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Als Lehrer Italienischkurse Geben: Wie kommst Du an Dein Ziel?

Von Eva, veröffentlicht am 08/10/2018 Blog > Sprachen > Italienisch > Wie kann ich Italienischlehrer werden?

Viele junge Menschen haben Lust, Lehrer zu werden. Andere sind schon älter, wünschen sich einen beruflichen Wechsel und werden dann noch Lehrer.

Du hast Dich bei der Vielzahl unterschiedlicher Fächer für Italienisch entschieden?

Ob Du Lehrer an einer öffentlichen Schule, Privatlehrer zu Hause oder an einer Sprachschule werden möchtest – viele Wege führen zum Ziel.

Wissen vermitteln, Unterricht und Klausuren vorbereiten sind nur ein paar Ausschnitte des Berufs des Italienischlehrers.

Aber wie kommst Du da hin?

Wie kannst Du in Deutschland Italienischlehrer werden?

Den Weg zum Lehrer stellen wir uns ganz schön langwierig vor…

Schließlich müssen angehende Lehrer fünf Jahre lang studieren und je nach Bundesland entweder ein Staatsexamen oder den Bachelor und Master of Education machen.

Darauf folgt das 18- bis 24-monatige Referendariat. Das ist der praktische Teil der Lehrerausbildung, bei dem unterrichtet wird.

Erst nach dieser Zeit und eines weiteren Staatsexamens bist Du Lehrer und kannst an Gymnasien, Gesamtschulen oder einer anderen Schulart unterrichten.

Ganz schön langwierig, schließlich dauert dieser Weg gut und gerne sieben Jahre.

Wer an deutschen öffentlichen Schulen unterrichten möchte, studiert sein Fach auf Lehramt. Das Lehramtsstudium an der Uni macht Dich zum Lehrer an öffentlichen Schulen. | Quelle: Pexels

Hinterher solltest Du wissen, dass Italienisch nicht an allen Schulen unterrichtet wird, da Englisch, Französisch, Spanisch und Latein beliebtere Sprache an deutschen Schulen sind.

Manche Schulen sind dafür auf Italienisch spezialisiert und bieten die Sprache Dantes bis zum Abitur an.

Im deutschen Schulsystem zu unterrichten, ist nicht immer leicht.

Lehrer müssen umziehen, wenn sie nicht in ihrer Wahlschule eingesetzt werden oder sie nehmen lange Wege in Kauf.

Wer jedoch in Deutschland Italienischlehrer werden will, hat nicht nur diese Möglichkeit. Denn es gibt zahlreiche weitere Stellen, bei denen nicht an öffentlichen Schulen unterrichtet wird.

Beispielsweise kannst Du Deine Bewerbung an private Sprachschulen oder Volkshochschulen richten.

Sie bieten nämlich Italienischkurse auf unterschiedlichen Niveaustufen an. Es gibt Kurse für Anfänger aller Altersstufen, aber auch für Fortgeschrittene. Für Dich als Lehrer kommt es vor allem darauf an, etwas von Pädagogik zu verstehen.

Darüber hinaus kannst Du auch in Vereinen und Kulturzentren aktiv werden. Vor allem in größeren Städten gibt es sie, um die italienische Kultur und Sprache zu fördern.

Dort kannst Du Sprachkurse organisieren, zum Beispiel in kleinen Gruppen.

Auch Kurse über die italienische Kultur sind eine gute Möglichkeit, Deine Begeisterung für Italien mit anderen zu teilen.

Besonders schön: Deine Schüler sind in der Regel sehr motiviert und engagiert. Und Du kannst ganz einfach deine pädagogischen Fähigkeiten weiterentwickeln.

Eine weitere Möglichkeit Italienischlehrer zu werden sind Stellen an Hochschulen und Universitäten. Denn oft bieten sie Sprachkurse auf unterschiedlichen Niveaustufen an. Nicht zuletzt, um ihre Studenten auf Auslandsaufenthalte vorzubereiten.

Zu guter Letzt kannst Du Privatlehrer zu Hause werden, wenn ein Sprachenstudium nichts für Dich ist.

Dafür brauchst Du kein Diplom, aber natürlich sehr gute Italienischkenntnisse. Praktisch: Du bist Dein eigener Chef und bestimmst selbst, was Du tust.

Der Weg zum Italienischlehrer an öffentlichen Schulen

Es gibt nicht einen einzigen Weg, um Lehrer für Italienisch zu werden. Aber Möglichkeiten, es Dir leichter zu machen.

Du gehst noch zur Schule, aber weißt schon, dass Du Italienischlehrer werden möchtest? Umso besser!

