finden, behält man dieses Wissen auch besser als sonst.

Eine beliebte Theorie unter Pädagogen ist die Theorie der Wachstumsmentalität. Diese Theorie vertritt die Idee, dass Intelligenz und Talent nur der Ausgangspunkt für die Entwicklung sind und Fähigkeiten nicht festgelegt sind, sondern durch Arbeit und Entschlossenheit beeinflusst werden. Wenn Du Deinem Kind also bei den Hausaufgaben hilfst, ersetze „Ich kann Mathe nicht“ durch „Ich bin mir nicht sicher, wie ich diese Frage beantworten soll, lass es uns gemeinsam herausfinden“ und Du wirst bald die Ergebnisse sehen.

Schaffe die perfekte Umgebung zum Lernen

Spielzeug, Haustiere, Fernseher und 1001 andere Ablenkungen, die einen jungen Geist von den Hausaufgaben fernhalten... das durchschnittliche Haus ist oft nicht der beste Ort, um seine Hausaufgaben zu erledigen.

Ein Kind sitzt auf dem Bett, auf dem gestreifte Bettwäsche ausgebreitet ist, und sieht sich ein kleines altes Buch mit Text und Zeichnungen von Pflanzen an. Was Dein Kind lesen sollte, entscheidet ihr zusammen.
Lesen fördert die Konzentration. | Unsplash

Für ein Kind, das nach einer Ausrede sucht, um seine Hausaufgaben nicht zu machen, kann all das der Grund dafür sein, warum um 19 Uhr nur ein Viertel der Mathe-Aufgaben gelöst sind. Glücklicherweise ist es sehr einfach, eine lernförderliche Umgebung für Dein Kind zu schaffen, und es braucht nur ein wenig Vorbereitung.

  1. Finde den am weitesten abgelegenen und ruhigsten Bereich des Hauses oder der Wohnung.
  2. Entferne Fernseher, Haustiere, lästige Geschwister und sogar Computer (sofern sie nicht für die Recherche benötigt werden) aus dem Hausaufgaben-Bereich.
  3. Ziehe Dein Kind in die Gestaltung seines Hausaufgabenbereichs mit ein. Nutzt eure kombinierten Designfähigkeiten, um ihn zu einem Bereich zu machen, der sich vom Rest des Hauses abhebt und in dem Dein Kind seine Arbeit machen möchte. Wenn Dein Kind meint, dass eine Lichterkette ihm beim Denken hilft, dann hängen eine Lichterkette an die Wand. Wenn es lieber auf einem Sitzball sitzen möchte als auf einem Stuhl, dann versuche, einen aufzutreiben. Die Idee ist, einen Raum zu schaffen, der als Anreiz für Dein Kind dient, seine Arbeit zu machen. Wenn Du mehr Ideen brauchst, wirf einfach einen Blick auf Pinterest, um Dich inspirieren zu lassen. Lass Dich nicht von überambitionierten, sehr coolen, aber unrealistischen Kreationen anziehen. Niemand verlangt von Dir, das lebensgroße Wandbild eines Dinosauriers zu erstellen, um bei den wissenschaftlichen Hausaufgaben zu helfen. Aber eine Lichterkette und ein bequemer Sitz sind ein guter Anfang….
  4. Stelle sicher, dass die gesamte Ausrüstung Deines Kindes in Reichweite ist. Das ist ein echter Gewinn, wenn Du Kindern bei den Hausaufgaben hilfst, die nicht erst 10 Minuten nach ihrem Lineal suchen müssen.
  5. Stelle sicher, nie zu weit von möglichen Hilferufen entfernt zu sein. Wenn sich der Hausaufgaben-Bereich oben befindet und du nach unten gegangen bist, um das Abendessen vorzubereiten, vergewissere Dich, dass Du Hausaufgabenhilfe-Anfragen hören kannst. Ignoriere sie auf eigene Gefahr, denn ein unbeantworteter Hilferuf kann schnell zu einer unvollständigen Hausaufgabe werden… 

Interesse für die Hausaufgaben zu zeigen, zeigt Deinem Kind, dass das, was es ins der Schule lernt, wichtig ist. Natürlich sollte das Helfen bei den Hausaufgaben nicht bedeuten, dass Du die Arbeit für Dein Kind erledigst. Eltern können unterstützend sein, indem sie Lern- und Organisationsfähigkeiten demonstrieren, ein kniffliges Problem erklären oder die Kinder einfach ermutigen, eine Pause einzulegen. Und wer weiß? Vielleicht lernst Du sogar ein oder zwei Dinge!

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Bertine

Ich bin studierte Ethnologin und Politikwissenschaftlerin, schreibe leidenschaftlich gerne und interessiere mich besonders für Sprachen, fremde Kulturen, Geschichte und Handwerk.