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So wirst Du Lehrer für Italienisch an deutschen Schulen

Von Eva, veröffentlicht am 07/10/2018 Blog > Sprachen > Italienisch > Italienischlehrer an einer Schule: Dieser Werdegang ist Pflicht

Italienisch wird von etwa 65 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen.

Sie ist nicht nur die Amtssprache in Italien, der Schweiz, der Republik San Marino und des Vatikanstaats, sondern auch Deine Leidenschaft?

Hast Du schon mal daran gedacht, die Sprache Dantes zu Deinem Beruf zu machen? Oder träumst Du schon lange davon, andere an Deinem Wissen teilhaben zu lassen und Deine Leidenschaft für Italienisch weiter zu geben?

Vielleicht ist der Beruf des Italienischlehrers genau das Richtige für Dich!

Wenn du die reiche italienische Kultur liebst und Lust hast, im Leben Deiner Schüler etwas zu verändern, bist Du wohl dazu berufen.

Du hast die wichtigsten Eigenschaften und Kenntnisse, Italienisch zu unterrichten?

Dann hast Du die Wahl: Entweder Italienisch auf Lehramt studieren und als Lehrer an deutschen Schulen unterrichten oder ohne das Lehramtsstudium Deine Karriere in Richtung Erwachsenenbildung als Lehrer an Sprachschulen lenken.

Wir von Superprof leiten Dich durch den Dschungel an Möglichkeiten und Regelungen und zeigen Dir, wie Du Italienischlehrer wirst.

Die wichtigsten Eigenschaften und Kenntnisse, um Italienisch zu unterrichten

Viele Menschen wollen Italienisch lernen. Um Italienisch richtig und gut unterrichten zu können, musst Du nicht nur die Sprache beherrschen.

Leidenschaft ist einer der wichtigsten Faktoren, um anderen etwas beizubringen. Dein Ziel ist es, Deine Schüler mit Deiner Begeisterung für die italienische Sprache und Kultur anzustecken? Dann hast Du schon mal einen wichtigen Schritt getan!

Aber nicht nur Leidenschaft für Dein Fach solltest Du als Lehrer mitbringen, sondern auch fürs Unterrichten. Ideal ist, wenn Du Dich zum Lehrer berufen fühlst, Lust hast, talentierte Schüler zu fördern und schwächeren zu helfen.

Da Du als Lehrer an Schulen hauptsächlich mit Kinder und Jugendlichen arbeitest, solltest Du Dir im Voraus ein paar Dinge klarmachen: Arbeitest Du gerne mit jungen Menschen? Kannst Du verständlich erklären und bist kommunikativ? Eine Diskussion sollte Dich als Lehrer nicht schockieren.

Genauso wichtig ist Deine Fähigkeit zur Selbstreflektion und Deine Kritikfähigkeit. Bestimmt erinnerst Du Dich noch an langweiligen Unterricht zu Schulzeiten. Bist Du in der Lage, Deinen Unterricht zu verändern, wenn er bei Deinen Schülern nicht ankommt?

Als Italienisch-Fan gehört Italien mit seiner wunderschönen Landschaft, reichen Geschichte und dem leckeren Essen sicherlich zu Deinen Lieblingsreiseländern. Und das ist auch gut so.

Denn um nicht nur die italienische Grammatik und das Vokabular zu unterrichten, musst Du als Italienischlehrer mit der Kultur vertraut sein.

Schließlich gehört zu gutem Italienischunterricht auch, Deinen Schülern die Lebensart, Bräuche und Traditionen zu zeigen. Kurz gesagt, sie sollen nicht nur die Sprache, sondern auch die Kultur Italiens kennen lernen.

Du kennst Italien perfekt und möchtest Deine Leidenschaft weitergeben? Das geht als Italienischlehrer. Du liebst die italienische Lebensart? Zögere nicht, Deine Begeisterung an Deine Schüler weiterzugeben. | Quelle: Pexels

Auslandserfahrung in Italien kannst Du beispielsweise im Rahmen des Studiums bei einem Erasmussemester oder als Sprachassistent sammeln. Auch durch Reisen oder Sommerjobs kannst Du Zeit in Italien verbringen.

Je nach Schule kann Italienisch als zweite, dritte oder vierte Fremdsprache gelernt werden. Meist ist das nur an Gymnasien und Gesamtschulen möglich, da nur vereinzelte Realschulen Italienisch anbieten.

An vielen Gymnasien wird Italienischunterricht gar nicht angeboten, denn Englisch, Französisch und Spanisch erfreuen sich an deutschen Schulen größerer Beliebtheit.

Außerdem wechselt das Sprachangebot an Schulen immer wieder. Als Italienischlehrer kommen für Dich also nicht alle Schulen in Frage.