Fang jetzt schon an und wähle Italienisch als Fremdsprache. Sprachen lernen geht am leichtesten, wenn Du jung bist.

Mit Deinen neuen Fähigkeiten ziehst Du bestimmt jede Menge Neid auf Dich…

Fang also so schnell wie möglich mit dem Lernen an. Wenn Deine Schule kein Italienisch anbietet oder Du nicht mehr zur Schule gehst, sind fürs Erste Lehrbücher eine gute Idee.

Mit einem Privatlehrer kommst Du noch schneller voran.

Er gibt Dir zu Hause Unterricht und passt sich perfekt Deinem Niveau an. Das ist angenehmer und individueller, sodass Du rasend schnell Fortschritte machen wirst.

In jedem Alter ist es möglich, Italienisch zu lernen und die italienische Kultur in ihrer Tiefe zu verstehen. Egal in welchem Alter Du Deine Liebe zu der italienischen Kultur und Sprache entdeckst – Italienisch lernen kannst Du immer. | Quelle: Pixabay

Du bist in der Oberstufe und das Abi steht vor der Tür? Das ist eine gute Möglichkeit, Italienisch als Leistungskurs zu wählen.

Das Italienisch-Abitur ist je nach Bundesland unterschiedlich. Egal wo Du wohnst, musst Du während der Oberstufe Dein Lese- und Hörverstehen unter Beweis stellen, Sprechen, Texte schreiben, Grammatik und Vokabeln lernen.

Mit dieser Grundlage wird es Dir ein Leichtes sein, Italienisch zu studieren. Keine Angst, wenn Du nicht so viel Vorwissen hast. Viele Universitäten bieten Vorkurse an, bei denen Du Dein Italienisch verbessern kannst.

Um dann Italienischlehrer an deutschen Schulen zu werden, musst Du auf Lehramt studieren. Das heißt, dass Du mindestens zwei Fächer wählst, die zu zunächst an der Universität studierst. Neben Italienisch wirst Du später also ein weiteres Fach unterrichten.

Italienisch gehört zur Romanistik – Deinem neuen Studiengang! Manchmal heißt er auch Italianistik oder Italienische Philologie. All diese Fächer kannst Du auf Lehramt studieren.

Die Zugangsvoraussetzung ist das Abitur. Wir haben gute Neuigkeiten: Einen hohen Numerus clausus brauchst Du nicht befürchten.

Das Romanistikstudium ähnelt dem Schulunterricht jedoch keineswegs. Du beschäftigst Dich nun mit ganz neuen Dingen: Sprach- und Literaturwissenschaft und Landeskunde warten auf Dich.

Denn außer dem Verständnis der Sprache und der Sprachpraxis musst Du als angehender Lehrer oder als angehende Lehrerin die Kultur Italiens in seiner Tiefe verstehen.

„Wie hat sich die Sprache entwickelt?“, ist eine Frage, die Du hinterher beantworten kannst.

Mit der Idee, Lehrer zu werden, bist Du übrigens nicht allein. Laut dem Statistischen Bundesamt waren im Jahr 2016 8,36% der abgelegten Abschlussprüfungen an Hochschulen in Deutschland Lehramtsprüfungen.

Italienischlehrer werden ohne in Italien gelebt zu haben: 4 Dinge, die Dir fehlen werden

Während Deiner Schul- und Studienzeit solltest Du jede Möglichkeit für Erfahrungen im Ausland nutzen.

Mach ein Praktikum, eine Sprachreise, ein Auslandsjahr oder ein Auslandssemester.

Am wichtigsten ist, die Kultur eines anderen Landes selbst zu entdecken und zum Beispiel Italienisch von Einheimischen zu lernen.

Nur von Muttersprachlern kannst Du Dir die korrekte Aussprache abschauen und Dein Italienisch perfektionieren. Das bleibt Dir für immer im Gedächtnis.

Ohne Auslandserfahrung in Italien fällt es Dir das Italienisch Lernen und auch das Italienisch Lehren viel schwerer.

Die Betonung im Italienischen hat’s nämlich ganz schön in sich. Sie ist so wichtig, dass Du sie auf keinen Fall vernachlässigen solltest. Die richtigen Silben müssen betont werden, sonst sagst Du womöglich noch etwas ganz anderes, als Du wolltest.

Auch deshalb gibt es nichts Besseres als eine Zeit lang in Italien zu leben.

Da kannst Du regelmäßig mit Italienern sprechen, ihre Aussprache übernehmen und immer besser werden.

Auch alle Regeln und Ausnahmen lernst Du ganz von allein, schließlich ist Italien zumindest für eine Weile Dein Zuhause.

