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Warum Du als Italienisch Sprachlehrer unbedingt Zeit in Italien verbracht haben solltest

Von Eva, veröffentlicht am 08/10/2018 Blog > Sprachen > Italienisch > Italienischlehrer werden, ohne in Italien gelebt zu haben: Diese 4 Dinge werden Dir fehlen!

Du träumst davon, Italienischlehrer zu werden, aber warst noch nie in Italien?

Los geht’s, nimm den nächsten Flug oder setz Dich ins Auto!

Du hast die Qual der Wahl … Rom, Venedig, Florenz – worauf Du Lust hast.

Als Italienischlehrer am Gymnasium, einer Gesamtschule oder einer Hochschule hast Du es im Berufsleben nämlich ganz schön schwer, wenn Du Italien nicht kennst.

Dank seiner reichen Kultur kannst Du in Italien kulinarische und künstlerische Meisterwerke entdecken.

Aber nicht nur das würde Dir ohne einen Italienaufenthalt entgehen. Auch Vokabeln, die gastfreundliche Art der Italiener und der Charme italienischer Städte.

Durch die kleinen Fußgängerzonen schlendern und mit Einheimischen über Geschichte und Kultur sprechen würden Dir entgehen. Dabei ist genau das so schön an Sprachen. Erst recht, wenn Du sie unterrichtest.

Pädagogik bedeutet schließlich auch, die Geschichte, die Lebensart und die Geopolitik eines Landes zu unterrichten.

Leider ist ein Auslandssemester nicht für alle Italienisch-Studenten verpflichtend, freiwillig ist es aber immer möglich. Das solltest Du nutzen!

Egal was Dir vorschwebt: Italienischlehrer am Gymnasium, der Gesamtschule, Realschule oder an einer Hochschule, eine Auslandserfahrung in Italien lohnt sich immer.

Nutz die Möglichkeiten Deiner Uni oder spannende Jobangebote, um in Deinem Beruf noch besser zu werden.

Worauf wartest Du noch? Kurble Deine Karriere an, indem Du nach Italien gehst.

Wer das nicht tut, wird vier wichtige Fähigkeiten als Italienischlehrer vermissen.

Italienisch unterrichten ohne Italienisch in Italien gesprochen zu haben – eine schwierige Angelegenheit

Na, hast Du Dir ein Ticket nach Italien gekauft?

Wie lernst Du sonst so schnell, italienische Vokabeln richtig auszusprechen oder die italienische Grammatik richtig anzuwenden?

Im Italienischen ist die richtige Aussprache für ein gutes Verständnis sehr wichtig.

Wörter können ihren Sinn nämlich komplett ändern, wenn sie falsch ausgesprochen werden.

Betonst Du die falsche Silbe, sagst Du etwas völlig Falsches.

Wie Du das richtig machst, lernst Du am besten vor Ort in Italien beim täglichen Üben und Hören. Normalerweise betont man im Italienischen die vorletzte Silbe des Wortes. Wenn nicht, wird schriftlich angezeigt, welche Silbe betont wird.

Aber Vorsicht, denn es gibt viele Ausnahmen!

Um nicht zu verwirrt zu sein und die Aussprache von Anfang an richtig zu machen, solltest Du unbedingt Zeit in Italien verbringen. So passt sich Dein Ohr an die Intonation der Wörter an.

Sprich so viel wie möglich mit Einheimischen, dann musst Du nur wiederholen, wie sie die Wörter aussprechen.

Eine Reise nach italien lohnt sich immer, allein schon für die gute Küche und Gespräche mit Italienern. Italien hat einiges zu bieten, zum Beispiel die wohl besten Pizzen der Welt. Nutz das Essen für Gespräche mit Einheimischen. | Quelle: Pexels

Praktisch ist auch: In Italien wirst Du merken, ob Dich die Menschen verstehen oder ob Du noch ein wenig an Deinem Akzent arbeiten musst.

Und da hilft nur eins; üben, üben, üben.

Beim Leben in Italien wirst Du umgeben von italienisch sprechenden Menschen sein. Dann träumst und denkst Du auf Italienisch und deutsche Wörter fallen Dir irgendwann gar nicht mehr so leicht ein.

Und das ist auch gut so, denn der ständige Wechsel zwischen Deiner Muttersprache und Italienisch verlangsamt den Lernprozess erheblich.