Welche Möglichkeiten gibt es, Italienischlehrer zu werden?

Du möchtest anderen Italienisch beibringen und sie mit Deiner Begeisterung anstecken?

Der wohl bekannteste Weg ist über das Lehramtsstudium zum Lehrer an Schulen. Den beschreiben wir Dir im nächsten Absatz ausführlicher.

Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Wege. Du möchtest nicht an einer Schule unterrichten oder hast keine Lust auf das Lehramt-Studium? Kein Problem, dank vieler weiterer Möglichkeiten, als Italienischlehrer zu arbeiten.

Als freie Lehrkraft an Sprachschulen oder Volkshochschulen bist Du oft in der Erwachsenenbildung tätig und hast es mit besonders motivierten Menschen zu tun. Schließlich kommen sie extra für Deinen Kurs zum Unterricht und haben dafür bezahlt.

Mit einer Zusatzausbildung kannst Du Lehrer für Italienisch als Fremdsprache werden und überall Kurse geben.

Das DITALS Diplom der Università per Stranieri di Siena könnte dann eine Möglichkeit für Dich sein. Denn es ist vom italienischen Bildungsministerium anerkannt.

Auch das CEDILS Zertifikat der Università Ca’Foscari di Venezia weist Deine Fähigkeiten zum Lehrer für Italienisch als Fremdsprache nach.

Italienische Bücher zu lesen ist für Dich kein Problem. Als Italienischlehrer beherrscht Du nicht nur die Sprache, sondern kennst Dich auch mit italienischer Literatur aus. | Quelle: Pexels

Diese Zertifikate richten sich an Ausländer und Italiener, die Fachkompetenzen im Unterrichten von Italienisch als Fremdsprache nachweisen möchten. Dafür musst Du Italienisch perfekt beherrschen.  

Ohne Diplom oder Studium, aber mit einem sehr guten Italienischniveau, hast Du die Möglichkeit, Nachhilfe online oder zu Hause zu geben. Auch als Privatlehrer kannst Du selbstständig arbeiten.

Wie wirst Du Italienischlehrer an öffentlichen Schulen?

Weißt Du schon lange, dass Du Italienischlehrer werden möchtest oder ist die Idee noch ganz frisch? Wir zeigen Dir den Weg zum Italienischlehrer an öffentlichen deutschen Schulen. 

Da Italienisch hauptsächlich an Gymnasien unterrichtet wird, zeigen wir Dir, wie Du Italienischlehrer an Gymnasien wirst.

Um an Schulen zu unterrichten, musst Du Dein Fach auf Lehramt studieren. Das dauert meistens fünf Jahre.

Das geht an Universitäten in allen Bundesländern, das bedeutet, du brauchst auf jeden Fall das Abitur. Wenn man genauer hinschaut, gibt es jedoch große Unterschiede zwischen den Bundesländern. Diese Unterschiede betreffen alle Phasen des Lehrerwerdens.

Wohingegen Du in den meisten Regionen ein Bachelor- und Masterstudium abschließt, ist in Süddeutschland das Staatsexamen Dein Schlüssel zum Lehrerberuf. Mancherorts wird auch eine Mischung aus Master und erstem Staatsexamen abgelegt.

Alle Bundesländer erkennen aber die unterschiedlichen Abschlüsse an. Aufgrund unterschiedlicher Schulformen und Lehramtsausbildungen in den Ländern wird trotzdem immer wieder empfohlen, dort zu studieren, wo man auch später arbeiten möchte.

Vorsicht: Mit einem Bachelor oder Master of Arts kannst Du nicht als Italienischlehrer an Schulen arbeiten. Das geht nur mit dem Bachelor und Master of Education.

Allein Italienisch auf Lehramt studieren geht leider auch nicht. In der Regel wählst Du zwei Fächer, die Du später unterrichten möchtest. Hinzu kommen Kurse, die sich mit Didaktik und Erziehungswissenschaft beschäftigen.

Damit die Praxis nicht unter den Tisch fällt, beinhaltet das Studium Praktika. Je nach Bundesland werden die vor oder während des Studiums absolviert.

Dadurch kannst Du Dir schon mal ein Bild vom Beruf des Italienischlehrers machen und Dir ganz sicher werden, dass Du den richtigen Beruf wählst.

Auf das Staatsexamen oder den Master folgt dann das Referendariat, bei dem Du richtig als Lehrer arbeitest. Hinterher kannst Du ganz schön stolz auf Dich sein!

Das Referendariat bereitet Dich auf den Lehrerberuf vor. Als Referendar unterrichtest Du eigenständig vor einer Klasse. | Quelle: Pexels

Das Referendariat ist die zweite Phase Deiner Lehrerausbildung. Sie ist auf die praktische Ausbildung und den Schulbezug fokussiert. Je nach Bundesland dauert diese Phase 18 Monate oder zwei Jahre.