Florenz ist nicht nur auf Fotos, sondern auch in Wirklichkeit wunderschön. Das Stadtbild von Florenz ist eine Reise wert. | Quelle: Pixabay

Währenddessen kannst Du viele Reisen machen, Rom erkunden, Florenz kennen lernen und durch die Straßen Mailands bummeln. Dabei wirst Du bemerken, dass Du nicht immer alles verstehst, das auf der Straße gesprochen wird.

Denn die alltägliche Umgangssprache hat auch im Italienischen wenig mit dem Schulbuch-Italienisch gemeinsam.

Manche Ausdrücke und Wörter sind für Deine alltäglichen Unterhaltungen mit Italienern zwar sehr wichtig, werden aber geschrieben nicht verwendet. Deine Chance also, alle Stufen des Italienischen zu lernen!

Als Lehrer musst Du Deinen Schülern verschiedene Ebenen der italienischen Sprache vermitteln. Natürlich auch Italienisch für den Beruf.

Manchmal brauchst Du ein sehr präzises Vokabular, das schon Teil von einem bestimmten Berufsfeld ist. Dann musst Du als Lehrer natürlich Bescheid wissen und Deine Schüler auf das richtige Wort hinweisen. Auch diese Fähigkeit lernst Du am allerbesten vor Ort in Italien.

Warte nicht länger! Entdecke die Geschichte und Kultur Italiens.

Beim Italienisch Lernen geht es ja nicht nur um die Sprache, sondern vor allem um Deine Leidenschaft und Begeisterung für Land, Leute und Kultur Italiens. Die kannst Du an Deine Schüler weitergeben.

Nichts leichter als das, wenn Du die Kultur selbst entdeckt hast und genau weißt, wovon Du sprichst.

Von zu Hause aus Italienischlehrer werden: Geht das?

Du bist immer noch nicht motiviert, nach Italien zu gehen?

Keine Sorge, Du kannst trotzdem Italienischlehrer werden. Auch wenn Du dafür zu Hause bleibst.

Tatsächlich ist ein Diplom nicht in allen Positionen als Italienischlehrer notwendig. Öffentliche Schulen verlangen das Lehramtsstudium.

Aber als Italienisch Privatlehrer oder Nachhilfelehrer zu Hause ist es nicht nötig.

Studenten auf dem Weg zu ihrem Abschluss nutzen diese Möglichkeit, um schon mal Erfahrungen in der Welt der Pädagogik und des Unterrichtens zu sammeln.

Das geht selbstverständlich nicht nur in Italienisch, sondern auch in Mathe, Geschichte, Erdkunde, Chemie, Physik, Kunst oder Biologie. Du beherrschst noch mehr Sprachen? Gib auch Nachhilfe in Französisch oder Englisch!

Viele Vorteile warten auf Dich: Deinen Zeitplan kannst Du Dir selbst erstellen, Deine Schüler kannst Du Dir selbst aussuchen und natürlich bestimmst Du, was und wie Du unterrichtest.

Kurz gesagt – sehr viel Freiheit wartet auf Dich.

Um bekannt zu werden und Dir ein Netzwerk aufzubauen, gibt es mehrere Wege.

Online-Plattformen machen es Dir leichter, Nachhilfeschüler zu finden. Dank des Internets kannst Du schnell und einfach Nachhilfeschüler finden. | Quelle: Pixabay

Die guten alten Anzeigen sind immer ein Versuch wert. Häng sie in Läden in Deiner Nachbarschaft aus. Denn manche Menschen wissen gar nicht, dass sie einen Nachhilfelehrer auch online finden können.

Genau diese potentiellen Kunden sprichst Du mit Deiner Anzeige beim Bäcker oder an einem Laternenpfahl an.

Darüber hinaus gibt’s online Plattformen wie Superprof, die darauf spezialisiert sind, Nachhilfelehrer und -schüler zusammen zu bringen.

Diese Plattformen bieten Dir Sicherheit, denn nicht nur Du hast dort ein Profil, sondern auch Deine Schüler.

Das kannst Du vor dem Unterricht einsehen. Auch Dein Schüler kann sich Dein Profil im Voraus anschauen. Pass also auf, was Du auf Dein Profil schreibst.

Um Privatlehrer zu Hause zu werden, kann Dir ebenfalls das Internet helfen.

Manche Seiten stellen Übungsmaterial zur Verfügung und für besonders Motivierte gibt es Fern-Unis. Dafür musst Du ganz schön diszipliniert und organisiert sein.

Alles eine Frage der Motivation!

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