Falls Du im Moment nicht nach Italien ziehen kannst, kannst Du Dein Italienisch trotzdem verbessern. Zum Beispiel durch einen Privatlehrer, der Dir Nachhilfe zu Hause gibt.

Verzichte lieber auf Online Italienischkurse, denn die können Deine Aussprache nicht verbessern.

Dein Italienischlehrer hingegen kann das umso besser.

Erfahre hier, wie Du Italienischlehrer zu Hause werden kannst.

Italienisch auf der Straße: Die Umgangssprache

Im Italienischen gibt es, wie in allen Sprachen, mehrere Möglichkeiten, sich auszudrücken.

Du kannst je nach Situation variieren und sehr höflich oder vertraut sprechen.

Umgangssprachliches Italienisch ist jedoch kaum in Büchern zu finden. Eine kleine persönliche Anekdote:

„Als ich für ein Jahr nach Argentinien gegangen bin und dort ankam, habe ich kein Wort verstanden. Denn alle Menschen sprachen nicht nur schnell, sondern auch mit vielen Ausdrücken, die ich nie im Unterricht gelernt hatte. Nach fünf Jahren Spanischunterricht in der Schule konnte ich mich also immer noch nicht richtig ausdrücken.“

„Ich musste erst mal ein paar Monate in Argentinien leben, um umgangssprachliche Ausdrücke wie „mir doch egal“ zu verwenden.“

Sowas kann Dir auch passieren, wenn Du Dich im Italienischen bisher nur auf einem anderen Niveau ausgedrückt hast.

Umgangssprache lernst Du nur in Italien bei Reisen und Gesprächen. Denn kein Italienischkurs der Welt kann Dir diese Feinheiten der italienischen Sprache beibringen und erst recht nicht, wenn Du Italienisch online lernen möchtest.

Genauso ist es übrigens mit Ausdrücken und Beschimpfungen. Auch die lernst Du erst vor Ort, wenn ein Italiener mal so richtig sauer ist.

Misch Dich in Italien unter Menschen aller Altersstufen.

Vor allem unter Jugendliche, denn die Jugendsprache hat sich vor allem mit dem Internet entwickelt. Sie ist eine Entdeckung wert, da Veränderungen in der Sprache oft durch die Jugend angetrieben werden.

Die Jugendsprache hat sich durch Internet und Handys rasant entwickelt. Internet und Smartphones beeinflussen die Jugendsprache. | Quelle: Pexels

Als Italienischlehrer ist das besonders gut, da Du Deine Schüler gleich über das Leben von Jugendlichen in Italien informieren kannst.

Du hast dann alles im Gepäck: Die Sprache, aber auch die Lebensart und Infos über das soziale Klima. Der Unterricht einer Sprache geht nämlich weit über das Grammatik Lernen und Vokabeln Lernen hinaus.

Kein Diplom der Welt kann Dir helfen, diesen Aspekt in Deinen Unterricht einzubringen.

Leider ist in deutschen Lehrplänen oft keine Zeit für diesen Teil einer Sprache. Wir sind überzeugt: Die Kultur des Landes ist von großer Bedeutung. In der Schule sollte beim Italienisch Lernen nicht allein auf Sprachkenntnisse gesetzt werden.

Du bist Student? Nutz diese Zeit, um ins Ausland zu gehen! Damit zeigst Du, dass Du weltoffen bist und machst eine wunderbare Erfahrung.

Geh hinaus und triff Dich mit italienischen Freunden. Sie werden Dir zeigen, wie Du Dich am besten ausdrückst.

Hinterher kannst Du Dir sicher sein: Deine Prüfung schreibst Du mit links, schließlich hast Du Dich im Alltag in Italien darauf vorbereitet. Auch ein Gespräch mit einem Partner wird Dir viel leichter fallen.

Die umgangssprachliche Sprache von der Straße solltest Du auch als Italienischlehrer kennen.

Professionell sprechen: Italienisch auf hohem Niveau

Deine Schüler erwarten natürlich nicht nur Umgangssprache von Dir, sondern auch Italienisch Sprechen auf einem hohen Niveau.

Während Deines Referendariats wirst Du oft Besuch im Unterricht haben. Nicht nur für solche Momente ist ein gutes Verhältnis zu Deinen Schülern wichtig.