Dabei unterrichtest Du in den meisten Bundesländern nicht sofort eigenständig, sondern hospitierst zunächst anderen Lehrern. Außerdem beinhaltet das Referendariat auch den Ausbildungsunterricht, bei dem Du unter Anwesenheit des Lehrers Stunden gibst und diese mit ihm besprichst. Schließlich bist Du noch kein fertiger Lehrer.

Auf diese spannende Phase folgt die zweite Staatsprüfung, die aus verschiedenen Prüfungsteilen besteht. Erst nach dieser zweiten Prüfung bist Du Lehrer.

Generell sollte Dir das akademische Fremdsprachenstudium und speziell Romanistik oder Italianistik Spaß machen. Denn das hat nichts mehr mit Schulunterricht zu tun. Stattdessen beschäftigst Du Dich mit Linguistik, Literatur und Landeswissenschaft.

Ein Faible für Italien und die Sprache Dantes hast Du wahrscheinlich schon. Aber auch Freude am Texte Lesen und der Untersuchung der italienischen Sprache solltest Du mitbringen.

Gute Neuigkeiten für Interessierte: Einen hohen Numerus clausus gibt es meistens nicht, also reichen Dir für das Italienisch-Studium das Abitur und Italienischkenntnisse.

Keine Angst, wenn die noch nicht so gut sind. An vielen Unis kannst Du vor Studienbeginn Italienischkurse zur Vorbereitung belegen.

Und wie sieht’s mit dem Geld aus? Die Bezahlung von Lehrer ist Ländersache. Generell gilt aber, dass zwischen verbeamteten und angestellten Lehrern unterschieden wird. Auch die Schulform spielt eine Rolle.

Die Einstiegsgehälter fallen also unterschiedlich hoch aus. Am höchsten sind sie in Hamburg und Baden-Württemberg, am niedrigsten in Sachsen.

Welches Italienisch-Studienfach ist für Dich das richtige?

Du hast es geschafft! Du weißt, was Du werden möchtest. Nun stehst Du vor der Qual der Wahl, welches Studienfach das richtige ist, um Lehrer für Italienisch zu werden.

Tatsächlich gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Die wohl bekannteste ist das Romanistik-Studium.

Dabei beschränkst Du Dich nicht auf Italienisch, sondern auch andere Sprachen und Kulturen lateinischen Ursprungs werden behandelt. Zum Beispiel Spanisch, Französisch, Rumänisch oder Portugiesisch.

Du kannst eine oder mehrere Sprachen studieren oder Dich für Schwerpunkte entscheiden.

Dabei schaust Du weit über Deinen bisherigen Italienisch-Tellerrand hinaus und lernst die Entwicklung der Sprache kennen, analysierst Romane und diskutierst gesellschaftliche Aspekte.

Natürlich verbringst Du auch Zeit in Italien und siehst den Uni-Stoff lebendig werden. Denn immer häufiger ist ein Auslandssemester Bestandteil des Studiums.

Das hilft Dir auch später als Lehrer. Du hast die italienische Kultur und Sprache schließlich selbst erlebt!

Als Italien-Fan kennst Du das Land bestens. Du kennst Italien und seine Kultur perfekt? Dann kannst Du Dein Wissen an andere weiter geben. | Quelle: Pexels

Das Romanistik-Studium kannst Du an vielen deutschen Universitäten absolvieren. Manchmal heißt es auch Italianistik oder Italienische Philologie.

Diese Fächer könnten Dich interessieren, da man sie auch auf Lehramt studieren und Italienischlehrer an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen werden kann.

Im CHE Hochschulranking der ZEIT kannst Du die verschiedenen Universitäten anhand unterschiedlicher Kriterien vergleichen. Die Universitäten Mannheim und Bonn schnitten für Romanistik besonders gut ab.

Wenn Du nicht auf Lehramt studieren möchtest, weil Du zum Beispiel eine Karriere als privater Italienischlehrer einschlagen möchtest, kannst Du Italienisch auch auf Bachelor oder Master of Arts studieren.

Auch internationale Studiengänge könnten eine Option für Dich sein, wie zum Beispiel „Deutsch-Italienische Studien“. Die Universitäten Regensburg und Triest bieten dieses Fach unter anderem an.

Dabei kannst Du in einer deutsch-italienischen Gruppe ein Doppeldiplom absolvieren, durch ein integriertes Auslandsjahr und ein Praktikum Erfahrungen in Italien sammeln und die Kultur aus nächster Nähe erleben.

Hinterher stehen Dir viele Türen offen, auch die des Italienisch Privatlehrers.

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