Das hilft Dir, wenn Du ihnen den Weg zu einem korrekten und professionellen Italienisch weist. Wer weiß, vielleicht streben manche Deiner Schüler ein zweisprachiges Studium oder ein Leben zwischen Deutschland und Italien an.

Schließlich ist das heute ganz schön wichtig. Schauen wir uns nur den internationalen Handel oder den Tourismus an. Immer mehr Arbeitsplätze erfordern ein gutes Italienischniveau. Das können Deine Schüler in Deinen Italienischkursen erreichen.

Englisch ist zwar die beliebteste Sprache, Italienisch ist aber auch unerlässlich für die internationale Wirtschaft.

Italien bietet aufgrund seiner Kultur nämlich wahnsinnig viele Chancen.

Die Basilica di San Domenico in Siena ist nur ein kleiner Teil der reichen Geschichte Italiens. Durch Besuche in Italien lernst Du die Geschichte und Kultur richtig kennen. Zum Beispiel die Basilica di San Domenico in Siena. | Quelle: Pexels

Die Mode zum Beispiel ist ein wichtiger Sektor in Italien. Dolce & Gabbana, Giorgio Armani oder Gucci sind aus der italienischen Modewelt nicht mehr wegzudenken.

Und schon weißt Du, welche Firmen nach Mitarbeitern suchen, die mindestens Englisch und Italienisch beherrschen.

Leider werden in deutschen Schulen lieber Englisch, Französisch, Spanisch und Latein unterrichtet. Das heißt, Du bist als Lehrer von Italienischunterricht eine Ausnahme.

Das heißt aber auch, dass Italienischkenntnisse selten sind und Deine Schüler sich damit von ihrer Konkurrenz abheben können.

Um ihnen also gutes und korrektes Italienisch beizubringen, schadet es nicht, Zeit in Italien zu verbringen.

Wenn Du das nicht machst, kannst Du selbst nicht in die Kultur und das Wissen eintauchen, das Du Deinen Schülern zu vermitteln versuchst.

Auch Dein Wortschatz wird erweitert, denn italienische Wörter lernst Du ganz automatisch dazu.

Wer viel weiß, verschafft sich Respekt. Deine Schüler werden es Dir danken, denn Du bist Italienischprofi.

Du möchtest perfekt Italienisch können? Erfahre hier, wie Du Italienischlehrer wirst.

Italien: Ein Ort des Genusses

Bestimmt weißt Du’s schon. Aber das, wofür wir brennen, vermitteln wir am allerbesten. Eine gelebte Leidenschaft hilft also ganz besonders, wenn Du Italienisch richtig lehren möchtest.

Glücklicherweise hast Du viele Möglichkeiten, um Zeit in Italien zu verbringen:

  • Praktika,
  • Sprachreisen oder
  • Auslandssemester.

Wie traurig wäre es, wenn Du diese Chancen nicht nutzen würdest…!

Deine Leidenschaft für die Sprache Dantes wird in Italien wachsen. Plötzlich verstehst Du alles, entdeckst die Kultur, die archäologischen Überreste Roms, das Römische Reich und natürlich italienische Restaurants. Ein wahrer Genuss.

Wusstest Du, dass die Italiener mindestens ein Dutzend Möglichkeiten haben, ihre Kaffees je nach Zubereitung zu benennen? Das lernst Du noch vor Ort, wenn Du Dich durch alle Kaffeearten durchprobierst.

Nur in Italien hat der Kaffee zahlreiche Namen. Viele Wörter für ein Getränk – Willkommen in Italien. | Quelle: Pexels

Dein Italienaufenthalt hält so viel für Dich bereit: In den schönen Straßen bummeln, die historischen Ruinen fotografieren, mit Einheimischen quatschen …

All das wird Dir beim Unterrichten Deiner Schüler helfen.

Du kannst ihnen Italien erklären und ihnen klarmachen, dass die Sprache nicht reicht, um einen Italiener wirklich zu verstehen.

Gemeinsam könnt Ihr eine Bildungsreise oder eine Ausfahrt machen, denn die schönsten Orte in Italien kennst Du wie Deine Westentasche.

So wird es Dir ein Leichtes sein, Dein Wissen an Deine Schüler weiterzugeben.

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